Sonntag, 30. März 2014

{Rezension} "Schnelle vegane Küche: sojafrei & einfach" von Daniela Friedl (mit Rezept)


Eigentlich esse ich ja gerne gesund und gut. Und eigentlich koche ich auch gern. Eigentlich. Aber häufig bin ich dann abends doch zu müde, Gemüseschnippeln gehört sowieso nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, und so landet oft genug Müll auf meinem Teller. Einige Anregungen, wie ich schnell gekochte, aber dennoch gesunde Mahlzeiten auf den Tisch bekommen kann, erhoffte ich mir von Daniela Friedls neuem Buch "Schnelle vegane Küche: sojafrei & einfach*", das mir der freya-Verlag kostenlos für eine Rezension zur Verfügung stellte.

Ein Foto für jedes Gericht


Das Buch (133 Seiten, 14,90 Euro) kommt broschiert daher und fühlt sich hochwertig an. Das Cover wird von einem Zucchini-Kichererbsen-Türmchen geziert, das dann auch im Rezeptteil vorkommt. Jedes Gericht ist mit einem appetitlichen Foto versehen - ich mag es ja sehr, wenn das der Fall ist, dann kann ich mir gleich viel besser vorstellen, was ich da eigentlich koche. Zu jedem Gericht ist angegeben, für wie viele Personen die Mengen gedacht sind und wie lang die Zubereitungszeit ist. Zutatenliste und Anweisungen für die Zubereitung sind kurz und übersichtlich, persönliche Anekdoten, wie sie sich in so vielen Koch- und Backbüchern finden, fehlen. Ich persönlich finde das sehr angenehm, denn auf mich wirken die Erzählungen, dass das Keksrezept von Großtante Amanda einfach das beste war und daher unbedingt veganisiert werden musste, immer etwas gekünstelt.

Warum Soja schaden kann und wo Stolperfallen lauern


Erst einmal geht es jedoch mit einer Erläuterung los, warum Daniela Friedl explizit sojafreie Gerichte ausgewählt hat. Sehr sympathisch hier: kein Dogmatismus, sondern die Darstellung der derzeitigen Forschungslage: Es gibt Hinweise darauf, dass Soja gesundheitsfördernden Wirkungen hat, und andere Studien, die das Gegenteil besagen. Daniela Friedls Fazit ist daher: Man kann ja auch einfach mal ohne kochen. Dem würde ich so zustimmen, auch wenn ich generell nichts gegen Soja habe.

Dann folgen einige kurze Infos zu Zutaten in der veganen Küche und Stolperfallen beim Einkaufen. Warum Hanfdrink als Pflanzendrink hier besonders hervorgehoben wird, erschließt sich mir nicht völlig, schadet ja aber auch nicht. Schön finde ich die Hinweise darauf, dass z. B. Wein nicht unbedingt vegan sein muss. So etwas habe ich in den Kochbüchern, die ich sonst so besitze, noch nie gelesen.

Rezepte und Zutaten


Nach dem Vorgeplänkel gibt es nun endlich 52 Rezepte (Inhaltsverzeichnis bei Amazon*, die in Aufstriche, Pesto, Suppen, Häppchen, Salate, komplette Gerichte und Süßes eingeteilt sind. Einfach sind sie wahrlich: Die Zutatenlisten sind kurz, und die meisten Zutaten (mit Ausnahme von z. B. Mandelmus und dem schon erwähnten Hanfdrink) sind in jedem Supermarkt erhältlich. Wohl, damit das Kochen schnell geht, kommen sehr viele Lebensmittel aus Dose oder Glas zum Einsatz. So ist trotz hohem Gemüseanteil der Rezepte der Rohkostanteil oft eher gering, hier könnte man sicher noch mit einem frischen Salat ausgleichen. Vor Weißmehl hat die Autorin ebenfalls keine Angst - wer das nicht mag, muss sich selbst Gedanken machen, mir passt es ganz gut in den Kram. Was meiner Meinung nach teilweise verbesserungswürdig wäre, sind die Mengenangaben: "1 Dose" finde ich eher unpräzise, auch wenn ich mir denken kann, welche Größe vermutlich gemeint ist.

Was die Kochanleitungen angeht, können sich auch Kochanfänger beruhigt zurücklehnen: Besondere Kenntnisse sind nicht gefragt, ebenso wenig wie eine besondere Küchenausstattung. Einen Pürierstab sollte man aber schon haben. Manchmal sind die Anweisungen aber etwas ungenau - oder auch wieder die Zutatenliste, das bleibt z. B. bei der Angabe "1 Packung Yufkateigblätter (dreieckig)" unklar. Bei der Teigblattform gab es leider in unserem Supermarkt nicht viel Auswahl, und wir mussten uns dann selbst zusammenreimen, welche Größe die Dreiecke wohl am besten haben sollten. So hatten wir dann am Ende deutlich mehr als die "maximal 30 Minuten Zubereitungszeit" zu tun.

Warum vegan?


Das Buch schließt ab mit einer Erklärung, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, vegan zu leben. Hier gefällt mir sehr gut, dass nicht die üblichen Punkte (Tierrechte, Ökologie, Ernährungssicherheit, Gesundheit) heruntergebetet werden, sondern dass an konkreten Produkten (Fleisch, Milch, Eier, Honig, Daunen...) deutlich gemacht wird, wie Tiere ausgebeutet werden. Das wirkt auf mich handfest und argumentativ schlüssig.

Wie hat's geschmeckt?


Natürlich habe ich auch einige Rezepte ausprobiert, und zwar die Zigarren mit Bohnencreme, den deftigen Bohneneintopf und den gebratenen Erdnussreis.


Bei den Zigarren mit Bohnencreme hatten wir, wie schon berichtet, etwas Probleme mit der Zubereitung. Sie waren im Endeffekt ganz ok, definitiv sättigend, aber kein Brüller. Mir hat auch ein wenig ein Kräuterquark o. Ä. dazu gefehlt, so war das Ganze eine doch sehr trockene Angelegenheit. Sesam und Schwarzkümmelsamen hatten wir an dem Sonntag, an dem wir die Zigarren nachgekocht haben, leider nicht da, sodass mein Foto etwas langweilig aussieht. Die Originale sind nämlich damit bestreut. Hier für euch das Rezept:

Zigarren mit Bohnencreme

Zutaten (für 4 Personen)

500 g weiße Bohnen (aus der Dose)
1 Packung Yufkateigblätter (dreieckig)
etwas pflanzliche Milch
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Sesam
Schwarzkümmelsamen

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Die Bohnen zusammen mit den geschälten Knoblauchzehen fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Yufkateigblätter mit etwas Milch bepinseln und anschließend einen Teelöffel der Bohnencreme auf der unteren, langen Seite der Blätter verteilen. Die Ecken einschlagen und die Blätter nach obenhin einrollen. Die Röllchen nochmals mit Milch bepinseln und in einer Mischung aus Sesam und Schwarzkümmelsamen wälzen. Den Vorgang so lange wiederholen, bis alle Teigblätter aufgebraucht sind.
Die Röllchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und ca. 10 Minuten lang goldgelb backen.



Der gebratene Erdnussreis dagegen war total mein Fall. Ich habe etwas mehr Erdnussmus und auch mehr Erdnüsse verwendet, und es war sooo lecker! Noch geringer wurde die Zubereitungszeit für mich dadurch, dass ich den Reis schon fertig gekocht eingefroren hatte. Das gibt es definitiv wieder!

Vom deftigen Bohneneintopf habe ich leider kein Foto gemacht, aber auch er hat mir sehr gut geschmeckt. Ebenfalls wiederholenswert, vor allem, da es sich hier um ein perfektes Mikrowellengericht handelt.

Fazit


Das Buch erfüllt die selbst gesteckten Ansprüche, ist für Anfänger gut geeignet und auch für Leute, die wie ich Wert darauf legen, schnell zu kochen. Für Gesundheitsapostel, die extrem viel Wert auf frische Zutaten und Vollwertkost legen, würde ich es nur bedingt empfehlen, und ehrlich gesagt hätte ich auch ein wenig Bedenken, Rezepte aus diesem Buch für vegan-skeptische Omnis zu kochen. Aber dafür sind ja andere Bücher da. Dieses hier ist in jedem Fall eine Bereicherung für mein Kochbuchregal.

Die Autorin


Daniela Friedl, Jahrgang 1984, ist eine österreichische Sportjournalistin und hat sich der veganen Hausmannskost verschrieben. Sie lebt seit dem Jahr 2009 vegan.


Details im Überblick:
Daniela Friedl: Schnelle vegane Küche: sojafrei & einfach.
Freya-Verlag, 2014, 14,90 Euro
ISBN: 3990251155

*Affiliate Link

Freitag, 28. März 2014

VeganerInnen mit Eismaschine für Buchrezensionen gesucht!


Ein Thema, das ich bisher immer sträflich vernachlässigt habe, ist selbstgemachtes veganes Eis. Ohne Eismaschine ist mir die Prozedur einfach zu nervig, und über die Anschaffung einer ebensolchen Maschine habe ich zwar schon nachgedacht, war aber letztendlich doch immer zu faul.

Dabei scheint das Selbermachen jetzt auch in veganen Kreisen im Trend zu liegen, denn in diesem Frühjahr erscheinen gleich zwei Bücher dazu: "Gelateria vegana*" von Heike Kügler-Anger ist seit Kurzem zu haben und fügt sich in die schon bekannte Kochbuchreihe aus dem Pala-Verlag ein. "Eis mit Stil*" aus dem Umschau-Verlag erscheint am 15. April.

Und warum erzähle ich euch das Ganze jetzt, wenn ich doch selbst gar kein Eis mache? Nun, nicht alle sind so ignorant. Martha zum Beispiel widmet dem Thema "Selbstgemachtes Eis" gleich einen ganzen Blog mit dem entsprechenden Titel. Er ist nicht vegan, aber Martha ist durchaus an der veganen Eisherstellung interessiert und möchte daher erfahren, wie die beiden genannten Bücher bei Veganern ankommen. Wenn ihr also Lust und Zeit habt, demnächst die Bücher für sie zu rezensieren, dann klickt einfach hier, und ihr gelangt zu allen wichtigen Infos. Einen eigenen Blog müsst ihr dafür nicht haben! Eine Eismaschine oder auch viel Erfahrung in der Eisherstellung ohne sie reichen aus. Oh, und vegan leben sollt ihr natürlich.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Rezensieren!


*Affiliate Link

Dienstag, 25. März 2014

Veganes Osterwichteln: schnell noch anmelden! + veganer Zutatencheck


Achtung, Achtung! Am Samstag, 29. März, läuft die Anmeldefrist für das vegane Osterwichteln ab. Eine kurze Zusammenfassung, worum es geht: Ihr meldet euch an, bekommt dann einen Wichtelpartner zugeteilt und schickt euch gegenseitig zu Ostern ein veganes Päckchen im Wert von ca. 10 Euro zzgl. Porto. Nähere Infos findet ihr hier.

Und falls ihr schon angemeldet seid und euch bei einigen Produkten fragt, ob sie auch wirklich vegan sind, habe ich hier noch einen Linktipp für euch: den veganen Zutatencheck von Vegpool. Praktisch ist, dass man hier die Zutatenliste eines Lebensmittels (aber natürlich auch einzelne Zutaten) eingeben kann und dann angezeigt bekommt, welche Zutaten potenziell unvegan sind. Ein bisschen muss man auch selbst mitdenken; so kommt z. B. bei der Eingabe "Aroma" folgendes Bild zu Stande:


Erst, wenn man mit der Maus über das grüne Kästchen, in dem "Aroma" steht, fährt, bekommt man die Zusatzinfo, dass tierische Bestandteile enthalten sein können. Daher: Augen auf!

Samstag, 22. März 2014

Vegan mit Lebensmittelunverträglichkeiten? Fructose, Gluten, ketogene Diät - wie viel ist genug?

Nicht erst, seit ich den Veganismus an den Nagel gehängt habe, weil er für mich eine zu große Einschränkung bedeutete und mein Leben zu sehr dominierte, habe ich mich gefragt, wie es jemand mit einer Lebensmittelunverträglichkeit schafft, vegan zu leben. Bei meinem Selbstversuch im letzten Jahr ging mir z. B. die Glutenfreiheit nach zwei Wochen ganz entsetzlich auf die Nerven, und auch, wenn man darin sicher nach einer Weile besser wird, und ich kann daher jeden, der Veganismus und Glutenfreiheit unter einen Hut bekommt, nur bewundern.

Manchmal ist Gluten aber nicht das einzige Problem, und wenn dann noch eine lange Liste von weiteren Unverträglichkeiten dazukommt, wird die vegane Ernährung langsam, aber sicher schwierig. Vielleicht auch irgendwann unmöglich? Zumindest für Janina, Mitte 20 und Medizinstudentin, die sich irgendwann zwischenihrer Lebensqualität und dem Veganismus entscheiden musste.

Ihr Erfahrungsbericht ist der zweite in einer kleinen Reihe von Interviews, in denen Personen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit von ihren Erfahrungen mit dem Veganismus berichten. Nicht alle Geschichten gehen dabei „gut“ aus im Sinne von: Es war vereinbar. Aber darum geht es mir auch nicht. Ich möchte vielmehr herausfinden, welche persönlichen Geschichten hinter all dem stecken. Vielleicht interessieren sie euch ja auch. Und wenn ihr denkt, dass ihr selbst etwas zu dieser Reihe beizutragen hättet, freue ich mich, per Mail von euch zu hören.

Und jetzt geht es mit Janinas Erfahrungen weiter:

Welche Lebensmittelunverträglichkeit wurde bei dir zuerst diagnostiziert?
Diagnostiziert wurde überhaupt nur die Laktoseintoleranz, das war 2006. Fructose hat niemand getestet, weil "Patienten mit Fructoseintoleranz ja dünn sind" - ich war mein Leben lang stark übergewichtig. Nicht alimentär [durch Essen] bedingt, sondern hormonell. FI [Fructoseintoleranz] hab ich selbst "diagnostiziert", wenn man das so nennen will. Es ist letztlich nur eine Beschreibung: Esse ich Obst oder zu viel Gemüse, bekomme ich Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Esse ich kein Obst und nicht zu viel Gemüse, geht es mir gut. Da muss ich nichts testen, ob der H2-Test [zur Diagnose der Fructoseintoleranz] dann positiv ist, würde ja nichts ändern. So oder so kann ich nämlich kein Obst essen, ohne Symptome zu bekommen.

Glutensensitivität kann wird nicht in dem Sinne diagnostiziert, es wurde nur Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen. Auch hier bleibt letztlich die deutliche Symptomatik: Esse ich Gluten, geht es mir nicht gut. Esse ich keines, ist alles ok.

Welche Lebensmittel darfst du daher nicht oder nur eingeschränkt essen?
Wegen der Laktoseintoleranz (die inzwischen viel weniger schlimm ist) durfte ich keine Milch/Sahne/Joghurt/Quark/Weichkäse essen, also eigentlich nichts Milchiges außer Hartkäse, inzwischen vertrage ich Quark ganz ok. Fermentierte Milchprodukte verursachen bei vielen Leuten mit LI [Laktoseintoleranz] weniger schlimme Symptome.

Fructose ist in Obst und Gemüse enthalten, außerdem in Honig, auch Haushaltszucker besteht zu Hälfte daraus. Ich habe aber Glück, viele Gemüsesorten vertrage ich ganz ok, Obst geht halt nicht.
Gluten kommt in zahlreichen Getreiden vor, Weizen, Roggen, Dinkel, ... die üblichen. Von Seitan bekomme ich Bauchweh, Brot mag ich nicht so gern, aber auch danach geht es mir schlecht. Interessanterweise werde ich von Roggenbrot irrsinnig müde, erschöpft und leicht verblödet für mehrere Stunden. Bauchweh bekomme ich davon nicht, das passiert nur mit Weizen.

Hast du da schon vegan gelebt oder später erst umgestellt?
Veganerin wurde ich, hm, ungefähr 2008? Ich bin gerade nicht ganz sicher, wann das war. Ich war vorher lang Vegetarierin und konnte keine Milchprodukte essen, daher waren vegane Blogs häufig meine Quelle für Rezepte. Es ergab sich daher mehr oder minder von selbst.

Wie konntest du die Einschränkungen mit einer veganen Ernährung vereinbaren? Ist dir das schwer gefallen?
Das war sehr leicht, es hat sich ja nicht so viel geändert. Eier hab ich davor schon selten benutzt, Käse nicht oft gegessen, da habe ich nicht auf viel mehr verzichtet als vorher auch. Außer Haus esse ich nur in Ausnahmefällen, ich vermeide das so gut wie möglich.

Wie waren die Reaktionen deines Umfelds darauf, dass du dich zusätzlich durch die vegane Ernährung bei der Lebensmittelauswahl noch weiter eingeschränkt hast?
Das haben nur wenige bemerkt. Der Unterschied zwischen veganem Essen und laktosefreiem vegetarischem Essen ist nun mal nicht so riesig. Und dass ich meine Kosmetika/Kleidung dann verändert habe, hat ja auch niemand so sehr mitbekommen, wie oft diskutiert man schon über Shampoo und Tagescreme? ;)

Wie sah es mit dem Essen in Gesellschaft, z. B. außer Haus oder bei Einladungen, aus?
Das vermeide ich. Früher aufgrund meines Übergewichtes, inzwischen aufgrund meiner Diät und meines ehemaligen Übergewichtes.

Ich hatte einfach keine Lust mehr darauf, mir Kritik anzuhören, egal, was ich esse. Habe ich nur Salat bestellt - "Kein Wunder, dass du dick bist. Von Salat wird man ja nicht satt und dann kriegt man Heißhungerattacken.". Habe ich Nudeln mit Tomatensoße bestellt, war es "kein Wunder", dass ich so dick bin, weil ... ach, was weiß ich. Es war bei jedem Gericht "kein Wunder". Es war auch klar, dass ich so dick bin, weil ich nie frühstücke. Nachdem ich über 20 kg abgenommen habe, ist übrigens denselben Leuten klar, dass ich deswegen so dünn bin, weil ich nie frühstücke. Menschen sind leider komplette Vollidioten, wenn es um solche Dinge geht. Und leider haben sie auch keinerlei Bestreben, dies zu verbergen.

Welche Unverträglichkeiten bzw. andere gesundheitliche Probleme kamen dann noch dazu, und welche Lebensmittel musstest du dadurch streichen oder einschränken?
Hm, direkt dazu gekommen ist keine Unverträglichkeit, sondern neue Forschungsergebnisse. Bei mir stand immer wieder der Verdacht auf PCOS im Raum, früher hieß es mal, die Krankheit resultiere aus Übergewicht. Tatsächlich spricht die aktuelle Datenlage viel mehr dafür, dass PCOS das Übergewicht verursacht, nicht anders herum. Frauen mit diesem Syndrom nehmen in vielen Fällen trotz konsequenter Diätversuche nicht ab. So ging es auch mir. Das wurde erst darauf geschoben, dass ich nur behaupte, nicht viel zu essen, und später auf meine Schilddrüse (die tatsächlich ziemlich im Eimer war. Nachdem ich die richtige Thyroxindosis bekommen habe, habe ich 2009 von 120 kg auf 80 kg binnen eines Jahres abgenommen, bis 2013 war ich wieder bei 92 kg).

Wann PCOS bei mir tatsächlich angefangen hat, ist im Nachhinein schwer zu rekonstruieren. Das ist ja alles völlig chaotisch bei mir - die Schilddrüse nicht ok, das Körpergewicht seit der Kindheit ein Drama, PCOS selbst nicht gut erforscht und dann bin ich auch noch nicht ganz und gar typisch dafür.
Ich kann letztlich nur sagen, dass ich mit Kalorienreduktion nicht abgenommen habe. Gar nicht. Und mit einer ketogenen Diät schon. Letztes Jahr habe ich eher zufällig von Studien erfahren, die darauf hinwiesen, dass Frauen mit PCOS mit ketogener Ernährung (also unter 50 g Kohlehydrate am Tag) abnehmen können, auch wenn es mit Kalorienreduktion nie geklappt hat. Und ich hab dann noch meine Vorräte an Linsen/Kichererbsen/Gemüse und ähnlichem aufgegessen und zwei Tage später mit der Dukan-Diät begonnen.

Wie ging es dir mit diesen Einschränkungen, während du versucht hast, vegan zu essen? Wann kam der Punkt, an dem du gesagt hast, es geht nicht mehr?
Da die Dukan-Diät in erster Linie Fleisch/Fisch/magere Milchprodukte/Eier/Tofu/Seitan erlaubt und nur nebenher Gemüse, blieb für mich wenig übrig. Ich habe mir dann selbst noch zusätzlich Lopino gestattet (pure Filets, nichts Verarbeitetes natürlich) und Sojajoghurt.

Zwei Monate ging das gut, danach habe ich einfach gemerkt, dass es so nicht weitergeht. Zu viel Tofu verzeiht mir meine Schilddrüse nicht, von Seitan in dieser Menge bekam ich immer mehr Bauchweh. Aber es ging mir körperlich viel besser, meine Blutwerte wurden immer normaler. Und dann stand ich vor der Wahl, es sein zu lassen und ewig ungesund und kreuzunglücklich mit dem Übergewicht herumzulaufen, oder den Veganismus aufzugeben.

Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich Tierrechtler wäre. Bin ich aber nicht und war ich auch nie, ich finde es prinzipiell ok, Fleisch zu essen. Ich finde es nur nicht ok, WIE das aktuell getan wird. Ich will diese Industrie nicht unterstützen, sie nicht finanzieren und nicht daran teilhaben. Aber ich habe es an dem Punkt nicht mehr geschafft, habe mich für meine eigenen Vorteile entschieden und begonnen, ab und an Graukäse (der ist laktosefrei), Eier, Quark, und ab und an auch Fisch oder Fleisch zu essen. Ich achte dabei auf die Produktionsbedingungen, bemühe mich, so wenig Tierleid zu verursachen, wie es mir in dieser Situation möglich ist.

Inzwischen bin ich fertig mit dem Abnehmen, bin in der Stabilisierungsphase der Diät, esse also durchaus wieder weniger tierische Produkte. Vielleicht kann ich irgendwann wieder vegan sein, vielleicht ist es nicht möglich. Ich werde halt sehen müssen, wie wenig Kohlehydrate mein Körper verkraftet, ohne hormonell wieder völlig aus der Reihe zu tanzen.

Wie ernährst du dich heute? Hast du dich komplett von der veganen Ernährung abgewandt? Achtest du in anderen Bereichen (z. B. Kosmetik, Kleidung) (noch) auf vegane Produkte?
Ich benutze ziemlich dieselben Kosmetika wie früher. Kleidung kaufe ich weiterhin vegan und wenn möglich fair trade ein, ich halte Veganismus weiterhin für wichtig und möchte nicht unnötig zum Leid von Tieren beitragen. "So wenig wie möglich" heißt in meinem Fall halt aktuell nicht "komplett vegan", aber es ist zumindest das, woran ich mich, so gut es mir gelingt, orientiere.

Ich musste auch früher schon Abstriche machen, ich kann zum Beispiel nicht auf sämtliche unvegane Medikamente verzichten. Diese Option haben gesündere Menschen ja durchaus, aber ich kann mein tägliches Thyroxin nicht einfach so weglassen, das wäre Selbstfolter gewesen.

Ich vermute/hoffe, dass es nicht viele Fälle gibt, in denen die gesundheitliche Situation es so schwer macht, sich so zu ernähren, wie man es eigentlich gern möchte. Ich hoffe halt, dass ich langfristig einen besseren Weg finde als den aktuellen.

Mittwoch, 19. März 2014

Vegan Wednesday #82

Ok, ich muss zugeben, ich schummele ein wenig. Die Fotos sind tatsächlich von letzter Woche Mittwoch - da habe ich nämlich die Kurve mit dem Posten nicht gekriegt. Aber da ich sie nun einmal gemacht habe, wollte ich sie euch auch zeigen. Gesammelt wird diese Woche übrigens bei Petzi auf "From Veggie to Vegan". Oh, ein wenig Eigenwerbung möchte ich auch noch machen, und zwar für das vegane Osterwichteln, für das ihr euch noch bis zum 29. März anmelden könnt:

http://www.twoodledrum.de/2014/03/mitmachen-veganes-osterwichteln.html

Aber jetzt zu meinem Mittwoch:


Untypisches Frühstück: Kidneybohnen in roter Soße.



Vormittags: eine Banane.



Tagsüber gab es ansonsten massenweise Minidonuts.



Und abends noch eine Mangold-Champignon-Lasagne (diesmal mit 200 g Mangold statt 400 g Spinat wie im Originalrezept).

Dienstag, 18. März 2014

Umfrage: Deine Hilfe ist gefragt!

Hallo ihr Lieben, ihr könnt mal wieder mit eurer Teilnahme an einer kurzen Umfrage zum Erfolg einer veganen Studentin beitragen:

Ich studiere BWL mit dem Schwerpunkt Handel und Textilmanagement an der DHBW in Ravensburg. Im Rahmen eines Innovationsseminars entwickeln wir eine Idee für ein fiktives Startup. Da ich vegan lebe, handelt es sich bei mir auch um ein veganes Konzept. Ich kann natürlich nicht nur davon ausgehen, was ich mir für ein Angebot wünschen würde, sondern muss in Erfahrung bringen, was andere Veganer wollen. Es wäre deshalb super, wenn du dir die Zeit nehmen und mir 4 Fragen, davon 3 zum Ankreuzen, beantworten würdest. Das Ganze ist selbstverständlich anonym. Vielen lieben Dank im Voraus!

Hier geht es zur Umfrage. Geht wirklich ganz schnell - danke für's Mitmachen!

Sonntag, 16. März 2014

Gastpost: Veganoraptor 3000 | Angriff der Killer-Herbivoren

Immer wieder bekomme ich von euch Mails mit der Bitte, euren Blog in meine vegane Blogliste aufzunehmen. Darüber freue ich mich immer sehr, und normalerweise lese ich in die Blogs dann auch ein wenig rein - gibt ja immer wieder interessante Dinge zu entdecken! Einer der neuen Blogs, "Veganoraptor 3000", hat mir dann so gut gefallen, dass ich die beiden Jungs dahinter, Dennis und Basti, um einen kleinen Gastbeitrag gebeten habe. Dabei haben mir es zwar auch die Rezepte, aber vor allem ihr Schreibstil angetan. So angenehm anders - siehe hier. Aber jetzt zur Selbstvorstellung der beiden.


....Und am achten Tag sprach Gott: "Es werde ein veganer Dino"

3.2.1. Elevator Pitch.

Carola hat ein großes Herz und schenkt uns einen Gastbeitrag auf ihrer hochfrequentierten Seite. Muchisimas gracias! Die Chance wollen wir nutzen, um Appetit auf unseren obskuren Blog zu machen. Keine Sorge, wir benötigen nur wenige Zeilen der Aufmerksamkeit, dann sind wir auch wieder weg. Veni Vidi Vici. Vegane Blogs sind alle anders, aber gleich. Gut so, keine Kompromisse beim Essen. Eine nie versiegende Quelle der Inspiration für den heimischen Herd. Wir sind treue Fans der ersten Stunde. Veganoraptor 3000, so heißt unser Saurier, der im Februar das Licht der Welt erblickte. Mit diesem Kind an der Backe fällt man jedoch ganz automatisch aus dem Rahmen, was gemeinhin als normal und wünschenswert gilt.

Ohne erkennbare Strategie gestartet, zeichnet sich bereits nach wenigen Rezepten ab, wohin diese Ausgeburt der Hölle steuert. Vegane Köstlichkeiten aus aller Herren Länder garniert mit einer Prise pikantem Humor. Mal überspitzt, mal überzeichnet - immer authentisch.
Wegbegleiter auf unserer kulinarischen Reise sind das Rettichmonster als Namensgeber und Wappentier, sowie weitere zwielichtige Gestalten aus der veganen Unterwelt. Da ist unter anderem Bastis Alter Ego "Don Vegano", der mit aller Macht seinen Ruf als mächtigster Vegan Pate Italiens verteidigt und dabei über Leichen geht.

Bärtiger Basti, mehr dazu von Dir:
Ihr kennt Don Vegano nicht? Seid froh, denn er kennt keine Toleranz. Weder bei seinen Gegnern, noch bei Milchprodukten. Nachdem sein Hausarzt eine Laktoseunverträglichkeit diagnostiziert hatte, wurde der gefürchtetste Mafioso Italiens direkt zum Veganer. Keine halben Sachen. Deshalb beschäftigt er sich in seiner knapp bemessenen Freizeit mit der veganen Küche des Mittelmeerstiefels. Seine Rezepte und Geschichten gibt es seitdem in unserem Blog. Ganz aktuell ein einfaches aber delikates Rezept für italienische Blätterteigsnacks.


An dieser Stelle auch von mir ein herzliches Dankeschön an Carola. Der Veganoraptor ist milde gestimmt und garantiert dir, dass du am jüngsten Tag verschont bleiben wirst. So haben doch alle was davon. Wer sich ebenfalls zum reptiloiden Heiland bekennen möchte, der schaut am besten bei uns auf Veganoraptor 3000 oder unserer Facebookseite vorbei.

Wir freuen uns auf warme Worte. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
Hark! Basti & Dennis

Bildquelle: rKrovs (CC BY-NC-SA 2.0)

Montag, 10. März 2014

Vegan mit Lebensmittelunverträglichkeiten? - Weizen und Soja

Nicht erst, seit ich den Veganismus an den Nagel gehängt habe, weil er für mich eine zu große Einschränkung bedeutete und mein Leben zu sehr dominierte, habe ich mich gefragt, wie es jemand mit einer Lebensmittelunverträglichkeit schafft, vegan zu leben. Bei meinem Selbstversuch im letzten Jahr ging mir z. B. die Glutenfreiheit nach zwei Wochen ganz entsetzlich auf die Nerven, und auch, wenn man darin sicher nach einer Weile besser wird, und ich kann daher jeden, der Veganismus und Glutenverzicht unter einen Hut bekommt, nur bewundern. 

Ein solches Beispiel ist Jessi von „Be veggie, going vegan“. Ihr Erfahrungsbericht ist der erste in einer kleinen Reihe von Interviews, in denen Personen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit von ihren Erfahrungen mit dem Veganismus berichten. Nicht alle Geschichten gehen dabei „gut“ aus im Sinne von: Es war vereinbar. Aber darum geht es mir auch nicht. Ich möchte vielmehr herausfinden, welche persönlichen Geschichten hinter all dem stecken. Vielleicht interessieren sie euch ja auch. Und wenn ihr denkt, dass ihr selbst etwas zu dieser Reihe beizutragen hättet, freue ich mich, per Mail von euch zu hören.

Und jetzt zu Jessi:

Deine Geschichte ist ja etwas komplizierter. Auf welche Lebensmittelunverträglichkeit wurde wegen deiner Beschwerden zuerst getippt?
Wenn ich zurückdenke, hat alles damit angefangen, dass mir von Milchprodukten wie Joghurt oder Milcheis immer übel wurde. Das ist bereits mindestens 10 Jahre her. Ich hab dann, ohne groß weiter darüber nachzudenken, dies e Produkte einfach gemieden, und alles war gut. Vor 2,5 Jahren dann hab ich plötzlich alles mit Milch nicht mehr vertragen, nicht mal mehr den Schluck Milch in meinem Kaffee. Zu der Zeit habe ich mich ja noch nicht vegan ernährt, ich habe also auf laktosefreie Produkte umgestellt, und die Beschwerden blieben aus.

Ein Laktoseintoleranztest wurde gemacht, auf den ich auch total krass reagierte, dass mein Arzt meinte, er bräuchte die Blutergebnisse gar nicht mehr abwarten, das sei ja offensichtlich! Aber was war? Der Test fiel negativ aus! Sehr komisch.... Ich habe mich dann aber natürlich trotzdem laktosefrei ernährt, weil es mir damit einfach besser ging.

Das ging dann 1,5 Jahre ganz gut, bis die Beschwerden plötzlich wieder auftauchten. Diesmal kam noch dazu, dass ich (meistens abends) so einen extremen Blähbauch hatte, dass ich das Gefühl hatte, zu platzen. Das war wirklich schmerzhaft. Am nächsten Morgen folgte dann immer der Durchfall, richtig krampfartig und auch sehr schmerzhaft. Und wenn nach 1-2h alles vorbei war, fühlte ich mich noch mindestens einen Tag richtig krank, schlapp und müde, einfach fertig.

Ich hab auf Anraten des Arztes wieder Ernährungstagebuch geführt, und irgendwann fiel mir auf, dass es mir meistens schlecht ging, wenn ich viel Müsli, Brot und/oder Kuchen gegessen hatte. So kam ich auf die Idee, es könnte am Gluten liegen, und ich fing an, mich nun auch noch glutenfrei zu ernähren. Und tatsächlich, ging es mir damit sehr viel besser. Aber auch dieser Test war negativ und die Beschwerden blieben auch nicht 100%ig aus, also muss die Ursache doch irgendwo anders liegen!?

Welche Lebensmittel durftest du daher nicht oder nur eingeschränkt essen?
Lebensmittel, auf die ich definitiv reagiere, sind Milchprodukte, Sojaprodukte, weizenhaltige Lebensmittel, Hefe, und außerdem säurehaltige Lebensmittel wie z.B. Tomate, Ananas u.ä. (von denen bekomme ich offene/brennende Stellen im Mund) und Haselnüsse (hier bekomme ich Hustenreiz und Atemnot).

Hast du da schon vegan gelebt oder später erst umgestellt?
Mitte März wird es ein Jahr, das ich vegan lebe. Dass ich Soja nicht vertrage, ist da erst aufgefallen, vorher hab ich Soja/Tofu und all so was nie probiert. Auch war ich vorher nie so die große Müsli- und Brot-/Brötchenesserin, kann also sein, dass es auch nur vorher nicht aufgefallen ist. Z.B. habe ich abends statt "Abendbrot" eher ein Stück Fleisch + Salat gegessen, und regelmäßiges Frühstück habe ich mir auch erst angewöhnt, seit ich mehr auf gesunde Ernährung achte....

Wie konntest du die Einschränkungen mit einer veganen Ernährung vereinbaren? Ist dir das schwer gefallen?
Daheim geht es eigentlich ganz gut, nach ner Weile hatte ich mich daran gewöhnt, und inzwischen klappt es auch mit dem glutenfreien Backen immer besser. Fertigprodukte fallen ja schon bei einer veganen Ernährung fast komplett weg, da fallen weitere Einschränkungen nicht mehr so sehr ins Gewicht.

Aber unterwegs ist es echt schwierig, ich hab öfter mal "gehungert", weil ich vergessen hatte, mir was einzustecken. Man kann sich halt nicht einfach mal spontan ne Brezel holen o.ä. Restaurantbesuche werden auch sehr schwierig, und ebenso Einladungen bei Freunden, die eigentlich allein mit der Anforderung "vegan" schon überfordert wären... Ich bin gespannt, wie es nächste Woche wird, ich fahre das erste Mal (unter diesen Umständen) für ein paar Tage weg...

Wie waren die Reaktionen deines Umfelds darauf, dass du dich zusätzlich durch die vegane Ernährung bei der Lebensmittelauswahl noch weiter eingeschränkt hast?
Die meisten haben irgendwie "Mitleid", dass ich fast gar nichts mehr essen kann. Aber als ganz so schlimm empfinde ich es gar nicht. Die Natur hat noch immer eine sehr vielfältige Auswahl für mich! Es macht nur etwas mehr Mühe als normal...

Mir ist es manchmal "peinlich", wenn ich irgendetwas ablehnen muss, oder so ne "Extrawurst" bin, die bei Einladungen dann eine Alternative bekommt. Aber da bin ich das "Problem" und muss an meiner Einstellung oder Wahrnehmung arbeiten, denn ich hatte bisher eigentlich nie den Eindruck, dass das nicht gern für mich gemacht wurde oder irgendjemand genervt war. Letztens war ich auf nem Geburtstagsfrühstück einer Freundin eingeladen und sie hatte am Buffet extra für mich Schilder angebracht, mit "vegan" und "glutenfrei". Damit war ich zwar wieder DAS Thema *augenroll*, aber ich fand es sehr lieb von ihr, dass sie sich so viel Mühe gegeben hat, dass ich das Frühstück auch genießen konnte (und nicht nur auf paar Apfelspalten oder so was rumkauen musste *g*)

Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt, nicht mehr vegan zu essen? 
Nicht wirklich. Ich hatte zwar schon mal den Gedanken, das ist komisch ist, das sich meine Beschwerden, und die Anzahl der Lebensmittel auf die ich reagiere, so gehäuft haben, seit ich mich vegan ernähre - und ich kann es mir nicht genau erklären (mein Doc auch nicht)- aber andererseits glaube ich nicht, das es mir automatisch wieder besser ginge, wenn ich mich nicht mehr vegan ernähren würde.

Nachdem Zöliakie nun ausgeschlossen wurde, wie soll es weitergehen?
Tja, das ist eine gute Frage. Ich weiß es noch nicht wirklich. Ich führe momentan wieder Ernährungstagebuch, schreibe ganz genau auf, was ich gegessen habe und wie es mir danach ging. Ich habe auf Anraten meines Docs mal Dinkel ausprobiert (hab beim Bäcker ein reines Dinkelbrot gekauft), und hab es tatsächlich vertragen! Ich trau momentan aber dem Frieden noch nicht, und kann mich noch nicht drüber freuen. Ich muss echt dagegen ankämpfen, eine Angst vorm Essen zu entwickeln. Momentan denke ich von Tag zu Tag und freue mich über jeden Tag, wo ich keine Beschwerden habe. Und ich versuche die Freude am Kochen und Essen nicht zu verlieren!

Mittwoch, 5. März 2014

Mitmachen: Veganes Osterwichteln!


Eigentlich wollte ich ja im März eine Blogpause machen. Eigentlich. Dann wurde ich bei den Rückmeldungen zum Adventskalenderwichteln mehrmals gefragt, ob es nicht ein veganes Osterwichteln geben würde. Erst habe ich abgelehnt – Blogpause! Aber irgendwie hat mich die Idee nicht losgelassen. Wer freut sich schließlich nicht über ein kleines, veganes Osternest? Daher habe ich jetzt meine Blogpause verschoben und freue mich, es euch offiziell anzukündigen: das vegane Osterwichteln 2014!

Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Anmeldeschluss: 29. März, Mitternacht.
Bitte meldet euch bis zum genannten Termin unter twoodledrum [ät] gmx [punkt] de an. Ich brauche folgende Angaben von euch:
  • Name,
  • euer Land und ob ihr nur national oder auch international verschicken würdet, und
  • ob ihr Rohköstler seid, auf Bioware Wert legt, keine Produkte von Firmen, die Tierversuche durchführen, konsumiert, glutenfrei esst oder oder oder. Dann versuche ich, die Partner passend zuzuteilen.
Das Budget für das Osternest liegt bei ca. 10 Euro zzgl. Porto. Wenn ihr auch mehr ausgeben würdet oder lieber für weniger wichteln möchtet, gebt das bitte bei der Anmeldung an, dann schaue ich, ob ich einen passenden Partner für euch finde. Garantieren kann ich das aber nicht.

Zuteilung der Tauschpartner: 30. März.
Am 30. März erhaltet ihr von mir per Mail den Namen und die Mailadresse eures Tauschpartners sowie einen kleinen Fragebogen zum Inhalt des Osternests (Vorlieben, und Abneigungen, Allergien…). Ihr könnt dann mit eurem Tauschpartner Kontakt aufnehmen und die Fragebögen sowie eure Adressen austauschen.*
Falls ihr am 31. März noch keine Mail von mir bekommen habt, kontrolliert bitte euren Spamordner und meldet euch bei mir, falls ihr auch dort nichts findet!

Einkaufen!
Ich habe den Anmeldeschluss extra früh gelegt, um euch die Möglichkeit zu geben, ausgiebig nach veganen Kleinigkeiten zu suchen oder auch noch eine Online-Bestellung zu tätigen. Natürlich müsst ihr nicht vegan leben, um teilzunehmen. Aber euer Osternest muss vegan sein. Wenn ihr euch bei einigen Produkten nicht ganz sicher seid, schaut lieber zweimal hin oder fragt nach. Honig oder Bienenwachs dürfen in den Produkten nicht enthalten sein, und bei Aroma-, Farb- und anderen Lebensmittelzusatzstoffen sind tierische Bestandteile leider oft nicht ausgewiesen.

Ansonsten sieht so ein Wichtelpäckchen hübsch verpackt natürlich gleich viel besser aus.

Abschicken.
Das Wichtelpäckchen soll dann spätestens am 17. April bei eurem Tauschpartner ankommen. Bitte meldet euch nur an, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr den Termin auch einhalten könnt. Es wäre wirklich schade, wenn am Ende jemand leer ausginge oder sein Päckchen verspätet bekäme.

Ich freue mich über ein Foto!
Natürlich wollen alle auch die "fremden" Nester bestaunen! Schickt mir dazu doch bitte ein Foto des Päckchens, das ihr erhalten habt, an die oben genannte Mailadresse, dann kann ich ein Pinterest-Board erstellen. Auch für Beschreibungen des Inhalts wäre ich dankbar, wenn ihr dazu Lust habt – die können dann als Anregungen im nächsten Jahr dienen. Wenn ihr einen Blog habt, könnt ihr mir natürlich auch gern den Link zu einem Blogpost schicken.

Und jetzt: Werbung machen!
Wenn ihr die Möglichkeit habt, in einer Facebookgruppe, im privaten Kreis, über euren Blog oder sonstwie für die Aktion zu werben, freue ich mich sehr! Je mehr Leute mitmachen, desto mehr Spaß macht es ja. Das Logo von oben, wie immer liebevoll und unglaublich professionell mit Paint gestaltet, könnt ihr natürlich gern mitnehmen.


*Ich weiß, dass es für euch einfacher wäre, wenn ich die Adressen und Fragebögen gleich bei der Anmeldung einfordern und dann nur noch weitergeben würde. Dass ich trotzdem den komplizierten Weg wähle, hat folgenden Grund: Ich habe die Hoffnung, dass es die Verbindlichkeit erhöht, wenn man mehr als eine Anmeldemail schicken muss. Schließlich wäre es ja schade, wenn jemand zwar ein Osternest verschicken, aber keins erhalten würde.