Dienstag, 14. Januar 2014

Mit Zyklustee gegen PMS


Seit ich vor zwei Jahren die Pille abgesetzt habe, habe ich mit PMS zu tun: In der letzten Zykluswoche bin ich aggressiv, niedergeschlagen und habe außerdem mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. Mit Hormonen waren zwar andere Dinge deutlich schlimmer (ein Grund, warum eine hormonelle Verhütung für mich nicht mehr in Frage kommt), aber angenehm ist das so dennoch nicht - auch wenn ich mehr als dankbar bin, dass sich die Beschwerden während meiner Periode auf ein wenig Bauchzwicken ab und an beschränken.

Um die PMS-Beschwerden zu lindern, trinke ich seit über einem Jahr meine Zyklustees. Ich bilde mir ein, dass sie zumindest gegen die Niedergeschlagenheit helfen, denn wenn ich das Trinken mal vergesse, ist sie deutlicher spürbar. Und selbst, wenn es nur ein Placebo-Effekt sein sollte: Ich liebe Kräutertee und die Wärme, die er insbesondere im Winter spendet. Allein das ist es also schon wert.

Zutaten für die 1. Zyklushälfte (ab Beginn der Blutung):
Himbeerblätter
Rosmarin
Salbei
Beifuß
Holunderblüten

Zutaten für die 2. Zyklushälfte:
Brennessel
Schafgarbe
Frauenmantel

Für jeden Tee werden die Kräuter zu gleichen Gewichtsanteilen gemischt, also für Tee 1 zum Beispiel je 10 g von jeder Zutaten und für Tee 2 je 15 g). Jeweils ein Teelöffel der Teemischung wird dann mit heißem Wasser aufgegossen, zehn Minuten ziehen gelassen und dann getrunken, am besten drei Tassen über den Tag verteilt.

Alle Kräuter (bis auf die Brennessel, die wassertreibend wirkt) wirken sanft auf den Hormonspiegel ein und sollen dadurch den Zyklus stabilisieren. Daher werden die Tees auch bei Kinderwunsch empfohlen, insbesondere der Tee für die 2. Hälfte. In der Schwangerschaft sollten die Tees nicht weiter getrunken werden, weil einige Kräuter hier unerwünschte Wirkungen haben können, insbesondere auf die Gebärmutter.

Ihr bekommt die Kräuter in der Apotheke, im Internetversandhandel oder evtl. auch im Bioladen oder Reformhaus. Einige der Kräuter habe ich auch schon bei Karstadt gesehen. Manche Apotheker mischen die Tees sogar für euch an.

Kommentare:

  1. Oh, das sollte ich mal ausprobieren. Ich leide seit vielen Jahren unter PMS und habe es mit Sport und viel frischer Luft so halbwegs unter Kontrolle. Meinst du mit 1. Hälfte die erste Hälfte vom Zyklus?
    LG, Nina

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  2. Danke für den tollen Beitrag. Ich habe erst vor kurzem die Pille abgesetzt (und bin seitdem Migränefrei) und mein Körper muss sich erst noch umgewöhnen. Vielleicht ne blöde Frage aber ab wann beginnst du mit der ersten Hälfte und wann mit der zweiten? Liebe Grüße :-)

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  3. Ah, das war blöd formuliert, danke für den Hinweis! Ich hab es jetzt oben genauer beschrieben :)

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  4. Danke auch von mir für den tollen Beitrag, Carola :)
    Ich habe erst kürzlich die Pille abgesetzt und kann den Tipp ganz sicher noch gebrauchen!
    Liebe Grüße,
    Avilia

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  5. Danke für die "Rezepte", ich werd's auch mal probieren. Wollte so etwas schon länger probieren und habe nie daran gedacht, mal eine richtige Anleitung herauszusuchen. :)

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  6. Danke für deine Bericht. Das werde ich auf jeden Fall testen, weil ich selbst stark mit PMS zu kämpfen habe *seufz*

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  7. Toller Beitrag!
    Einen Tee aus Schafgarbe, Frauenmantel und Hirtentäschelkraut trink' ich immer während der Blutung - letzteres ist blutstillend und die anderen beiden immer gut bei allen Frauenproblemen :D
    Die Kräuter dafür hab' ich übrigens selber gesammelt - vieles davon (zB Frauenmantel) wächst fast überall und ich leg' mir im Sommer immer einen Jahresvorrat an. Nur so als Tipp, falls man nicht alles davon zum Kaufen findet ;-)
    Gegen ausufernde Blutungen (aka Schmier-/Zwischenblutungen) und andere PMS-Probleme hat mir meine Ärztin übrigens Mönchspfeffer empfohlen, gibt's in der Apotheke und ist rein pflanzlich, also für den ein oder anderen vielleicht auch interessant :)
    Lieben Gruß, sosha

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  8. Ich kenne diese Probleme zum Teil leider auch, seit ich auf hormonelle Verhütung verzichte, aber zumindest die psychischen habe ich mit Yoga recht gut in den Griff bekommen.

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  9. leider hat Mönchspfeffer Nebenwirkungen. Schade :(

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