Freitag, 31. Mai 2013

Tagebuch Crazy Sexy Detox, Teil 1

Eigentlich hatte ich ja noch eine ganze Latte von Ideen für Posts im Mai, aber irgendwie hat es zeitlich dann doch nicht so richtig hingehauen. Daher berichte ich euch jetzt einfach von den ersten Tagen "Crazy Sexy Detox" aus Kris Carrs "Crazy Sexy Diet". Also
  • kein Kaffee (das krieg ich hin),
  • kein Alkohol (außer bei manchen Feiern auch kein Problem),
  • keine Weißmehlprodukte,
  • keine stark verarbeiteten Lebensmittel,
  • kein Gluten (also kein Weizen, kein Dinkel, keine Gerste, kein Roggen und besser auch kein Hafer) und
  • kein Zucker, dafür
  • grüne Smoothies, grüne Säfte, Salat und gedünstetes Gemüse en masse.
Moment mal: zucker- und glutenfrei? Ich? Besonders Letzteres habe ich ja immer etwas belächelt (und sehe es auch nach wie vor kritisch, aber dazu kommt dann ganz am Ende im Fazit was, denke ich). Allerdings habe ich jetzt mehrere Monate mehr oder minder motiviert versucht, meine drei, vier Winterspeckkilos loszuwerden, um mich bei unserer Hochzeit wohlzufühlen, und das ohne Erfolg. Außerdem brauchte ich wohl einfach mal was Neues, wir haben die letzten Wochen eigentlich immer nur dasselbe gegessen. Und nachdem mir Julia das Buch letztes Jahr geliehen hatte und ich es mir dann zum Geburtstag habe schenken lassen, wollte ich die Umstellung zumindest mal ausprobieren. Für drei Wochen wird das schon gehen, und ich erhoffe mir dadurch ehrlich gesagt auch, ein paar neue Lebensmittel kennenzulernen. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das wirklich durchhalten werde... Besonders der Zucker bereitet mir Sorge.

Am Tag vorher: Ich fühle mich zwiegespalten. Einerseits freue ich mich auf das, was vor mir liegt - immerhin hat es ja einen Grund, warum ich die Detox-Tage machen will. Ich möchte bis zur Hochzeit noch ein, zwei Kilo verlieren, und wenn sich wirklich eine leichte Glutensensitivität herausstellen sollte, bestünde ja vielleicht doch noch eine Chance, endlich meine ständig gerötete Gesichtshaut in den Griff zu kriegen. Allerdings ist es für mich doch eine große Herausforderung, ohne Weizen und Zucker zu leben, und da ich natürlich direkt überlesen habe, dass man eigentlich eine Woche zum "Reinkommen" vorschalten soll, werde ich jetzt direkt ins kalte Wasser geworfen. Dementsprechend habe ich dann heute auch noch mal richtig reingehauen: Frappuccino, Schokolade und Pizza zum Abendbrot, also genau so, wie es eigentlich nicht sein sollte. Mal sehen.

Tag 1 (Montag): Ging mal grandios in die Hose. Erstens musste ich feststellen, dass "nur Flüssiges bis zum Mittag" für mich einfach nicht praktikabel ist. Vielleicht liegt es auch am Zyklus, aber ich hatte echt einen Bärenhunger. Also gab es ein paar Mandeln zu Wasser, Tee und Smoothie.
Abends hatte ich dann total ausgeblendet, dass ein Vorbeigehen auf dem Geburtstag der Stiefschwiegermutter bestimmt nicht mit einem Glas Wasser getan sein würde. Also gab es Kartoffeln, Rotkohl, Erdnüsse und auch ein paar Süßigkeiten. Irgendwie bin ich gegenüber ihrem Druck dann doch sehr schnell eingeknickt. Aber immerhin den Alkohol habe ich mir verkniffen! Und, was ich wirklich toll fand: Sebi hat beschlossen, mitzumachen. Nicht mit der Ernsthaftigkeit wie ich, aber er will sich zumindest der Gluten- und Zuckerfreiheit anschließen, sobald das letzte Brot aufgegessen ist. Hurra!

Tag 2 (Dienstag): Mein erster "wirklicher" grüner Smoothie, bisher habe ich ja immer mit Saft geschummelt. Schmeckte eklig, ich werd also vorerst dabei bleiben, Orangensaft etc. unterzumixen. Das entspricht vielleicht nicht unbedingt dem Konzept, aber ist besser als nichts, finde ich - zumal, wenn es mir hilft, dranzubleiben.
Zu Gedanken über's Essen war heute ansonsten wenig Zeit. Erst Vorlesung, dann Klausur, dann Fondanttortenbacken mit der Mitbewohnerin einer Kollegin (was echt Spaß gemacht hat!), und als ich dann um halb acht zu Hause war, habe ich mich tatsächlich noch mal zu einem Spaziergang aufgerafft. Ich weiß schon, eigentlich soll man jeden Tag Sport machen, aber passenderweise habe ich mir am Samstag das Knie verdreht, und da bin ich jetzt lieber erst mal vorsichtig. Spazierengehen ging aber gut und war auch sehr toll im Abendsonnenschein! Vincent hat sich auch gefreut, dem konnte ich so nämlich frisches Gras mitbringen.
Notiz an mich selbst: Morgen nachlesen, ob Kartoffeln eigentlich "erlaubt" sind. Mir schwant da nämlich Böses, die sind bestimmt wegen des hohen GI (GI = glykämischer Index; das Maß dafür, wie sehr ein Lebensmittel den Blutzucker in die Höhe treibt) ungünstig.

Tag 3 (Mittwoch) begann mit einer Überraschung auf der Waage. Schon fast ein komplettes Kilo weniger! Ja, mir ist klar, Wasserverlust und Jojoeffekt und so. Da ich aber nicht vorhabe, 10 Kilo abzunehmen, sondern nur die vier, die mir bis zu meinem Gewicht der letzten zwei Jahre noch fehlen, ist das schon ok. Hauptsache, das Hochzeitskleid passt!
Das hat mir dann auch direkt Motivation gegeben, den Tag richtig durchzuziehen und abends beim Essengehen mit Kollegen von meiner früheren Arbeitsstelle im Restaurant auch wirklich nur Salat zu essen. Allerdings kam dann zu Hause doch der Hunger durch, also habe ich noch das glutenfreie Brot probiert, das ich unterwegs gekauft habe. Hm. Kann man essen, muss man aber nicht. Meinen ganzen Mittwoch seht ihr übrigens hier, es fehlen nur die Mandeln zwischendurch.

An Tag 4 (Donnerstag) war ich dann endlich mal motiviert, laufen zu gehen, immerhin soll man sich ja 35 Minuten pro Tag bewegen. Das Knie hatte sich nicht wieder gemeldet und tat es auch während der gut 6 km nicht. So kann es bleiben! Erkenntnis außerdem: Fiese Schmerzen in der Seite krieg ich unabhängig vom Tempo, also kann ich genauso gut auch schneller laufen. Prima. Mittags gab es glutenfreie Nudeln (schmeckten ganz ok) und Tomatensoße aus dem Glas (immerhin bio, wenn auch sicher eigentlich nicht wirklich der Plan), abends Buchweizenpfannkuchen mit Linsen-Aioli-Füllung aus "La Veganista". Sehr lecker! Zum ersten Mal in dieser Woche überkam mich dann auch der Süßhunger, ließ sich aber mit zwei kleinen Stückchen Zartbitterschokolade schnell wieder besänftigen.
Insgesamt denke ich, dass ich die Challenge mit deutlich mehr Ernst betreiben könnte. Mangels Entsafter fallen grüne Säfte zwar raus, aber ansonsten ginge da sicher noch mehr. Andererseits sehe ich nicht ein, Lebensmittel wie die Mandelmilch aus der Tüte oder die Margarine gestern wegzuwerfen, und ich habe auch die Befürchtung, dass ich alles einfach hinschmeißen könnte, wenn ich zu viel auf einmal versuche. So bleibt mir der pasteurisierte Orangensaft im Smoothie einfach vorerst erhalten, und ich taste mich langsam ran. Dazu gehört für mich auch einfach etwas Festes schon am Vormittag. Ist dann vielleicht keine Detox-Challenge im strengeren Sinn, aber besser als nichts doch allemal. Und mein Smoothie für morgen enthält auch schon wieder Gurke und Karotte. Es wird also, wenn auch sehr langsam. Außerdem denke ich, dass ich schon allein wegen des Zuckerverzichts mehr als stolz auf mich sein kann!


Zum Weiterlesen:

Teil 2
Teil 3 
Teil 4

Donnerstag, 30. Mai 2013

Vegan Wednesday #41


Unglaublich, schon der 41. Vegan Wednesday! Dabei kommt es mir wie gestern vor, dass Cara und ich wegen des Konzeptes telefoniert haben... Wir hätten uns nie träumen lassen, dass so viele veganer BloggerInnen mitmachen würden, und sind zusammen mit Regina und Julia jede Woche wieder begeistert.

Falls jemand noch nicht weiß, worum es geht: Wir wollen zeigen, dass Veganismus eben nicht bedeutet, den ganzen Tag nur noch Grünzeug zu knabbern - und gleichzeitig wollen wir die Möglichkeit eröffnen, auf fremde Teller zu schauen und jenseits von Blogbeiträgen mit Rezepten im Hochglanzformat mal zu sehen, was andere denn im Alltag so essen.

Daher rufen wir jeden Mittwoch zum Vegan Wednesday auf: Fotografiert eure Mahlzeiten, macht einen Blogbeitrag draus und hinterlasst bis Samstag Abend den Link im Kommentar zum Sammelbeitrag der jeweiligen Woche (wir sammeln immer abwechselnd, diese Woche ist Regina dran). Bis Sonntag pinnen wir dann zwei Bilder aus jedem Beitrag auf ein Board bei Pinterest. Bitte seid nicht traurig, wenn es nicht mehr Bilder von euch auf's Board schaffen! Das ist keine böse Absicht, sondern liegt einfach daran, dass es uns aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist, noch mehr zu pinnen.

Noch Fragen? Die Antworten (und auch das Logo in verschiedenen Versionen zum Mitnehmen) findet ihr hier, aber ihr könnt natürlich auch gern einen Kommentar hinterlassen.

So, jetzt aber zur eigentlichen Sache: den Bildern von gestern.


Morgens gab es ein paar rohe Möhren.



Vormittags: Reiscracker und ein Smoothie aus Orangensaft und Spinat.




Mittags: Kartoffelbrei mit Rotkohl, dazu einen gemischten Salat.



Nachmittags: Ein Mandelmilch-Matcha-Shake.



Abends gab es erst einen großen Salat im Restaurant und dann noch etwas Brot mit Alsan.


Und wie sah euer Mittwoch aus? Ich bin schon gespannt auf die Beiträge!

Montag, 27. Mai 2013

Selbstgemachtes Schoko-Orangen-Müsli reloaded


Letztes Jahr hatte ich ziemlich genau um diese Zeit schon einmal ein Rezept für ein Schoko-Orangen-Müsli gepostet. Mittlerweile habe ich es etwas "weiterentwickelt" und möchte diese neue Version mit euch teilen. Das Müsli ist jetzt weniger herb, und die Schokolade wird zusammen mit den anderen Zutaten gebacken, sodass am Ende nicht so viele Schokoladenkrümel in der Müslischüssel bleiben.

Zutaten:
2 Cups kernige Haferflocken
2 Cups Schmelzflocken
2 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
45 g gehackte Zartbitterschokolade mit Orangengeschmack
40 g gehackte Reismilchschokolade
abgeriebene Schalen von 2 Bio-Orangen
80 ml Cup frisch gepresster Orangensaft
80 ml Rapsöl (nicht nativ)
6 EL Agavendicksaft

Die trockenen Zutaten (inkl. Schokolade) mischen, dann die Orangenschalen, Saft, Öl und Agavendicksaft gründlich unterrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze, nicht vorgeheizt) 20 Minuten backen. Dabei nach der Hälfte der Zeit das Müsli auf dem Backblech "verrühren" und das Backblech umdrehen - Letzteres natürlich nur, falls euer Ofen auch so ungleichmäßig heiß wird wie meiner. Nach dem Ende der Backzeit den Ofen noch 5 bis 8 Minuten geschlossen lassen, je nachdem, wie braun und knusprig ihr euer Müsli mögt.

Sonntag, 26. Mai 2013

Frühlingskäfer-Cupcakes


Auf "Ninas kleinem Food-Blog" bin ich immer wieder mal unterwegs, um gute Ideen abzugreifen. Neulich betrachtete ich gerade ihre Käfer-Cupcakes, als meine Mutter vorbeikam und beschloss, dass diese eine gute Idee für Kuchen auf unserer Hochzeit wären. Leider hatte ich nicht mehr genug rote Lebensmittefarbe, um Marienkäfer zu basteln, aber bunte Frühlingskäfer sind ja auch sehr lecker!

Das Rezept ist kein unbekanntes, sondern das für die Basic Chocolate Cupcakes. Um die Cupcakes zu überziehen, habe ich die dort beschriebene Ganache verwendet. Sie hat im Gegensatz zu Kuvertüre den Vorteil, dass sie langsam aushärtet, sodass man nach dem Überziehen noch genug Zeit hat, Flügel, Augen usw. anzubringen. Dafür empfehle ich euch die Anleitung in Ninas oben verlinktem Rezept!

Ihr braucht außer den Zutaten für die Cupcakes und die Ganache noch etwas Schokolade oder Kuvertüre für die Fühler und ggf. die Punkte, außerdem Fondant oder Marzipan und Lebensmittelfarbe. Viel Spaß beim Backen!

Samstag, 25. Mai 2013

Vegan Wednesday #40


Cara hat nicht viele Worte gemacht, und ich diesmal auch nicht: mein veganer Mittwoch in Bildern. Wir kriegen nämlich gleich Besuch, und dann gibt es Mini-Wok und Bowle!



Frühstück: ein Cupcake.



Vormittags: die obligatorischen Lauchcrostini (diesmal kalt) und ein Apfel. Mittags: noch mal Lauchcrostini, zum Nachtisch noch ein Cupcake.



Nachmittags: etwas Kartoffelbrei von Edeka, Reste vom Grillen am Tag vorher.



Abends: Pasta tofunese mit Tofu rosso.

Dazwischen: wie immer reichlich Schokolade.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Tahini Lime Cookies


Und weiter geht es mit Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero, diesmal mit den Tahini Lime Cookies aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar". Dass ich sehr gerne Cookies backe, ist ein offenes Geheimnis, in der Regel enthalten meine Lieblingsrezepte allerdings Schokolade.

Hier also mal eine Ausnahme von der Regel. In den Cookies ist Limettenschale und vor allem Tahini enthalten, was ihnen einen außergewöhnlichen Geschmack verleiht. Leider ist das zweite Blech Cookies etwas zu dunkel und damit auch etwas zu hart geworden - während des Backens ist unser Katzenopa vom Tisch gefallen, daher hatte ich dann erst mal anderes im Kopf als Kekse. Zum Glück ist nichts weiter passiert, und die hellere Variante (im Bild links) schmeckt topp!

Änderungen, die ich vorgenommen habe: Ich habe die Margarine durch Rapsöl ersetzt und außerdem hellen statt schwarzen Sesam zum Bestreuen genommen. Beides habe ich nicht bereut.

Montag, 20. Mai 2013

Mimis Bananenkuchen mit Kokosmilch


Beim fair-veganen Frühstück hatte ich ihn schon mal gezeigt, da Sebastian und ich aber so begeistert waren, möchte ich ihn noch mal gesondert hervorheben: Mimis "Theo hol mir ein Bananenbrot"-Kuchen. Ich weiß nicht, ob es an der Kokosmilch liegt, aber die Konsistenz war einfach perfekt! Für mich persönlich hätte er etwas weniger süß sein können, aber erstens ist das ja immer Geschmackssache, und zweitens lässt sich das Problem durch etwas weniger Zucker schnell beheben. Eventuell müsst ihr außerdem die Backzeit etwas verlängern, aber das ist ja auch kein großer Aufwand, und daher möchte ich euch diesen Kuchen wärmstens an's Herz legen! Für Kokoshasser: Die Kokosmilch schmeckt man nicht heraus.

Samstag, 18. Mai 2013

Vegan Wednesday #39


Wuaaah, irgendwie gehen die Tage bis Samstag Abend immer so schnell vorbei - besonders, wenn ich bei meiner Mutter bin. Heute habe ich Kuchen gebacken, Bountys produziert, mit meiner Mutter das Grab meiner Großeltern und meines Vaters bepflanzt, Sebastian und ich haben mit meinem Stiefvater einen Waldrundgang gemacht, Sebastian ist das erste Mal unseren Trecker gefahren (frustrierend! Er macht das so viel besser als ich!), wir waren Freunde besuchen, ich habe Wasser in den Gartenteich gelassen, den Rasen gedüngt und war mit Vincent im Garten spazieren. Aber JETZT wird es endlich was mit den Fotos vom Vegan Wednesday! Gesammelt hat diese Woche übrigens Regina auf muc.veg.


Morgens gab es ganz unspektakulär Müsli mit Sojamilch.



Mittags Lauchcrostini - ich weiß auch nicht, warum es die immer mittwochs gibt, aber wir können auch noch andere warme Gerichte kochen! Leider waren die Brötchen am Ende etwas zu kross. Mich stört das weniger, aber Sebastian atmet dann immer die Krümel ein und hustet sich fast zu Tode, daher ist er dann lieber auf Brot umgestiegen.



Nachmittags gab es einen Apfel...



...und zwei Roasted Almond Cookies.



Abends war Resteverwertung angesagt: Die übrigen Lauchcrostini und ein riesiger Smoothie (hier seht ihr nur einen Bruchteil) aus Banane, Melone, Salat und Orangensaft.



Durfte natürlich über den Tag verteilt nicht fehlen: Schokolade!

Ich wünsche euch allen schöne Pfingsten!

Freitag, 17. Mai 2013

Earl-Grey-Cupcakes


Irgendwie haben es jetzt doch nicht alle Cupcakes in den April geschafft... Sei's drum. Hier kommen jedenfalls als letzte in der Reihe die Earl-Grey-Cupcakes aus "Vegan Cupcakes Take Over The World". Sehen ziemlich unspektakulär aus, was aber auch an mir liegt, da ich auf die vorgeschlagene Deko verzichtet habe: Normalerweise sollen sie dick mit einer Mischung aus Puderzucker, Kakao und Gewürzen bestäubt werden. Da ich sie aber mit zur Arbeit transportieren wollte, hatte ich keine Lust auf einen Staubwirbel in meiner Brotdose.

Der Teig selbst ist mit Sojajoghurt hergestellt und superlecker. Mein einziges Problem: Die Sojajoghurtrezepte aus dem Buch sind bei mir sehr abhängig vom Ofen. Während sie in der Küche im Haus meiner Mutter gut gelingen, habe ich mit ihnen in unserem Ofen so meine Mühe. Manchmal werden sie einfach nur klebrig und sind nach einer Verdopplung der Backzeit zwar außen zäh, aber innen immer noch sehr feucht. Trotzdem: Wenn sie funktionieren, sind sie toll!

Mittwoch, 15. Mai 2013

Ein Geburtstagsreigen von veganen Blogs

Heute wird twoodledrum drei Jahre alt - herzlichen Glückwunsch an mich selbst! Als ich angefangen habe, war ich sehr unsicher und hätte nicht sagen können, wo dieser Blog drei Jahre später stehen würde. Aber ich bin sehr zufrieden!

Zur Feier des Tages hatte ich euch dazu aufgerufen, mir eure Bloglogos und jeweils eine kurze Beschreibung euren veganen Blogs zu schicken. Der Hintergrund: Ich fand den Start als vegane Bloggerin sehr, sehr schwer und hätte mir gerade am Anfang mehr Möglichkeiten gewünscht, meinen Blog bekannt zu machen. Eine solche Plattform wollte ich euch heute bieten. Und seht her, wer mir geschrieben hat! Noch mehr vegane Blogs findet ihr übrigens in meiner Blogliste - meldet euch, wenn ihr aufgenommen werden wollt!



Jessi, Baujahr 81 - die erst seit kurzem wieder zur Vegetarierin wurde, und fast nahtlos zur veganen Ernährung übergegangen ist - lässt uns auf ihrem Blog an ihrem Alltag teilhaben, wie es ist, sich als frischer Veganer zurecht zu finden, vor allem, wenn man auch noch drei Omnivoren (Fleischesser) daheim und keinen Vegetarier/Veganer im Freundes/Bekanntenkreis hat. Mit vielen Produkttests, Rezepten und Essensfotos...




Mein Blog heißt From Veggie to Vegan, es gibt ihn seit knapp einem Jahr.
Ich möchte mit meinen Rezepten und Erfahrungsberichten zeigen, dass es nicht schwer ist, einen veganen Alltag – auch als Mama und Ehefrau – zu bestreiten.
Ich hoffe, viele zu erreichen, die gerne vegan leben möchten, es sich aber nicht zutrauen, weil sie es für zu schwierig und kompliziert halten.
Das ist es nämlich überhaupt nicht!


Caro von Klotzen&Kleckern


Also, ich bin Caro. Studiere Kommunikationsdesign im großen und fabelhaften Berlin. Ich koche niemals für mich allein, daher lade ich umso lieber Leute ein, bekoche sie, mach die Mutti und übe Prokrastination im allergrößten Stil in Form von ausgefallenen köstlichen Backwaren aus.
Ich schimpfe mich keine "Veganerin", ich koche, esse und lebe tierfrei. Jedoch missioniere ich nicht, halte keine Moralpredigten und mache niemandem Vorwürfe. Ich rede mir ein, dass es vielleicht etwas bewirkt, wenn ich zeige, wie einfach, lecker, außergewöhnlich tierfreie Küche sein kann. Aber ehrlich gesagt hat das alles gar nicht so sehr was mit selbstlosen Beweggründen zu tun, sondern eher mit dem Ziel, mich selbst, den Alltag, das Leben, das Essen zu lieben.
Was mich und meinen Blog besonders macht? Ich denke, nichts. Es gibt kein außergewöhnlich grandioses, neuartiges Konzept. Es gibt nur mich, meinen Spaß am Kochen, meine Freude daran, Neues auszuprobieren und es mit anderen zu teilen und ähm… Woop Woop Party in the kitchen!
Danke, danke und allerliebsten Spaß an alle anderen Vegan-Blogger da draußen!


Samantha von Awesam Vegan


Ich habe meine Ernährung vor etwa einem Jahr auf vegetarisch umgestellt und lebe erst seit Ende Juli '12 vegan. Über den Veganismus bin ich auch erst so richtig zum Kochen und Backen gekommen, was inzwischen zu meinem größten Hobby zählt.
Mir ist es wichtig, zu zeigen, wie vielseitig man als Veganer leben kann und dass eine tierfreie Ernährung absolut nichts mit Verzicht zu tun hat, sondern lediglich etwas mit Umdenken. Außerdem möchte ich auch Lust auf Neues bei den veganen "alten Hasen" wecken.


Claudia von Hüpfgemüse


süß-scharfer Seitan aus dem Wok

Hallo, ich bin die Claudia von huepfgemuese - der MehrVegBlog!
MehrVegBlog deswegen, weil 1. mehr vegan gegessen werden sollte (klaro) und 2. wir zu viert bloggen. Das ist das, was unseren Blog auch etwas anders macht. Vier Leute, die einen Blog betreiben, macht gleich vier unterschiedliche Geschmäcker, vierfache Einflüsse und vier Schreibstile. Also bestimmt für jeden Leser was dabei. Allerdings kann es dann auch mal passieren, dass man ein nettes Photo mit Rezept hat und nicht gleich dazu kommt, zu bloggen, und dann schreibt schon jemand anderes was ähnliches. Aber dann hat man auch gleich wieder Zeit, zurück in die Küche zu gehen und was Neues auszuprobieren. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen: www.huepfgemuese.de




Hallo, ich bin Billa, Mode- und Graphikdesignerin, Mutter eines 13-jährigen Tochterkindes und verheiratet mit dem besten Ehemann von allen. In "Billas Welt des schönen Seins" geht es um alles, was mein Leben schöner macht, mir Freude bringt und mich inspiriert.
Ich liebe es, vegane Rezepte auszuprobieren; zu malen; bin begeistert, wenn mir gute Photos gelingen, obwohl ich von der Technik keine Ahnung habe, und habe immer zu wenig Zeit für zu viele Ideen. Da hilft es auch nicht, wenn ich Listenschreiberin mit Hang zum Überoptimieren bin...




Auf meinem Blog teile ich meine ersten Schritte im veganen Leben mit einigen Rezepten. Mit dem veganen Leben hat meine Begeisterung fürs Kochen und Backen unheimlich zugenommen, sodass ich inzwischen auch meine eigenen Rezepte vorstelle oder auch einmal etwas ausprobiere, was ich so bisher noch nicht gemacht habe. Bei mir ist noch lange nicht alles perfekt, aber ich bin dran und freue mich immer wieder über nette Tips oder andere Kommentare.


Jana und Conny von Blümchenrevolte


Wir haben das Bild gewählt, weil wir finden, dass es uns beide, die wir den Blog seit fast einem Monat betreiben, gut wiederspiegelt!
Wir sind beste Freundinnen, seitdem wir uns im Kindergarten kennengelernt haben! Sind immer durch dick und dünn gegangen und haben auch gemeinsam den Veganismus für uns entdeckt. Wir stehen noch relativ weit am Anfang und wollen durch den Blog unsere Entwicklung, Eindrücke, Rezepte und vieles mehr festhalten...
Ein Blog-Projekt unter allerbesten Freundinnen :)




Mein Blog entstand im September 2012, weil ich gerne am Vegan Wednesday teilnehmen wollte. Getreu dem Motto glaube ich, dass der beste Weg, Menschen für vegane Ernährung zu begeistern, ist, ihnen Appetit darauf zu machen. Über bereits vegane Blogbesucher, die sich Appetit holen wollen, freue ich mich natürlich gleichermaßen. Ich zeige hauptsächlich Fotos meines veganen (Alltags-)Essens, ab und zu mit Rezept oder anderen Anregungen und ganz selten meine Meinung zu einem veganen Thema oder Produkt.


Dominique von Greensoul


Meinen Blog greensoul habe ich vor ca. 1,5 Jahren gestartet, weil ich zeigen wollte, dass es nicht nur sehr einfach ist, sondern auch sehr viel Spaß macht, seinen Alltag grüner zu gestalten.
Mein besonderes Augenmerk liegt in meinen Beitragen auf der Ernährung, da immer noch zu wenige Menschen wissen, welch einen enormen Einfluss sie mit der Wahl ihres Essens auf ihre Gesundheit, aber auch auf den Zustand ihrer Umwelt und der Natur weltweit haben.
Darüber hinaus schreibe ich aber auch über viele andere Themen, die mit Umweltschutz & Nachhaltigkeit zu tun haben, sei es z.B., dass ich nachhaltigere Alternativen im Bereich Gesundheit erläutere, Bücher und Filme vorstelle oder über Projekte im Bereich Umwelt- und Tierschutz berichte.
Mein Ziel dabei ist es, ein wenig Inspiration für ein nachhaltigeres Leben zu liefern und zu zeigen, dass dass man mit einem grüner gestalteten Alltag nichts an Lebensqualität einbüßt - ganz im Gegenteil!


Sandra von Vegan Mom


Dieser Blog ist für alle, die nicht mehr so weitermachen wollen wie bisher, die sich für einen neuen Weg des Vegan Lifestyle interessieren, die Yoga als ihre Passion ansehen und Spaß an "Lovely Things" haben.
Ihr findet hier Ideen für delicious vegan food, Rezepte nach Art des Challenger-Programms "Vegan For Fit", Hintergrundinformationen zu Ernährungsphysiologie speziell für Kinder und in der Schwangerschaft, Tipps für ein veganes Leben in München und Stuttgart, and all about Yoga & Love...
Über mich: Ich bin 36 Jahre, gebürtige Hamburgerin und seit 24 Jahren Vegetarierin; seit einiger Zeit lebe ich vegan. Inspiriert hat mich das Buch "Vegan For Fit". Mein noch omnivorer Mann, mein zweijähriger Sohn und ich leben in München-Schwabing. Ich praktiziere seit 4 Jahren regelmäßig Yoga.

Montag, 13. Mai 2013

Vegan Wednesday #38 - das Board ist online!


Für die von euch, die es nicht schon auf Facebook mitgekriegt haben oder selbst darüber gestolpert sind: Das neue Vegan-Wednesday-Board ist seit gestern Vormittag fertig!

Neu begrüßen wir Lena und Ronny von "Vegan sein"! Diese Woche wird dann bei Regina auf muc.veg gesammelt - also bitte den Fotoapparat nicht vergessen!

Und falls euch besonders an Frühstücksideen gelegen ist: Auch das Board zum fair-veganen Frühstück habe ich mittlerweile gepinnt. Seht her!

Sonntag, 12. Mai 2013

Torte mit Sinusmodifikation


Dass Sebastian Mitte April sein 2. Staatsexamen im Lehramt mit Bravour bestanden hat, hatte ich euch ja erzählt. Was ich jedoch bisher für mich behalten hatte, ist diese Dankeschön-Torte für seine Matheklasse, die ich zusammen mit einer Freundin gebacken und dekoriert habe. Thema der Examensstunde waren Modifikationen der Sinusfunktion, und diese haben sich auch in der Tortendekoration niedergeschlagen.

Zu den Dimensionen:
  • 40 x 30 x 9 cm, 
  • zwei Bleche Kuchen, 
  • 800 g Fett allein in der Creme, 
  • drei Tafeln Schokolade in der Ganache, 
  • ein Kilo Puderzucker im Fondant, 
  • rund 22.000 Kalorien. 
Noch Fragen?


Die Rezepte:
Schokobiskuit von Veganpassion, umgerechnet auf zwei Backbleche mit der Annahme, dass das Ursprungsrezept für eine Springform mit 18 cm Durchmesser reicht.
Creme von veganfood, vierfaches Rezept.
Ganache mit 300 g Zartbitterschokolade.
Fondant von Veganpassion, ein Rezept in grün eingefärbt und dann noch ein wenig Fondant extra für die Deko.

Samstag, 11. Mai 2013

Vegan Wednesday #38

Schon wieder Samstag... Ich sollte mich schämen, immer so spät zu posten! Aber vielleicht erinnert das ja den ein oder anderen von euch, dass auf eurer Speicherkarte auch noch Vegan-Wednesday-Fotos schlummern. Die Links zu euren Posts könnt ihr mir noch bis heute Abend hier hinterlassen.

Und so sah mein Mittwoch aus:


Zum Frühstück gab es Vollkornbrot mit Tapenade aus dem Weltladen.



Vormittags: ein fair gehandelter Smoothie.


Mittags gab es Müsli - da war ich allerdings so hungrig, dass ich das Fotografieren vergessen habe.



Nachmittags: Banane. Ihr seht hier allerdings das "Negativ" - gegessen habe ich die Banane, die fehlt.



Abends dann Lauchcrostini. Irgendwie gibt es die bei uns oft... Das liegt daran, dass die regionale Gemüsekiste eigentlich jede Woche Lauch enthält. Außerdem sind sie schnell gemacht (sie werden von Hefeschmelz zusammengehalten), und kalt essen kann man sie obendrein. Oh, und sie sind eine optimale Verwertungsmöglichkeit für eventuell übriggebliebene Brötchen vom Sonntag. Da haben wir ja immer einen Brötchenlieferservice vom Schwiegervater.



Hier seht ihr die Verpackung einer Schokolade, die ich bei Juli von foodsandeverything gewonnen habe. Lange überlebt hat sie nicht! Da hatte Sebastian allerdings auch reichlichen Anteil dran.

So viel zu meinem Mittwoch - zeigt ihr mir noch euren?

Donnerstag, 9. Mai 2013

Bericht von der UGB-Tagung "Ernährung aktuell" am Wochenende

Am Wochenende bin ich nach langer Zeit mal wieder die Ernährungswissenschaften eingetaucht: Auf der UGB-Tagung "Ernährung aktuell" in Gießen wurde ein breites Themenspektrum behandelt. Eine kurze Übersicht über die Vorträge am Freitag und Samstag:

Prof. Dr. C Leitzmann: Evolution und Ernährung - aktuelle Relevanz
Prof. Dr. B. Watzl: Sekundäre Pflanzenstoffe: Wie ist die aktuelle Bewertung?
Prof. Dr. G. Jahreis: Schädliche Stoffe in Lipiden - neue Öle
P. Kanstinger: Wie viel Fisch ist noch drin?
Dr. A. Beck: Bio ist besser - ist bio besser?
Experteninterview: Wie unabhängig ist die Ernährungsforschung?
Dr. A. Buyken: Low carb - slow carb: Wie ist die aktuelle Bedeutung?
Dr. P. Ambrosius: Untergewicht - was tun für die Gewichtszunahme?
T. Männle: Ernährungsberatung - fair beraten
A. Hissting: Gentechnik und Lebensmittel - Anwendung, Kennzeichnung, Vermeidung
Dr. S. Gieren: Fetale Programmierung - dick sein beginnt im Mutterleib
E. Gätjen: Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

Eigentlich hatte ich vor, euch hier die einzelnen Vorträge kurz zusammenzufassen, aber ich habe gesehen, dass die UGB das bereits getan hat, und spare mir daher die Arbeit. Aus meinem subjektiven Empfinden heraus möchte ich euch einfach nur das berichten, was mich besonders beeindruckt hat.

Alles in allem, um das direkt vorwegzunehmen, fand ich es wundervoll, an der Tagung teilzunehmen. Auch, wenn ich immer dachte (und zum großen Teil noch denke), dass meine beiden Masterabschlüsse nicht - sagen wir es vorsichtig - wirtschaftlich gut verwertbar sind, ergänzen sie sich doch wunderbar, um ein so breit gefächertes Programm wertschätzen und die Themen auch einordnen zu können. Ein wenig Sinnstiftung, sozusagen! Ein gutes Gefühl.

Das stellte sich aber auch direkt beim ersten Vortrag von Prof. Leitzmann ein. Er ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Vollwerternährung, seit vielen Jahrzehnten Verfechter der vegetarischen Ernährung auch aus wissenschaftlicher Sicht, Autor zahlreicher Bücher (unter anderem "Vegetarische Ernährung" aus dem Ulmer-Verlag, das auch den Veganismus umfassend behandelt), und, was ich sehr wichtig finde, Begründer der Ernährungsökologie, die die Ernährung im Spannungsfeld von Gesundheit, Ökologie und Ökonomie untersucht. In diesem Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag, ist also schon lange emeritiert - dennoch hatte ich das Glück, ihn während meines Bachelorstudiums als Gastdozenten in einer Vorlesung erleben zu dürfen. Wenn ihr mal die Change habt, ihn sprechen zu hören: Nutzt die Gelegenheit, es ist ein Erlebnis! Die Schlussfolgerung, die Prof. Leitzmann in seinem Vortrag zog, war übrigens folgende: Von Natur aus sei der Mensch Allesfresser, auch wenn das nicht die heutige Ernährung rechtfertige: In den meisten Fällen seien tierische Produkte eher als Ergänzung verzehrt worden. Vegane Ernährung sei daher eine kulturelle Erscheinung - nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Aufrüttelnd fand ich dann den Vortrag von Prof. Jahreis zu schädlichen Stoffen in Lipiden. Neben den altbekannten Transfettsäuren (v.a. in gehärteten Fetten wie Margarine und damit auch in den daraus hergestellten Produkten) kamen hier die 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidol (die Chemie erspare ich euch hier) aus raffinierten Ölen zur Sprache, die ich bisher immer nur am Rande wahrgenommen hatte. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, und entstehen bei der Desodorierung von Ölen, einem Prozess in der Raffination. Der Gehalt des Öls könne durch die Art der Desodorierung beeinflusst werden, so Prof. Jahreis - aber wie kann man das schon beurteilen? Vielleicht sollte ich meine bisherige Küchenpraxis mit der reichlichen Verwendung von raffiniertem Rapsöl doch überdenken, auch wenn mir insbesondere zum Backen ein wenig die Alternativen fehlen.
Ein weiteres Thema war das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Das Beharren von Prof. Jahreis auf Bergmilch zur Behebung des Problems, dass im Verhältnis von den meisten Menschen zu wenig Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden, fand ich zwar etwas daneben, aber Veganer können hier definitiv betroffen sein. Mehr darüber könnt ihr in der VegAnleitung lesen.

Auf den Vortrag von Philipp Kanstinger zu Fisch hatte ich mich ziemlich gefreut, war dann aber am Ende enttäuscht. Die Infos waren nicht schlecht (unter anderem ging es um den Gegensatz von Wildfang und Aquakultur), aber anscheinend hatte er in Gegenwart so vieler Ernährungswissenschaftler, die alle auf ihrer Empfehlung des wöchentlichen Fischverzehrs beharren, dann doch nicht den Mut, zu weniger Fischkonsum aufzurufen. Eine vertane Chance, Alternativen aufzuzeigen.

Am überraschendsten fand ich den Vortrag von Dr. Annette Buyken zu Low- und Slow-Carb-Diäten. Zur Erinnerung: Bei Low Carb geht es um eine Reduktion des Kohlenhydratanteils, sprich Stärke und Zucker, in der Nahrung, bei Slow Carb um die Verwendung von langsam blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten, Stichwort Glykämischer Index.
Zu Low Carb hatte ich bisher eine eher schlechte Meinung. Im Vortrag wurde dann auch deutlich, dass es bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Low Carb gesünder ist oder besser beim Abnehmen hilft - aber eben auch keine dagegen, und biologisch seien Vorteile eher logisch als unwahrscheinlich. Wichtig sei allerdings, bei der Substitution durch Fett oder Protein auch auf deren Qualität zu achten. Zudem seien die Langzeitwirkungen einer (tier)proteinreichen Ernährung unklar.
Beim glykämischen Index ergab sich ein ähnlicher Eindruck: Bisher keine wissenschaftliche Evidenz, aber biologische Plausibilität. Meine Meinung hat sich hier also deutlich geändert.

Ein kleines Highlight für mich war außerdem der Beitrag von Dr. Stefan Gieren zur fetalen Programmierung. Da ich ja selbst zuckersüchtig bin, würde ich meine Kinder gern vor einem ähnlichen Schicksal bewahren - und das beginnt offensichtlich bereits in der Schwangerschaft. Das sensible Zeitfenster für den Zuckerstoffwechsel liege in der 24. Schwangerschaftswoche, und auch wenn natürlich auch spätere Einflüsse noch eine wichtige Rolle spielten, könne hier der Grundstein für Übergewicht gelegt werden. Faszinierend.

Mitgenommen habe ich außer viel neuem Wissen auch eine Menge Motivation, für mich selbst mehr in Richtung gesunde Ernährung zu tun. Mal sehen, wie viel davon im Alltag übrig bleibt.

Dienstag, 7. Mai 2013

Vegan Wednesday #38 - hierher mit euren Posts, bitte!


Schon wieder ist es Dienstag Abend - dabei ging doch gestern Morgen erst das Board vom letzten Vegan Wednesday online... Tsss. Irgendwie geht die Woche immer viel zu schnell rum. Andererseits ist das auch gut, so gibt es immer wieder neue Essensinspirationen. Diese Woche sammele ich eure Mittwochsbeiträge ein, und zwar bis Samstag Abend. Also flugs die Kamera gezückt, die Mahlzeiten eures veganen Mittwochs fotografiert, einen Blogpost geschrieben und den Link hier hinterlassen! Nähere Infos findet ihr hier, ebenso wie das Logo zum Mitnehmen. Ihr könnt den Vegan Wednesday auch gerne auf Facebook "liken", sodass ihr immer auf dem Laufenden seid.


Nun denn, ich freue mich auf eure Beiträge! Bis morgen Abend könnt ihr außerdem noch euer fair-veganes Frühstück zeigen, also: Morgen ist die letzte Gelegenheit! Bitte hinterlasst mir den Link unter dem entsprechenden Sammelpost, auch dann, wenn ihr auch beim regulären Vegan Wednesday mitmacht.

Montag, 6. Mai 2013

Mein veganes Fairtrade-Frühstück



Ohje... Da habe ich mal wieder einen Aufruf gestartet und kam dann selbst nicht richtig in die Puschen! Bis Mittwoch habt ihr zwar noch Zeit, den Beitrag hier abzugeben, aber trotzdem habe ich mich schon schlecht gefühlt. Heute war dann aber nach einem morgendlichen Arzttermin und einem schnellen Besuch im Weltladen ein ausgiebigeres Frühstück angesagt.

Eigentlich ging es aber schon gestern Abend los, und zwar hiermit:



Bananen von Banafair, Kokosmilch von gepa, Zimt und Muskatnüsse von El Puente. Unabhängig davon, dass die Bananen fair gehandelt sind, kaufe ich sie auch ihrer Qualität wegen sehr gerne. Wenn die (ebenfalls fairen) Bananen aus dem Edeka außen so aussehen, mag ich sie nicht mehr am Stück essen, weil ich überreife Bananen nicht leiden kann. Die von  Banafair jedoch reifen langsamer und bleiben innen länger fest. Da lohnt sich der Weg in den Weltladen.

Wo war ich eigentlich? Ach ja. Gestern Abend. Aus den hier dargestellten Zutaten (und natürlich noch einigen weiteren) entstand ein Banana Bread nach einem Rezept vom Mimi. Ganz so süß hätte es für meinen Geschmack nicht sein müssen, aber beim nächsten Mal werde ich einfach den Zucker reduzieren, denn alles andere war einfach perfekt! Seht selbst:



Natürlich war das Bananenbrot aber nur Teil des Frühstückstisches:



Im Bild: Mineralwasser, Brot und Brötchen, Frischkäse von Soyananda, das Bananenbrot, zwei Smoothies von Banafair, Tapenade von El Puente und Gurke.


Die Smoothies und die Tapenade noch mal in der Nahaufnahme:




Und hier noch Vollkornbrot mit Tapenade und Graubrot mit Frischkäse und Gurke:




Schade, dass man so nicht jeden Tag frühstücken kann...