Montag, 19. Januar 2015

{Rezension} "Vegane Tapas" von Gonzalo Baró


Ich stelle immer wieder fest, dass ich beim Kochen doch sehr eingefahren bin. Klar, manches mag ich einfach nicht, aber in den meisten Fällen fehlt mir einfach die Fantasie. Gonzalo Barós Büchlein "Vegane Tapas"*, in dem er mehr als 30 Rezepte für spanische Tapas zusammengetragen oder selbst entwickelt und teilweise veganisiert hat, hat mich ein wenig aus meiner Routine gerissen, denn mit der spanischen Küche hatte ich bisher so gar nichts am Hut. Danke an den NeunZehn-Verlag für's Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars!

Zuerst einmal machen schon die tollen Fotos Lust auf’s Nachkochen – kein Wunder, denn der Autor ist selbst Fotograf. Und dann kann man quasi direkt loslegen: Die Zutaten sind, was man vielleicht nicht erwarten würde, fast alle im gut sortierten Supermarkt erhältlich, außer vielleicht die Edamamé-Bohnen (siehe unten). Unbekannt waren mir lediglich die Piquillo-Paprikas, für die aber eine Ersatzmöglichkeit angegeben ist, und Padrón-Paprikas . Es wird sehr, sehr viel Gemüse verwendet, sehr häufig Tomaten und Paprika, aber auch Zucchini, Rucola, Spargel und Aubergine, und es finden sich Rezepte selbst mit Lauch, Mangold und Quitten. Ein großes Lob für diese Vielfalt, da ist echt für jeden was dabei. In wenigen Rezepten werden auch Ersatzprodukte verwendet, z. B. vegane Wurst, die allermeisten kommen aber ohne aus.

Manche Tapas sind etwas aufwändiger, andere dafür sehr schnell gemacht. Auch hier eine gute Mischung. Im Inhaltsverzeichnis sind sie praktischerweise nach „Basics“, „warm“ und „kalt“ sortiert, sodass man direkt den Überblick hat. Das Inhaltsverzeichnis findet ihr bei Amazon*.

Kleines Manko: Am Ende gibt es kein Zutatenregister, sondern nur eine alphabetisch sortierte Auflistung aller Rezepte.

Inwiefern die Rezepte tatsächlich spanisch sind, kann ich allerdings nur sehr eingeschränkt beurteilen – dafür bin ich einfach zu selten international unterwegs. Das Ausprobieren fiel mir jahreszeitenbedingt etwas schwer, aber ich habe dann doch etwas gefunden:


Die gefüllten Zwiebeln haben mich total überzeugt. Die Füllung besteht aus Broccoli und Haselnüssen, und Zwiebeln hatten wir noch von der letzten Ernte im Keller. Das Gericht, das durch Estragon seine besondere Note bekommt, wird auf jeden Fall seinen Platz im nächsten Kochkurs finden.


Dagegen waren die Edamamé-Bohnen mit Minze und Zitrone so gar nicht mein Fall, was aber nicht am Rezept, sondern an den Bohnen selbst lag. Ich hatte sie vorher noch nie gegessen und werde das vermutlich auch nicht mehr tun. Schade, denn das Gericht sah so hübsch aus!

Als nächstes stehen die patatas bravas (Kartoffeln in Bravasoße) und die Mini-Cocas mit Mangold, Tomaten und Champignons auf dem Plan, und im Sommer, wenn wieder Paprikas und Tomaten aus lokalem Anbau zu haben sind, werde ich noch mehr ausprobieren.

Fazit


Mal ein erfrischend anderes veganes Kochbuch jenseits von grünen Smoothies, Kichererbsenbratlingen und Gemüsecurry und mit 4,90 Euro absolut erschwinglich.

ISBN: 3942491397

~~~~~~~~~~~
Falls euch weitere Kochbuchrezensionen von mir interessieren: *klick*

Was haltet ihr von "Vegane Tapas"? Ich freue mich auf eure Kommentare!

*Affiliate Link

Kommentare:

  1. oh das klingt echt gut. ja edamame sind wirklich sehr eigen - ich bin auch kein fan :D

    AntwortenLöschen
  2. hi :)

    also ich mag genau diese bücher von dem verlag. die sind echt unschlagbar bei preis und leistung. zudem sind die bilder wirklich hübsch und auch die rezepte bei allen probierten einfach nachzukochen. lediglich das vegan grillen hat mich nicht so gefesselt.

    die füllung der zwiebel klingt fantastisch :D

    grüßle
    micha machiavelli von tofUTOPIA

    AntwortenLöschen