Sonntag, 31. März 2013

Update zum Use Up-Along: Wie wird man Lebensmittel los?


Erst einmal frohe Ostern euch allen! Ich hoffe, ihr hattet einige Nettigkeiten im Osternest, habt schön gefrühstückt und habt vor allem noch einen schönen Tag vor euch! Ich habe die letzten beiden Tage mit meiner Verwandtschaft und meinen Freunden in der Heimat verbracht und bin jetzt wieder zurück zu Hause. Der Schwiegervater war schon zu Besuch, und nachher besuchen wir noch die Cousine meines Freundes und ihre Familie. Morgen ist dann voraussichtlich "Ruhetag", aber wer weiß...

Zwischen all den Osterposts möchte ich aber den letzten Tag des Märzes nutzen, um euch ein kurzes Update zu meinem Use Up-Along zu geben. Falls ihr eine kleine Gedächtnisauffrischung braucht: Anfang des Jahres hatte ich dazu aufgerufen, den eigenen Vorratsschrank zu inventarisieren und "Leichen" aufzubrauchen. Offensichtlich traf das den Nerv einiger anderer Blogger. Alle Etappen und Ergebnisse könnt ihr hier bewundern:

Bestandsaufnahme
Zwischenstand 1
Zwischenstand 2
Endstand

Meine eigene Liste zum aktuellen Stand könnt ihr jederzeit hier ansehen, ihr findet sie aber auch weiter unten. Sie ist deutlich kürzer als zu Beginn, aber nicht so viel kürzer, wie man meinen sollte. Das hat verschiedene Gründe:
  1. habe ich noch verschiedene weitere Dinge aufgelistet, die in der ersten Liste nicht auftauchten,
  2. ist das ein oder andere dazugekommen (v.a. im Bereich Alkohol) und
  3. stehen viele Dinge zwar noch auf der Liste, sind aber immerhin schon angefangen. Marmelade und auch ein Kilo Reis brauchen nun mal ihre Zeit!
Und wie bin ich die Sachen jetzt losgeworden? Auf folgende Arten und Weisen:

Das ist ja lecker!
Einige Dinge sind verschwunden, weil ich sie endlich einmal probiert und für sehr lecker befunden habe. Sie werden also definitiv nachgekauft und haben daher nichts mehr auf der Aufbrauchliste zu suchen. Beispiele: Sojamedaillons und Seitan Fix.  

Dranbleiben
Manches mag ich eigentlich, brauche ich aber nicht unbedingt. Also gibt es ab und zu mal etwas davon. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, und irgendwann ist die Packung leer. Stichwort Matcha und Reis - beides eigentlich lecker, würde ich aber von mir aus nicht nachkaufen.

Hier fällt es nicht auf
Muss ich mehr sagen? Limettensaft im Smoothie. Marmelade statt Zucker in der roten Grütze.

Augen zu und durch
Bei anderen Lebensmitteln hilft manchmal einfach nichts als "Augen zu und durch". In den letzten Wochen habe ich sehr oft Restecurrys und andere Ausprägungen von "Pampe mit irgendwas" mit zur Arbeit genommen. Mit zur Arbeit deshalb, weil ich mich dann nicht mehr spontan umentscheiden konnte, doch noch etwas anderes zu essen. So sind unter anderem Kokoscreme, Tiefkühlgemüse und eingelegte Paprika verschwunden.

Verschenken
Zugegebenermaßen fällt in diese Kategorie nur sehr wenig - zumindest, wenn man nur das direkte Verschenken an Bekannte einrechnet. Ich wollte diese Möglichkeit aber zumindest mal erwähnt haben!

foodsharing.de
Eine andere Form des Verschenkens. Die Internetplattform foodsharing.de wurde in einigen Kommentaren im Laufe des Use Up-Alongs erwähnt, und ich habe sie dann auch tatsächlich mal getestet. Auf sehr nette Art und Weise wurde ich Sekt und Wein (den wir öfter geschenkt bekommen, aber nicht mögen) und Sojamedaillons und Räuchertofu (Überbleibsel aus einem Kochkur) los. Natürlich macht das Einstellen und Verabreden ein wenig Arbeit, ich habe aber insbesondere bei der zweiten Übergabe sehr inspirierende Menschen kennengelernt, die mir die ganze Woche gerettet haben. Meiner Meinung nach sehr zu empfehlen! Möglicher Kritikpunkt: Man muss aufpassen, nicht von vornherein Produkte mit dem Gedanken zu kaufen, sie ja im Notfall problemlos über foodsharing.de wieder abgeben zu können.

Wegwerfen
Dieser letzte Punkt liegt mir schwer im Magen, aber ja, ich muss zugeben, ich habe auch Dinge weggeworfen. Getroffen hat es trockene Reste vom Marzipanstollen, vier Gläser eingelegte Tomaten mit Zwiebeln, ein Glas Erdbeermarmelade und ein Glas abgelaufenen Senf (und vermutlich noch mehrere andere Dinge, an die ich mich gerade nicht erinnern kann). Bei allen konnte ich mich nicht dazu überwinden, sie zu essen. Dabei finde ich die Verschwendung von Lebensmitteln eigentlich schrecklich. Was ich daraus gelernt habe, ist aber eigentlich die wichtigste Lektion der ganzen Aktion:

Kauf nur das, was du auch wirklich essen willst, und nichts, was du deiner Meinung nach essen oder zubereiten solltest.

Ich bin schon mehrfach für meinen nicht sehr exotischen Geschmack und meinen mangelnden Willen, jedes neue (vegane) Produkt auszuprobieren, kritisiert worden. Für mich ist eine solche Haltung aber sinnvoll. Ich bin nicht gut darin, mich zum Aufessen von Dingen zu zwingen, die mir nicht schmecken - daher kaufe ich sie am besten gar nicht erst. Damit bleibt zwar mein Horizont etwas beschränkt, aber auch der Biomülleimer leer, und eigentlich ist das Ganze ja auch gar nicht mein Problem, sondern das meiner Umwelt. Ich bin zufrieden mit dem, was ich esse!

Auch mit Dingen, die ich tatsächlich ausprobieren will, bin ich zurückhaltender geworden. Gerade Besuche im Bioladen sind hier immer sehr gefahrenträchtig. Aber: Gut Ding will Weile haben. Ich notiere mir die Sachen und nehme maximal ein neues Lebensmittel pro Woche mit. Alles andere führt zu noch mehr Küchenschrankleichen, bei denen am Ende die Begeisterung in ein schlechtes Gewissen umschlägt.

Und falls es euch jetzt selbst nach Ausmisten gelüstet: nur zu! Einen neuen Use Up-Along werde ich Anfang 2014 starten, aber es besteht ja kein Grund, bis dahin untätig zu sein!

Für alle, die es bis hierhin geschafft haben, zum Abschluss noch meine aktuelle Aufbrauchliste:

*begonnen

Vorratsregal im Flur
*Reis Curryreis und zum Mitnehmen an die Arbeit
Polenta
Gewürzgurken (2) vom Freund essen lassen
Erdbeermarmelade (3 2 1)
Bananen-Rhabarber-Marmelade
Pflaumenmus (2) auslöffeln
Kürbismarmelade
*Kirschmarmelade (3 2) auslöffeln
*Rosenwasser Cupcakes
Kala Namak Rührtofu, Kichererbsen-Rührei
*Honigkuchen (gekauft)
Puddingpulver (2 1) Pudding kochen
Orangenschalenaroma zum Backen
Knorr Fix für Sahneschnitzel
Maggi Fix für Rahmsoße
Knorr Fix für Moussaka (3 2)
Uncle Ben's

Küche
Carobpulver Cupcakes
*Maismehl
Kokosraspel, grün eingefärbt
*Polenta Polentaschnitten, Polentapfannkuchen
Hartweizengrieß Nudeln
Puddingpulver Pudding kochen
Rotweinessig
Falafelmischung
Dose Erbsen & Möhren
*Matcha mit Sojamilch und Banane, Brownies
*Noriblätter Maki
*Yogitee
*Earl-Grey-Tee
Grafschafter Goldsaft Sirupkekse
*Grafschafter Heller Sirup
*Distelöl

Kühlschrank
*Thai-Currypaste Curry in a Hurry
*Reisessig Maki

Gefrierschrank
*Erbsen-Möhren-Mais-Gemüse
Spargel Spargellasagne
1/2 Stück Rinderfilet

Gewürze
Hähnchengewürz
*Indische Gewürzmischung (2)
5-Gewürze-Pulver
Italienische Würzmischung
Berbere Ethiopean Stew
Minzextrakt Cupcakes
Scharfe rote Gewürzmischung

Getränke
Amaretto
Wodka
*Blue Curacao
mehrere kleine Fläschchen Jägermeister
eine kleine Flasche Weinbrand
ein kleines Fläschchen Kleiner Feigling

Donnerstag, 28. März 2013

Rezept- und Fotoupdates im März

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Ab und zu aktualisiere ich die Bilder zu alten Rezepten, wenn ich neue, schönere geschossen habe, und überarbeite den Text dann meist gleich mit. Im März waren die folgenden Rezepte dran:


Polenta-Pfannkuchen. Ich versuche gerade, meine Polenta aufzubrauchen, und diese Pfannkuchen, die es jetzt oft sonntags gibt, sind perfekt dafür!



Tofubällchen mediterran. Hier gab es nur ein neues Foto, das Rezept ist ja nicht von mir.



Kidneybohnen in roter Soße. Weitere Erläuterungen überflüssig!



Kein Fotoupdate, dafür zum ersten Mal mit Matchapulver statt mit normalem grünen Tee ausprobiert: Green Tea Cupcakes.

Mittwoch, 27. März 2013

Buchverlosung: Der Gewinner steht fest!


Irgendwie lief der Tag heute von vorne bis hinten anders als erwartet... Was aber nicht (nur) negativ war! Unter anderem habe ich sehr interessante Menschen getroffen, was immer eine Menge wert ist. Daher auch die sehr späte Verkündung des Gewinners der Buchverlosung.

Für die Auslosung habe ich es mir einfach gemacht und R bemüht, das Programm, mit dem ich an der Arbeit hauptsächlich arbeite. Das sah dann so aus:


Schritt 1: Alle Teilnehmer aufschreiben, je nach Anzahl der Lose.
Schritt 2: Einen Teilnehmer zufällig ziehen.

Und wer die Gewinnerin ist, seht ihr schon, wenn ihr etwas die Augen zusammenkneift: Anja! Herzlichen Glückwunsch! Leider hast du mir keine E-Mail-Adresse hinterlassen, daher bitte ich dich, mir bis Sonntag deine Adresse per Mail an twoodledrum [at] gmx.de zukommen zu lassen. Ansonsten lose ich am Montag noch einmal neu aus.

Alle anderen: Bitte nicht traurig sein! Hier findet ihr die komplette Rezension und auch nähere Infos zum Buch.

Montag, 25. März 2013

Meine liebsten Kochkursrezepte

Nachdem ich jetzt einige Kochkurse hinter mir habe (das klingt irgendwie so negativ... Dabei ist es so gar nicht gemeint!), möchte ich euch heute einmal meine liebsten Kochkursrezepte zeigen, von denen auch die Teilnehmer größtenteils (Ausnahmen gibt es immer) begeistert waren. Zu den Rezepten gelangt ihr mit einem Klick auf das jeweilige Bild.

Hauptgerichte

Tofu-Spinat-Cannelloni

Rotkohl-Nudel-Auflauf mit Mandeln und Sultaninen


Paprikaseitan

Der Seitan dazu, im Glas gekocht.

Gebackenes

Peanut Butter Oatmeal Cookies

Russischer Zupfkuchen

Happy Vegan Chocolate Chip Cookies

Marmorkuchen

Herzhaftes

Tofubällchen mediterran

Lauchcrostini

Avocado-Chimichurri-Bruschetta

Süßes

Rocher

Bounty

Aufstriche

Kichererbsen-Ingwer-Aufstrich

Vegane Leberwurst

Sonntag, 24. März 2013

Vegan Wednesday #32 - hier gibt es das Board zum Stöbern


Liebe Vegan-Wednesdayler, auch wenn einige von euch das Pinterest-Board, das ich im Laufe der Woche mit euren Beiträgen bestückt haben, schon längst entdeckt haben, will ich es noch mal verlinken! Diese Woche waren sagenhafte 51 (!!!) TeilnehmerInnen dabei, ich bin total überwältigt. Mal sehen, wie viele von euch bei unserem Osterspecial mitmachen! Mehr dazu findet ihr nächste Woche bei Regina. Und wenn ihr automatisch immer auf dem neuesten Stand bleiben wollt, seid ihr auch herzlich eingeladen, bei Facebook "Gefällt mir" zu klicken.

Ich verziehe mich jetzt in die Küche, erst zum Frühstücken und dann zum Vorbereiten des Apfelstrudels für den Nachmittagskaffee. Habt einen schönen Sonntag!

Samstag, 23. März 2013

Vegan Wednesday #32

Diesmal möchte ich es nicht bis zur letzten Minute ausreizen, dass ich diese Woche mit dem Sammeln dran bin, und präsentiere euch meinen Mittwoch noch vor dem Samstagabend! Insgesamt war vor allem Resteverwertung angesagt: Sojajoghurt, Bananen, eingelegte Paprika, Matchapulver... Und falls ihr euch über die fehlenden Zwischenmahlzeiten wundert: Die fehlen nicht. Sie bestanden einfach aus Schokolade.




Zum Frühstück gab es einen Shake aus Sojajoghurt, Sojamilch, Bananen, Matchapulver und Agavendicksaft. War nicht besonders lecker, machte aber immerhin halbwegs satt.


Zwischendurch gab es einen Nuss-Frucht-Mix von Keimling, den ich bei Laura gewonnen habe. Drin sind Cashewnüsse, Mandeln, Ananas, Rosinen und Maulbeeren, alles in Rohkostqualität. Ganz nett, hat mich jetzt aber geschmacklich nicht vom Hocker gerissen.



Am Nachmittag gab es dann was Warmes: Paprikaseitan mit Vollkornnudeln. Hat auch noch für die nächsten zwei Tage gereicht.



Abends nach dem Weltladentreffen: Champignons aus dem Glas und indisches Mandelkonfekt.


Und zum Abschluss möchte ich euch noch mal auf meine Buchverlosung aufmerksam machen, die noch bis Dienstag läuft! Für mehr Infos einfach auf das Bild klicken.


Freitag, 22. März 2013

Maki für Nicht-Kenner (mit Milchreis)


Ab und zu packt es mich - dann will ich Sushi. Allerdings ist das hier in der Provinz eher schwierig, und teuer obendrein. Also muss ich selbst ran und rollen. Wie viele Maki das Rezept ergibt, kann ich leider nicht mehr sagen; es reicht mir aber auf jeden Fall für mindestens drei, eher vier volle Mahlzeiten. Dabei sage ich ausdrücklich: Vermutlich würde ein Kenner die Sushi anders zubereiten, und Milchreis ist sicher ein No-Go! Aber für mich reicht es. Hauptsache lecker!

Zutaten:
250 g Sushi-Reis (oder Milchreis, den nehme ich immer)
300 ml Wasser
2 EL Reisessig
2 EL Zucker
1 TL Salz
einige Noriblätter
für die Füllung: Möhre, Gurke oder Avocado
Sojasauce, Wasabipaste (gibt es auch zum Anrühren) und eingelegter Ingwer

Reis in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar abläuft, und trocknen lassen (ca. eine Stunde). Mit dem Wasser aufkochen und 2 Minuten stark kochen lassen, dann mit aufgelegtem Deckel bei kleinster Hitze mindestens 10 Minuten ausquellen lassen. Den Deckel abnehmen, mit einem Küchentuch bedecken und weitere 10 Minuten auskühlen lassen. In einem kleinen Topf Reisessig, Zucker und Salz verrühren, aufkochen und abkühlen lassen. Dann in einer Schüssel den Reis und die Reisessigmischung vermischen und weiter abkühlen lassen.
Die Noriblätter halbieren, das Gemüse für die Füllung in Streifen schneiden. Etwas Reis auf die Mitte des Noriblattes löffeln, Gemüsestreifen auflegen, einrollen (geht mit Hilfe einer Bambusmatte oder auch per Hand), sodass das Noriblatt leicht überlappt, und mit etwas Wasser verschließen - das Noriblatt klebt dann besser zusammen. Mit der Verschlussseite nach unten legen und schneiden.
Mit Sojasauce, Wasabipaste und eingelegtem Ingwer servieren. Die Maki halten sich im Kühlschrank einige Tage - sie weichen dann zwar etwas durch, aber Schlimmeres passiert nicht.

Mittwoch, 20. März 2013

Marmorkuchen palmölfrei


Das wunderbare Marmorkuchenrezept, das Kräutertopf vom Suppentopf (wie das klingt...) mir vor mehr als zwei Jahren gegeben hat, enthielt leider Margarine. Zum Glück funktioniert es mit Rapsöl genauso gut! Da ich die margarinehaltige Version schon einmal verbloggt hatte, habe ich das Rezept einfach im Originalpost geändert. Hier aber auch noch mal:

Zutaten (für eine Kastenform von 30 cm Länge):
130 g (!) neutrales Öl
230 g Zucker (wer es gern süß mag, etwas mehr)
1/4 TL. gemahlene Vanille
1/2 TL Salz
4 EL Rum
450 g Mehl
3 TL Backpulver
300 ml kaltes Leitungswasser
------
4 schwach gehäufte EL Kakao
1/2 TL Backpulver
noch etwas Wasser

Das Öl gut mit Zucker, Vanille, Salz und Rum(aroma) verrühren. Die Hälfte des Mehls mit dem Backpulver daraufsieben und unterrühren. Dann erst etwa 250 ml Wasser und danach die andere Hälfte des Mehles unterrühren. Je nach Bedarf den Rest des Wassers zugeben. Der Teig soll nicht mehr krümelig, aber auch nicht total flüssig sein.
Die Hälfte des Teiges in eine mit Kokosfett gefettete und mit Paniermehl ausgestreute Kastenform füllen. Kakao und Backpulver auf die andere Hälfte sieben, unterrühren und so viel Wasser zugeben, dass die Konsistenz des Teiges der des hellen Teiges entspricht. Den dunklen Teig ebenfalls in die Form geben und mit einer Gabel ein Marmormuster hineinziehen und -drehen.
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Für eine Mini-Kastenform die Zutatenmenge einfach halbieren.

Dienstag, 19. März 2013

Vegan Wednesday #32: Hier wird gesammelt!


Irgendwie klingen die Titel der Sammelposts von Julia, Regina und Cara immer kreativer - aber sei's drum, Hauptsache, ihr wisst, wo ihr eure Beiträge zu verlinken habt! Und das ist in dieser Woche bei mir. Von morgen bis Samstag Abend könnt ihr mir hier den Link zu eurem veganen Mittwoch hinterlassen. Und da es in letzter Zeit einige Fragen zum Ablauf gab, zeige ich euch noch mal die Regeln:

Was soll das?
Jeden Tag etwas anderes. Burger, Kartoffeln, Salat, Reispfannen, Kuchen, Smoothies, Kekse, Cupcakes, Bananen, Schokolade... Wer behauptet, dass Veganer nur Gemüse essen, könnte nicht falscher liegen. Wie vielfältig und unterschiedlich vegane Ernährung ist, möchten wir mit dieser Initiative zeigen. Dabei lehnen wir uns an "What I Ate Wednesday" an - eine Blogbewegung, die immer mehr Teilnehmer findet. Alles, was mittwochs auf dem Teller gelandet ist, wird in einem Blogpost dokumentiert.

Wie kann ich mitmachen?
Immer abwechselnd rufen wir (Cara von think. care. act., Regina von muc.veg, Julia von Mixxed Greens und Carola von twoodledrum) jeden Mittwoch mit unserem persönlichen "What I Ate Wednesday"-Post zum "Vegan Wednesday" auf. In den Kommentaren könnt ihr dann bis Samstag Abend die Links zu euren eigenen Posts hinterlassen. Zwei Bedingungen: Mindestens die Hauptmahlzeiten sollen fotografiert werden, und alles Gegessene soll vegan sein. Das ein oder andere Rezept könnt ihr natürlich gern gleich mit verraten! Wir sammeln dann die schönsten Bilder (aus jedem Post mindestens eins) auf Pinterest ein, sodass ihr euch anschließend durch alle Posts klicken könnt. Oder klicke "Gefällt mir" auf Facebook.

Muss mein Blog vegan sein?
Nein. Nur dein Vegan-Wednesday-Post.

Gibt es was zu gewinnen?
Nein. Es geht einfach darum, die Vielfalt auf veganen Tellern zu zeigen.
Wir freuen uns, wenn ihr das Vegan-Wednesday-Logo mitnehmt und auf uns verlinkt - je mehr Teilnehmer, desto bunter und besser (hier klicken, dann komt ihr zum Logo).

Noch Fragen? Stellt sie einfach in den Kommentaren! Und ich freue mich jetzt erst mal auf eure Mittwochsbilder. Nächste und übernächste Woche gibt es übrigens ein Vegan-Wednesday-Osterspecial, aber dazu später mehr.

Sonntag, 17. März 2013

Buchverlosung und Rezension: Jung, männlich, vegan. Warum junge Männer zu Veganern werden.


Ehrlich gesagt kenne ich nur wenige Veganer persönlich. Spontan fallen mir nur zwei ein, die eine davon eine Kommilitonin aus den Tagen in den Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften, ihres Zeichens Kampagnenleiterin bei PETA: Sabine Weick. Ihre Masterarbeit bestand in einer essbiografischen Fallstudie, in der sie versuchte, zu ergründen, wie und warum junge Männer zu Veganern werden. Und eben diese Arbeit ist jetzt unter dem Titel "Jung, männlich, vegan: Warum junge Männer zu Veganern werden: Eine essbiografische Fallstudie"*
im ibidem-Verlag erschienen. Natürlich ist ein Buch besonders interessant, wenn es von einer Bekannten geschrieben wurde! Und freundlicherweise war der Verlag bereit, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Das Buch und sein Inhalt (und meine Meinung dazu)


Worum geht es genau? Der erste Teil des Buches spannt den theoretischen Hintergrund für die Fallstudie auf. „Den Veganer“ gibt es nicht, und ebenso vielseitig wie die Veganer selbst sind auch die Möglichkeiten, zu einer veganen Lebensweise zu kommen. Dennoch gibt es eine Reihe von gesellschaftlichen und persönlichen Faktoren, die dazu beitragen, die persönliche Ernährungsweise zu bestimmen. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Biografie: Persönliche Krisen und Umbruchsphasen im Leben erhöhen der Theorie nach die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch das Essverhalten ändert – sei es durch geänderte Überzeugungen oder aber durch gewandelte äußere Umstände, die es möglich machen, eine schon zuvor gefasste Überzeugung auszuleben.

Der zweite Teil der Studie ist empirisch: Vier junge Veganer im Alter von Anfang 20 bis Anfang 30 wurden in narrativen Interviews zu ihrer Essbiografie befragt. Dabei kristallisieren sich Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede heraus. Natürlich ist die Datenlage mit vier Interviews recht dürftig, aber dennoch entwickelt Sabine Weick vorsichtig ein auf den Übergang zum veganen Leben bezogenes Modell. Es geht in der ersten Stufe von der passiven Sozialisation des Essverhaltens aus, die durch Kultur und Gesellschaft geprägt ist. Durch einen äußeren Auslöser beginnt die Phase der vegetarischen Sozialisation, in der sich die betreffende Person mit der vegetarischen Lebensweise auseinandersetzt, sie gegenüber der Umwelt vertritt und weitere Informationen sammelt. Ein zweites, meist selbst aufgesuchtes Schlüsselerlebnis bildet den Eintritt in die vegane Sozialisation, die Identität stiftet und häufig von Rationalität getragen ist.

Die Autorin: Sabine Weick.

Wüsste ich nicht, dass Sabine Weick selbst Veganerin ist, und würde sie es nicht im Text erwähnen, hätte ich es zumindest vermutet. An einigen Stellen scheint durch die Formulierungen die positive Bewertung der veganen Lebensweise mehr als deutlich durch. Das kann einerseits ein Vorteil sein: Für die narrativen Interviews hat diese Grundeinstellung sicher zu einer vertrauensvollen Atmosphäre beigetragen. Andererseits kann eine ideologische „Vorbelastung“ des Autors auch unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben, zumal bei narrativen Interviews auch immer eine subjektive Bewertung des Gesagten durch den Interviewer erfolgt. Wissenschaftliche Standards wurden aber auf jeden Fall eingehalten: Sabine Weick macht sowohl ihre Methoden als auch ihren veganen Hintergrund für den Leser transparent und zeigt insbesondere im ersten Teil einen umfangreichen Überblick über die Literatur. Dass dabei nicht nur streng wissenschaftliche Studien zitiert werden, ist bei einem solchen Randthema nur natürlich.

Dennoch ist der erste Teil des Buches bei weitem keine leichte Kost, denn der größte Teil besteht aus wissenschaftlichen Theorien. Durch die große Zahl von Quellen wirkte der Text auf mich beim ersten Lesen unübersichtlich und ohne roten Faden. Im zweiten Durchgang kristallisierten sich jedoch Kernpunkte heraus, und schließlich: Essbiografien sind einfach keine übersichtliche, lineare Angelegenheit, sondern von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Da verwundert es nicht, wenn auch die Darstellung der Zusammenhänge nicht simpel und widerspruchslos sein kann. Wer Interesse daran hat, durch welche kulturellen, gesellschaftlichen sozialen und persönlichen Faktoren Essverhalten bestimmt wird, wird eine große Zahl von Anregungen und spannenden Quellen finden. Dabei muss man nicht allem zustimmen; ich bin vor allem über die (immer wieder, und nicht nur in diesem Buch) geäußerte Behauptung gestolpert, dass der gesellschaftliche Wandel Wahlmöglichkeiten für den Konsum (nicht nur, aber auch von) Lebensmitteln eröffnet, die bewusst wahrgenommen werden müssen. Meiner Einschätzung nach trifft das in erster Linie für die gut ausgebildeten Teile der Gesellschaft zu; ein Großteil der Menschen wählt seine Konsumgüter nicht bewusst bzw. nicht nach anderen Kriterien als dem persönlichen Gebrauchswert und dem damit verbundenen Status aus. Dies wird an anderer Stelle im Buch deutlich: Auch Sabine Weick hebt hervor, dass sich Veganer in erster Linie in den gebildeteren Gesellschaftsschichten finden.

Alles in allem ist der erste Teil also interessant, wenn auch nicht immer leicht zu lesen – obwohl die Autorin auch Zitate von Veganern aus der Studie von Angela Grube zu veganen Lebensstilen einfließen lässt.

Für den zweiten, empirischen Teil des Buches gilt: Sehr spannend! Ich finde es immer gut, wenn ich auch mal „andere“ Veganer außerhalb meiner Bloggerwelt mit ihren Geschichten und Überzeugungen kennenlerne, und sei es nur auf dem Papier.

Das Fazit


Und wer nur an einem kurzen Fazit zum Buch interessiert ist, möge die folgenden Sätze lesen: Sabine Weick hat nach einem umfassenden Überblick über die Literatur zu den Einflüssen auf das persönliche Essverhalten narrative Interviews mit vier männlichen Veganern geführt, um herauszuarbeiten, wie ein junger Mann zu einer veganen Lebensweise kommen kann. Dabei zeigten sich große persönliche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten, die die Autorin in einem Modell zusammengefasst hat. Kein Buch zum Einfach-mal-nebenher-Lesen, aber dennoch sehr empfehlenswert!

Das Gewinnspiel


Schade finde ich nur, dass das Buch mit 24,90 Euro relativ teuer ist. Aber es gibt Abhilfe: Das Rezensionsexemplar möchte ich nicht behalten, sondern unter euch verlosen! Jeweils ein Los bekommt ihr, wenn ihr
  • (mit eurer Mailadresse!) unter diesem Beitrag kommentiert,
  • diesen Link zum Gewinnspiel auf Facebook teilt (je ein Los für das Teilen als Privatperson und eins für das Teilen auf eurer „offiziellen“ Facebookseite, falls ihr eine habt) – bitte teilt nur den verlinkten Beitrag, und zwar öffentlich, ansonsten wird das Nachverfolgen für mich unmöglich -,
  • den Link zum Gewinnspiel mit @twoodledrum twittert (auch hier wieder je ein Los für privat und für euren Blog) und
  • wenn ihr auf eurem eigenen Blog auf das Gewinnspiel hinweist (mit Link zu diesem Post - bitte schreibt das dann in eurem Kommentar!).

Das Gewinnspiel läuft bis zum 26. März um 23.59 Uhr. Am 27. März werde ich den Gewinner auslosen und hier auf dem Blog bekanntgeben.

Die Daten


Ich wünsche euch viel Glück! Und für die, die leer ausgehen, hier noch einmal alle Daten zum Buch zum Selbstbestellen:

Sabine Weick: "Jung, männlich, vegan: Warum junge Männer zu Veganern werden: Eine essbiografische Fallstudie"*
ibidem-Verlag, 156 Seiten, Paperback. 2013
ISBN 978-3-8382-0460-4


* Affiliate Link: Wenn ihr auf den Link klickt und anschließend bei Amazon bestellt, erhalte ich einen gewissen Prozentsatz des Warenwertes.

Freitag, 15. März 2013

Vegan Wednesday #31 - der Mittwoch in der Schüssel


Julia von Mixxed Greens sammelt zum dieswöchigen Vegan Wednesday mit dem Motto "Zeigt her eure Schüsseln!" - da passt mein Essen ja richtig gut, finde ich.



Zum Frühstück gab es selbstgemachtes Schoko-Orangen-Müsli.



Mittagessen ebenfalls aus der Schüssel: Kürbissuppe.



Zum Nachtisch einen Earl-Grey-Cupcake - ohne Topping aber eher ein Muffin.



Auf der Heimfahrt im Zug Möhren und noch einen Muffin.



Abends: Afrikanischer Erdnusseintopf. Zumindest hieß das Rezept so. Er wird aber deutlich dominiert von Weißkohl und Möhren. Gut für den Winter!



Und noch mal Nachtisch. Sebastian hatte im tegut eingekauft und mir eine Kleinigkeit aus dem Veganregal mitgebracht, der ich natürlich nicht widerstehen konnte...

Mittwoch, 13. März 2013

Golden Vanilla Cupcakes


Ich weiß gar nicht, wie es dazu kam, aber irgendwie ist "Vegan Cupcakes Take Over The World" bei mir in den letzten Monaten etwas in Vergessenheit geraten. Neulich brauchte ich aber zu einem Anlass (welchem nur? Ich habe es vergessen...) mal wieder einfache, aber richtig gute Cupcakes und besann mich auf die Golden Vanilla Cupcakes aus dem Buch. Anstatt Vanilleextrakt wie im Originalrezept benutze ich grundsätzlich nur echte Vanille, und so gehe ich einmal davon aus, dass dieses Rezept aus der Post Punk Kitchen meinen Cupcakes ziemlich nahe kommt - allerdings verwende ich normalerweise Sojamilch. Ich kann das Cupcakes-Buch aber nur wärmstens zur Anschaffung empfehlen! Die Rezepte sind nahezu gelingsicher und einfach gigantisch gut. Unter dem Label "Cupcakes" findet ihr noch weitere Kostproben.

Montag, 11. März 2013

Seitan im Glas


Heute Abend ist wieder ein Kochkurs, und ein Rezept, das ich jetzt schon zum dritten Mal mache, möchte ich euch nicht vorenthalten: Seitan im Glas. Meinen ersten Seitan habe ich nach einem Rezept von Totally Veg! gemacht, und der war echt lecker. Allerdings hat mir die Konsistenz nicht so zugesagt, die mir ein wenig zu locker war. Dies lag an der Zubereitungsweise: Wenn man den Seitan im Sud simmern lässt, wird er nicht besonders fest (und bekommt im schlimmsten Fall eine gehirnartige Konsistenz).Die Alternative, den Seitan in einer Plastiktüte zu kochen, fand ich aber auch eher gruselig. Eine Google-Recherche brachte dann auf Vegan! die Idee: den Seitan einfach im Glas kochen!

Wichtig ist, Gläser zu verwenden, die eine ausreichend große Öffnung habe. Die weiche Seitanmasse lässt sich zwar am Anfang leicht einfüllen, wird aber beim Kochen fest und ist dann nur schwer wieder aus dem Glas zu bekommen. Ich verwende ein Gemüsebrüheglas von Alnatura (perfekt) und ein Silberzwiebelglas (auch in Ordnung).

Für das Wasserbad soll das Wasser so hoch eingefüllt werden, dass die Gläser nicht schwimmen, sondern noch auf dem Topfboden stehen, gleichzeitig aber bis "Seitanhöhe" im Wasser sind, sodass er gut durchgewärmt wird. Wenn es euch beim Kochen zu sehr klappert, könnt ihr einfach eine Rouladennadel oder eine Kuchengabel unter die Gläser legen, das reduziert den Lärm. Und, ganz wichtig: Die Gläser nur locker zuschrauben, damit heiße Luft entweichen kann! Ich weiß nicht sicher, ob die Gläser sonst platzen, aber auf einen Versuch müsst ihr es ja nicht unbedingt ankommen lassen.


Und jetzt zum Rezept, das sich überwiegend an dem von Totally Veg! orientiert. Ich habe nur einige kleinere Anpassungen vorgenommen, da der Seitan ja jetzt sozusagen im eigenen Saft und nicht im Sud gekocht wird. Außerdem habe ich etwas Mehl hinzugefügt. Reines Glutenmehl ergibt für meinen Geschmack eine zu gummiartige Konsistenz. Fühlt euch frei, mit Gewürzen und Zutaten zu experimentieren!

Zutaten (für ca. 350 g):

110 g Glutenmehl (Seitan Fix)
1 gestrichener TL Mehl
2 EL Hefeflocken
1 TL süßes Paprikapulver
120 ml Wasser
30 ml Sojasauce
1 EL Zitronensaft
1 TL Tomatenmark
2 Zehen Knoblauch, gepresst
1 EL Olivenöl

Glutenmehl, Mehl, Hefeflocken und Paprikapulver in einer großen Schüssel verrühren. In einer zweiten Schüssel Wasser, Sojasauce, Zitronensaft, Tomatenmark, Knoblauch und Öl gut verquirlen und zu den trockenen Zutaten leeren. Mit einem Löffel zu einem Teig verrühren und dann mit der Hand etwa drei Minuten durchkneten. Dann den Teig in vier Stücke aufteilen und kurz rasten lassen. In zwei Gläser füllen, locker zudrehen und im Wasserbad eine Stunde kochen. Dann die Herdplatte abdrehen und den Seitan noch eine halbe Stunde ruhen lassen. Aus dem Glas nehmen und weiterverarbeiten (z. B. zu Paprika-Seitan) oder abkühlen lassen und einfrieren.


Samstag, 9. März 2013

Mein allerliebstes Leibgericht: Kidneybohnen in roter Soße


Heute muss ich Regina von muc.veg gleich mehrfach danken. Erst mal für das tolle Blogevent "Mein allerliebstes Leibgericht", zu dem dieser Post meinen Beitrag bildet. Dann dafür, dass sie mich daran erinnert hat, auch tatsächlich teilzunehmen, sodass ich die Deadline (bis morgen Abend) nicht verpasst habe! Außerdem dafür, dass ich endlich mal wieder dieses wunderbare Gericht (hier geht es zum Rezept) gekocht habe, sodass ich auch das Foto beim Rezept updaten konnte. Mein Freund mag indisches Essen nicht, daher kommen solche Dinge bei uns nur selten auf den Tisch.



Und das ist auch das Letzte, wofür ich mich bei Regina bedanken möchte: Die Kidneybohnen in roter Soße stammen aus dem GU-Kochbuch "Indien Basics", in dem ich jetzt endlich mal wieder geblättert habe. Prompt bin ich auf gefühlt eine Million Rezepte gestoßen, die ich möglichst schnell nachkochen will. Also, zusammenfassend:

Danke, Regina!