Sonntag, 30. Oktober 2016

Samentütchen selbstgemacht


Demnächst veranstalten wir an der Arbeit eine Saatguttauschbörse. Daher bin ich derzeit eifrig dabei, Saatgut zu reinigen und zu verpacken - und außerdem sind hübsch verpackte Samen sowieso ein schönes Geschenk, wie ich finde. Jedenfalls habe ich mir dazu eine kleine Vorlage für ein Saatguttütchen zum Selbermachen gebastelt, die ich gern mit euch teilen möchte. Einfach eine Vorlage nach den Maßen unten herstellen (oder aber in der gewünschten Größe) und dann auf Papier übertragen. Einmal in der Mitte entlang der gestrichelten Linie vorfalten. Die beiden abgeschrägten Seitenstreifen (oben im Bild oben und rechts, unten in der Zeichnung rechts und unten) vorfalten und mit Klebstoff einstreichen, das Tütchen zusammenkleben und unter einem großen Buch o. Ä. trocknen lassen. Dann einen passenden Papierstreifen als Schildchen aufkleben, beschriften, befüllen, die Oberkante an der gestrichelten Linie umknicken und mit einer Büroklammer verschließen.

Und falls es mal schneller gehen muss, gibt es hier noch eine alternative Anleitung auf Youtube. Das Tütchen finde ich nicht ganz so hübsch, es kommt aber komplett ohne Klebstoff aus.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Amaranth-Schoko-Wölkchen


Denkbar einfach, sehr hübsch und je nach Geschmack mit weißer, Milch- oder Zartbitterschokolade herzustellen - das macht sie ideal für alle, die wie ich im Sinne des Clean Eating ihren Zuckerkonsum etwas herunterschrauben, aber nicht komplett auf süße Leckereien verzichten wollen. Allerdings sind die Wölkchen recht fragil und sollten vorsichtig behandelt werden!

Zutaten (für 12 bis 15 Stück):
35 g Schokolade
25 - 30 g gepuffter Amaranth

Schokolade im Wasserbad schmelzen und Amaranth unterrühren. Dabei erst einmal mit 25 g beginnen und ggf. noch etwas mehr dazugeben. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Butterbrotpapier setzen und fest werden lassen.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Runkelrübengesicht


Nachdem mir letztes Jahr die Mäuse meine Runkelrüben - oder, wie man hier sagt, Dickwurz - kaputtgefressen hatten, habe ich dieses Jahr einen erneuten Aussaatversuch gestartet. Nur wenige Pflanzen sind aufgegangen, was aber auch nicht unbedingt etwas ausmacht, denn die Rüben (bei denen es sich übrigens um dieselbe Art handelt wie bei Zuckerrüben, Roter Bete und Mangold) haben einen sehr hohen Zuckergehalt, sodass sie sich nur bedingt als Kaninchenfutter eignen. Also habe ich jetzt einige kleinere Rüben und das Megaexemplar, das ihr oben auf dem Foto seht. Als ich klein war, hatten meine Großeltern jedes Jahr Futterrüben für die Rinder, aber ich könnte mich nicht erinnern, jemals eine so große Runkel gesehen zu haben. Na, auch gut, die ließ sich nämlich deutlich entspannter aushöhlen, zumal sie innen bereits zu faulen begonnen hatte. Hier seht ihr das Ergebnis:



Schön grimmig! Wobei das nicht unbedingt beabsichtigt war, ich habe nur weder eine künstlerische Ader noch übermäßig viel Geduld und musste mich daher beim Schnitzen mit Dreiecken begnügen. Jetzt hoffe ich, dass die Runkel lange genug hält, um an Halloween die vorbeikommenden Kinder zu begrüßen.


Sonntag, 9. Oktober 2016

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind: Saatgutreinigung ohne Spezialzubehör


In den letzten Wochen war ich sehr fleißig, was das Sammeln von Saatgut angeht - die ganze Terrasse stand voll... Und da ich diese Woche Urlaub hatte, habe ich mich beim gutem Wetter an das Aufreinigen gemacht. Bei einigen Samen ist das gar kein Problem, weil man sie z. B. mit der Hand sortieren (z. B. Bohnen und Kapuzinerkresse). Bei anderen Samen ist die Weiterverarbeitung schon etwas komplizierter, wenn man sie von Pflanzenbestandteilen und tauben Körnern reinigen will. Besondere Siebe usw. wollte ich mir aber erst einmal sparen, weil ich gerade erst in die Saatgutvermehrung einsteige.

Die Samen der Prunkwinde ließen sich, nachdem ich sie von ihren Hüllen befreit hatte, hervorragend auf einem flachen Teller ausbreiten und dann durch vorsichtiges Pusten von den Hüllenresten befreien. Das funktioniert so gut, weil die Prunkwindensamen relativ groß sind und die Hüllenreste deutlich leichter, sodass sie schnell wegfliegen.

Die Ringelblumen waren da schon etwas störrischer. Auf dem Foto oben seht ihr meine Ringelblumensamen nach dem Dreschen im Kopfkissenbezug. Ich habe einfach die getrockneten Blütenköpfe mit den Samen in einen alten Kopfkissenbezug gesteckt und diesen dann fest auf den Boden gedrückt und gerollt. Dabei wurden die Samen frei. Staub und große Partikel sind deutlich zu erkennen. Anschließend habe ich den Staub durch ein Abtropfsieb abgesiebt und dann den Herbstwind zur Hilfe genommen: Ich habe die Samen vorsichtig zwischen zwei großen Schüssel hin und her "gegossen", wobei der Wind viele der leichten Bestandteile weggeweht hat. In meiner Auffangschale konnte man auch eine deutliche Trennung zwischen leichten und schweren Teilen erkennen:


Ganz links Blütenblätter, dann sonstiger Krempel und rechts relativ konzentriert die Samen.

Noch besser sieht man das beim Rucola:


Hier das Endergebnis der Ringelblumensamen (immer noch ziemlich "dreckig", aber das erleichtert ja irgendwie auch das Säen), nachdem ich die ganz großen Teile noch per Hand aussortiert habe:


Bei der Phacelia hat es noch besser geklappt:


Wie reinigt ihr euer Saatgut, wenn ihr selbst welches gewinnt?

Montag, 3. Oktober 2016

Zum Direktessen und Einkochen: Kürbissuppe mit Karotten, Ingwer und Kokosmilch


Ein großer Kürbisfan bin ich ja bekanntermaßen nicht, habe mich allerdings in den letzten Jahren irgendwie dran gewöhnt. Und außerdem sind Kürbisse im Garten so praktisch! Sie gedeihen mit etwas Dünger ohne großes Zutun, beschatten mit ihren riesigen Blättern den Boden und halten so das Unkraut klein - zumindest, bis sie am Mehltau zugrunde gehen. Dieses Jahr habe ich von meiner Schwester zwei Hokkaido-Pflanzen bekommen, deren Ertrag nun verarbeitet sein wollte. Bei meiner Recherche bin ich bei Chefkoch über dieses Rezept gestolpert und bin zum allerersten Mal wirklich begeistert von einer selbstgekochten Kürbissuppe.

Eingekocht habe ich die Suppe im Weckautomaten, 60 Minuten bei 100 °C (+ Aufwärmzeit). Super Sache.

Zutaten:
800 g Hokkaidokürbis, geputzt
600 g Möhren, geputzt
1 Zwiebel
5 cm Ingwer
2 EL neutrales Pflanzenöl
1 Liter Gemüsebrühe
500 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer
Sojasoße
Zitronensaft

Hokkaido, Möhren, Zwiebeln und Ingwer grob zerkleinern (wird hinterher eh püriert - meine Kürbiswürfel waren 3 bis 4 cm groß). Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Ingwer darin anbraten. Wenn die Zwiebel glasig wird, Kürbis und Möhren dazugeben und noch etwas mitbraten, dann mit der Brühe ablöschen und ca. 30 Minuten kochen. Die Suppe ist fertig, wenn Möhre und Kürbis weich sind - einfach mit einem Messer reinpieken. Dann die Kokosmilch dazugeben und im Mixer oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Je einen Schuss Sojasoße und Zitronensaft zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.