Freitag, 11. September 2015

Vegan MoFo #11: Focus on a nutrient.

http://www.veganmofo.com/

Ich weiß nicht, ob die heutige Aufforderung, sich speziell mit einem Nährstoff zu befassen, eigentlich auch ein Gericht beinhalten sollte, aber ich nehme einfach mal an, dass nicht. Zumindest nicht zwingend. Ab und zu schreibe ich hier ja was zu Nährstoffen, und heute soll es um Vitamin D gehen.

Ich zitiere zunächst aus meiner VegAnleitung, die ihr euch hier herunterladen könnt:

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das eine wichtige Rolle für den Calciumstoffwechsel und damit für den Knochenaufbau spielt. Da eine unzureichende Knochendichte irgendwann in Osteoporose übergeht, ist seine Bedeutung nicht zu unterschätzen. Vitamin-D-Mangel wird außerdem mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Bluthochdruck, Infektionskrankheiten, Depressionen sowie verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht.
Grundsätzlich kann der Körper Vitamin D selbst bilden. Dazu ist aber UV-B-Licht erforderlich, sodass nur bei ausreichend langen Aufenthalten im Freien (im Sommer 15 bis 30 Minuten täglich) eine an-gemessene Versorgung sichergestellt ist. Gerade in den Wintermonaten erreichen viele Personen auch mit einer zusätzlichen Zufuhr durch Lebensmittel (vor allem Lebensmittel tierischen Ursprungs und Pilze) die empfohlenen Zufuhrmengen nicht. Insbesondere Vegetarier und Veganer sind hier gefährdet. Es wird empfohlen, sich ausreichend lange im Freien aufzuhalten, mit Vitamin D angerei-cherte Lebensmittel zu verzehren und außerdem regelmäßig den Vitamin-D-Status im Blut (in Form von 25-OH-Vitamin-D3) überprüfen zu lassen, um ggf. Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Einen ausführlichen Übersichtsartikel zum Thema, dem auch diese Informationen entnommen sind, stellt der Vegetarierbund Deutschland zur Verfügung. 

In diesem Übersichtsartikel sind auch die Vitamin-D-Gehalte verschiedener Lebensmittel gelistet.

Warum mich Vitamin D umtreibt? Laut einem Artikel aus der Deutschen Apothekerzeitung vom 26.09.2013 leiden 15% der gesunden Bevölkerung an einem Vitamin-D-Mangel, 40% erreichen den von der DGE empfohlenen Serumwert von 50 nmol/l (entspricht 20 ng/ml) nicht. Und dabei ist dieser nicht mal besonders hoch angesetzt; Experten empfehlen in dem Artikel Idealwerte von 75 bis über 100 nmol/l.

Von einem solchen Wert war ich mit meinen 28 nmol/l letzten Herbst weit entfernt - und das, obwohl ich dank Garten jede Menge Zeit im Freien verbringe! Bei meinem Mann dagegen, der viel mehr Zeit drinnen verbringt, ist der Wert dagegen in Ordnung. Mysteriös.

Andererseits habe ich auch schon Stimmen gehört, die sagen, Vitamin D sei die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben werde, und nützen würde das am Ende nur der Pharmaindustrie, die die Supplemente herstellt, die den Leute dann empfohlen werden - ein Verdacht, der nun auch nicht völlig unplausibel klingt. Zumindest die von der DGE empfohlenen 50 nmol/l sind aber sicher ein erstrebenswertes Ziel.

Dabei ist die Bestimmung des Blutwertes erst einmal keine Kassenleistung. Meine Ärztin war allerdings so nett, ihn dennoch abzurechnen. Ansonsten kostet die Bestimmung wohl ca. 30 Euro, wie ich gelesen habe. Infos zu veganen Supplementen gibt es z. B. beim veganen Auge.

Morgen geht es bei Claudia auf Hüpfgemüse.de weiter. 

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