Samstag, 30. November 2013

Der twoodledrum-Adventskalender 2013: Gesund durch die Adventszeit!


Wer die veganen Foodblogs derzeit verfolgt, stößt unweigerlich auf immer mehr Plätzchenrezepte. Als Statistikerin würde ich fast eine Korrelation vermuten: je näher Weihnachten rückt, desto höher die Zahl der geposteten Leckereien. Heute Morgen war ich auch schon Zutaten einkaufen, und morgen wird dann fleißig gebacken. Aber leider, leider kann (oder zumindest sollte) man sich ja auch in der Adventszeit nicht nur von Plätzchen ernähren (obwohl ich dies durchaus in Erwägung gezogen habe!). Daher gibt es in diesem Jahr auf twoodledrum ein kleines Kontrastprogramm zum großen veganen Plätzchenteller. Bis Heiligabend findet ihr hier jeden Tag ein gesundes und winterliches Rezept, gepostet von meinen liebsten veganen Foodbloggerinnen. Was es gibt, wird natürlich noch nicht verraten, aber ihr könnt euch schon mal freuen auf Rezepte von:

http://tofuliebe.blogspot.de/


http://blackcatslife.wordpress.com/


http://elbmoehre.blogspot.de/


http://frauschulzwirdvegan.blogspot.de/


http://gourmandisesvegetariennes.blogspot.de/


http://www.veganvsmeat.de/


http://foodsandeverything.wordpress.com/


http://cookiesandstyle.blogspot.co.at/


http://puustekuchen.bplaced.net/wordpress/


http://flowersonmyplate.de/


http://blog.trying-to-be-a-good-girl.de/


http://dasmaedelvomland.blogspot.co.at/




http://billas-welt.blogspot.de/


http://cookie-ninja.de/


http://www.greenderella.com/


http://fraujupiter.blogspot.de/


http://huepfgemuese.de/


http://klotzenundkleckern.de/


http://veganwitch.de/


http://mimis-fairycakes.blogspot.de/


http://www.veganinberlin.com/


http://wollgespinst.blogspot.de/


Alle Beiträge zum twoodledrum-Adventskalender 2012 findet ihr übrigens hier.

Dienstag, 26. November 2013

Veganes Adventskalenderwichteln 2013 - die Bilder!


Der Dezember kommt näher und näher - liebe Wichtel, habt ihr eure Kalender schon verschickt, oder seid ihr noch mit dem Zusammensammeln der Kleinigkeiten und dem Einpacken beschäftigt? Mein Kalender geht heute Nachmittag auf die Reise, und ich hoffe sehr, dass er gefällt! Von einigen von euch weiß ich, dass sie auch schon seit Tagen fertig sind, denn ich habe Fotos gesehen. Tolle Fotos. Und damit ihr euch auch alle daran freuen könnt, habe ich ein Pinterest-Board mit den Adventskalenderbildern 2013 erstellt, das sich hoffentlich in den nächsten Tagen noch weiter füllen wird. Hier eine kleine Vorschau:

http://www.pinterest.com/twoodledrum/veganes-adventskalenderwichteln-2013/

Wenn ihr mögt, schickt mir doch auch noch Fotos von euren Wichtelkalendern per Mail, dann kann ich sie dem Board hinzufügen. Eure Namen kürze ich in der Beschreibung mit den Anfangsbuchstaben der Vornamen ab, da mich einige um Anonymität gebeten haben.

Eine schöne Adventszeit wünscht euch
Carola

Sonntag, 24. November 2013

Kürbisschnecken mit Schokofüllung


Es ist Herbst. Kürbiszeit. Und Zeit der beginnenden Winterdepression - da kann ein wenig Schokolade für die Seele nicht schaden.

Zutaten (für 2 Bleche kleine Schnecken):

für den Teig:
140 g Kürbis, geschält
100 ml Pflanzenmilch
240 + 85 g Mehl
2 1/2 TL Trockenhefe
55 g Zucker
1/2 TL Salz
1 Messerspitze gemahlene Vanille
45 g (!) neutrales Pflanzenöl

für die Füllung:
150 g Zartbitterschokolade

Den Kürbis mit einem Dampfeinsatz im Topf gar dämpfen oder alternativ als Spalten 20 bis 30 Minuten im Ofen backen. Mit der Pflanzenmilch im Mixer fein mixen oder mit dem Pürierstab pürieren.
240 g Mehl in eine Schüssel sieben, mit Hefe, Zucker und Salz mischen. Die Kürbismilch und das Öl dazugeben, alles verkneten und 60 bis 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dann das restliche Mehl unterkneten. Die Mehlmenge ggf. anpassen, sodass der Teig nicht mehr klebt.
Auf einem Backpapier zu einem Rechteck von ca. 25 x 50 cm ausrollen, dann auf ein Backpapier verfrachten. Noch einmal kurz gehen lassen.
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf dem Teig verstreichen, dabei rundherum 1,5 cm Rand lassen. An einem kühlen Ort so lange abkühlen lassen, bis die Schokolade fester, aber noch nicht ganz hart geworden ist. Von der lange Seite her aufrollen und noch einmal kalt stellen, bis die Schokolade fest ist.
In ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und auf zwei mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen. Noch einmal 10 Minuten bei 50 °C im Ofen gehen lassen, dann bei 160 °C (Umluft) 20 bis 30 Minuten backen, bis die Schnecken braun werden. Abkühlen lassen.

Donnerstag, 21. November 2013

twoodledrum zu Gast auf...

Huch, da war ich doch in den letzten Monaten gleich zweimal Gast auf anderen Blogs, und ich habe mich gar nicht richtig für die Gastfreundschaft bedankt! Das möchte ich hiermit nachholen.



Im September durfte ich auf Greensoul als Nr. 12 in der Reihe "Vegan wie Du und ich" Rede und Antwort stehen. Das Interview lest ihr hier.



Ende Oktober war ich dann bei Sandra auf "Törtchen und andere Leckereien" mit einem Artikel über veganes Backen vertreten. Auch dieser Beitrag fügte sich in eine Reihe ein, und zwar in eine vegane Backreihe mit vielen tollen Rezepten.

Danke euch beiden für die Einladung!

Dienstag, 19. November 2013

Überbackener Spaghettikürbis


Normalerweise traue ich mich an unbekannte Gemüsesorten ja nur ungern heran. Mit ein Grund dafür, dass wir unsere Biokiste haben, denn so bin ich gezwungen, auch mal das ein oder andere neu auszuprobieren. Vor einiger Zeit lag denn also ein Spaghettikürbis in der Kiste, und hier seht ihr, was daraus geworden ist. Die Anleitung zum Garen habe ich übrigens aus der "Berliner Küche", und Inspiration war mir, wie schon so oft, Gourmandises végétariennes. Vom Ergebnis war ich sehr begeistert, denn die faserige Struktur ist mal was anderes für Kürbis.

Roh sieht der Spaghettikürbis übrigens so aus:



Zutaten (für 4 Portionen):
1 Spaghettikürbis
100 ml Hafercuisine oder eine andere Pflanzensahne
Salz und Pfeffer
optional: veganer Käse
als Beilage: Nudeln

Den Kürbis mehrmals mit einer Gabel einstechen und bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. eine Stunde im Ofen garen. Der Kürbis ist gar, wenn man seine Schale leicht eindrücken kann.
Den Kürbis längs halbieren (Vorsicht, nicht die Finger verbrennen!), das Kerngehäuse herauskratzen und das Fleisch mit einer Gabel vorsichtig von der Schale lösen. Es zerfällt dann in Fäden, die dem Kürbis auch seinen Namen gegeben haben. Aufpassen, dass dabei die Schale nicht beschädigt wird! Das Kürbisfleisch in einer Schüssel mit der Hafersahne mischen, salzen und pfeffern und dann wieder in die beiden Schalenhälften geben. Wer mag, gibt noch etwas veganen Käse darüber. Noch einmal 15 Minuten in den Ofen schieben und in dieser Zeit die Nudeln garen.

Und weil das Rezept so schön herbstlich ist, ist es gleichzeitig auch mein Beitrag zum Vegan-Wednesday-Herbstspecial:

http://living-lohas.blogspot.de/2013/10/es-wird-herbst.html

Sonntag, 17. November 2013

Schlaf gut, Vincent.


Danke noch mal für eure lieben Worte, nachdem ich gepostet hatte, dass Vincent krank ist. Seit Freitagabend sind Sebastian und ich zu zweit alleine. Das Wasser im Bauch hat Vincent zunehmend das Atmen schwer gemacht, sodass Sebastian ihn abends zum Tierarzt gebracht hat, wo er friedlich eingeschlafen ist. Wir sind schrecklich traurig und vermissen ihn ganz entsetzlich: das Trapsen mitten in der Nacht, das Maunzen, wenn wir nach Hause kommen... Und natürlich lassen wir immer noch aus Gewohnheit alle Türen einen Spalt breit auf, damit er nachkommen kann.

Andererseits sind wir sehr dankbar:
...dafür, dass wir Zeit mit einem so wundervollen Tier mit so viel Charakter verbringen durften.
...dafür, dass er überhaupt so lange bei uns war, denn am Anfang hätten wir nicht mit mehr als sechs Monaten gerechnet, und jetzt waren es tatsächlich über zweieinhalb Jahre, die unser Katerchen uns Gesellschaft geleistet hat.
...dafür, dass wir die Möglichkeit hatten, ihm auf seine alten Tage noch seinen Wunsch nach (überwachtem) Freigang zu erfüllen.
...dafür, dass wir in den letzten Tagen durch die Flexibilität in unseren Berufen immer auf ihn aufpassen und sicher sein konnten, dass es uns auffällt, wenn es ihm schlechter gehen sollte.
...dafür, dass sich sein Sterben letztendlich "nur" eineinhalb Wochen hingezogen hat und dass es ihm auch während dieser Zeit an etlichen Tagen gut genug ging, um mir durch den Zaun in den Nachbargarten zu entwischen.

Dennoch fließen die Tränen natürlich oft genug, auch jetzt wieder, wo ich mir Bilder anschaue. Nachher müssen wir im Garten noch einen schönen Platz finden, um ihn zu begraben, und wohl oder übel anfangen, Näpfe und Katzentoilette wegzuräumen und zum letzten Mal die Katzenstreu wegzusaugen, die er überall verteilt hat.

Schlaf gut, Vincent. Du wirst uns sehr fehlen.

Freitag, 15. November 2013

Vegan Wednesday #65


Vielen Dank für eure lieben Worte letzte Woche! Es hat gut getan, die Anteilnahme für unseren Katzenopa zu spüren. Vincent hatte über das letzte Wochenende ein paar gute Tage mit vielen Spaziergängen im Freien, aber seit Mitte der Woche ist es wieder deutlich schlechter. Der Abschied rückt wohl näher. Da Sebastian Mittwoch und Donnerstag ganztags eine Fortbildung besucht hat, bin ich dementsprechend im Homeoffice geblieben und habe ein Auge auf unser Katerchen gehabt, das aber sowieso die meiste Zeit nur schlafen wollte. Homeoffice entspannt aber in jedem Fall das Essen. Und das hier gab es:


Haferflocken mit Sojamilch und Kakaopulver zum Frühstück, wie so oft.



Kürbislasagne zum verfrühten Mittagessen um 11 Uhr. Ein zweites Mittagessen folgte dann um zwei.




Abends: Nussburger. Passt das Endivienblatt nicht perfekt?



Für zwischendurch: Schokolade.

Mittwoch, 13. November 2013

Marzipanstollen


Vor zwei Jahren schon als Vollkorn-Marzipan-Stollen verbloggt, hier die Weißmehlversion - rechtzeitig Mitte November, damit ihr genug Vorlauf habt!

Zutaten (für einen großen Stollen):
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
130 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
100 g gemahlene Mandeln
1 EL abgeriebene Zitronenschale
150 ml Rapsöl
250 bis 300 ml Pflanzenmilch
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125 g Sultaninen
2 EL Orangeat
2 EL Zitronat
200 g Marzipan
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3 EL Margarine
Puderzucker

Mehl, Zucker, Salz, Kardamom, Mandeln und Zitronenschale in einer großen Schüssel vermischen. Eine kleine Tasse abnehmen und beiseite stellen. Die Hefe untermischen und mit Öl und Pflanzenmilch verrühren. Mit einem Geschirrtuch abdecken und im Spülbecken in warmes Wasser stellen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
40 g der Marzipans in Stückchen schneiden. Die restliche Mehlmischung, Sultaninen, Orangeat, Zitronat und gestückeltes Marzipan unterkneten. Eine Rolle in der Länge des späteren Stollens formen und zwei Längsrillen hineindrücken. Das restliche Marzipan in Streifen schneiden und in die Rillen legen - das wird die Marzipanfüllung! Dann den Stollen darüber schließen und in Form drücken. Er geht auf dem Blech noch in die Breite, daher ruhig schmaler und höher formen als später gewünscht.
Den Stollen verkehrt herum (d. h. mit der "Verschlussseite" nach unten) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 160 °C (Umluft) 45 bis 60 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Jetzt noch die Margarine schmelzen, auf den Stollen streichen und diesen dick mit Puderzucker bestreuen. In Frischhaltefolie einwickeln und mehrere Wochen an einem kühlen Ort durchziehen lassen.

Montag, 11. November 2013

Rezension: "Veganpassion - Lieblingsrezepte zum Backen" von Stina Spiegelberg


Da der deutsche Büchermarkt von veganen Koch- und Backbüchern derzeit nur so überflutet wird, nehme ich grundsätzlich entweder gar nichts oder nur eine kleine Auswahl wahr. Ein Buch, das mir nicht nur ins Auge gefallen ist, sondern dessen Erscheinungstermin im Oktober ich tatsächlich ungeduldig erwartet habe, ist Stina Spiegelbergs veganes Backbuch "Veganpassion - vegane Lieblingsrezepte zum Backen: Das große Veganbackbuch"*. Freundlicherweise hat mir der Neun Zehn Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, aus dem natürlich einiges nachgebacken werden wollte – daher kommt der Blogpost dazu auch erst jetzt.

Als Kind habe ich es geliebt, das GU-Buch „Backvergnügen wie noch nie“ von vorne bis hinten und wieder zurück durchzublättern und das wundervolle Gebäck und die Torten zu bestaunen. Im selben Stil kommt „Veganpassion“ daher: Das Buch beginnt mit Informationen zu Zutaten und Zubehör und zu Tipps und Tricks beim Backen. Darauf folgen Grundrezepte für eine Vielzahl von Teigen, bevor dann der Rezeptteil beginnt, der in folgende Kapitel untergliedert ist:
  • Kekse und Feingebäck
  • Cupcakes und Muffins
  • Kleingebäck
  • Kuchen und Tartes
  • Torten und Törtchen
  • Pralinen und Konfekt
  • Pikantes Gebäck
Abgerundet wird das Buch durch Tipps zu Verpacken und Aufbewahren. Es enthält zusätzlich Vorlagen für Cupcaketopper, eine Pralinenschachtel etc. Hier das Inhaltsverzeichnis für euch zum Anschauen (ich habe das erste Bild jetzt mehrfach hochgeladen, bei mir ist es trotzdem schwarz. Klickt einfach darauf, dann wird es korrekt angezeigt):



„Veganpassion“ lädt also definitiv zum Blättern ein! Dafür ist allerdings nicht nur der Inhalt verantwortlich. Schon das Cover ist schön aufgemacht, und es ist direkt erkennbar, dass es sich dabei um eine Art Rundumschlag des veganen Backens handelt, der sich an den „Mainstream“ richtet. Und an Frauen, zumindest lässt mich der hohe Rosaanteil das vermuten.

Das Buch selbst kommt sehr hochwertig als Hardcover daher, und alle Rezepte sind bebildert. Letzteres macht mir persönlich Koch- und Backbücher immer sehr sympathisch. Erstens machen die Bilder nämlich Lust auf’s Nachbacken, und zweitens kann ich mir dann viel besser vorstellen, wie das fertige Gebäck aussehen soll. Natürlich ist dabei Bild nicht gleich Bild; ich habe auch schon genug Backbücher gesehen, bei denen mich die Bilder eher vom Nachbacken abgehalten haben. Das ist hier nicht der Fall. Wie von Stinas Blog gewohnt, sind alle Torten und Kuchen auf das Liebevollste bis ins Detail dekoriert. Ein wahrer Augenschmaus! Geschmälert wird das Vergnügen einzig und allein dadurch, dass mir manche Bilder etwas unscharf erscheinen.

Und wie sieht es mit der Qualität des eigentlichen Inhalts aus? Nun, das Buch enthält Tipps für jede Lebenslage, für Anfänger und Fortgeschrittene, Umrechnungstabellen für Formengrößen… Meines Wissens gibt es bisher für das vegane Backen kein annähernd so umfangreiches Buch. Auch der Aufbau der Torten wird genau erklärt, und die enthaltenen Grundrezepte (z. B. auch für Blätterteig) hatte ich ja bereits angesprochen. Die weiteren Rezepte decken Klassiker wie Donauwellen oder Schwarzwälder Kirschtorte ab, enthalten aber auch neue Kreationen. Wirklich eine gute Mischung. Das gilt auch für die Verwendung von Basis- und Spezialzutaten: Die meisten Rezepte kommen mit Zutaten aus dem Supermarkt aus, aber für einige Torten ist dann doch der Gang in den Bioladen/das Reformhaus bzw. sogar eine Internetbestellung erforderlich. Jetzt mag zwar ein Gelegenheitsbäcker aufschreien, dass Rezepte ausschließlich mit einfachen Zutaten besser seien, aber ich als „Fortgeschrittene“ freue mich durchaus auch über neue Anwendungsmöglichkeiten für mein Zutatenarsenal.

Toll finde ich außerdem, dass die Rezepte in der Regel für Mini-Kuchenformen berechnet sind. So muss man im Zweipersonenhaushalt nicht eine Woche lang dieselbe Torte essen, und wer für die Kaffeetafel mit der Familie in größeren Formen backen will, rechnet einfach selbst um oder zieht die bereits erwähnten Tabellen zu Rate.

Natürlich wäre es seltsam, wenn es nicht auch etwas zu bemängeln gäbe. Beim Backen ist mir aufgefallen, dass die Anweisungen in den Rezepten teilweise unklar formuliert sind. Da ich gerne backe, konnte ich mir selbst helfen, aber für vegane Backanfänger könnten sich hier eventuell Probleme ergeben. Dasselbe gilt für die Spezialzutaten und –utensilien wie z. B. Glukosesirup oder besondere Rundförmchen, für die ich mir trotz aller Begeisterung für Sonderausstattung mehr Austauschhinweise gewünscht hätte.

Mein Umweltbewusstsein wurde von einem ganz anderen Aspekt angesprochen: dem umfangreichen Einsatz von Margarine. Viele Rezepte kommen zwar auch ohne aus, aber sie ist doch deutlich präsent, und das nicht nur an unverzichtbaren Stellen wie z. B. in Buttercreme. Ich sehe aber natürlich auch die Schwierigkeit, hier abzuwägen zwischen möglichst gutem Geschmack und Konsistenz der Backwaren und der Vermeidung von Palm- und Sojaöl. Vielleicht wäre hier aber ein Hinweis an den Leser angebracht gewesen, statt im Vorwort pauschal davon zu sprechen, dass vegane Ernährung umweltschonend ist. Bei Palmöl ist das sicher nicht der Fall. Und auch der Verweis auf gesundheitliche Vorteile der veganen Lebensweise wirkt mit Blick auf den Inhalt des Buches etwas deplatziert. Aber nun gut. Das tut der Rezeptqualität jedenfalls keinen Abbruch.

Wie in jedem Backbuch habe ich Backwerk gefunden, das ich wundervoll fand, und solches, bei dem ich mir eher gedacht habe: „Hm, naja, geht so.“ Aber es wäre wohl auch zu viel verlangt gewesen, bei 304 Seiten komplett meinen Geschmack zu treffen. Ausprobiert habe ich die folgenden Rezepte:

Donauwellen - das Rezept ist der Knaller!

Joghurtschnitten - kommen im Original als Frischetörtchen mit roten Beeren daher, und zwar in runder Form. Sehr lecker! Allerdings musste ich mehr Agar-Agar nehmen, die Beerenmasse wurde sonst nicht steif.

Banana Split Cupcakes, Deko-Sparversion. Fand ich nicht ganz so gelungen.

Amarena-Kugeln, mangels passender Form hier als Muffins, mit Amarenakirschenfüllung. Tolle Kombi. Leider etwas trocken, aber ich fürchte, daran ist eher die zu lange Backzeit schuld... (Nicht im Rezept, ich hab die Muffins einfach im Ofen vergessen.) Kritikpunkt: viel zu viel Guss. Der Rest kam beim Geburtstagskuchen zum Einsatz.

Geburtstagskuchen. So lecker - und er wird am nächsten Tag noch besser!


Ihr seht also, dekorationsmäßig ist da für mich durchaus noch Luft nach oben. Als Kind hat es mich immer frustriert, wenn meine Kuchen nicht so hübsch wurden wie die auf den Backbuchfotos, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert. Stina gibt jedenfalls bei den Rezepten eine Menge Dekotipps, so z. B. für Fondantblumen oder Sahnedeko. Ich habe mir diese einfach aus Zeitgründen gespart. Nach Anleitung sähe es dann so aus (ein Bild von Stina, entnommen aus dem Buch):

Banana Split Cupcakes in hübsch

Mein Fazit: „Veganpassion“ ist trotz der genannten Schwächen ein tolles Buch für Anfänger und Fortgeschrittene. Wer wenig Erfahrung mit dem veganen Backen hat, kann sich genau an die Rezepte halten, wer schon mehr Erfahrung hat, kann mit den Grundteigen variieren. Wer viel Zeit hat, backt eine aufwändige Torte mit Dekoration, wer wenig Zeit hat, entscheidet sich für ein schnelles Rezept. Und wer gar nicht backen will, wird allein von den Bildern begeistert sein. Meiner Meinung nach ist der Preis von 24,95 Euro für ein so umfangreiches und hochwertiges Buch mehr als gerechtfertigt. Es macht sich einfach wunderbar im Kochbuchregal! Und meine Standardempfehlung, wenn mich jemand in meinen Kochkursen nach einem veganen Backbuch fragt, ist es jetzt sowieso.

Infos zur Autorin: Stina Spiegelberg begeistert die Online-Welt schon seit einigen Jahren mit ihren traumhaften Motivtorten auf ihrem Blog „Veganpassion“. Zusätzlich bietet sie vegane Hochzeitstorten und veganes Catering an, veranstaltet Backkurse und hat bereits drei eBooks herausgegeben. Ihr Buch „Veganpassion – Lieblingsrezepte zum Backen“ mit 304 Seiten ist als Hardcover zum Preis von 24,95 Euro im Neun Zehn Verlag erschienen.

Update: Bis zum 30. November könnt ihr das Buch bei Jenny auf Kochen, Backen, Leben gewinnen!

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