Samstag, 30. August 2014

Hasenliebe


Anfang des Jahres hatte ich euch ja schon Hoppli und Hoppla vorgestellt, die beiden Stallhasen*, die im letzten Herbst eher überraschend bei uns eingezogen sind. Mittlerweile sind wir sogar vierfache Haseneltern. Unser Patenkind sollte nämlich ein Kaninchen bekommen, und in der Wohnung der Eltern war zu wenig Platz. Da sprangen wir gerne ein - auch, das muss ich ehrlich sagen, um ein Auge auf das Tier zu haben.


Eine Weile durchkämmte ich also ebay-Kleinanzeigen nach einem passenden Hasenpärchen und stieß dabei auf Micky, eine schwarz-weiße Zwergwidderdame, die eigentlich für uns nicht in Betracht kam, da wir eigentlich zwei zusammengehörige Hasen wollten und sie überdies als bissig beschrieben war. Für mich persönlich kein Problem (Hoppli ist auch nicht die Freundlichkeit in Person und schnappt und kratzt beim Füttern gern nach uns), aber als Kinderkaninchen doch eher ungeeignet. Zwei Tage später war sie immer noch zu verschenken, und als ich mir das Bild noch mal genauer ansah, musste ich feststellen, dass der armen Häsin die Krallen eineinhalb Zentimeter aus den Pfötchen schauten...

Sebi ließ sich direkt erweichen. Ihm war (zu Mickys Glück) nicht klar, dass Zwergwidder ihre Ohren nicht deshalb hängen lassen, weil es ihnen schlecht geht. Micky zog also übergangsweise in einen alten Küchenschrank ein, weil wir so auf die Schnelle keinen Käfig hatten, kam zur Maniküre beim Tierarzt und biss seitdem fröhlich um sich. Anzufassen und in ihren Freilauf zu tragen war sie für mich nur mit Handschuhen, und beim Füttern musste man sich schwer in Acht nehmen. Immerhin lernte die Kleine aber sehr schnell, dass man auch andere Dinge fressen kann als Trockenfutter, Kohlrabiblätter und Möhren, und eine Augenweide ist sie ja sowieso. Sebi fluchte aber oft genug über seine Fehleinschätzung der Ohrenlage.


Zwei Wochen später waren wir dann mit unserem Patenkind im Tierheim, wo sie sich ihren Hoppel aussuchen konnte. Gegenüber Micky machte er direkt klar, wer der Chef ist (er!), aber seit sie sich von ihrem ersten Schreck erholt und realisiert hat, dass sie nicht mehr in Einzelhaft sitzt, folgt sie Hoppel auf Schritt und Tritt und liegt wahlweise unter, neben oder auf ihm. Er dankt es ihr mit Fellpflege - da hat sich also ein echtes Traumpaar gefunden!



Ganz so viel kuscheln Hoppli und Hoppla nicht, aber auch die beiden haben sich Anfang des Jahres, als Hopplas Kastrationsquarantäne vorbei war, sehr schnell zu einem Pärchen zusammengefunden. Wir waren sehr froh, dass in beiden Fällen die Vergesellschaftung so problemlos lief. Leider beißt Hoppli jedoch nach Micky - Frauen halt. Im Tierheim wurde uns geraten, Micky erst einmal lernen zu lassen, wie man mit anderen Hasen umgeht, und es dann (evtl. auch mit fachkundiger Unterstützung von dort) noch einmal zu versuchen.


Bis dahin sitzen die großen Hasen in dem einen Hundezwinger und die kleinen Schlappohren im anderen, der Auslauf wird abwechselnd geöffnet. Hier seht ihr einmal das ganze Arrangement. Das Chaos im Hintergrund bitte ich zu ignorieren, auch ein Jahr nach unserem Umzug sind noch nicht alle Baustellen beseitigt...

*Disclaimer: Ich weiß, dass alle unsere Tiere Kaninchen sind. Insbesondere Hoppla stellt das durch Buddelaktivitäten gern immer wieder unter Beweis. Inkorrekterweise verwenden wir die Bezeichnungen "Hase" und "Kaninchen" für die Rasselbande allerdings synonym.

Mittwoch, 27. August 2014

Zwei Blogevent-Tipps und der Vegan MoFo und Vegan Wednesday

Hallo zusammen! Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Sommer, auch wenn die letzte Zeit ja eher verregnet war... Zumindest bei uns. Ich warte seit Tagen darauf, wieder in den Garten zu können. Vor den letzten Regentagen habe ich aber immerhin noch 70 Endivienpflänzchen als Winterfutter für unsere Hasenschar ausgepflanzt. Die Langohrzahl ist mittlerweile nämlich auf vier angestiegen und vertilgt eine Menge Grünfutter. Fotos zeige ich euch in den nächsten Tagen, denke ich.

Ansonsten noch danke für eure guten Wünsche für die Sommerpause. Sie hat mir gut getan, und auch, wenn noch nicht alle gesundheitlichen Probleme beseitigt sind, hat doch zumindest bei allen die Behandlung begonnen. Das ist ein gutes Gefühl und macht den Kopf wieder ein bisschen frei für anderes.

Zum Wiedereinstieg möchte ich euch auf zwei Blogevents hinweisen, die gerade laufen.



Das erste ist zeitlich dringender, der Einsendeschluss ist nämlich am 31. August: ein Gewinnspiel zum 2. Geburtstag von Petzis Blog "From Veggie to Vegan". Ich habe auch schon mitgemacht und mein Foto bei Facebook gepostet. Es ist allerdings alles andere als blogtauglich, daher werde ich es dabei bewenden lassen.



Ebenfalls zu ihrem 2. Bloggeburtstag veranstaltet Natalie von "Essen. Leben. Leben lassen." das Blogevent "Saisonale Liebe". Bis zum 20. Oktober könnt ihr hier mit euren Eigenkreationen mitmachen, und zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Mir fehlt noch ein wenig die zündende Idee, aber vielleicht fällt euch ja direkt was ein. Und etwas Zeit ist ja auch noch.



Und zuletzt noch ein Hinweis für die Blogger unter euch, falls ihr es nicht sowieso schon mitbekommen habt: Im September findet wieder der Vegan MoFo statt! Blogger aus aller Herren Länder teilen an mindestens 20 Tagen des Monats vegane Rezepte und alles, was sonst so mit veganem Essen zu tun hat. Ich bin in diesem Jahr nicht dabei, aber vielleicht ist die Aktion ja was für euch? Mit der Anmeldung müsst ihr euch allerdings sputen: Anmeldeschluss ist heute, am 27. August.



Allen, denen das zu knapp und/oder zu aufwändig ist oder die noch zusätzliche Energie übrig haben, bleibt außerdem selbstverständlich noch der Vegan Wednesday als Sammelbecken für Fotos kulinarischer Höhepunkte (und natürlich auch Tiefen...). Diese Woche wird bei Cara gesammelt.