Donnerstag, 22. Dezember 2016

Last-Minute-Geschenk: Vegane Schokocrossies


Irgendwie geht es mir jedes Jahr so: Trotz sorgfältigster Geschenkeplanung (was bedeutet, mit möglichst vielen Leuten abzusprechen, dass wir uns eben gerade nichts schenken) brauche ich am Ende doch immer noch irgendeine Kleinigkeit als Dankeschön für irgendwen. Schoko-Crossies sind da schnell gemacht und ruckzuck verpackt.

Zutaten:
35 g vegane Milchschokolade
70 g Zartbitterschokolade
50 g gehobelte Mandeln
ein paar Hände voll Cornflakes

Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann die gehobelten Mandeln unterrühren. Cornflakes zwischen den Händen zerdrücken und die Krümel ebenfalls unterrühren. Dabei immer mal ausprobieren, ob es mittlerweile genug sind: Das ist dann der Fall, wenn sie sich nur noch sehr schwer unterrühren lassen. Dann kleine Häufchen auf Butterbrot- oder Backpapier setzen, fest werden lassen und verpacken (oder selber essen).

Freitag, 16. Dezember 2016

Vegane Rumkugeln


Nach dem Bratapfellikör hier noch eine weitere kleine Geschenkidee (gebrannte Mandeln machen sich in solchen Tütchen übrigens auch sehr gut).

Zutaten (für ca. 30 Stück):
250 g Zartbitterschokolade
25 g vegane Butter
1 EL Puderzucker, gesiebt
1 EL Hafersahne
3 EL brauner Rum
Kakaopulver (oder Schokoladestreusel) zum Wälzen

Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mit einem Schneebesen zunächst die vegane Butter, dann Puderzucker und Hafersahne, dann den Rum unterrühren. Kühl stellen, bis die Masse anfängt, fest zu werden, und sich gut formen lässt. Dann kleine Kugeln rollen, dafür ggf. die Hände anfeuchten, und in dunklem Kakaopulver oder Schokoladestreuseln wälzen. Kühl stellen und fest werden lassen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Bratapfellikör


Noch auf der Suche nach einer Kleinikeit für Weihnachten? Dieser Likör ist schnell gemacht.

Zutaten:
1 l Apfelsaft
60 g brauner Zucker
1 gestrichener Teelöffel Vanille
3 Zimtstangen
2 Anissterne
4 ganze Nelken
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange
300 ml weißer Rum
100 ml Amaretto

Apfelsaft in einen Topf gießen, die Gewürze in einen Teebeutel geben (oder einfach so in den Topf werfen), Beutel in den Topf, Deckel drauf und 15 Minuten kochen lassen. Durch ein feines Teesieb abgießen, mit dem Alkohol verrühren und in sterilisierte Flaschen füllen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

So viele vegane Blogs sterben... (Aktualisierung der veganen Blogliste)

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Ich habe endlich mal wieder meine vegane Blogliste aufgeräumt und dabei mit Schrecken festgestellt, wie viele vegane Blogs mittlerweile wieder von der Bildfläche verschwunden sind, darunter etliche langjährige Weggefährtinnen, wenn man das so sagen darf. twoodledrum gibt es nun seit mehr als sechs Jahren. Seitdem verfolge ich die vegane Bloggerszene mal mehr, mal weniger aufmerksam verfolgt. Mehrere Jahre war der twoodledrum-Adventskalender mein Baby, zu dem etliche, meist vegane Bloggerinnen viele tolle Rezepte beigetragen haben. Dieses Jahr habe ich mich aus zeitliche Gründen dagegen entschieden, einen solchen Kalender zu starten, musste aber mit Entsetzen feststellen, dass viele meiner Gastpostkandidatinnen ihre Blogs nicht mehr aktiv pflegen. Insgesamt ist die Liste sehr kurz geworden. Schade! Das deckt sich allerdings mit meinem Gefühl, dass sich die Aktivitäten immer mehr weg von Blogs hin zu Plattformen wie Instagram verschieben. Wie ist euer Eindruck? Und wie ist euer Nutzungsverhalten?

Sonntag, 27. November 2016

Endlich gibt es veganen Schnittkäse, den ich mag! (Simply V)


Ich erinnere mich immer noch mit Grausen an das Paket von veganen Schnittkäsesorten, das ich vor fast sechs Jahren bei einem veganen Online-Versandhaus bestellt habe. Mein Mann und ich haben eine Pizza gemacht und sie mit einer Sorte Käse bestreut. Beim ersten Stück schien uns das ganz ok - aber leider nur, weil wir großen Hunger hatten, wie sich danach herausstellte. Der Rest der Pizza wanderte in den Müll. Gleiches passierte mit dem Hawaii-Toast. An die restlichen Sorten haben wir uns dann gar nicht mehr rangetraut.

Der Wilmersburger war vor einigen Jahren, als er auf den Markt kam, dann noch mal meine Hoffnung. Offensichtlich fehlt mir da aber echt irgendein Gen. Auf der VeggieWorld habe ich den Wilmersburger am Stand des Herstellers probiert, ohne große Erwartungen, denn ich mochte ihn schon vorher nicht, aber eine zweite Chance hat ja jeder verdient. Resultat: Bäh. Zeitgleich (!) sagten die zwei Frauen neben mir: "Wow, das schmeckt ja wie echter Käse!" und ließen mich ratlos zurück.

Veganen Frischkäse dagegen esse ich je nach Sorte gern und war daher erst erfreut vom Angebot von Simply V, die verschiedenen Sorten zu testen, und dann schockiert vom Inhalt des Pakets: Da waren auch drei Packungen veganer Schnittkäse dabei! Etliche Wochen habe ich ihn im Kühlschrank von A nach B geschoben und mich nicht rangetraut, aber für einen Testpost muss man nun mal auch testen. Also, irgendwann ein Brot geschmiert, Schnittkäse drauf und vorsichtig reingebissen. Und: Ich fand es lecker! "Würzig" ist vielleicht nicht ganz die richtige Beschreibung, aber ich bin nach wie vor geflasht von der Tatsache, dass es einen veganen Schnittkäse gibt, der mir schmeckt, und damit eine Alternative zu all den Aufstrichen und Pasten. Hurra! Einziges Problem: Der Käse ist hier im Edeka leider nicht erhältlich.

Im Rewe gibt es immerhin den normalen und den Kräuterfrischkäse. Über die will ich hier auch noch mal ein paar Worte verlieren. Den normalen Frischkäse finde ich nicht besonders säuerlich, aber lecker, und esse ihn einfach pur aufs Brot. Den Kräuterfrischkäse habe ich, lt. Anleitung auf den dem Paket beiliegenden Rezeptkärtchen, zu einem Flammkuchen verarbeitet. Sehr lecker! Der Schokofrischkäse ist in einem Kuchen gelandet, auch hier habe ich mich ans beiligende Rezepte gehalten und Lob von den Kollegen kassiert. Mein Mann musste ihn pur probieren und fand ihn vergleichbar mit nicht-veganen Produkten.

Fazit: Ich bin total zufrieden und begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich auftun. Meine Frage allerdings: Woher bezieht ihr eure Produkte von Simply V?

Sonntag, 13. November 2016

Adventskalender für mich (und andere)


Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt, liebevoller und wertschätzender mit anderen, aber auch mit mir selbst umzugehen. Was den Umgang mit mir selbst betrifft, so gehört dazu, mir bewusst Auszeiten zu nehmen, und - was man vielleicht nicht vermuten würde - dafür zu sorgen, dass ich gut und gesund esse. Das Kochen ist bei mir das erste, was gestrichen wird, wenn ich unter Zeitdruck gerate. Daher bin ich eigentlich der perfekte Kandidat für Adventskalender wie den von mymuesli.de: Hier bekommt man entweder 24 Dosen mit Müsli oder mit Porridge. Einfach Milch dazu und fertig. Was mich abschreckt, ist jedoch der Müll, der dabei produziert wird. Während ich noch überlegt habe, ob ich dennoch einen Kalender bestellen soll, habe ich einige Einmachgläser verräumt und kam dann ins Sinnieren: Warum den Müslikalender nicht für mich selbst machen? Dann sind schon einmal 24 gesunde Frühstücke für den Dezember vorbereitet, egal, was sonst so passiert. Da gerade die Blogs nur so überquellen vor Ideen für Granola, sind eurer Phantasie beim Vorbereiten keine Grenzen gesetzt. In den letzten Wochen sind mir z. B. Himbeer-Granola, Knuspermüsli mit Macadamias Blaubeeren und Orange und Matcha Cocoa Sesame Clusters über den Weg gelaufen. Das Schoko-Orangen-Müsli kann ich euch auch sehr empfehlen. Ich selbst esse momentan am liebsten eine Mischung aus zarten Haferflocken, Gojibeeren, gehackten Mandeln und etwas Matcha. Die seht ihr auch auf dem Bild. Je nach Glas kann man dann entweder die Milch direkt dazugießen (vorne) oder braucht noch eine Schüssel (hinten).
Der Kalender eignet sich natürlich nicht nur zum Selberessen, sondern auch zum Verschenken.


Meinen zweiten Adventskalender habe ich bereits letztes Jahr ausprobiert: 24 kleine Zettelchen mit Dingen, die mir gut tun, von denen ich jeden Tag einen ziehe. Da steht dann sowas drauf wie "jemanden anrufen", "baden", "meditieren", "bei Youtube durch die Musikvideos stöbern" oder "auf dem Arbeitsweg eine Tasse Kakao holen" - halt lauter Dinge, die einfach Balsam für meine Seele sind. Ist schnell gemacht, individuell anpassbar und, wenn man Zeug wie den Kakao oder das Baden weglässt weglässt, auch völlig kostenlos. Mich hat dieser Kalender in der letzten Adventszeit daran erinnert, auch mal Pause zu machen, runterzukommen und die Zeit zu genießen.



Und damit ich hier nicht rüberkomme wie der totale Egoist, will ich euch noch den Adventskalender zeigen, den meine Eltern seit einigen Jahren von uns bekommen. Meine Mutter steht total auf Nüsse und Trockenfrüchte, also sind wir hergegangen und haben 24 kleine Gläschen gekauft, die Deckel mit Adventskalenderzahlen beklebt und dann verschiedenste Früchte, Nüsse (und auch ein bisschen Schokolade) eingefüllt. Wenn man die Deckel vorsichtig auswischt, sind die Gläser immer wieder neu befüllbar.

Ansonsten kann ich euch, wenn ihr adventskalenderbegeistert seid, auch noch mal das vegane Adventskalenderwichteln empfehlen. Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November!

Sonntag, 6. November 2016

Low-Budget Halloween-Deko und Gespenster-Lollis zum Selbermachen


Dieses Jahr habe ich mich auch vom Halloween-Fieber anstecken lassen. Nicht so sehr, weil ich mit diesem Fest irgendwas verbinde, aber ich finde es eigentlich schön, wenn durch verschiedene besondere Tage der Lauf des Jahres deutlich wird (das ist so ähnlich wie den Sommer mit Erdbeeren einzuläuten).

Außer bei dem Rübengesicht habe ich mich diesmal bei der Fensterdeko ausgetobt und aus schwarzem Tonkarton verschiedene Monster gebastelt. Die Augen habe ich dann mit buntem Transparentpapier hinterklebt. Mit Tesafilm im Fenster befestigen, weiße Gardine dahinter, Licht an - fertig. Ich habe mich vor allem an diesen Vorlagen orientiert, euch aber auch noch mal meine Monster näher abfotografiert:



von vorne

von hinten



Für die Kinder gab es Gespensterlollis. Einfach einen Lolli mit einem Taschentuch einwickeln, festbinden und mit Filzstift Augen aufmalen:



Meine Kollegin hat das Ganze dann auf die Spitze getrieben:


Im Internet hatte ich noch viel mehr Ideen gefunden, hatte dann aber am Ende nicht mehr genug Zeit zum Basteln. Nächstes Jahr dann!

Mittwoch, 2. November 2016

Veganes Adventskalenderwichteln 2016

http://bissenfuersgewissen.com/2016/11/adventkalenderwichteln-2016-bist-du-dabei.html

Da bereits die Nachfrage kam: Das vegane Adventskalenderwichteln gibt es auch dieses Jahr wieder! Allerdings bei Angie auf "Bissen fürs Gewissen".

Noch nie mitgemacht? Hier die Idee: Jeweils zwei Partner werden einander zugelost und packen sich dann gegenseitig einen veganen Adventskalender, der bis zum 30. November angekommen sein soll. Und dann gibt es jeden Tag ein Päckchen zum Aufmachen.

Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November. Alle Infos und Regeln gibt es hier.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Samentütchen selbstgemacht


Demnächst veranstalten wir an der Arbeit eine Saatguttauschbörse. Daher bin ich derzeit eifrig dabei, Saatgut zu reinigen und zu verpacken - und außerdem sind hübsch verpackte Samen sowieso ein schönes Geschenk, wie ich finde. Jedenfalls habe ich mir dazu eine kleine Vorlage für ein Saatguttütchen zum Selbermachen gebastelt, die ich gern mit euch teilen möchte. Einfach eine Vorlage nach den Maßen unten herstellen (oder aber in der gewünschten Größe) und dann auf Papier übertragen. Einmal in der Mitte entlang der gestrichelten Linie vorfalten. Die beiden abgeschrägten Seitenstreifen (oben im Bild oben und rechts, unten in der Zeichnung rechts und unten) vorfalten und mit Klebstoff einstreichen, das Tütchen zusammenkleben und unter einem großen Buch o. Ä. trocknen lassen. Dann einen passenden Papierstreifen als Schildchen aufkleben, beschriften, befüllen, die Oberkante an der gestrichelten Linie umknicken und mit einer Büroklammer verschließen.

Und falls es mal schneller gehen muss, gibt es hier noch eine alternative Anleitung auf Youtube. Das Tütchen finde ich nicht ganz so hübsch, es kommt aber komplett ohne Klebstoff aus.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Amaranth-Schoko-Wölkchen


Denkbar einfach, sehr hübsch und je nach Geschmack mit weißer, Milch- oder Zartbitterschokolade herzustellen - das macht sie ideal für alle, die wie ich im Sinne des Clean Eating ihren Zuckerkonsum etwas herunterschrauben, aber nicht komplett auf süße Leckereien verzichten wollen. Allerdings sind die Wölkchen recht fragil und sollten vorsichtig behandelt werden!

Zutaten (für 12 bis 15 Stück):
35 g Schokolade
25 - 30 g gepuffter Amaranth

Schokolade im Wasserbad schmelzen und Amaranth unterrühren. Dabei erst einmal mit 25 g beginnen und ggf. noch etwas mehr dazugeben. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Butterbrotpapier setzen und fest werden lassen.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Runkelrübengesicht


Nachdem mir letztes Jahr die Mäuse meine Runkelrüben - oder, wie man hier sagt, Dickwurz - kaputtgefressen hatten, habe ich dieses Jahr einen erneuten Aussaatversuch gestartet. Nur wenige Pflanzen sind aufgegangen, was aber auch nicht unbedingt etwas ausmacht, denn die Rüben (bei denen es sich übrigens um dieselbe Art handelt wie bei Zuckerrüben, Roter Bete und Mangold) haben einen sehr hohen Zuckergehalt, sodass sie sich nur bedingt als Kaninchenfutter eignen. Also habe ich jetzt einige kleinere Rüben und das Megaexemplar, das ihr oben auf dem Foto seht. Als ich klein war, hatten meine Großeltern jedes Jahr Futterrüben für die Rinder, aber ich könnte mich nicht erinnern, jemals eine so große Runkel gesehen zu haben. Na, auch gut, die ließ sich nämlich deutlich entspannter aushöhlen, zumal sie innen bereits zu faulen begonnen hatte. Hier seht ihr das Ergebnis:



Schön grimmig! Wobei das nicht unbedingt beabsichtigt war, ich habe nur weder eine künstlerische Ader noch übermäßig viel Geduld und musste mich daher beim Schnitzen mit Dreiecken begnügen. Jetzt hoffe ich, dass die Runkel lange genug hält, um an Halloween die vorbeikommenden Kinder zu begrüßen.


Sonntag, 9. Oktober 2016

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind: Saatgutreinigung ohne Spezialzubehör


In den letzten Wochen war ich sehr fleißig, was das Sammeln von Saatgut angeht - die ganze Terrasse stand voll... Und da ich diese Woche Urlaub hatte, habe ich mich beim gutem Wetter an das Aufreinigen gemacht. Bei einigen Samen ist das gar kein Problem, weil man sie z. B. mit der Hand sortieren (z. B. Bohnen und Kapuzinerkresse). Bei anderen Samen ist die Weiterverarbeitung schon etwas komplizierter, wenn man sie von Pflanzenbestandteilen und tauben Körnern reinigen will. Besondere Siebe usw. wollte ich mir aber erst einmal sparen, weil ich gerade erst in die Saatgutvermehrung einsteige.

Die Samen der Prunkwinde ließen sich, nachdem ich sie von ihren Hüllen befreit hatte, hervorragend auf einem flachen Teller ausbreiten und dann durch vorsichtiges Pusten von den Hüllenresten befreien. Das funktioniert so gut, weil die Prunkwindensamen relativ groß sind und die Hüllenreste deutlich leichter, sodass sie schnell wegfliegen.

Die Ringelblumen waren da schon etwas störrischer. Auf dem Foto oben seht ihr meine Ringelblumensamen nach dem Dreschen im Kopfkissenbezug. Ich habe einfach die getrockneten Blütenköpfe mit den Samen in einen alten Kopfkissenbezug gesteckt und diesen dann fest auf den Boden gedrückt und gerollt. Dabei wurden die Samen frei. Staub und große Partikel sind deutlich zu erkennen. Anschließend habe ich den Staub durch ein Abtropfsieb abgesiebt und dann den Herbstwind zur Hilfe genommen: Ich habe die Samen vorsichtig zwischen zwei großen Schüssel hin und her "gegossen", wobei der Wind viele der leichten Bestandteile weggeweht hat. In meiner Auffangschale konnte man auch eine deutliche Trennung zwischen leichten und schweren Teilen erkennen:


Ganz links Blütenblätter, dann sonstiger Krempel und rechts relativ konzentriert die Samen.

Noch besser sieht man das beim Rucola:


Hier das Endergebnis der Ringelblumensamen (immer noch ziemlich "dreckig", aber das erleichtert ja irgendwie auch das Säen), nachdem ich die ganz großen Teile noch per Hand aussortiert habe:


Bei der Phacelia hat es noch besser geklappt:


Wie reinigt ihr euer Saatgut, wenn ihr selbst welches gewinnt?

Montag, 3. Oktober 2016

Zum Direktessen und Einkochen: Kürbissuppe mit Karotten, Ingwer und Kokosmilch


Ein großer Kürbisfan bin ich ja bekanntermaßen nicht, habe mich allerdings in den letzten Jahren irgendwie dran gewöhnt. Und außerdem sind Kürbisse im Garten so praktisch! Sie gedeihen mit etwas Dünger ohne großes Zutun, beschatten mit ihren riesigen Blättern den Boden und halten so das Unkraut klein - zumindest, bis sie am Mehltau zugrunde gehen. Dieses Jahr habe ich von meiner Schwester zwei Hokkaido-Pflanzen bekommen, deren Ertrag nun verarbeitet sein wollte. Bei meiner Recherche bin ich bei Chefkoch über dieses Rezept gestolpert und bin zum allerersten Mal wirklich begeistert von einer selbstgekochten Kürbissuppe.

Eingekocht habe ich die Suppe im Weckautomaten, 60 Minuten bei 100 °C (+ Aufwärmzeit). Super Sache.

Zutaten:
800 g Hokkaidokürbis, geputzt
600 g Möhren, geputzt
1 Zwiebel
5 cm Ingwer
2 EL neutrales Pflanzenöl
1 Liter Gemüsebrühe
500 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer
Sojasoße
Zitronensaft

Hokkaido, Möhren, Zwiebeln und Ingwer grob zerkleinern (wird hinterher eh püriert - meine Kürbiswürfel waren 3 bis 4 cm groß). Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Ingwer darin anbraten. Wenn die Zwiebel glasig wird, Kürbis und Möhren dazugeben und noch etwas mitbraten, dann mit der Brühe ablöschen und ca. 30 Minuten kochen. Die Suppe ist fertig, wenn Möhre und Kürbis weich sind - einfach mit einem Messer reinpieken. Dann die Kokosmilch dazugeben und im Mixer oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Je einen Schuss Sojasoße und Zitronensaft zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Donnerstag, 29. September 2016

Einkochtipps für Tomaten


Tomatenschwemme im Garten? Bei uns schon irgendwie, irgendwie aber noch nicht genug, um ausreichend Vorräte anzulegen. Im August habe ich jedenfalls erst mal eine Menge Tomaten eingekauft, gehackt und eingekocht. Die Idee dahinter: Dann muss man nicht ständig die Dosen der gekauften Tomatenstücke wegwerfen. Nach dem Einfüllen in die Gläser habe ich die Tomaten noch mit gekauftem Tomatensaft übergossen und anschließend im Weckautomaten eingekocht.

Die eigenen Tomaten habe ich anschließend zu Soße und Suppe verarbeitet. Hier kann ich euch nur die ofengeröstete Tomatensuppe und die ofengeröstete Tomatensoße von Gourmandises végétariennes empfehlen. Wer Zeit sparen will, lässt die Schale einfach dran (mich stört das nicht, meinen Mann schon).

Meine Suppen koche ich in Halbliter-Weckgläsern nach Anleitung aus dem Weck-Kochbuch (60 min bei 100 °C) ein. Die Portionsgröße passt mir genau für ein Mittagessen. Einfrieren könnte ich das Ganze natürlich auch, aber dann müsste ich ja daran denken, mein Mittagessen für die Arbeit rechtzeitig aus dem Gefrierschrank zu nehmen... Die Suppe dagegen wartet im Regal im Büro auf ihren Einsatz.

Sonntag, 25. September 2016

Totgesagte leben länger: Projekt Freilandtomaten



In Ermangelung eines Gewächshauses und einer überdachten Hauswand in Südrichtung habe ich dieses Jahr das Experiment gewagt und die Tomaten einfach ohne Überdachung mit in den Gemüsegarten gepflanzt. Das hat etliche ungläubige Nachfragen ausgelöst, da Tomaten ja normalerweise vor Regen geschützt untergebracht werden sollen, um Krankheiten vorzubeugen. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Letztendlich stand da eine Reihe mit selbstgezogenen Freilandtomaten aus Samen von Bingenheimer Saatgut und mit nicht näher spezifizierten Restetomatenpflanzen von der Nachbarin, die ich adoptiert hatte.

Durch den vielen Regen bis in den Spätsommer hinein waren die Bedingungen dieses Jahr erst mal ungünstig, und ich hatte schon befürchtet, dass mir die Pflanzen wegfaulen würden, bevor ich die erste Tomate ernten konnte. Außerdem bin ich notorisch schlecht in der Tomatenpflege. Diesmal habe ich es zwar immerhin geschafft, die Tomatenpflanzen an alten Weidezaunpfählen anzubinden, aber eigentlich soll man im Freiland zusätzlich immer wieder die unteren Blätter entfernen, damit bei Regen keine Krankheitserreger aus der Erde hochspritzen und die Pflanze infizieren können. Hier geht es insbesondere um die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) - dieselbe Krankheit übrigens, die bei der Kartoffel die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule auslöst.

Jedenfalls: Zunächst alle Pflanzen total gesund, Carola glücklich. Mitte August dann der Schock: Braunfäule! Die Pflanzen ließen allerhand Tomaten fallen und sahen selbst arg mitgenommen aus. Ich erntete etliche Tomaten grün, in der Hoffnung, dass sie noch nicht infiziert waren und gut nachreifen würden. Teilweise funktionierte das zwar, aber ich musste doch etliche Früchte wegwerfen, weil sich nach einigen Tagen doch die Braunfäuleflecken zeigten. (Entsorgt gehören die dann übrigens über den Hausmüll, keinesfalls auf den Kompost oder in die Biotonne. Die kranken Pflanzen ebenso.)

Ich war schon kurz davor, die Pflanzen komplett auszureißen, wurde dann aber von dringenderen Arbeiten daran gehindert. Und es hat sich gelohnt! Die Pflanzen haben sich anscheinend wieder halbwegs erholt. Einige Zweige sind zwar immer noch schwarz, aber ich habe jetzt schon eine Menge gesunde Tomaten geerntet, zu Soße und Suppe verarbeitet und eingekocht. Gestern habe ich dann die Pflanzen entfernt und die restlichen Tomaten zum Nachreifen auf die Terrasse gelegt. Der Ertrag war insgesamt sicher geringer als bei gut umhegten Balkontomaten, aber das ist bei meinem investierten Pflegeaufwand absolut vertretbar, zumal ich ja auch noch die Blumenerde gespart habe. Die habe ich vorletztes Jahr säckeweise für die Tomaten verbraten, was mir schon irgendwie gegen den Strich gegangen ist.

Für das nächste Jahr liegen schon verschiedene Freiland- und Wildtomatensamen zum Ausprobieren bereit. Wiederholt wird das Experiment auf jeden Fall!

Welche Erfahrungen habt ihr mit Freilandtomaten gemacht?

Donnerstag, 15. September 2016

Ein letzter Sommertag: Veganer Eiskaffee


Endlich geht der Sommer zu Ende! Mein Mann und ich sind ja sowieso keine großen Hitzefans, aber diese lange Trockenperiode ist viel mehr als einfach nur nervig. Bis zum 20. August musste der Raps gesät sein, war er auch - aber er keimt nicht! Wie lange er jetzt schon im Verzug ist, könnt ihr euch selbst ausrechnen, und ich befürchte, dass das richtig Geld kosten wird. Das Saatgut ist schließlich gekauft und ausgebracht, in den konventionellen Betrieben wurde eventuell auch schon kurz nach der Saat gespritzt... Das kann teuer werden.

Da wir aber am Wetter sowieso nichts ändern können, haben wir die warmen Tage genutzt, um noch mal auf der Terrasse zu sitzen und abends Federweißer zu trinken. Tagsüber gab es was anderes: Eiskaffee! Jetzt auch in vegan, nachdem ich vor ein paar Tagen bei Rewe ein bio-veganes Sojaeis entdeckt habe, das auch noch einigermaßen schmeckt. Der Sommer 2017 kann kommen!

Zutaten (für ein großes Glas Eiskaffee):
250 m gut gekühlter Kaffee
1 TL Zucker (gern Rohrohrzucker)
mehrere Esslöffel Vanilleeis

Kaffee und Zucker verrühren, Eis drauf, Strohhalm rein, fertig!

Die Glasstrohhalme gibt es übrigens bei everstraw. Wir stecken sie nach Gebrauch einfach in die Spülmaschine.

Dienstag, 13. September 2016

CETA & TTIP stoppen! Demo in 7 deutschen Städten am 17. September



Ich lasse euch einfach mal ein Video von Campact hier, das erklärt, warum es so unglaublich wichtig ist, am kommenden Samstag in einer von sieben deutschen Städten (Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart) mit auf die Straße zu gehen. CETA steht kurz davor, durchgewunken zu werden und dann vorläufig in Kraft zu treten. Das lohnt es sich, zu verhindern! Und wenn ihr denkt, ihr macht keinen Unterschied: Wenn ihr das grundsätzlich denken würdet, wärt ihr nicht hier, denn dieses Totschlagargument könnte man für jegliches Engagement, ob vegan, plastikfrei oder selbstversorgend, anführen. Jede/r zählt!

Falls ihr das Gefühl habt, noch nicht ausreichend informiert zu sein: Foodwatch hilft weiter.

Sonntag, 11. September 2016

twoodledrum ist wieder da!

In den letzten Monaten habe ich immer wieder hin und her überlegt: Was spricht für twoodledrum, was dagegen? Dafür auf jeden Fall einiges: Ich blogge gerne, habe dabei eine Menge nette Leute kennengelernt und denke, dass ich auch das ein oder andere Interessante zu erzählen haben. Dagegen spricht aber auch etwas Gewichtiges: Bloggen kostet Zeit und Kraft, die dann an anderer Stelle fehlen, unter anderem für die Umsetzung verschiedener Projekte und für eine vegane Ernährung, die bei mir ja immer an ausreichend mentale Ressouren gekoppelt ist (sprich: Wenn's mir nicht gut geht und ich total platt bin, fehlt mir die Kraft, vegan zu essen).

Die Überlegung hier: Während mein Blog ja sowieso von Leuten wie euch gelesen wird, die sich schon für Nachhaltigkeitsthemen interessieren, erreiche ich durch das Umsetzen meiner Überzeugungen im "richtigen" Leben andere Leute - und zwar gerade die, die ansonsten mit vielen Themen, die mir wichtig sind, gar nicht erst in Berührung kommen. Wäre mein Impact da nicht viel größer?

Also habe ich die blogfreie Zeit genutzt und
  • plastikfreie Blogs gelesen,
  • entrümpelt,
  • den Haushalt gemacht,
  • an meiner Capsule Wardrobe gearbeitet,
  • mich mit nachhaltiger Kleidung beschäftigt,
  • Ausstellungen angeschaut,
  • Suppen eingekocht, 
  • Freunde besucht,
  • geglückte und erfolglose Versuche im Garten gemacht (Stecklinge ziehen, Obstbäume veredeln, Blumenerde selbst machen, Saatgut produzieren, Mischkultur nach Gertrud Franck, Schnittblumen ziehen, Samentütchen basteln...),
  • demonstriert
  • Seife gekocht,
  • Roggenmehl als Shampoo ausprobiert,
  • die Free School Weilburg gegründet,
  • mit den Nachbarskindern gespielt
und noch viel, viel mehr.


Und am Ende bin ich zu einem Entschluss gekommen: twoodledrum fehlt mir, und es soll hier weitergehen. Allerdings nicht mehr (nur) vegan. Das bin leider nicht mehr ich, auch wenn ich es gerne wäre. Daher werde ich demnächst den Header und die "Über mich"-Seite entsprechend anpassen und ab jetzt über das bloggen, was mich so bewegt: Gartenarbeit, Selbstversorgung, Gutes Leben und (auch) vegane Rezepte.

Donnerstag, 31. März 2016

Blogpause.

Niko Paech verwendet in seinen Vorträgen zur Postwachstumsökonomie gern die Formulierung "Konsumverstopfung". Gemeint ist, dass wir so viele Dinge anhäufen, dass wir sie gar nicht alle nutzen können und sie letztendlich zur Last für uns werden.

Seit sechs Jahren entrümpele ich jetzt unsere Wohnung. Faszinierend, wie sich immer noch etwas zum Wegwerfen findet! Und jedes Mal wird mein Leben ein bisschen leichter. Im letzten Herbst habe ich jetzt auch angefangen, meine Zeit systematisch zu decluttern. Schon lange befreie ich mich regelmäßig in einem Rundumschlag von der Last zu vieler Termine, aber in den vergangenen Monaten sind auch Dinge auf dem Prüfstand gelandet, die ich bisher für unverzichtbar gehalten hatte.Und auch hier bewahrheitet sich: Nach einer kurzen Phase der Trauer überwiegt deutlich die Erleichterung. Dafür habe jetzt andere Dinge (mehr) Platz.

Zu den Dingen, die gehen müssen, gehört auch dieser Blog. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, habe ich doch über das Bloggen sehr viele nette Kontakte knüpfen können. Daher lege ich twoodledrum erst mal testweise bis zum Herbst still. Und dann mal weitersehen. Vielleicht bis dann! Vielleicht auch nicht.

Dienstag, 22. März 2016

Linktipps

Ab und zu läuft mir so einiges über den Weg, was ich gern mit euch teilen möchte. Daher heute mal wieder ein Post aus der Kategorie "Linktipps" oder auch "Gesammelte Werke".

Zuallererst möchte ich euch einen neuen Blog vorstellen. Auf "Nachhaltäglich" bloggt Miriam seit Beginn der Fastenzeit über ihren Verzicht auf Plastik. Ich finde den Blog toll zu lesen; der Schreibstil sagt mir zu, und ich mag die Mischung aus persönlichen Erfahrungen und Hintergrundinformationen.

Ebenfalls im Sinne der Nachhaltigkeit war Shia auf Wasteland Rebel unterwegs und hat die CO2-Bilanzen verschiedener Verkehrsmittel zusammengetragen - inklusiver mehrerer Rechner, um den eigenen Verbrauch zu ermitteln.

Außerdem möchte ich euch auf zwei Gewinnspiele aufmerksam machen:

Jessis Blog "Be veggie - going vegan" wird drei Jahre alt, und das wird gefeiert! Zu gewinnen gibt es ein Kochbuch und mehrere Produktpäckchen, u.a. ein Set für Smoothies und ein Probierpaket von "Vegan leben". Schaut rein! Das Gewinnspiel läuft noch bis zum 31. März.

Frau Schulz verlost bei ihrem Osterspecial noch bis zum 29. März drei Koch- bzw. Backbücher.

Freitag, 18. März 2016

Ein neuer Film: Cowspiracy - Das Geheimnis der Nachhaltigkeit


Die meisten Filme sind mir ja mittlerweile viel zu aufregend. "Türkisch für Anfänger" konnte ich nach der für mich haarsträubenden Szene, in dem das Auto vor der roten Ampel gerade noch so bremst, nicht mehr weiterschauen... Dokus gehen aber eigentlich immer.

Eine amerikanische Dokumentation, die es seit heute auf DVD gibt und die ich vorab anschauen durfte, ist "Cowspiracy". Der Titel verrät schon, dass ein bisschen Verschwörungstheorie dabei ist. Je nachdem, welche Studie man liest, ist die Nutztierhaltung für 18 bis 51 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, während es beim Transportsektor etwa 13 Prozent sind. Was diese Spannweite über die Aussagekraft der Werte sagt, ist noch einmal eine andere Frage, aber jedenfalls ist das eine Menge!

Weitere Fakten gefällig? Ich zitiere einfach mal die Pressemitteilung:
Ein Burger verbraucht 2500 Liter Wasser. Dafür kann man zwei Monate lang duschen! Oder ein Kilo Reis essen.
91 % der Rodung des Amazonas-Regenwalds geht auf das Konto der Nutztierhaltung.
30 % der anbaufähigen Bodens weltweit werden als Weideland und für die Futterproduktion verwendet.

Im Wesentlichen macht sich der Protagonist Kip Andersen auf die Socken, um herauszufinden, warum sich alle Umweltverbände etc. am Wassersparen, an öffentlichen Verkehrsmitteln und am Recyclingpapier abarbeiten, wo doch die industrielle Tierhaltung ganz offensichtlich eins unserer größten Umweltprobleme ist. Warum wird das nicht offen angesprochen? Darauf liefert der Film teils erschreckende Antworten und ist damit auch für diejenigen wie mich, die sich schon seit Jahren mit dem Thema beschäftigen, sehenswert.

Ein wenig lahm fand ich am Ende allerdings das Plädoyer Andersens für eine vegane Ernährung. Dass ein älterer Mann auf die Frage, ob vegane Ernährung gesund sei, lacht und antwortet, das könne man an ihm ja sehen, er esse schon lange vegan, finde ich... naja, fragwürdig und wenig ernstzunehmen. Ebenso wie die Tränen in den Augen des Autors, nachdem er das erste Mal bei der Schlachtung eines Huhns dabei war. Ja, Töten ist gemein. Aber was dachte er denn vorher, wie das Fleisch auf seinen Teller kommt?

Fazit: Sehenswert. Auch, um die vegane und sonstige Motivation mal wieder ein wenig zu stärken.

Dauer: 86 Minuten
Trailer: s. oben
Webseite zum Film
Webseite von polyband Medien, dem deutschen - ja, wie heißt das? Filmverlag? Sowas jedenfalls.

Ein netter Hinweis eines anonymen Kommentators: Der Film ist auch auf Netflix verfügbar.

Mittwoch, 9. März 2016

Foto- und Rezeptupdates

Ab und zu blättere ich meinen Blog durch und stelle dabei fest, dass etliche der Fotos eine echte Katastrophe sind. Daher habe ich angefangen, Rezepte noch einmal nachzukochen oder nachzubacken und dann bei (ganz wichtig!) Tageslicht zu fotografieren. Ein wirkliches Talent in dem Bereich werde ich wohl nie werden, dazu fehlt mir das Interesse, aber ein bisschen besser als uralte Smartphonebilder sind die neuen Fotos doch. Und da es sich bei vielen Rezepten um echte Lieblinge von mir handelt, möchte ich sie mit euch teilen:








Freitag, 4. März 2016

Lauter vegane Produkte...

In den letzten Monaten ist mein veganer Entdeckergeist wieder erwacht, und ich habe etliche vegane Produkte zum ersten Mal ausprobiert - zum Leidwesen unseres Lebensmittelbudgets...

Mich würde zu all den gezeigten Dingen auch eure Meinung interessieren!


Die Suppe gab es lange nur im tegut, mittlerweile auch im Edeka. Wenn ich mich recht entsinne, liegt der Preis bei 2 Euro pro Dose. War ok, wenn auch kein Renner.



Eine meiner liebsten veganen Eissorten, wenn leider auch nicht bio oder fair. Bei uns im Edeka erhältlich.



Darüber, dass Edeka sein veganes Sortiment stark erweitert hat, hatte ich ja neulich gebloggt. Die Steaks habe ich im Endeffekt nicht ausprobiert, die Lyoner fand ich sehr lecker, die Leberwurst total bröselig, fettig und ungenießbar.



Schokolade! Auf dem veganen Schokoladenmarkt hat sich in den letzten zwei Jahren eine Menge getan. Die Vivani-Riegel kennt wohl mittlerweile jeder, die Rapunzel-Schokolade auch. Aber auch die gepa hat seit einer Weile mehrere vegane Schokoladensorten im Angebot. Sonderlich milchig sind sie allerdings nicht, finde ich, sondern eher dunkel.
Positiv überrascht waren wir vom Soßenpulver rechts im Bild. Hat zwar mit einer echten Sauce hollandaise wenig gemeinsam, war aber zu Blumenkohl sehr, sehr lecker.



Das Bild ist nun schon etwas älter. Von links nach rechts: Harvest Moon Kokosjoghurt. Seltsame Konsistenz (s.u.), ganz lecker, viel zu teuer (2 Euro für den kleinen Becher) und evtl. dafür verantwortlich, dass mir ziemlich übel wurde. Habe ich nicht wieder gekauft.
Das Nussmus-Dessert wurde mir als Probe von Rapunzel zur Verfügung gestellt. Als das Glas leer war, habe ich es direkt im Bioladen nachgekauft, weil es mir echt gut geschmeckt hat: Mandeln, Cashews und Vanille sind hier vermixt worden. Schmeckt mir am besten pur.
Auch die Hafersahne von Alnatura gibt es schon eine Weile, wir haben sie aber nur einmal gekauft, wegen ihrer grauen Farbe und der schleimigen Konsistenz. Wir bleiben lieber bei Oatly. Schade, wäre schön gewesen, Hafersahne auch außerhalb des Bioladens kaufen zu können.




Die Pfannkuchenbackmischung habe ich von nu3 zur Verfügung gestellt bekommen. War wirklich lecker, was ich von glutenfreien Pfannkuchen nicht erwartet hätte. Nach dem Preis habe ich mich aber vorsichtshalber nicht erkundigt, die Govinda-Sachen sind ja üblicherweise nicht gerade günstig. Jedenfalls sind die Pfannkuchen auch für Nicht-Kastanienliebhaber geeignet. Mein Mann und ich sind nämlich beide keine Fans.
Sofort begeistert waren wir dagegen von der veganen Nuss-Nougat-Creme (ohne Zartbitter!) von Rapunzel. Das Palmöl lässt sich leider nicht vermeiden, der hohe Preis von über 4 Euro auch nicht, aber das ist es uns wert - wir essen seit Wochen ein Glas pro Woche...



Den Soyananda-Frischkäse liebe ich, vom Sauerrahm war ich eher enttäuscht. War in der Salatsoße ganz ok, wie ich fand, meinem Mann hat es aber schon zu stark hervorgeschmeckt. Wird nicht mehr gekauft, ebenso wenig wie der Veganella.



Der Superfood-Drink links im Bild kam ebenfalls von nu3. Sah aus wie Froschlaich und war mit Aroma versetzt - seltsam für Superfoods, findet ihr nicht? War trinkbar, aber nicht mein Geschmack.
Die Cashewmilch von Provamel fand ich dagegen gut.



Die Apfelschorle habe ich von Alwa zum Testen zugeschickt bekommen. Normalerweise trinke ich keine, daher kann ich nicht beurteilen, wie sie im Vergleich zu Konkurrenzprodukten schmeckt, aber ich fand die Kennzeichnung als veganes Produkt positiv. Ansonsten steht man ja doch manchmal wie ein Depp vor den Säften. Also, ich zumindest.



Noch ein Produkttest: Wiefleisch-Produkte. Zur Verfügung gestellt wurden mir Hack (nicht im Bild), Rind, Bacon und Hühnchen. Das Besondere: Die Produkte enthalten weder Gluten noch Soja. Dafür leider Aroma. Der Bacon schmeckte dann auch wie Bacon-Chips, war aber in viel Öl scharf angebraten definitiv eine Bereicherung für meine Bratkartoffeln. Total begeistert war ich vom Hühnchen, das ich in einem Curry verarbeitet habe, denn die Konsistenz war echt super, auch am nächsten Tag noch. Das Hack fand ich gruselig, die Konsistenz in der Nudelsoße entsprach der von eingeweichten Goldfischpellets. Das Rindfleisch war ok, aber nichts Besonderes, im Gulasch hätte es für mich auch Seitan getan. Irgendeinen Unterschied scheint es aber doch zu geben, denn mein Mann, der Seitan verabscheut, fand dieses Gulasch sogar lecker. Immerhin.



Aufschnitt von Edeka. Fand ich furchtbar, wird nicht wieder gekauft.



Und noch ein Päckchen, diesmal vom neu eröffneten Versand veganleben. Bisher habe ich nur die Suppe probiert, für die dasselbe gilt wie für die Suppen oben: Ist essbar und macht satt.