Montag, 30. Juni 2014

Verlosung: 4x "vegan&bio"


Hurra, ich wurde interviewt! Und zwar von einer kleinen Schwester der "Schrot&Korn", die auf den Namen "vegan&bio" hört. Es ging darum, wie sich Beziehungen gestalten, in denen einer der Partner vegan und der andere Omni ist. Nun habe ich das konsequent vegane Leben ja Ende des letzten Jahres aufgegeben, aber interviewen lassen durfte ich mich dennoch. Das Ergebnis könnt ihr jetzt lesen.

Außerdem geht es in der Zeitschrift noch um anderen Themen: Vitamin B12, bioveganen Landbau, vegane Mode (zu den veganen Schuhen waren einige für mich neue Infos dabei), vegane Restaurants... Und 24 Rezepte gibt es obendrauf.

Die Zeitschrift ist zum Preis von 3,50 Euro im Bioladen erhältlich. Alternativ könnt ihr die aktuelle Ausgabe aber auch hier gewinnen! Schickt einfach bis Freitag, den 4. Juli, eine E-Mail mit dem Betreff "vegan&bio" an twoodledrum[ät]gmx[punkt]de. Die Zeitschriften wurden mir unentgeltlich und ohne Bedingungen vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Teilnahmebedingungen:
  • Du hast einen Wohnsitz oder eine Adresse in Deutschland.
  • Du bist 18 Jahre alt oder hast, falls du jünger bist, die Einverständnis deiner/s Erziehungsberechtigten zur Teilnahme.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Give-Away wurden mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt und kann nicht bar ausgezahlt werden.
  • Die Gewinner werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und dann per Mail kontaktiert.
  • Wenn ich auf meine Benachrichtigung nicht innerhalb einer Woche eine Antwort bekomme, wird der Gewinn weiterverlost.

Viel Glück!

Samstag, 28. Juni 2014

Letzte Chance zum Büchertausch!


Wer noch vegane (Koch-)Bücher tauschen mag, hat noch bis morgen Zeit, sich etwas aus den Angeboten der veganen Buchtauschwoche herauszusuchen. Einiges ist schon weg, aber eine ganze Menge Bücher sind noch zu haben. Schaut rein!

Dienstag, 24. Juni 2014

{Gastpost} Veganes Eis in konventionellen Eisdielen und in der Gastronomie


Sommerzeit, Eiszeit... Für Veganer oft eher unschön, denn während alle anderen an ihrer Eiswaffel schlecken, ist man mit Recherche beschäftigt, wo es denn wohl veganes Eis zu kaufen gibt. Und diejenigen, die nicht mit einem alternativen Gastronomiebetrieb gesegnet sind, haben dann oft ein Problem. Martha vom Blog "Selbstgemachtes Eis" hat sich auf die Suche nach veganem Eis gemacht und listet hier für euch die Stolperfallen auf. Für sie war die Reise eher frustrierend, aber vielleicht habt ihr ja mehr Glück? Ansonsten sei euch ein Besuch auf Marthas Blog wärmstens empfohlen. Dort wimmelt es nämlich nur so von veganen Eisrezepten (einen kleinen Einblick bietet das Foto, das habe ich nämlich von Martha geklaut)!

Nachdem mich Carola vor einigen Monaten so lieb bei der Suche nach Unterstützung nach Eisbuch Rezensenten unterstützt hat, wollte ich mich ein wenig revanchieren und sie mit einem Beitrag über Eis unterstützen. Gewünscht hatte sie sich einen Einblick in käuflich erwerbbares Eis. Das klang wirklich toll, aber ich bin jämmerlichst gescheitert.

Eis konform einer veganen Ernährung selber zu machen stellt kaum eine Herausforderung dar und auch für diejenigen, die tierische Produkte zu sich nehmen, kann es eine tolle Ergänzung und Abwechslung sein. Aber was ist, wenn man in einem kleinen Städtchen, in dem es mit einer veganen Lebenseinstellung nicht so wahnsinnig weit her ist, sich auf die Suche nach veganem Eis an Eisdielen, in Supermärkten und in der sonstigen Gastronomie macht?

Ich wusste ja schon vor dieser Suche, dass mein kleines Städtchen in manchen Dingen wirklich ernstzunehmende Versorgungsprobleme hat. Aber dass diese solche Ausmaße annehmen, dachte ich zu Beginn meiner Suche nun doch nicht.

In meinem Städtchen gibt es kein als vegan deklariertes Eis. Weder an der Eisdiele noch im Supermarkt. Fragt man in der Gastronomie nach, dann kommt erst einmal ein "Ja". Aber wehe dem, der genauer nachfragt!

Auch wenn ich mich selbst nicht vegan ernähre, bin ich hier über einen Stolperstein zum nächsten und übernächsten und über-übernächsten gefallen, solange, bis ich recht frustriert die Suche abgebrochen habe. Diese Entdeckungstour hat also einen gänzlich anderen Verlauf genommen, als ich es anfangs gedacht hatte, aber so kann ich euch nun über all diese kleinen und größeren Stolpersteine berichten, über die ich auf meiner Suche gefallen bin.


Ich möchte mal ganz kurz auf die Grundlagen eingehen:

Ein Speiseeis besteht erst einmal aus einer Eisrohmasse, bevor es in einer Eismaschine zu Eis wird.
So eine Eisrohmasse besteht bei einem Cremeeis aus einer Grundmasse, die konventionell aus Milch/Sahne und gegebenenfalls Eiern, bei veganem Eis aus einem pflanzlichen Drink und Cuisine besteht.

Dazu kommt Aroma, das könnte beispielsweise Fruchtpüree oder Gewürze sein. Durch das Verhältnis der Zutaten zueinander wird an der Textur des Speiseeises gefeilt. Dabei ist auch der Zuckergehalt und der Anteil der Trockenmasse wichtig und zuletzt, damit man auch hübsche Kugeln oder Nocken formen kann, das Bindemittel.


Stolperfalle Nummer 1 - Die Grundmasse:


Gut, der größte und auch offensichtlichste Stolperstein gleich zu Beginn.

In einer x-beliebigen Eisdiele ohne extra deklarierte vegane Eissorten können wir uns an den Cremeeissorten nicht bedienen. Darin können Milch, Sahne, Ei, auch gerne in pasteurisierter Form, als Vollei oder auch nur die Eigelbe, enthalten sein. Meist aber deklarieren die Eisdielen gar nicht so genau, was das denn nun für eine Eissorte ist. Man könnte neben dem Cremeeis noch nach Eiscreme, Fruchteis, Fruchteiscreme, Milcheis, Rahmeis, usw. unterscheiden. Aber habt ihr schon jemals diese Bezeichnungen dort irgendwo gesehen? Ich noch nicht. Tatsächlich wäre aber keine dieser Sorten für eine sich vegan ernährende Person geeignet. Zu jeder dieser Sorten sind bestimmte Anteile an Milch oder Milchfett nach der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung gefordert.

Cremeeis ist also gestrichen, will man sich an den konventionellen Produkten bedienen. Wie sieht es dann aus mit Fruchteis?

In Eisdielen wird man zumeist und zumindest in Deutschland wohl hauptsächlich Fruchteiscreme vorfinden. Aber es gibt ja auch noch Fruchteis, (Frucht-)Sorbet und Wassereis. Stimmt hier zumindest mal die Grundmasse?

Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, die in Punkto Speiseeis auf das Deutsche Lebensmittelbuch verweist, schreibt lediglich den die Höhe des Fruchtanteils vor. So ist dieser bei einem Fruchteis mindestens 20% und bei Fruchteis aus Zitrusfrüchten, so beispielsweise ein Orangeneis, mindestens 10%. Bei Sorbets werden Milch und Milchbestandteile ausgenommen und Wassereis darf nur 3% Fett beinhalten.


Stolperfalle Nummer 2 - Das Aroma:


Bei Fruchteis muss man sich nun folgende Frage stellen, oder besser der Bedienung in der Eisdiele, im Kaffee oder im Restaurant: Ist der Saft oder das Fruchtpüree, aus dem das Fruchteis gemacht wurde, in der Produktion mit tierischen Produkte geklärt worden, oder schlicht: Ist dieser Bestandteil vegan?


Stolperfalle Nummer 3 - Sonderfall Sorbet:


Bei Sorbets ist noch ein besonderer Faktor, auf den ich hinweisen möchte: Lebensmittel werden gerne mit etwas mehr Luft verkauft. Gleiches Volumen, weniger Masse bedeutet mehr Geld für weniger. Deshalb wird auch eine Mousse luftig-leicht verkauft und deshalb landet in sehr vielen Sorbet-Zubereitungen Eischnee. Auch hier sollte daher vor dem Kauf und vor der Bestellung unbedingt nachgefragt werden.

Aber Wassereis ist doch harmlos, oder?

Mir ist zumindest jetzt mal nicht bekannt, dass Eiweiß im Wassereis verwendet würde. Hier ist eher die Problematik ob der Veganheit der Grundzutat, also des Saftes oder des Nektars, gegeben.

Und noch ein weiterer Punkt zu Sorbets: Ich habe hier mit dem Buch "Frozen Desserts" auch ein Buch, das eher für Gastronomen gedacht ist. Das am meisten verwendete Bindemittel in den Sorbetrezepten ist Gelatine. Und dazu kommen wird gleich zu Punkt 4.


Stolperfalle Nummer 4 - Das Bindemittel:


Für die meisten Eisesser und Eisliebhaber ist das die "Blackbox" schlechthin. Fakt ist, für ein schön formbares Eis braucht es tatsächlich ein Bindemittel. Sowohl daheim, als auch in der Gastronomie und Industrie.

Es gibt pflanzliche Bindemittel wie beispielsweise das Johannisbrotkernmehl, mein persönlicher Liebling, aber eben auch Bindemittel tierischen Ursprungs, allseits bekannt dürfte da wohl die Gelatine sein.

Jedes Bindemittel bringt besondere Eigenschaften mit sich. Einige binden kalt, andere warm oder heiß, einige erzeugen diese und andere Bindemittel jene Eigenschaften. Um ein Optimum für das fertige Produkt später zu bekommen, wird hier gerne eine Mischung von verschiedenen Bindemitteln eingesetzt. So ist also auch eine Mischung aus pflanzlicher und tierischer Bindemittel innerhalb einer Eiszubereitung möglich und denkbar.

Wer sein Eis selbst herstellt, kann euch ganz genau sagen, was da verwendet wurde. Seid ihr im Glücksfall bei einer solchen Eisdiele gelandet oder in einem Restaurant, die/das ihr/sein Eis von A bis O, besser noch Z, selber herstellt, dann sollte es kein Problem sein, abzuklären, ob das Eis nun mit tierischen Produkten gebunden wurde oder nicht.

Leider aber arbeiten heute nicht mehr alle Eisdielen so und von den Restaurants kann man es teilweise auch gar nicht erwarten. Wenn auf etwas Fertiges zurückgegriffen wird, dann ist es meist eine ominöse und mysteriöse Bindemittelmischung, die der Eisrohmasse nur noch beigegeben wird.
Wenn eine Eisdiele eine solche Fertigmischung verwendet, dann ist es wirklich schwer, die Beteiligten nach den Bestandteilen dieser Mischung zu fragen. Man bekommt vielleicht eben noch heraus, dass es eine Fertigmischung war, aber für die Bestandteile braucht man dann doch einen sehr engagierten Verkäufer oder Bediener mit gutem Willen und eine lange Schlange weiterer Kunden sollte dann bestenfalls auch nicht hinter einem stehen. Gleiches Problem stellt sich natürlich im Restaurant.


Fazit:


Ich bin frustriert. Hat man es bis Stolperfalle 3 geschafft, dann hat sich bei meiner Suche meist Punkt 4, also das Bindemittel bzw. die Bindemittelmischung, die übrigens auch sehr gerne, sprich in den meisten Fällen, noch vorgesüßt ist (unter anderem mit Milchzucker), als der Stolperstein schlechthin erwiesen.

Durch die Suche bin ich teilweise auch wirklich erschrocken gewesen, was für eine Diskrepanz es zwischen den Eisverkäufern und den tatsächlichen Eismachern gibt, was natürlich auch die Kompetenz betrifft, über entsprechende Zutaten im Eis Auskunft zu geben. Da wurden mir Sachen erzählt, die wollt ihr gar nicht wissen. ;)

Würde ich mich selbst vegan ernähren, würde ich die örtlichen Eisdielen in meiner Umgebung meiden. Veganes Eis in Eisdielen wäre und ist sicher ein Traum. Hier in meinem kleinen "Weltstädtchen" ist diese Sparte aber noch lange nicht angekommen, von dem Industriependant in den Supermärkten wollen wir gar nicht erst reden. ;)

Sonntag, 22. Juni 2014

Vegane Buchtauschwoche - die Angebote und Gesuche


Und hier sind sie: die Angebote zur veganen (Koch-)Buchtauschwoche! Ihr könnt bis zum 29. Juni aus 48 Büchern von 9 Teilnehmerinnen auswählen. Wenn das mal kein Angebot ist. Hier für alle noch mal die Regeln:

  • Die Idee: Bücher werden gegen Bücher getauscht. Wenn euch ein Buch gefällt, schickt ihr einfach eine Mail mit eurem Tauschangebot direkt an die angegebene Mailadresse (ist hinter den Namen versteckt). Was eure Tauschpartnerin sucht und in welche Länder sie verschickt, ist beim Angebot vermerkt. 
  • Kommt ein Tausch zustande, tauscht ihr untereinander die Adressen aus und einigt euch über den Versand (z. B. versichert, als Büchersendung…).
  • Ihr nehmt auf eigenes Risiko teil. Wir übernehmen keine Haftung für nicht abgesandte, verloren gegangene oder falsch beschriebene Bücher.
  • Jeder trägt seine eigenen Versandkosten. Geld kommt sonst an keiner Stelle ins Spiel (mit Ausnahme der zum Verschenken angebotenen Bücher - aber hier geht es auch nur um Versandkosten!). Die Deutsche Post bietet z. B. die Möglichkeit, Bücher günstig als Büchersendung zu verschicken. Dafür gelten allerdings besondere Regeln.
  • Wer etwas anbietet, muss natürlich nicht jeden Tauschpartner und jedes Gegenangebot akzeptieren! Bitte seid nicht traurig, wenn euer Buch abgelehnt wird.
  • Wir planen, Bücher, die nicht mehr angeboten werden, entsprechend zu kennzeichnen. Ihr könnt also davon ausgehen, dass Bücher, die noch auf der Liste stehen, auch noch zu haben sind. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung müsst ihr allerdings rechnen.
  • Fragen könnt ihr jederzeit per Mail stellen.

Wir würden uns freuen, wenn ihr die Aktion auf eurem Blog bekannt machen, den Link auf Facebook teilen (vielleicht ja sogar in einer veganen Gruppe, z. B. in eurer Ortsgruppe oder in der veganen Tauschbörse) oder sonst auf irgendeine Art Werbung machen würdet. Das Logo könnt ihr euch dafür gern mitnehmen.

Falls ihr über eine Wiederholung dieser Aktion und auch über anderes (z. B. veganes Adventskalenderwichteln, Gewinnspiele...) per Mail informiert werden wollt, könnt ihr euch hier für den twoodledrum-Newsletter eintragen. Keine Sorge: Ihr werdet nicht mit Mails überflutet, dafür fehlt mir die Zeit. Die Adresse wird natürlich nur für die Benachrichtigungen benutzt und nicht weitergegeben. Ihr könnt euch jederzeit aus dem Verteiler löschen lassen.

Und jetzt viel Spaß beim Tauschen!


+++ Angebote +++


mousejoe
Land: Luxemburg
Versand: auch aus und nach Deutschland

Angebote:
  1. Heike Kügler-Anger: Vegan grillen (hervorragend)
  2. Christina Kaldewey: Vegane Küche für Kinder (hervorragend)
  3. Isa Chandra Moskowitz: Vegan Brunch (hervorragend)
  4. Victoria Boutenko: Grüne Smoothies (hervorragend)
  5. Annie & Dan Shannon: Betty goes vegan (hervorragend)
  6. Celine Steen & Joni Marie Newman: Vegan Kochen (gut)
  7. Victoria Boutenko: Green for Life (hervorragend)
Gesuche:
  • nichts Bestimmtes
+++ offen für Angebote +++




Jessi von Be veggie - going vegan
Land: Deutschland
Versand: national

Angebote:
  1. Elisabeth Fischer: Heilsames Basenfasten (wie neu)
  2. Vegane Küche - 100 Rezepte (ISBN 978-1-4723-4708-4) (wie neu)
  3. Vegan kochen - (keine ISBN vorhanden, das Buch gab es bei Aldi vor paar Monaten) (wie neu)
Gesuche:
  • Lisa Pfleger: Vegan, regional, saisonal

+++ ansonsten offen für alle (deutschsprachigen) Angebote - außer für Bücher, die hauptsächlich Sojarezepte enthalten +++




Lea
Land: Deutschland
Versand: international

Angebote:
  1. David Cowles-Hamar: Veganissimo zwei – das Handbuch der Tierrechte (neu)
  2. Marsili Cronberg: Wie ich verlernte, Tiere zu essen (neu)
  3. Marc Pierschel: Vegan! - Vegane Lebensweise für alle (neu)
  4. Neal Barnard: The 21-Day Weight Loss Kickstart Diet (Englisch) (neu)
  5. Jennifer McCann: Vegan Lunch Box – 130 Amazing, Animal-Free Lunches Kids and Grown-Ups will love!(Englisch) (hervorragend)
  6. Doreeen Virtue & Jenny Ross: Rohkost – Himmlische Vital-Rezepte für Gourmets (hervorragend)
  7. Christy Morgan: Blissful Bites – Vegan Meals that Nourish Mind, Body and Planet (Englisch) (neu)
  8. Alicia Silverstone: Meine Rezepte für eine bessere Welt (hervorragend)
Gesuche:
  • Alles von Isa Chandra Moskowitz außer „Isa does it“, „Appetite for Reduction“ & „Vegan Cupcakes take over the world"; "Vegan Brunch"
  • Alles von Terry Hope Romero
  • Alles von Celine Steen & Tamasin Noyes außer „Vegan zu Hause und unterwegs“
  • Kris Holecheck Peters „Have your cake and vegan too“, „Vegan Icecream sandwiches“ und „Vegan desserts in A Jar“
  • „Vegan Genial“ von Josita Hartanto

+++ Offen für alle Vorschläge, gerne auch fremdsprachige Bücher +++




Heidi&Peter
Land: Schweiz
Versand: international

Angebote:
  1. Martin Kintrup: Vegan Kochen (sehr gut)
  2. Abla Maalouf Tamer: Vegane Köstlichkeiten - libanesisch (gut bis sehr gut)
  3. Angelika Eckstein: Vegane Weihnachtsbäckerei (Vollwertige Rezepte) (sehr gut)
  4. Marc Pierschel: Vegan! Vegane Lebensweise für alle (zwar noch gut leserlich, aber einige Seiten sind lose (jedoch komplett vorhanden) und ein Kapitel ist mit Leuchtstift angestrichen)
  5. Matthias Langwasser, Vegane Kochkunst, Kreative Küche für Vitalität und Lebensfreude
  6. Stina Spiegelberg: Veganpassion (sehr gut)
Gesuche:
  • Lisa Fabry: Himmlisch vegane Desserts

+++ Offen für Tauschangebote. Die ersten fünf Bücher werden auch gerne verschenkt,gegen Übernahme der Versandkosten.„Veganpassion“ wird nur gegen "Himmlisch vegane Desserts" von Lisa Fabry getauscht. Siehe auch den Kommentar unter diesem Post!+++




Isabelle
Land: Deutschland
Versand: national

Angebote:
  1. Uschi Herzer und Joachim Hiller: Das Ox-Kochbuch 5: Kochen ohne Knochen - Mehr als 200 vegane Punk-Rezepte (hervorragend bis neu)
  2. Heike Kügler-Anger: Vegan unterwegs: Schnell zubereitet und verpackt - für Schule, Beruf und Freizeit (hervorragend)
  3. Heike Kügler-Anger: Cucina vegana: Vegan genießen auf italienische Art (neu)
  4. Heike Kügler-Anger: Vegan grillen: Köstliche Rezepte fürs Grillvergnügen (hervorragend)
  5. Colleen Patrick-Goudreau: Joy of Vegan Baking: The Compassionate Cooks' Traditional Treats and Sinful Sweets (englisch) (neu)
  6. Rose Elliott: Vegan Feasts (englisch) (gut)
  7. Marc Pierschel: Vegan lecker lecker (hervorragend)
  8. Silke Ruthenberg, Ronald Tietjen: Viva Vegan ohne Grenzen (gut) (Fotos und Infos auf Anfrage)
Gesuche:
  • Josita Hartanto: Vegan genial: aufregend anders kochen
  • Nicole Just: La Veganista: Lust auf vegane Küche
  • Jerome Eckmeier: Vegan: tut gut - schmeckt gut
  • Nicole Just & Martin Kintrup: Vegan vom Feinsten
  • Brigitte Bach: Vegane Backträume: Kuchen, Kekse und andere Leckereien
  • Surdham Göb: Meine vegane Küche
  • Roland Rauter: Einfach vegan - draußen kochen - von Grillen bis Picknick
  • Edition Lempertz: Vegan rockt! Das Backbuch

+++ auch offen für andere Angebote, allerdings ausschließlich Kochbücher +++




Cooketteria
Land: Deutschland, Schweiz
Versand: aus und nach Deutschland und in die Schweiz

Angebote:
  1. Attila Hildmann: Vegan for Fun (gelesen, gut - sehr gut)
  2. Attila Hildmann: Vegan for Fit (gelesen, gut - sehr gut)
  3. Björn Moschinski: Vegan kochen für alle (gelesen, gut - sehr gut)
  4. Celine Steen: The complete Guide to vegan Food Substitutions (englisch) (neu, nur einmal durchgeblättert)

Gesuche:
  • Surdham Göb: Meine vegane Küche
  • Surdham Göb: Vegane Superfoods
  • Bryant Terry: Vegan Soul Kitchen
  • Bryant Terry: Afro-Vegan

+++ auch offen für andere Angebote +++




Uli
Land: Deutschland
Versand: europaweit


Angebote:
  1. Dino Sarno: Alternative Vegan - International Fare Straight From The Product Aisle (englisch) (neu)
  2. Nava Atlas: Vegan Express - Featuring 160 Recipes for Quick, Delicious, and Healthy Meals (englisch) (fast wie neu)
  3. Alicia C. Simpson: Quick and Easy Low-Cal Vegan Comfort Food: 150 Down-Home Recipes Packed With Flavor, Not Calories (englisch) (fast wie neu)
Gesuche:
  • nichts Bestimmtes
+++ offen für Angebote +++




Carola
Land: Deutschland
Versand: national

Angebote:
  1. Sarah Kaufmann: Vegan Guerilla (gut)
  2. Miyoko Schinner: Artisan Vegan Cheese (sehr gut)
  3. Heike Kügler-Anger: Vegane Brotaufstriche (sehr gut)
  4. Brigitte Bach: Vegane Backträume (sehr gut)
  5. Angelika Eckstein: Vegane Weihnachtsbäckerei (hervorragend)
  6. Stina Spiegelberg: Veganpassion (sehr gut)
  7. Jonathan Safran Foer: Tiere essen (hervorragend)
  8. Ruby Roth: Warum wir keine Tiere essen (hervorragend)
Gesuche:
  • T. C. Campell: China Study (deutsch & englisch)
  • Barbara Rütting: Vegan & vollwertig
  • Annette Heimroth: Vegan & vollwertig genießen
  • Ruediger Dahlke: Peace Food - Das vegane Kochbuch
  • Björn Moschinski: Vegan kochen für alle
  • Isa Chandra Moskowitz: Vegan Brunch
  • Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero: Vegane Cookies erobern deine Keksdose
  • Isa Chandra Moskowitz: Isa Does It!
  • Josita Hartanto: Vegan genial

+++ offen für andere Angebote +++




Isa
Mailadresse war bisher nicht hinterlegt, ist jetzt geändert!
Land: Deutschland
Versand: national

Angebote:
  1. Björn Moschinski: Vegan backen für alle: Süß & herzhaft - plus großes Dessert-Spezial (hervorragend)
  2. Gabriele Lendle: Mc Veg: 80 vegane Schnellgerichte (hervorragend)
  3. Celine Steen & Joni Marie Newman: Vegan kochen: 200 Rezepte und ausführliche Liste veganer Alternativen (sehr gut)
Gesuche:
  • Jérôme Eckmeier: Vegan: Tut gut - schmeckt gut!
  • "Vegan Rockt! Das Backbuch" von Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung
  • Antje Watermann: Vegan rockt! Muffins & Cupcakes
  • Chloe Cascarelli: Chloe's Kitchen: 125 Easy, Delicious Recipes for Making the Food You Love the Vegan Way
  • Chloe Cascarelli: Chloe's Vegan Desserts: More than 100 Exciting New Recipes for Cookies and Pies, Tarts and Cobblers, Cupcakes and Cakes and More
  • Kris Holechek: The 100 Best Vegan Baking Recipes: Amazing Cookies, Cakes, Muffins, Pies, Brownies and Breads

+++ offen für andere Angebote - auch englischsprachige Bücher sind willkommen :-), aber bitte keine Bücher, die ausschließlich Vollwert- bzw. Rohkost-Rezepte enthalten +++

Donnerstag, 19. Juni 2014

Letzte Chance: Noch bis Freitag für die vegane (Koch-)Buchtauschwoche anmelden!



Noch vegane Kochbücher loszuwerden und gleichzeitig Lust auf Neues im Kochbuchregal? Dann bist du hier richtig! Wer sich noch nicht anmeldet hat: Morgen Abend läuft die Anmeldefrist ab, und am Sonntag geht dann der Post mit den Angeboten online. Mittlerweile haben wir sieben Teilnehmerinnen mit 36 Buchangeboten - aber da geht noch was! Alle Infos findet ihr hier.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Vegan Wednesday #95 - aus eigener Ernte!


Wow, schon der 95. Vegan Wednesday - das hundertjährige Jubiläum rückt näher! Ich bin sehr gespannt, ob sich die Organisatorinnen dann eine Sonderaktion einfallen lassen. Bei der 95. Ausgabe geht es bei der grippegeplagten Frau Schulz jedoch ziemlich ruhig zu. Bei mir auch. Leider bin ich nicht dazu gekommen, mehr zu fotografieren als das, was bei uns in den letzten Tagen aus dem eigenen Garten so auf dem Tisch landete. Meine Freizeit verbringe ich nach wie vor überwiegend im Garten, und anscheinend reicht das trotzdem noch nicht: Am Wochenende waren mein Patenkind und seine Schwester zu Besuch und haben mir beim Gießen geholfen. Offensichtlich waren die Unkrautpflanzen größer als das Gemüse, denn sie haben deutlich mehr Wasser abbekommen... Es besteht also dringender Handlungsbedarf, und ich hoffe auf schönes Wetter am Wochenende!

Am Sonntag beginnt übrigens auch die Vegane Buchtauschwoche, zu der ihr euch noch bis Freitag anmelden könnt. Nähere Infos gibt es bei einem Klick auf das Logo recht in der Seitenleiste. Ach, und falls ihr noch beim Pretest zu einer Veganstudie helfen wollt: *klick*


Plücksalat mit einem Dressing aus weißem Balsamico, Olivenöl, etwas Zucker, Salz und ganz vielen eigenen Kräutern: Schnittlauch, Petersilie, Dill und Borretsch. Eine solche Schüssel steht bei uns jetzt eigentlich jeden Abend auf dem Tisch, aber ich sehe es schon kommen, dass wir demnächst die Hasen für die Salatvernichtung einspannen müssen. Hoppli und Hoppla wird es freuen. Demnächst gibt es auch mal wieder Bilder von den beiden. Mittlerweile sind sie in den Hundezwinger umgezogen und haben endlich Platz zum Hoppeln.


Erdbeeren gibt es alle zwei Tage. Die Pflanzung ist definitiv noch ausbaufähig!



Die ersten Himbeeren, superlecker und vor allem wurmfrei, wurden von mir direkt vernichtet.

Mal wieder Veganer*innen für Vegan-Studie gesucht - es eilt!

Das Fachgebiet Ökologische Landwirtschaft der Uni Kassel möchte gerne mehr über Veganer*innen und ihre Anforderungen an Landwirtschaft erfahren. Sie führt dafür in den nächsten Monaten eine Studie durch, bei der mehrere 100 Veganer*innen befragt werden. Vorher muss aber der Fragebogen getestet werden. Wer sich vegan ernährt (gesucht werden nur "echte" Veganer*innen) und Zeit und Lust hat, sich dafür etwa 10 Minuten Zeit zu nehmen, wendet sich bitte an:

Claudia Busch (Dipl.-Agr.Ing.)
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Universität Kassel
c.busch@uni-kassel.de

Edit: Es sind jetzt genug TeilnehmerInnen - ganz herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Freitag, 13. Juni 2014

Ausprobiert: Vegane Spießgesellen und Grillsteaks rot-grün von Wheaty


Grillen hat mich die letzten Jahre eigentlich nicht wirklich interessiert. Fleisch war raus, gegrilltes Gemüse finde ich in den meisten Fällen nur semi-lecker (und vor allem nicht befriedigend), und meine Tofuwürstchen kann man zwar esssen, aber das war's dann auch schon. Da wir aber selbst weder einen Grill noch auch nur die Möglichkeit zum Grillen hatten, war das normalerweise auch kein Problem. Jetzt sind wir aber mit einer riesigen Terrasse gesegnet, und Sebastian ist seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines Weber-Grills. Da kam es mir gerade recht, dass Wheaty anfragte, ob ich einige neue vegane Grillprodukte testen wolle. Erhalten habe ich die Spießgesellen, links im Bild, und die rot-grünen Grillsteaks rechts. Beides natürlich auf Weizenbasis, wie der Firmenname schon verrät. Im Kühlschrank sind sie einige Wochen haltbar, sodass sie einen Moment auf ihren Einsatz warten konnten.



Zuerst probierte ich die Spießgesellen aus und war total begeistert. Besonders die roten Würfel haben es mir angetan. Das wird definitiv noch mal gekauft!





Als Nächstes waren dann die Grillsteaks dran. Auf dem Bild seht ihr das grüne, das mich nicht wirklich überzeugt hat. Es schmeckte ähnlich wie manche Tofuwürstchen - essbar, aber nicht überwältigend. Das rote Steak war dafür umso besser! Schade, dass es das nicht einzeln zu kaufen gibt.

Kurz und knapp das Gesamtfazit: Die Spießgesellen werde ich definitiv kaufen, zumal bei einem für solche Spezialprodukte sehr günstigen Preis von weniger als 2,50 Euro. Bei den Grillsteaks, die ca. 3,70 Euro kosten, bin ich mir da nicht so sicher - das grüne war einfach nicht lecker genug.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Vegan Wednesday #94


Nachdem es letzte Woche eine Menge Spargel gab, sind diese Woche andere Gerichte dran. Gesammelt wird diese Woche bei Petzi.


Panzanella.



Tabouleh.



Grillen mit den veganen Spießgesellen von Wheaty und Kartoffelsalat. Das erste vegane Grillprodukt, von dem ich wirklich uneingeschränkt begeistert bin!



Green Tea Walnut Biscotti aus Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar*, das es mittlerweile auch auf deutsch* gibt. Mein absolutes Lieblingsbackbuch! Und diese Kekse haben mich mal wieder nicht enttäuscht. Man sollte Matcha allerdings mögen, an den Biscotti scheiden sich die Geister.


Zum Schluss noch mal einen Hinweis in eigener Sache:

http://www.twoodledrum.de/2014/05/vegane-koch-buchtauschwoche-vom-22-bis.html


*Affiliate Link

Sonntag, 8. Juni 2014

Vegan mit Lebensmittelunverträglichkeiten: Gluten

Nicht erst, seit ich den Veganismus an den Nagel gehängt habe, weil er für mich eine zu große Einschränkung bedeutete und mein Leben zu sehr dominierte, habe ich mich gefragt, wie es jemand mit einer Lebensmittelunverträglichkeit schafft, vegan zu leben. Bei meinem Selbstversuch im letzten Jahr ging mir z. B. die Glutenfreiheit nach zwei Wochen ganz entsetzlich auf die Nerven, und auch, wenn man darin sicher nach einer Weile besser wird, und ich kann daher jeden, der Veganismus und Glutenverzicht unter einen Hut bekommt, nur bewundern (und außerdem den Kopf darüber schütteln, wie viele Leute eine Glutenunverträglichkeit mittlerweile betrifft).

Offensichtlich kann eine Glutenunverträglichkeit aber auch ein Ausdruck dafür sein, dass irgendein anderes Lebensmittel „falsch“ ist – und dann ist sie auch nicht das eigentliche Symptom. Hier kann eine vegane Lebensweise dann sogar hilfreich sein. Diese Erfahrung hat zumindest Laura von „Tofuliebe“ gemacht, die euch hier ihre Geschichte erzählt.

Ihr Bericht fügt sich ein in eine kleine Reihe von Interviews, in denen Personen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit von ihren Erfahrungen mit dem Veganismus berichten. Nicht alle Geschichten gehen dabei „gut“ aus im Sinne von: Es war vereinbar. Aber darum geht es mir auch nicht. Ich möchte vielmehr herausfinden, welche persönlichen Geschichten hinter all dem stecken. Vielleicht interessieren sie euch ja auch. Und wenn ihr denkt, dass ihr selbst etwas zu dieser Reihe beizutragen hättet, freue ich mich, per Mail von euch zu hören.

Mit welchen Lebensmittelunverträglichkeiten hattest du zu tun? Wie haben sie sich geäußert, und wann wurden sie diagnostiziert?

Oh, das ist eine gar nicht so leichte Frage, denn ich habe eine lange Zeit die falschen Lebensmittel als Auslöser vermutet. Die Lebensmittelunverträglichkeiten kamen schleichend in mein Leben und zwar in der Endphase meines Studiums. Angefangen hat es mit Sellerie, auf einmal habe ich nämlich überwiegend Essen außerhalb von zu Hause nicht mehr vertragen. Der Gang in die Mensa wurde für mich zur Qual und ich habe reihenweise Nachmittags-Vorlesungen ausfallen lassen müssen, weil es mir sehr schlecht ging. Aus Verzweiflung habe ich die Mensa gemieden und mir ausschließlich selbst gekocht. Da es mir nicht gut ging, gab es überwiegend Suppe. Natürlich mit Brühe als Basis und in der Folge habe ich wochenlang kaum das Haus verlassen. Bis ich auf die Unverträglichkeit Sellerie gekommen bin, hat es eine Weile gedauert. Ich hatte alles Mögliche ausprobiert: Kein Weizen, keine Laktose, alles, was mir so eingefallen ist, habe ich weggelassen, aber an der Suppe wurde festgehalten. Einigermaßen erleichtert bin ich irgendwann von selbst auf den Sellerie als Übeltäter gekommen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich allerdings auch viele Dinge nicht mehr gut vertragen, über die ich mir früher nie Gedanken gemacht hatte. Karotten, Kartoffeln, Blattsalate, Tomaten, Pilze, Kürbis, Auberginen, Erdbeeren, Äpfel, Birnen, … und noch so viel mehr.

Vorausgegangen war dem ganzen Leid eine sehr starke Gastritis und in der Folge habe ich eigentlich kaum noch etwas vertragen und das Kochen war bei uns (mittlerweile war ich mit meinem Freund zusammengezogen) geprägt von Einschränkungen, die kaum noch jemand außer mir nachvollziehen konnte. Auch wenn ich durch die Identifizierung von Sellerie zwar wieder etwas besser dran war: Ich hatte ständig Bauchschmerzen mit Durchfall, ständig war mir übel und schwindelig. Auswärts essen konnte ich vergessen, für Freunde und Familie war es mehr als schwierig, mir etwas zuzubereiten. Ich habe eigentlich immer abgelehnt, denn ich wusste nie, wie es mir hinterher gehen würde.

Völlig fertig bin ich von einem Arzt zum nächsten gegangen, habe Bluttests machen lassen und Magen- und Darmspiegelungen. Alles ohne wirklichen Befund. Eine Zöliakie wurde damals ausgeschlossen, Laktoseintoleranz auch. Magen und Dünndarm waren leicht entzündet, aber trotz Schonkost und Medikament wurde es nicht wirklich besser mit mir. Ich wusste nicht mehr weiter.

Circa zwei Jahre nach Beginn der Beschwerden wurde ich schwanger und auf einmal war alles viel, viel besser. Ich habe beinahe beschwerdefrei gelebt. Diese Zeit habe ich unglaublich genossen.

Als meine Tochter ein halbes Jahr alt war, gingen die Beschwerden allerdings wieder los. Ich hatte ständig Bauchschmerzen, habe mich furchtbar unwohl gefühlt, mal habe ich Dinge vertragen, mal nicht. Eine Bekannte hat mich auf den Gedanken einer Glutenunverträglichkeit gebracht und so habe ich dann knapp 1,5 Jahre vollständig auf Gluten verzichtet. Dieser Verzicht war definitiv eine reine Verzweiflungstat. Einen ärztlichen Befund dafür gab es nicht. Die glutenfreie Ernährung hat mir damals allerdings gut getan und es ging mir langsam besser. Wirklich gut ging es mir jedoch nie. Meine Ansprüche an mein Wohlbefinden waren im Laufe der Zeit aber auch ziemlich gesunken. Mit „etwas besser“ habe ich mich schon sehr zufrieden gegeben.

Welche Lebensmittel durftest du nicht oder nur eingeschränkt essen?

Verzichtet habe ich sehr lange auf sehr viele Gemüsesorten, Obstsorten und Gluten. Und natürlich Sellerie. Der Verzicht auf Gluten und so viele Obst- und Gemüsesorten war sehr hart und einschränkend.

Einen sehr teuren Bluttest bei einem Heilpraktiker fand ich damals übrigens eher dubios und habe ihn, trotz sage und schreibe 500 Euro, die ich dafür bezahlt hatte, ignoriert: Ich habe laut diesem Test extrem stark auf Hühnerei und Milcheiweiß reagiert. Das konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen, wollte es auch nicht wahrhaben, Milchprodukte gehörten für mich eher zum „normalen“ Leben als Getreide. Im Nachhinein finde ich es sehr komisch, damals war es so. Ich habe immer nach Indizien für die Glutenunverträglichkeit gesucht und lange nicht bemerkt, dass ich auf dem Holzweg war. Der Heilpraktiker sagte zu mir: „Lassen Sie doch mal alles ‚Gelbe und Weiße‘ weg“, und ich dachte nur: „Was bitte soll ich denn dann noch essen?“

Hast du schon vegan gelebt, als du die Unverträglichkeiten bemerkt hast, oder später erst umgestellt?

Die Entscheidung für ein veganes Leben ist unabhängig von den Unverträglichkeiten und viel später gefallen. Sehr unabhängig sogar, denn ich habe mich ja tatsächlich eine ganze Weile gegen den Bluttest gewehrt. Ich habe mich in meinem Studium viel mit einer nachhaltigen Lebens- und Ernährungsweise beschäftigt. Natürlich habe ich dadurch auch mein eigenes Verhalten immer mehr hinterfragt, insbesondere den Ernährungsaspekt. Unsere Ernährung hatte sich durch die Unverträglichkeiten sowieso schon zu einem großen Thema entwickelt. Vegetarisch haben mein Mann und ich schon gelebt, als wir ein Paar wurden. Tierische Produkte haben wir irgendwann nur noch in Bioqualität gekauft und immer öfter über vegane Produkte und Rezepte gesprochen und einiges ausprobiert. Das hat uns Spaß gemacht und irgendwie gut getan. So ist der vegane Anteil in unserer Ernährung immer mehr gestiegen und dann haben wir es einfach von heute auf morgen beschlossen: Ab jetzt vegan! Vorräte wollten wir eigentlich noch aufbrauchen, haben uns aber urplötzlich so geekelt, dass wir Milchprodukte kaum noch anrühren wollten. Das war im Juli 2012, also vor knapp zwei Jahren.

Wie konntest du die Einschränkungen mit einer veganen Ernährung vereinbaren? Fiel dir das schwer?

Die Vereinbarkeit ist mir gar nicht so schwer gefallen, wie ich zunächst befürchtete. Zum einen war ich Verzicht gewohnt und zum anderen gibt es wirklich gute vegane Ersatzprodukte und ich war schon früh ein großer Tofu-Fan und habe die gesunde Gemüseküche geliebt. Richtig gutes glutenfreies Brot, richtig tolle glutenfreie Nudeln gibt es aber nach meinem Empfinden nicht. Es hat kaum einen Unterschied gemacht, ob ich einen Kuchen glutenfrei oder glutenfrei und vegan gebacken habe. Das Verzichten und der etwas komische Geschmack kamen durch das glutenfreie Mehl, nicht durch das Fehlen von Eiern und Milch. Da ich sowieso gewohnt war, nur Selbstgekochtes zu essen, war die Vereinbarkeit nicht wirklich schwierig.

Wie waren die Reaktionen deines Umfelds darauf, dass du dich zusätzlich durch die vegane Ernährung bei der Lebensmittelauswahl noch weiter eingeschränkt hast?

Oh, tatsächlich, das hat zu Beginn kaum jemand verstanden. „Isst du überhaupt noch was?“ oder „Für dich kann man ja jetzt wirklich gar nichts mehr kochen“, musste ich mir schon anhören. Mir war das aber ziemlich egal, denn die Gründe für eine vegane Ernährung sind mir bis heute so präsent und wichtig, dass ich mich durch Unverständnis meines Umfelds darin nicht habe beirren lassen. Und wirklich schnell hatte sich das dann auch wieder gelegt: Die Einschränkung durch die vegane Lebensweise war nicht so dramatisch wie die Einschränkung durch das Gluten. Sojamilch haben alle recht schnell verstanden, Dinkelmehl wurde viel länger für glutenfrei gehalten. Und da ich sowieso schon so lange der komplizierte Fall war, hatte sich eigentlich gar nicht so viel geändert.

Du bist verheiratet und hast ein Kindergartenkind. Wie hat das Essen zu Hause geklappt? Wie sah es mit dem Essen in Gesellschaft, z. B. außer Haus oder bei Einladungen, aus?

Zu Hause waren unsere warmen Mahlzeiten schon sehr aufwendig. Wir haben oft auf allen Herdplatten gekocht: Soße, normale Nudeln, glutenfreie Nudeln und im schlimmsten Fall noch ein extra Essen für unsere Tochter. Das hat schon ziemlich genervt, vom Spülen mal ganz abgesehen! Geklappt hat es aber trotzdem, ich war einfach sehr froh, wenn ich keine Beschwerden hatte, so dass wir das alles in Kauf genommen haben. Auswärts habe ich so gut wie nie gegessen. In Restaurants eigentlich nie, das war mir in Bezug auf das Gluten immer viel zu unsicher und ich habe es auch nie vertragen. Bei Einladungen habe ich meistens selbst etwas mitgebracht, und unsere Familien waren irgendwann sehr geübt im Spezialessen kochen. Es war für mich aber immer sehr unangenehm, so viele Sachen nicht zu vertragen. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass die Liste der Dinge, die ich nicht vertrage, deutlich länger ist als das, was noch übrig blieb. Wann immer es nur ging, habe ich Mahlzeiten außerhalb von zu Hause vermieden.

Seit wann kannst du wieder alles essen? Was hat sich seitdem verändert? Würdest du heute noch vegan essen, wenn deine Lebensmittelunverträglichkeit noch bestehen würde?

Die Umstellung von vegetarisch auf vegan hat sich relativ losgelöst von meinen Unverträglichkeiten ergeben. Klar, ich habe mich viel mit Ernährung und dem, was wir da eigentlich zu uns nehmen, beschäftigt. Aber es war der ethische und nachhaltige, nicht der gesundheitliche Aspekt, der uns zum veganen Leben geführt hat. Verrückterweise ging es mir innerhalb kürzester Zeit auf einmal sehr gut. Ich bin richtig aufgeblüht, wollte wieder mehr unternehmen, habe „todesmutig“ etwas in Restaurants bestellt und beinahe sämtliche Gemüse- und Obstsorten wieder vertragen. Nach drei Monaten hatte ich das Gefühl, alles ist wieder normal. Ich war so erleichtert und habe mich an immer mehr Dinge wieder herangetraut, die ich vorher meiden musste. Dann kam Weihnachten 2012 und ich hatte drei Wochen Urlaub. Da habe ich es riskiert und habe glutenhaltig gegessen. Zuerst habe ich mich ganz vorsichtig an Dinkelmehl herangetraut. Als zu Silvester noch alles gut war, gab es auch ein Baguette aus Weizenmehl. Ich habe wirklich geweint, als wir das erste Mal frische Brötchen vom Bäcker zum Frühstück geholt haben. Den Duft aus dem Brotkorb habe ich inhaliert. Und alles vertragen. Und erst da ist mir der „dubiose Bluttest“ beim Heilpraktiker wieder eingefallen. Mir sind viele Dinge klar geworden, denn schon als Kind konnte ich zum Beispiel kein Müsli mit Milch frühstücken, weil mir dann einfach schlecht war. Sahnesaucen und ähnliches habe ich schon immer gemieden, wohl intuitiv.

Meine Unverträglichkeiten waren einerseits ganz offensichtlich Begleiterscheinungen von der eigentlichen Unverträglichkeit von Eiern und Milchprodukten. Auch der gereizte Verdauungstrakt durch die recht langwierige Gastritis hat seinen Teil zum starken Aufblühen der Intoleranzen beigetragen. Andererseits hat aber auch der psychische Aspekt bei mir eine ganz große Rolle gespielt. Ich hatte schon bei den ersten Bissen einer Mahlzeit Angst, ob ich das nun wohl vertragen würde. Und schon hat es im Bauch rumort. Ich habe nach jeder Mahlzeit stundenlang in meinen Bauch gefühlt, ob es mir gut geht. Spätestens, wenn ich etwas unternehmen wollte, ging es mir auf einmal nicht mehr gut. Ich hatte eine starke Angst entwickelt und viele Beschwerden wurden mit der Zeit psychosomatisch.

Durch die glutenfreie Ernährung hatte sich das erstmals gebessert, denn ich war einfach abgelenkt. Sich auf eine glutenfreie Ernährung umzustellen ist eine Herausforderung, damit war ich beschäftigt. Dazu sind viele glutenfreie Produkte gleichzeitig auch frei von weiteren Allergenen und so habe ich deutlich weniger Ei und Milchprodukte zu mir genommen als vorher. Mit der veganen Ernährung war der Aspekt „Ei und Milch“ dann vollkommen verschwunden und ich war so voller Entdeckungslust auf neue Rezepte, dass ich viele meiner Beschwerden ganz einfach „vergessen“ habe. Das Ausprobieren war mir wichtiger, das gute Gefühl hat sich über die Angst gelegt. Ich bin im Nachhinein über beides sehr erstaunt: Zum einen, was für große Auswirkungen die Unverträglichkeit auf Milch und Ei hatte, vor allem dann, wenn einmal alles aus dem Gleichgewicht gerät. Zum anderen aber noch viel mehr, wie stark der Einfluss der Psyche ist. Meine Angst davor, etwas nicht zu vertragen, war zeitweise so groß, dass ich viele Dinge einfach nicht mehr vertragen habe, weil ich furchtbar verkrampft und angespannt war. Nicht, weil ich es wirklich nicht vertragen habe.

Ob ich heute noch vegan essen würde, hätte ich noch immer alle meine Unverträglichkeiten? Ja, ganz klar! Ich habe nie auf Gluten verzichtet, weil ich mir dachte, dass es falsch ist, Weizen zu essen. Aber Fleisch zu essen, Milch zu trinken, also Tierleid für meine Ernährung in Kauf zu nehmen, das kann und will ich nicht. Davon abgesehen habe ich die vegane Lebensweise nicht als große Einschränkung empfunden, ganz im Gegensatz zum Glutenverzicht. Hier spielt aber auch mein Umfeld eine große Rolle. Viele meiner Freunde und Bekannte leben vegetarisch/vegan. Unsere Familien stehen der veganen Ernährung nach kurzer Skepsis sehr offen gegenüber. Und nicht nur ich lebe vegan, sondern mein Mann und ich haben das gemeinsam entschieden. Dieses Wir-Gefühl neben dem vielen Verzicht hat mir damals sehr gut getan. Und das wäre auch heute noch so. Selbst wenn diese Faktoren aber alle nicht so günstig wären: Ich kann mir nicht mehr vorstellen, meine alltägliche Ernährung mit tierischen Produkten zu bestreiten. Die vegane Lebensweise ist für mich die richtige. Das ist – für mich - unabhängig von anderen Einschränkungen.

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Nicht vergessen:

http://www.twoodledrum.de/2014/05/vegane-koch-buchtauschwoche-vom-22-bis.html

Freitag, 6. Juni 2014

Holunderblütensirup und -gelee


Normalerweise habe ich mit süßen Brotaufstrichen ja gar nichts am Hut. In diesem Fall war es dann auch mein Mann, der mich dazu verleitet hat, mich einmal an Holunderblütengelee zu versuchen. Und da ich nun einmal dabei war, habe ich dann auch gleich noch Sirup für Hugo (Sekt + Holunderblütensirup + Minze) gekocht. Eine Kollegin von mir hatte den Sirup letztes Jahr kalt angesetzt, aber aus Haltbarkeitsgründen war ich von dieser Lösung nicht so überzeugt, daher gibt es von mir die gekochte Variante.

Der Ansatz muss über Nacht ziehen, daher ein wenig Vorbereitungszeit einplanen. Und allzu lange solltet ihr nicht mehr warten, denn bald ist der Holunder schon verblüht!

Ich mache keine genauen Mengenangaben, sondern nenne euch nur Verhältnisse. Dann könnt ihr selbst entscheiden, wie viel ihr kochen wollt. Denkt dran, dass ein größeres Volumen an Gelee und Sirup entsteht als die reine Menge an Flüssigkeit!

Zutaten für den Ansatz:
Holunderblüten
Bio-Zitronen
Wasser

Holunderblütendolden sammeln. Meine Schüssel fasst fünf Liter, und ich hatte sie gehäuft voll mit leicht zusammengedrückten Dolden. Dann die Blüten von den Dolden abzupfen und in eine noch etwas größere Schüssel füllen. Etwas Grün darf dranbleiben, aber je weniger Grün, desto besser schmeckt das Endprodukt.

Die Zitrone(n) waschen und in Scheiben schneiden. Mit den Holunderblüten mischen und mit Wasser aufgießen. Bei mir waren das ca. 3 Liter. Die Menge sollte so bemessen sein, dass alle Blüten im Wasser schwimmen, dass sich auf dem Boden der Schüssel aber nicht nur Wasser befindet. Anders: Überall im Wasser sollten Blüten sein.

Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur 24 Stunden ziehen lassen. Dann über ein feines Sieb abgießen und weiterverarbeiten.


Zutaten für das Gelee:
abgegossener Ansatz
Gelierzucker 2:1

Ich habe den Gelierzucker von Südzucker verwendet, bei dem 500 g Zucker auf 750 ml Flüssigkeit kommen, und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Einfach beides mischen und dann nach Packungsanweisung kochen. Anschließend direkt in die vorbereiteten Gläser (Gläser und Deckel heiß ausgewaschen) füllen und fest zudrehen. Die Gläser sollen fast randvoll sein.


Zutaten für den Sirup:
abgegossener Ansatz
1 kg Zucker auf 1 Liter Ansatz (oder 100 g Zucker auf 100 ml)

Hier geht es um ganz normalen Haushaltszucker. Einfach beides mischen, aufkochen und direkt in die vorbereiteten Flaschen (Flaschen und Deckel heiß ausgewaschen) füllen und zudrehen. Die Flaschen sollen fast randvoll sein.

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Nicht vergessen:

http://www.twoodledrum.de/2014/05/vegane-koch-buchtauschwoche-vom-22-bis.html

Mittwoch, 4. Juni 2014

Vegan Wednesday #93


Jetzt war ich schon eeewig nicht mehr beim Vegan Wednesday dabei! Ihr habt es sicher auch an der Frequenz meiner Posts gemerkt: Ich war woanders. Und zwar eigentlich immer im Garten. So langsam sieht man jetzt den Abdruck meiner Tops, und zumindest ein bisschen verwertbares Grün ist inmitten von all dem Unkraut erkennbar. Daher hoffe ich, dass ich so langsam dann auch wieder mehr auf dem Blog anzutreffen bin. Ende Juni gibt es jedenfalls eine vegane Buchtauschaktion. Jetzt möchte ich euch aber erst mal zeigen, was bei mir in den letzten Wochen im Alltag so auf dem Tisch gelandet ist. Nächste Woche gibt es dann noch mehr Bilder - diesmal liegt der Schwerpunkt ganz klar auf Spargel! Gesammelt wird diese Woche übrigens bei Regina.


Standardfrühstück: Haferflocken mit Kaba und Sojamilch.



Von der Schwiegermutter gekocht: grüner und weißer Spargel mit Pellkartoffeln und Grüner Soße.



Spargelrisotto mit grünem Spargelmus aus Start vegan!*



Ofenspargel in Zitronenbutter.



Was Süßes gab es auch: Russischen Zupfkuchen.


Und hier der Link zur veganen Buchtauschwoche (einfach auf das Bild klicken). Ihr könnt euch noch bis zum 20. Juni mit euren Angeboten und Gesuchen anmelden!

http://www.twoodledrum.de/2014/05/vegane-koch-buchtauschwoche-vom-22-bis.html



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