Montag, 20. Februar 2017

Müllfreie Monatshygiene (mit Schnittmustertipp für Upcycling-Slipeinlagen)


Müllfreie Monatshygiene ist auf vielen Blogs immer mal wieder Thema - eine gute Sache, wie ich finde! Es lohnt sich, Menstruationstassen bekannt zu machen. Ich bin mit meiner Mooncup seit Jahren sehr zufrieden. Die Handhabung der Tassen ist einfach: Zweimal am Tag ausspülen und mit Seifenwasser waschen und nach Ende der Menstruation dann noch einmal auskochen. Auf öffentlichen Toiletten reicht es auch, die Tasse einfach auszukippen und ggf. mit Toilettenpapier auszuwischen. Besonders bei Freunden finde ich diese Art der Monatshygiene sehr praktisch, weil es mir dort immer unangenehm war, benutzte Tampons oder Binden in den Müll zu werfen. Näheres zur Handhabung hat Erbse sehr genau beschrieben. Ein Tipp: Es empfiehlt sich nicht, die Tasse beim monatlichen Auskochen auf dem Topf zu vergessen... Das hat mir dann zwischendurch mal eine neue Mooncup beschert. Die Menstruationstassen gibt es übrigens noch von vielen anderen Firmen.


Da ich, Menstruation hin oder her, ungern ohne Slipeinlage unterwegs bin, bin ich schon vor Jahren auf die Bio-Slipeinlagen von dm umgestiegen, da diese atmungsaktiv sind. Das hat aber natürlich eine Menge Müll produziert. Über Stoffslipeinlagen habe ich schon lange nachgedacht. Sie waren mir aber immer zu teuer dafür, dass ich nicht genau wusste, welche Größe ich letztendlich brauche. Vor ein paar Wochen habe ich mich dann endlich mal aufgerafft und nach diesem Schnittmuster von Kulmine (die auch Stoffslipeinlagen und -binden aus Biobaumwolle verkaufen) aus alten Jeans, Handtüchern, Kleidern, Blusen und Boxershorts einen Stoß Upcycling-Slipeinlagen genäht. Der Boxershortsstoff hat sich als etwas rutschig erwiesen, ansonsten bin ich sehr zufrieden.

Das Nähen hat auch als Nähanfängerin gut geklappt; man muss nur wissen, wo sich der Gerad- und Zickzackstich der Maschine befinden. Im Schnittmuster ist nur der Zickzackstich angegeben, so genau konnte ich aber nicht ausschneiden. Daher habe ich immer erst mal alle Lagen zusammengesteckt, dann rundherum mit einem Geradstich zusammengenäht, noch mal in Form geschnitten und dann erst mit einem Zickzackstich umsäumt. Ist alles nicht so gerade geworden, sieht ja aber keiner. Binden verwende ich nicht, die kann man aber grundsätzlich auch selbst nähen.

Viel Spaß beim Umsteigen!

Sonntag, 15. Januar 2017

{Einfach mal machen} Verschenkekiste am Arbeitsplatz


Träumt ihr auch manchmal davon, die Welt zu verändern, von großen Aktionen und Unternehmungen zum Wohle aller Menschen und der Umwelt? Mit Berichten davon kann ich leider nicht dienen, denn zum Heldentum bin ich wohl nicht geboren... Dennoch möchte ich euch unter der Überschrift „Einfach mal machen“ in den nächsten Wochen und Monaten einiges vorstellen, das ich insbesondere im letzten Jahr in Bewegung gebracht habe. Die meisten dieser Aktionen sind klein und mit wenig Aufwand umzusetzen, der Widerstand ist gering und man muss außer etwas gutem Willen, einem positiven Menschenbild und ein bisschen Organisationsfähigkeit keinerlei Kenntnisse mitbringen. Eins haben sie jedoch alle gemein: Ich bin damit aus meiner eigenen kleinen Welt herausgetreten, bin mit neuen Menschen ins Gespräch gekommen, habe eine Menge dazugelernt und bin inspiriert für Neues. Für mich waren diese Ideen eine logische Folge meiner Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und einem „guten Leben“, was immer das bedeuten mag. Vielleicht könnt ihr ja einige Ideen mitnehmen oder teilt eure eigenen in den Kommentaren! Heute geht es los mit der

Verschenkekiste an der Arbeit

Vermutlich kennt ihr das Problem auch: Ihr habt euch zum Entrümpeln aufgerafft, aber am Ende scheitert es daran, dass ihr das Zeug lieber gleich behaltet (verkaufen zu umständlich und nicht lohnenswert, zum Wegwerfen aber zu schade), oder aber die gepackte Kiste für den Umsonstladen steht wochenlang im Flur herum, weil die Öffnungszeiten irgendwie nie mit eurer sonstigen Tagesplanung zusammenpassen.

Für solche Fälle habe ich an meinem Arbeitsplatz eine Verschenkekiste aufgestellt. Die Organisation war einfach: passenden Platz ausgeguckt, Kiste besorgt, Chef gefragt, O.K. bekommen, Zettel ausgedruckt, beides aufgehängt/aufgestellt und mit Krams befüllt. Mittlerweile ist die Kiste verschwunden und das gesamte Regal dient als Sammelplatz für Dinge, die ihren Besitzer wechseln sollen. Alle paar Wochen werfe ich die Reste weg, aber im Allgemeinen entsteht wenig Müll. Immer wieder stehen Kollegen vor dem Regal und unterhalten sich, und mittlerweile wird es auch nicht mehr nur von den Kollegen aus meiner Arbeitsgruppe gefüllt. Außerdem haben sich schon viele interessante Gespräche zum Entrümpeln ergeben. Ein voller Erfolg mit wenig Arbeit!

Montag, 2. Januar 2017

Mein Motto für 2017: Enough.


Anstelle von Neujahrsvorsätzen stelle ich seit 2015 mein Jahr jeweils unter ein Motto. Diesmal: Genug ist genug. Man muss es sich nur oft genug sagen. Beim Entrümpeln bin ich darin mittlerweile ganz gut, auch wenn ich immer mal wieder was Neues finde, was noch gehen kann. Es ist ein Prozess. Noch wichtiger war, die Einkäufe in den Griff zu kriegen. Und am allerwichtigsten sind (deswegen habe ich das Motto auch ausgewählt): meine Aktivitäten. Ich finde so vieles interessant und spannend und wichtig, dass ich mich öfter mal verzettele und am Ende völlig erschöpft bin. Solange ich meine eigene Regel, nur jedes zweite Wochenende Termine zu haben, befolge, geht es - aber irgendwie füllen sich die restlichen Wochenenden dann doch immer wieder wie von Zauberhand. Nicht gut. Also auch hier: Genug ist genug. Und genug im Kleiderschrank wäre dann auch noch wichtig, da hakt es nämlich immer wieder mal. Ansonsten ist eher Schmalspur angesagt, aber in puncto Klamotten ist noch Luft. Mal sehen, wie das Jahr läuft.