Dienstag, 30. Juli 2013

Der Goldene Vegan Wednesday #50!


Wow, ich bin überwältigt. Schon zum 50. Mal rufen Annette, Julia, Regina und ich zum Vegan Wednesday auf, und die Begeisterung hat nicht nachgelassen! Es ist jede Woche wieder schön, sich durch eure Beiträge zu klicken und Inspirationen für die eigene Küche zu sammeln. Und außerdem lernt man so viele neue Blogs kennen!

Dass das nicht nur uns so geht, beweisen eure Kommentare. Oft, wenn ich bei einem Beitrag zum Nachlesen oder Pinnen "vorbeikomme", wurde er schon mehrfach von bekannten - naja, ich will nicht sagen, Gesichtern, sondern eher Nicknames kommentiert. Und ehrlich gesagt macht es mich ein bisschen stolz, dass durch diese Initiative eine Art Plattform für vegane Blogs entstanden ist.

Aber genug der Selbstbeweihräucherung. Ich freue mich, wenn ihr auch in Zukunft eifrig dabei seid, euer veganes Mittwochsessen in Bildern festzuhalten! Neuzugänge sind natürlich immer ganz besonders herzlich willkommen. Alle wichtigen Infos und auch verschiedene Logovarianten findet ihr hier. Wiedererkennungswert ist schließlich alles!

Und das war's jetzt auch an Text. Bis Samstag Abend könnt ihr mir in den Kommentaren unter diesem Post eure Vegan-Wednesday-Links hinterlassen. Ich bin schon gespannt, was diesmal wartet! Ob es wohl auch einige Bilder für's Haustier-Board gibt? Ein neues Pinterest-Board für unseren Goldenen Vegan Wednesday wird es dann ab Sonntag zu bestaunen geben.

Montag, 29. Juli 2013

Kartoffelsalat mit veganer Mayonnaise


So, jetzt kommen nach und nach endlich alle Hochzeitsrezepte. Den Anfang macht dieser Kartoffelsalat, der jetzt schon bei zwei Feiern innerhalb kürzester Zeit aufgegessen wurde. Das Mayonnaiserezept ist ursprünglich von Food and Fotos geklaut, ist aber eigentlich das Standardrezept für vegane Mayonnaise.

Zutaten:
50 ml Gemüsebrühe
1 kg festkochende oder zumindest vorwiegend festkochende Kartoffeln
125 g (!) Rapsöl (nicht nativ!), gekühlt oder zimmerwarm
70 g (!) Sojamilch (keine andere Pflanzenmilch), aus dem Kühlschrank
1 TL Senf
Salz, Pfeffer, Kräuteressig
1/3 Bund Frühlingszwiebeln (oder nach Geschmack)

Gemüsebrühe aufgießen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, sonst wird euch am Ende die Mayonnaise wieder flüssig.
Kartoffeln wie Pellkartoffeln kochen und pellen.
Rapsöl, Sojamilch und Senf in ein hohes Püriergefäß geben. Wenn ihr keins habt, solltet ihr darauf achten, dass alle Zutaten aus dem Kühlschrank kommen, ansonsten wird die Mayonnaise evtl. nicht fest. Auf der sicheren Seite seid ihr auf jeden Fall mit einem hohen Gefäß. Dann kurz durchpürieren - innerhalb weniger Sekunden sollte die Masse stocken. Mit Essig (hier nicht zu sparsam sein!), Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und noch mal kurz durchpürieren - Essig trägt auch zur Festigkeit bei. Dabei ruhig etwas mehr Salz verwenden, denn die Kartoffeln saugen noch einiges auf. In eine Schüssel geben und mit der abgekühlten Gemüsebrühe verrühren. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden und in die Soße geben.
Wenn die Kartoffeln etwas abgekühlt sind, in Scheiben schneiden und diese je nach Größe der Kartoffeln noch halbieren oder vierteln. Dabei die Scheiben nicht zu dünn schneiden, sonst ist hinterher nur noch Matsch in der Schüssel! Am besten ist es, wenn Scheibe für Scheibe in die Soße fällt, damit sich keine Kartoffelklumpen bilden. Daher zwischendurch immer mal wieder vorsichtig mit einem großen Salatbesteck durchmischen, damit alle Scheiben rundum mit Soße bedeckt sind.
Über Nacht abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen und ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 27. Juli 2013

Hochzeit in Bildern

Endlich sind alle Bilder der Fotografin da und vor allem sortiert und verkleinert - dann kann es ja endlich losgehen mit dem Zeigen!

Unser Tag ging morgens mit dem Besuch der Friseurin los. Erst wollte ich meine Haare ja lassen, wie sie sind, dann habe ich mich aber doch für eine Steckfrisur entschieden. Das sieht einfach festlicher aus, vor allem, wenn man wie ich nicht in der Lage ist, sich auch nur ansatzweise selbst zu frisieren. Warum ich das so selten mache, weiß ich jetzt aber auch wieder: Das Ziehen an den Haaren tut ganz schön weh.

Nach dem Frisieren schnell anziehen, dann los zum Fototermin im Schlosspark. Wir hatten uns dafür entschieden, die Bilder vor der Trauung machen zu lassen, weil unsere ganze Feier sowieso schon sehr kurz geplant war und wir dann nicht noch die Gäste zwischendurch allein lassen wollten.

Hier seht ihr die Ergebnisse:






Das vorletzte ist übrigens unser Lieblingsbild, das es dann auch auf die Danksagung geschafft hat. Wer sich über die nicht ganz zueinander passenden Farben wundert: Das einzige Kleidungsstück, das wird für die Hochzeit neu gekauft haben, waren meine Schuhe, weil ich mir in meinen alten immer Blasen gelaufen habe. Der Rest kam aus dem Kleiderschrank, und da war es uns dann nicht so wichtig, dass alles hundertprozentig zueinander und vor allem zu den Blumen passt.


Um 11 Uhr fand die Trauung mit Familie am Standesamt statt. Sogar Chino, der Hund von Sebastians Tante und Onkel, durfte mit! Der Standesbeamte schwitzte sehr wegen der Wärme - und dann noch mehr, als uns auffiel, dass wir die Ringe im Auto vergessen hatten. Wir fanden es witzig, er war eher aus dem Konzept gebracht. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von seiner Ansprache selbst nur noch sehr wenig im Kopf habe. Irgendwie war ich mit den Gedanken woanders. Aber das Unterschreiben hat dann doch geklappt, und nach vielen, vielen Glückwünsche ging es noch mal zum Bildermachen nach draußen. Einmal mit allen, dann mit den Trauzeugen, mit den Eltern, mit meinen Großeltern... Und auch noch mal alleine:


Danach ging es weiter in's Restaurant, wenn auch noch mit einigen kleineren Pannen. Die ganze Fahrt über versuchte ich, mich an das Gefühl zu gewöhnen, jetzt mit meinem Traummann verheiratet zu sein. Allerdings eher wenig erolgreich, und ich habe es bis jetzt noch nicht richtig realisiert, glaube ich...

Vor dem Essen gab es ein wenig Wartezeit, die wir nutzten, um noch die Ringe zu tauschen. Gerade habe ich kein Foto, aber sie sind auch eher unspektakulär: eher schmal und einfaches Gelbgold, so, wie sie vor vielen Jahrzehnten getragen wurden. Warum? Weil es die Ringe meiner verstorbenen Großeltern sind, die wir sozusagen "recycelt" haben. Der Juwelier konnte sogar beim Anpassen der Größe die ursprüngliche Gravur erhalten. Daher war ich im Nachhinein ganz froh, dass wir sie erst später tauschten, weil wir so noch ein paar Worte dazu sagen konnten.

Und dann gab es Essen! Das Menü war, wie ihr euch sicher denken könnt, nicht vegan; allerdings gab es eine vegetarische Vorspeise und natürlich auch etwas Vegetarisches/Veganes zur Auswahl beim Hauptgericht. So gerne ich sonst mit Pommes und Salat vorlieb nehme, bei meiner eigenen Hochzeit wollte ich dann doch nicht hungern!




Wie ihr jetzt sicher gemerkt habt, waren wir in einem türkischen Restaurant essen, und zwar im Ludwig's in Wetzlar. Das Ambiente dort ist gleichzeitig schick und gemütlich, genau die richtige Mischung für eine Hochzeit, wie wir sie uns gewünscht hatten. Nach dem Hauptgang war niemand mehr in der Lage, Nachtisch zu essen, und da das Wetter so schön war, konnten wir auf die Terrasse umziehen. Dort wurde noch etwas gesungen, und meine Schwester, meine Trauzeugin, hatte ein kleines Spiel vorbereitet. Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch, bis auf die Sahne zum Erdbeerboden komplett vegan. Hier ein Bild der Hochzeitstorte, gemacht am Vorabend:


Damit hatte ich so ziemlich den ganzen Freitag verbracht. Verstanden hat das Design allerdings keiner, ich habe die Teller mehrfach richtig drehen müssen... Unter der dunklen Ganache verbergen sich einmal eine Haselnuss-Nougat- und einmal eine Schoko-Bananen-Torte, unter der weißen steckt weiße Ganache mit Erdbeermarmelade. Lecker, aber mächtig. Rezepte folgen natürlich!

Gegen sechs Uhr brachen dann die Gäste nach einer tollen Feier nach Hause auf. Wir waren insgesamt nur 25 Personen, und unsere Familien kannten sich vorher nicht. Daher waren wir etwas skeptisch, wie die Stimmung sein würde, auch wenn wir versucht hatten, durch die Sitzordnung die Familien etwas zu mischen. Und es hat prima geklappt! Auch auf der Terrasse saßen alle durcheinander, und es bildeten sich keine Grüppchen. Mein Schwiegervater lud meine Großeltern direkt zu einem Besuch ein, und auch sonst hätte es nicht schöner sein können.

Schön war es dann auch, einfach den Abend zusammen in Ruhe zu verbringen - das Feiern hatten wir ja bereits eine Woche zuvor erledigt. Und Sonntag wartete außer einem Thermenbesuch auch noch Arbeit auf uns: 120 Muffins wollten für Sebastians Kollegen gebacken werden! Der Küchentisch sah am Ende so aus (und da fehlen noch etliche):



Zum Glück hatten schon freitags meine Schwiegereltern beim Einwiegen der Backmischungen und beim Ausschneiden der Cupcake-Wrapper geholfen, sodass wir nur noch Flüssigkeit zugeben, umrühren, backen, "eintüten" und verzieren mussten. Gelagert wurden die Muffins über Nacht im kühlen Auto - so wie am nächsten Morgen dürfte es dort gern immer riechen!

Freitag, 26. Juli 2013

Vegan Wednesday #49


Puuuuh, warm! Zum Glück sitze ich hier im Homeoffice und kann mir zumindest den Weg mit Bahn und Fahrrad zur Arbeit sparen. Wenn ich eins nicht leiden kann, dann ist es, verschwitzt rumzulaufen. Meinem Appetit tut die Hitze übrigens keinen Abbruch, wie ihr an diesem Mittwoch sehen könnt. Gesammelt wird noch bis morgen Abend bei Julia auf Mixxed Greens. Nächste Woche bin ich dann wieder dran, pünktlich zum goldenen Jubiläum, sozusagen.


Morgens, ohne Foto: Müsli.


Zwischendurch eine Kohlrabi.



Mittags: Wraps und ein Smoothie aus Bananen, Apfelsaft und tiefgefrorenen Erdbeeren. Auch was, was an der Arbeit nicht geht!



Abends gab es Pasta mit Tomatensoße und dazu Brokkoli.

Und außerdem den ganzen Tag über riesige Mengen Schokolade.

Donnerstag, 18. Juli 2013

Vegan Wednesday #48

Wow, es geht in Riesenschritten auf den goldenen Vegan Wednesday zu, wenn man sich einmal die Zahlen anschaut! Und nach zwei Wochen handykamerabedingter Pause bin ich diesmal auch wieder dabei. Unscharf sind die Fotos irgendwie trotzdem, aber immerhin nicht in den Farben verzerrt. Gesammelt wird diese Woche bei Cara.


Sammelfoto von Frühstück, Mittagessen und Nachmittagssnack, schon morgens aufgenommen: Brot mit Hobelz-Aufschnitt, mittags Kürbissuppe mit Brot, außerdem Banane und Apfel. Da eine Kollegin gerade mit veganen Zutaten experimentiert, kam ich außerdem in den Genuss von Panna Cotta mit Beerenpüree, und eine Hand voll Studentenfutter gab es auch noch.


Abends hatte mein Mann gekocht: Pasta mit Champignonrahmsoße.


Nachtisch: ein Smoothie aus Apfelsaft, Banane und gefrorenen Jostas (das ist eine Mischung aus Johannis- und Stachelbeeren, die wir von einer Freundin geschenkt bekommen haben). Diese Beeren kann ich vorher noch nicht, aber im Smoothie machen sie sich tatsächlich sehr gut!

Beim Fernsehen gab es dann noch ein paar Chips.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Erdbeerbowle mit Minze


Und noch ein Chefkoch-Rezept von unserer Hochzeitsfeier, diesmal Bowle. Entschuldigt das hässliche Foto; ich habe es beim Testtrinken aufgenommen, bei der Feier selbst war keine Zeit. Aber die Bowle schmeckt viel besser, als sie aussieht!

Am besten schmeckt die Bowle natürlich mit frischen Erdbeeren. Ihr könnt aber auch gefrorene nehmen, die ihr auftauen lasst. Der Saft kommt natürlich mit in die Bowle! Die Minze könnt ihr nach Belieben ebenfalls mit in den Bowletopf geben, ich fand es aber praktischer, nur den Minzgeschmack zu haben, nicht aber die Blätter in den Gläsern.

Zutaten:
1 kg Erdbeeren (oder auch mehr)
100 g Zucker
4 cl (= 40 ml) Orangenlikör (Cointreau)
1 Bund frische Minze
1,5 l trockener Weißwein, gekühlt
2 Flaschen Sekt, trocken, gekühlt

Erdbeeren je nach Größe halbieren oder vierteln. Minze verlesen, waschen und in kleine Stücke rupfen, dann in ein Tee-Ei geben. Erdbeeren mit Zucker, Orangenlikör und der Hälfte des Weines mischen, das Tee-Ei mit der Minze in das Gefääß hängen und ca. 3 Stunden (oder auch länger) im Kühlschrank ziehen lassen. Dann das Tee-Ei entfernen und mit dem restlichen Wein und dem Sekt aufgießen.

Sonntag, 7. Juli 2013

Vegan Wednesday #46 - das Board ist online!


Tadaaa! Früh am Sonntagmorgen präsentiere ich euch das Pinterest-Board zum 46. Vegan Wednesday. Schön, dass ihr mal wieder alle dabei wart! Einige Rezepte sind direkt auf meine Nachkochen-Liste gewandert. Klickt euch doch mal durch, vielleicht findet ihr ja auch was!

Habt einen sonnigen Sonntag!


Samstag, 6. Juli 2013

twoodledrum und Social Media


Ihr habt es ja vermutlich schon gelesen: Zum 1. Juli wurde der Google Reader eingestellt, und wer bisher darüber Blogs gelesen hat, muss sich nach einer Alternative umschauen. Ich muss zugeben, das ich meistens nur ganz faul "meine" Blogs über das Blogger-Dashboard verfolge, weil ich dort sowieso öfter unterwegs bin. Wenn euch aber nach etwas mehr Komfort zumute ist, könnt ihr twoodledrum zum Beispiel auf Bloglovin' folgen.


Auf Facebook auf "Like" zu klicken, kann ich euch auch nur empfehlen. Wenn ich es nicht gerade vergesse, poste ich alle Links zu neuen Posts auch dort. Außerdem versuche ich, dort interessante Links zu anderen Blogs zu teilen, z. B. auch zu Gewinnspielen und Blogevents (diese findet ihr aber auch hier auf dem Blog, schaut mal ganz rechts oben).


Bilder von Rezepten, die mir gefallen haben (und die mir auch gelungen sind - also, die Bilder), pinne ich auf Pinterest. Hier könnt ihr euch also durch das twoodledrum-Menü klicken.


 Zu guter Letzt möchte ich euch noch auf meinen Twitter-Account hinweisen; das aber eher der Vollständigkeit halber, aktiv bin ich dort eigentlich nicht.


Donnerstag, 4. Juli 2013

Erdnussbutter-Nudelsalat


Der erste Teil der Rezeptereihe zu Polterabend und Hochzeit ist dieser Nudelsalat. Empfohlen hat ihn mir eine Kollegin, und das Rezept ist im Wesentlichen von Chefkoch geklaut, ich habe nur Erdnussbutter durch Erdnussmus und Paprika im Glas durch frische Paprika ersetzt, wobei letztere für den Winter wahrscheinlich die bessere Alternative sind.

Zutaten (für 4 Portionen):
250 g Nudeln
2 EL Erdnüsse, geröstet, aber nicht gesalzen
1 - 3 Knoblauchzehen
8 EL Erdnussmus
150 ml Gemüsebrühe
2 EL Rotweinessig
2 EL Sojasoße
2 EL Oliven- oder Sesamöl
2 EL brauner Zucker
1/2 bis 1 ganze Paprika, nach Geschmack
2 bis 4 Frühlingszwiebeln (oder nach Geschmack)
eine Hand voll Erdnüsse

Nudeln bissfest kochen.
Erdnüsse fein hacken, Knoblauch pressen. Mit Erdnussmus, Gemüsebrühe, Essig, Sojasoße, Öl und braunem Zucker in einen kleinen Topf geben und auf niedriger Hitze erwärmen, bis sich eine homogene Masse ergibt (kochen ist nicht nötig). Paprika in feine Würfel, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, alles mischen und über Nacht durchziehen lassen. Mit den restlichen Erdnüssen garnieren.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Sebi'n'Carola - der Polterabend ohne Poltern

So, endlich! Nachdem jetzt schon einige Nachfragen kamen, habe ich es endlich geschafft, alle Fotos zusammenzuklauben und zu einem Polterabendpost zusammenzustellen. Vorher hat es leider nicht geklappt; ihr könnt euch sicher vorstellen, wie nach zwei Feiern (am 15. Juni der Polterabend und am 22. Juni die eigentliche Trauung) unsere Wohnung aussah. Heißer Tipp: So, als hätte eine Bombe eingeschlagen... Aber das Chaos hat sich gelichtet, und außerdem bin ich sowieso seit Sonntag und bis zum nächsten Freitag auf einer Fortbildung und muss das restliche Elend nicht mehr sehen. Damit und mit der motzenden Katze ist jetzt der Strohwitwer alleine.

Gestartet sind unsere Feierlichkeiten also wie gesagt mit einem Polterabend - ohne Poltern und ohne vorhergehende Trauung. Gefeiert haben wir im Sportlerheim bei uns im Ort. Das ist nicht übermäßig schön, aber dafür praktisch gelegen, da nahezu alle be- und angetrunkenen Gäste zu Fuß nach Hause gehen konnten. Unser Motto seht ihr auf der Einladung:



Eigentlich wollten wir die Einladungskarten ganz langweilig selbst auf weißes Papier drucken, aber dann haben wir uns in Mimi's Laden ganz spontan in diese Karten verliebt und sie auch bestellt. Der Shop ist absolut empfehlenswert, mit sehr nettem Kontakt, superschneller Bearbeitung und tollem Service! Dementsprechend gab es dann auch noch ein Poster für die Eingangstür im selben Design. Auch bei der restlichen Dekoration haben wir uns am Motto orientiert:


Rechts im Bild: Fotokette mit dem Heiratsantrag



Auf dem letzten Bild seht ihr unser Gästebuch, und vielleicht könnt ihr es daran schon erkennen: Es waren eine Menge Leute da! Hier die "Futterstation":


Tut mir leid, falls ihr eine vegane Hochzeit erwartet hattet, aber da mein Mann Fleisch isst, so ziemlich alle Gäste auch und außerdem ein veganer Caterer in der Gegend fehlt, haben wir uns dafür entschieden, Fleischkäse beim örtlichen Metzger zu bestellen und dafür alle Salate komplett vegan selbst zu machen. Ob das eine gute Idee war? Im Nachhinein bin ich nicht mehr so sehr davon überzeugt, denn gemeinsam mit einer Freundin habe ich zwei Tage lang geschnippelt, was das Zeug hält... Damit am Ende dann die Hälfte übrig blieb, weil viele Gäste spontan dann doch nicht gekommen sind. Naja. Aber lecker war's! Die Rezepte kommen in den nächsten Tagen. Ihr seht auf dem Buffet:

Spaghettisalat mit rohen Tomaten und Rucola
Tabouleh
Erdnussbutter-Nudelsalat
Kartoffelsalat

Ein weiterer Nudelsalat, den eine andere Freundin mitgebracht hatte, fehlt auf dem Bild noch.

Zu trinken gab es natürlich auch genug. Hier ein Blick auf die Vorräte:


Außer dem Standardangebot gab es noch Äbbelwoi von einem Bekannten und außerdem drei Sorten Bowle, ebenfalls selbstgemacht:


Da ihr die Beschriftung vermutlich nicht lesen könnt, hier noch mal in groß: Caipirinha-Bowle,
Erdbeerbowle mit Minze und Amaretto-Kirsch-Bowle haben sich in den wunderhübschen Rumtöpfen, die meine Mutter noch von ihrer eigenen Hochzeit übrig hatte, versteckt. Rezepte für Salate und Bowlen folgen!

Und wie war jetzt die Feier? Einfach toll! Um drei Uhr nachts war Schluss, und die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Natürlich hat sie nicht gereicht, um sich mit allen zu unterhalten. Der ganze nächste Tag war dann dem Aufräumen gewidmet, und am Sonntag Abend konnten wir nur noch platt auf der Couch liegen. Fazit: Feiern macht Spaß, aber fast ebenso viel Spaß macht es, wenn die Feier dann vorbei ist.

Dienstag, 2. Juli 2013

Der Sammelpost zum Vegan Wednesday #46


Und schon wieder ist (fast) Mittwoch... Diesmal werde ich vermutlich keine eigenen Bilder zeigen können, weil ich keine Kamera mit auf die Fortbildung nehmen wollte und meine Handykamera eine einzige Katastrophe ist, aber wir werden sehen. Auf eure Posts jedenfalls freue ich mich schon! Wie ihr mitmachen könnt? Ganz einfach:
  • Ihr esst den Mittwoch über vegan und fotografiert eure Mahlzeiten. Euer Blog muss nicht vegan sein, nur der Mittwoch!
  • Daraus macht ihr dann einen Blogpost. Das Vegan-Wednesday-Logo könnt ihr gern darin einbinden, ihr findet es hier.
  • Den Link hinterlasst ihr bis Samstag Abend als Kommentar unter diesem Post.
Ich pinne dann aus jedem Beitrag zwei Fotos auf ein Board auf Pinterest, das ihr ab Sonntag bestaunen und durchstöbern könnt. Noch Fragen? Auch dann könnt ihr gern einen Kommentar hinterlassen! Übrigens seid ihr herzlich eingeladen, den Vegan Wednesday auch auf Facebook zu "liken"! Dann verpasst ihr auch nicht, wer in der jeweiligen Woche sammelt.

Viel Spaß beim Fotografieren! Ich freu mich schon auf eure Beiträge!

Montag, 1. Juli 2013

Kochkurs zum nachhaltigen Kochen

So langsam komme ich mit den Posts hinterher, die ich noch schreiben wollte... Dieser hier liegt allerdings noch nicht sehr lange auf Halde, denn der Kochkurs, von dem ich berichten möchte, fand erst Ende Juni statt. Er stand unter dem Motto "Nachhaltig kochen" und wurde vom Studentischen Arbeitskreis Ernährungsökologie der Uni Gießen veranstaltet. Leider haben wir unsere Ernährungsökologieprofessur vor ein paar Jahren verloren - sie hat sich genau damit beschäftigt, was mich mittlerweile täglich umtreibt. Was Ernährungsökologie ist, könnt ihr hier im Detail nachlesen. Kurz gesagt befasst sich dieses Wissenschaftsfeld mit den Wechselwirkungen zwischen Ernährung, Gesundheit, Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie. Der AK Ernährungsökologie hält das Thema durch Vorträge und Seminare zumindest teilweise lebendig, und ein Teil des Semesterprogramms war eben der besagte nachhaltige Kochkurs.

Dabei ging es allerdings nicht nur um's Kochen, sondern auch um die Theorie. Ehrlich gesagt war das eine große Motivation für mich, teilzunehmen; Referent war nämlich Dr. Markus Keller vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE), neben Prof. Claus Leitzmann einer der wichtigsten deutschen Spezialisten auf dem Gebiet der veganen Ernährung. Wirklich schön, mal einen Fachmann sprechen zu hören! Im Wesentlichen ging es im Vortrag um die Umweltwirkungen unserer Ernährung, insbesondere der von tierischen Lebensmitteln: Kohlendioxidemissionen, Wasser- und Landverbrauch sind dort oft um ein Vielfaches höher als bei Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft. Nähere Infos zum Weiterlesen findet ihr z. B. bei den Verbraucherzentralen oder in dieser sehr empfehlenswerten Broschüre. Nach dem eineinhalbstündigen Vortrag stand Dr. Keller auch noch für Fragen zur Verfügung, bevor es dann zum Gemüseschnippeln in die Küche ging.

Das Rezeptheft, das uns ausgeteilt wurde, habe ich leider derzeit nicht zur Hand, daher fürchte ich, dass die folgende Liste unvollständig ist, aber sie gibt doch einen guten Eindruck. Geleitet wurde der Kurs von der Ökotrophologin Hannelore Weise, die auch im Weltladen Gießen schon Kochkurse gegeben hat und von der ich ebenfalls schon so viel Positives gehört hatte, dass ich unbedingt einmal einen Kochkurs bei ihr besuchen wollte.

Zur Begrüßung gab es ein Schüsselchen mit Banane und Orangensaft, im Mixer gemixt und gekühlt, und darauf frisch gequetschte Haferflocken. Seitdem träume ich heimlich von einer Flockenquetsche... Sooo gut!

Ofenkartoffelspalten mit Sesam

Eingelegte Zucchini und Auberginen

Tabouleh

Eintopf mit Kichererbsen und grünem Spargel

Spinatsalat mit Kohlrabi und Äpfeln

Kräuterquark mit unglaublich vielen Kräutern aus Cashews und Sojajoghurt

Gerstenschnitten, im Ofen gebacken

Suppe aus Kartoffeln, Fenchel, Paprika und frischen Sprossen

Außerdem gab es noch Vollkorn- Fladenbrot mit getrockneten Tomaten und Kräutern und zum Nachtisch Müslischnitten. Mein persönlicher Favorit waren die Gerstenschnitten (die außer Gerstenschrot unter anderem auch noch Weizenschrot, Möhren und Räuchertofu enthielten) mit Kräuterquark. Einfach himmlisch!

Nach diesem tollen Abend, der richtig Spaß gemacht hat (wenn er auch sehr anstrengend war), freue ich mich umso mehr auf das Wochenendseminar "Vegane Vollwertküche" im Oktober, das vom UGB veranstaltet wird. Eigentlich hatte ich es schon abgeschrieben, weil das Geld, das ich dafür eingeplant hatte, derzeit leider von Zahnbehandlungen aufgefressen wird - aber dann haben mir meine Kolleginnen und Kollegen den Kurs doch tatsächlich zur Hochzeit geschenkt! Ich darf also weiterlernen.

P.S.: Der Hochzeitsbericht ist teilweise schon geschrieben, es fehlt allerdings noch an ein paar Fotos. Aber er kommt demnächst!