Montag, 26. August 2013

Warum es wirklich bescheuert ist, Veganer zu sein

Kaum aus dem Urlaub zurück, sprang mir im Blogger Dashboard Claudis neuer Blogpost "Es ist echt bescheuert Veganer*in zu sein" ins Auge. Ironisch nimmt Claudi dabei einige Vorurteile Veganern gegenüber auf die Schippe: keine Auswahl beim Essen, Nährstoffmangel, soziale Isolation. Was sie sagt, stimmt natürlich schon: Wir verhungern nicht, und wir sind auch keine Spinner ohne Freunde. Die Überschrift allerdings finde ich oft genug wahr. Ganz ohne Ironie.

Ich bin es nach dreieinhalb Jahren einfach sowas von leid, ständig nur Brot mit Tomaten zu essen, wenn an der Arbeit ein Frühstück ausgegeben wird.
Ich hasse es an vielen Tagen, nicht einfach irgendwo Essen bestellen zu können (abgesehen von Pizza ohne Käse) und mir alles selbst kochen zu müssen. Obwohl ich gerne koche. Aber eben nicht immer.
Ich kann vegane Brotaufstriche einfach nicht mehr sehen (veganer Käse und süße Aufstriche schmecken mir leider nicht).
Es regt mich auf, wie teuer Ersatzprodukte sind, obwohl sie nur aus ein bisschen pflanzlichem Eiweiß bestehen.
Generell nervt mich der "Veganaufschlag" auf viele Produkte - warum sind sie so teuer? Die geringen Produktionsmengen allein können das meiner Meinung nach nicht erklären.
Ich will beim Essen keine Rechtfertigungen mehr von anderen Leuten hören, wie wenig Fleisch aus guter Haltung sie kaufen, obwohl ich nie was gesagt habe und einfach nur in Ruhe essen wollte.
Ich möchte meine Gründe nicht mehr erklären.
Ich will einfach mal "einfach so" einkaufen gehen, ohne mir um alles und jedes Gedanken zu machen.
Ich will überhaupt Einkäufe nicht mehr dauernd planen müssen, weil es hier auf dem Land keinen Bioladen gibt (bzw. bei meiner Mutter immerhin nur 4 km weit weg), und ich bin es leid, dass dauernd irgendeine Zutat fehlt.
Ich will keine Leute mehr vor den Kopf stoßen, weil ich ihr mühevoll zubereitetes Essen nicht essen möchte.
Ich will nicht immer die Ausnahme sein in einem doch eher von Hausmannskost geprägten Umfeld.
Ich will nicht vor jeder Familienfeier nachfragen, was es zu essen gibt, und ggf. mein eigenes Zeug mitbringen.
Ich will bei Restaurantbesuchen nicht immer dasselbe essen.
Käse, Fleisch und frische Milch fehlen mir nach all der Zeit immer noch.
Ich will meiner Familie (meinem Mann und meinen Eltern, wenn ich dort zu Besuch bin und für sie koche) nicht dauernd etwas "aufdrücken", was sie selbst von sich aus nicht essen würden. Auch wenn sie es dann ganz ok finden.
Ich will nicht mehr auf einige Rezepte aus meiner Kindheit verzichten.
Ich will so viele andere Sachen nicht. Kleine Mühseligkeiten, die mit dem veganen Leben einhergehen, die für sich genommen nicht schlimm sind, in der Summe aber zumindest für mich durchaus nervig.

Ich habe es gerade einfach satt. Die Euphorie der ersten Monate mit vielen tollen Produkten, die es zu entdecken galt, ist verflogen, und der graue Alltag hat sich eingestellt. Natürlich hat sich an meinen Gründen für die vegane Lebensweise nichts geändert. Ich kann aber mittlerweile verstehen, wie man entgegen seiner Überzeugung dazu kommen kann, nach einer veganen Phase doch wieder vegetarisch oder sogar omnivor zu leben. Zumindest mich NERVT es gerade einfach nur noch. Hm, was heißt gerade? Seit Monaten eigentlich. Und es wird und wird nicht besser. Die schöne, heile, vegane Blogwelt hilft dabei nicht unbedingt. Zweifelt denn außer mir niemand? Oder sagt es nur keiner? Vielleicht ist es in der Stadt auch ein Stück weit leichter. Nein, gewiss ist es das; in einem Mittelzentrum habe ich ja selbst lange genug gelebt, und dort war das Einkaufen definitiv einfacher. Hinzu kommt zumindest dort ein wachsendes Angebot an veganen Imbissen und Restaurants. Vielleicht ist es auch leichter, wenn man vegetarisch und vegan lebende Familienmitglieder und Freunde hat. Nützt mir aber beides nichts.

Und wie weiter? Eigentlich müsste die Antwort lauten: vegan. Aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann. Bzw. ehrlicher: will. Und dann kommt im nächsten Moment wieder der Gedanke an die Gründe und dass alles andere einfach falsch wäre. Hm.

Hattet ihr schon mal eine solche länger andauernde Krise? Wie habt ihr euch "hinduchgerettet"?

Kommentare:

  1. So eine Krise hatte ich zum Glück noch nicht, muss Dir aber in vielen Punkten recht geben, die einem das Leben etwas schwer machen können. Das einzige, was ich nicht unterschreiben kann, ist, dass mir Käse, Fleisch und frische Milch fehlen. Denn nach den dreien habe ich absolut kein Verlangen.
    Aber ich hoffe immer noch, dass - je größer die Nachfrage wird - mit der Zeit Restaurants und Geschäfte auf den wachsenden Bedarf eingehen und das Angebot dann größer wird. Das kann aber dauern.
    Als ich Vegetarierin geworden bin (liegt schon mehr als 20 Jahre zurück), fand ich es wesentlich schwieriger. Mittlerweile ist das vegetarische Angebot riesig. Vielleicht solltest Du einfach nur 20 Jahre Geduld haben? ;-)

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    1. Ich habe den größten Respekt vor allen, die vor einigen Jahrzehnten Vegetarier oder vor einigen Jahren Veganer waren. Natürlich wird es einfacher, und ich hoffe ja insgeheim, dass Veganer irgendwann so normal sind wie Vegetarier heute.

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  2. Es tut mir leid, dass es Dir gerade so schwer fällt. Aber man kann doch auch prima im normalen Supermarkt vegan einkaufen. Bei Aldi gibt es auch Bio-Produkte und ansonsten gibt es Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis, Couscous und so weiter und sofort. Aufstriche kann man sich selbst machen, wenn einem die fertigen aus dem Supermarkt nicht schmecken.

    Beim Italiener gibt es Antipasti, Pasta oder die von Dir genannte Pizza ohne Käse, beim Asiaten gibt es tolle Gerichte mit Reis oder Nudeln mit Gemüse, oft sogar Tofu. Im Supermarkt gibt es auch viele vegane Süßigkeiten wie Manner Schnitten, Ritter Sport Marzipan, Haribo Saure Gurken, Nimm 2 Soft, den Coppenrath & Wiese Apfelstrudel und und und. Bei Edeka und Kaufland gibt es veganes Eis, bei dm kann man Alnatura-Produkte kaufen… Auch ich wohne in einer kleinen Stadt und habe irgendwie so das Gefühl, fast überall tolle vegane Sachen zu bekommen. Und es wird auch immer mehr. Wenn Dir veganer Käse nicht schmeckt, dann kauf ihn nicht. Überbacke Deine Aufläufe mit Mandelmus, Hefeschmelz, Semmelbröseln o.ä.

    Bring doch einfach mal selbst was zu essen mit ins Büro, wenn eine Feier ansteht und nimm Deinen Kollegen so die Angst, es sei schwierig, etwas Veganes zuzubereiten. Brezeln vom Bäcker mit verschiedenen Dipps oder Deine tollen Muffins, die Du immer backst. Oder einen tollen Nudel- oder Kartoffelsalat, die Möglichkeiten sind unendlich. Deine Familie macht doch bestimmt gerne etwas extra für Dich, so wie Du selbst auch auf die Vorlieben Deiner Gäste Rücksicht nimmst. Z.B. weiß ich, dass mein Papa keine Nüsse verträgt oder meine Mutter kein Sellerie, Lauch o.ä. mag. Und dann lasse ich diese Zutaten eben einfach weg, wenn ich was für meine Verwandten koche. Und sie revanchieren sich dann gerne dafür. Deine Familie tickt doch da bestimmt ähnlich? Ob in den Crepes zum Nachtisch nun Kokosmilch statt Kuhmilch drin ist, macht doch nicht mehr Aufwand. Und wenn man die Eier dann auch noch einfach weglassen kann, dann sind sie auch nicht teurer als die nicht-vegane Variante. Ist eben alles eine Einstellungssache.

    Nimm Dir nicht alles so zu Herzen und versuch die Welt ein bisschen positiver zu sehen. Ich hoffe sehr, Du kannst wieder etwas mehr Spaß am veganen Lebensstil finden.

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    1. Linda, das weiß ich ja alles. Aber teilweise möchte ich diese Produkte nicht kaufen - und fair gehandelte, vegane Milchschokolade gibt es dann wirklich nur im Bioladen zu horrenden Preisen. Und den sowie dm und tegut gibt es eben nur in meiner Arbeitsstadt, nicht in unserer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern.
      Natürlich kann ich selbst was zu Feiern mitbringen. Mache ich ja auch. Aber ich will auch einfach mal irgendwo hingehen und eben NICHT vorher in der Küche gestanden haben.
      Meine Familie kocht nur teilweise für mich extra. Sobald Sonderprodukte ins Spiel kommen, blockieren meine Mutter und Schwester ziemlich, zumindest, wenn sie sie zubereiten sollen. Um das zu umgehen, koche ich sehr häufig selbst, wenn ich dort bin. Aber es ist mir unangenehm, da immer eine Ausnahme zu sein.
      Also, mir ist schon klar, dass letztendlich alles nicht so schlimm ist ;) Objektiv. Ich kann aber leider nicht beeinflussen, dass es mir subjektiv so vorkommt.

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    2. Was wäre so schlimm, mal mit Ausnahmen zu leben? Um auf ein erträgliches Niveau zu kommen? Z.B., wenn du im Büro eingeladen bist, dann mach´ eben mal ´ne Ausnahme. Oder leb` zur Probe wieder vegan. Es kann doch nicht jeder um jeden Preis die Welt retten. Du trägst doch in jedem Fall schon in großen Teilen dazu bei.

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  3. Oh mein Gott, du sprichst mir aus der Seele!
    Ich lese deinen Blog jetzt schon ein Weilchen still mit aber zu diesem Post muss ich jetzt mal was schreiben ;-)
    Genau diese Gedanken habe ich mir auch schon so lange gemacht! Ich bin zwar jetzt erst 1,5 Jahre vegan, aber ich vermisse auch genau diese Spontanität, einfach irgendwo hin zu gehen, ohne sich vorher um das Essen kümmern zu müssen. Restaurant, Familienbesuche oder Partys und einfach das zu essen, was alle anderen auch essen und was jemand für seine Gäste vorbereitet hat.
    Ich habe auch schon oft versucht, es anderen zu erklären: Das Schwierige (für mich) ist nicht, das vegane Essen an sich. Es ist mehr die Gesellschaft um einen rum, die es einem schwer macht, sich vegan zu ernähren. Eben wenn man zum Beispiel die Familie oder Freunde besucht, das dort vorbereitete abzulehnen und sich vorher immer Gedanken machen zu müssen, was man selbst isst.
    Deshalb grübel ich auch schon einige Monate, ob ich nicht doch wieder einen Schritt zurück machen möchte. Ganz Vegetarier oder etwas zwischen vegan und vegetarisch? Zu Hause vegan und vegetarisch außer Haus? Aber wie weit will ich gehen? Dann im Restaurant eine vegetarische Pizza mit Käse bestellen oder doch ohne? (Wobei die einfach nicht so gut schmeckt wie mit Käse, egal was man mir von "mit viel Gemüse" usw. erzählt!) Jetzt im Urlaub habe ich eher vegetarisch gegessen. Einfach weil mein Freund "Allesesser" ist und ich in einem Urlaub mich auch nicht die ganze Zeit um das blöde Essen kümmern will! Außerdem gehören die Spezialitäten eines Landes doch zum Urlaub dazu? Ich hab mir jetzt zwar auch nicht den panierten Käse reingepfiffen aber wenn Käse bei einem Gericht dabeistand auch nicht weg bestellt.

    Und soziale Isolation stimmt vielleicht auch ein Stück weit... Beispiel: Jemand bringt an seinem Geburtstag zur Arbeit Kuchen mit und man kann nichts davon essen. Klar, man steht dabei, trinkt einen Kaffee mit aber trotzdem!

    Irgendwie komme ich aber zu keinem Ergebnis, das mich glücklich macht. Zum einen finde ich die vegane Lebensweise immer noch am richtigsten aber vielleicht kann ich das im Moment einfach nicht. Vielleicht muss ich den "Rückschritt" einfach machen und mehr vegetarische Kompromisse schließen. (Ehrlich gesagt vermisse ich auch immer mehr unvegane Lebensmittel...) Das heißt ja nicht, dass es ab heute nur noch Käsefondue oder so geben muss. Ich würde trotzdem mit Sojasahne weiterkochen oder mit Margarine backen. Aber es gibt einfach unvegane Lebensmittel, die man nicht ersetzen kann, und dazu gehört eben Käse. Punkt. Vielleicht kann ich das Projekt "vegan" ja in ein paar Jahren nochmal in Angriff nehmen. Nur weil ich mich jetzt dagegen entscheide, ist das ja keine Entscheidung, die ich für mein Leben treffen muss. Ich kann mich ja jeden Tag neu entscheiden. Und wenn ich einmal sage, heute esse ich von dem Kuchen, kann ich morgen ja wieder Sojamilch in mein Müsli kippen.

    Auf jeden Fall freue ich mich sehr über deinen Post, sage ein ganz großes Danke und bin mal sehr gespannt über die Diskussion, die ich bisher vermisst habe. Denn genau wie du hatte ich das Gefühl mit diesen Gedanken alleine zu sein...

    Anna

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    1. Hallo Anna, ja, deine Gedanken kommen mir auch alle bekannt vor. Ebenso wie die Schlussfolgerung, dass es da keine Lösung gibt, die mich glücklich macht :( Ich beneide wirklich alle, die Käse nicht vermissen und die anderen "Unannehmlichkeiten" nicht als Einschränkungen sehen bzw. mit mehr Leichtigkeit nehmen. Leider kann man sich das ja nicht aussuchen.

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    2. Das ist auch eins meiner größten "Schwerigkeiten", das mein Mann "Allesesser" ist und sehr gern Fleisch isst, und ich natürlich auch nicht möchte, das es wegen dem Essen Streit und Knatsch gibt.
      Klar aktzeptiert er meine Entscheidung und unterstützt mich auch größtenteils, aber oft genug gehts ihm eben auch auf den Keks, und so Rituale, wie das gemütliche "Rougette"-Käse aus dem Ofen-Essen mit Salat und Baguette und Rotwein...das ist weggefallen und fehlt uns, noch haben wir keinen Ersatz gefunden.
      Genauso fühlt er sich manchmal angegriffen, ihr kennt das alle, das ohne das man was sagt, sich Omnis oft von unserem Verhalten als Veganer angegriffen fühlen...
      Da kommt mir dann auch manchmal der Gedanke, ob man nicht ab und zu Kompromisse eingehen sollte, um eine "Ehekrise" zu vermeiden?!
      Ich weiss es nicht...

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    3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. ich kann dich verstehen, klar. das kann vermutlich jeder, der vegan lebt. weil wir nicht der norm entsprechen, ecken wir an. weil wir nicht der norm entsprechen, werden wir schief anguckt. weil wir nicht der norm entsprechen, müssen wir seltsam sein. zwangsläufig.
    ich bin auch schon mehr als einmal ausgeflippt, weil ich es nicht leiden kann, daß ständig mein essen beglotzt wird. jede einzelne mahlzeit. warum zum teufel nimmt sich eigentlich jeder das verdammte recht heraus, mein essen (ungefragt!) zu kommentieren? es wird immer von intoleranten und (vor allem) missionierenden veganern gesprochen. hallo? und was ist mit denjenigen menschen, die mir ständig und immerzu aufdrücken wollen, wie schädlich das ist, was ich tue bzw. esse? ja, auf dauer nervt es. sehr sogar! sich permanent rechtfertigen müssen. alles kontrollieren. nicht alles dürfen (wobei wir dürften. wir wollen ja nur nicht). ja, das ist manchmal mehr als anstrengend :-(
    aber wie dem auch sei: solange ich weiß, warum ich das tue. und solange ich dahinter stehe. solange ist es gut. und so lange bleibe ich auch dabei. weil ich überzeugt davon bin! und wenn ich eine ausnahme machen möchte? dann mache ich eine ausnahme. ich bin nämlich niemandem eine rechenschaft schuldig. nur mir selber :-) du wirst es richtig machen, carola. für dich richtig. nur für dich. da bin ich mir ganz sicher.
    liebe grüße!
    vega

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    1. Danke für deine lieben Worte :) Diese Wut auf das dauernde Drüber-Reden-Müssen kenne ich so gut. Manchmal will ich einfach nur in Ruhe essen und auch keine freundlichen, interessierten Nachfragen hören :(

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  5. Ich weiß was Du meinst, ich nenne das nicht Krise, sonder objektive Betrachtung von dem was ich tue.
    Ich denke z.B. drüber nach evtl. ovo-vegetarisch mich zu ernähren.
    Komme aber immer wieder an den Punkt, an den meine Hürten immer noch recht hoch sind.
    Fleisch und Milch/Käse sind aber auf jeden Fall für mich weiterhin ein NoGo.

    Ich finde es aber wichtig das man hinterfragt, ob die Lebenseinstellung richtig ist.

    Ich finde auch wichtig das man keine Dogmas erzeugt und vor allem für sich das defeniert was einen gut tut.
    Und man sollte niemanden bewerten wie er sich ernährt, denn dann erzeugt man oft eine negative Reaktion.

    Vegetarisch oder alles Essen wäre einfacher, aber einfacher heißt nicht gleich richtig!!

    Ich bin nur froh das der größte Teil meines Umfeld meine Lebensweisse akzeptiert.

    liebe Grüße
    Sören

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    1. Hallo Sören, an der Akzeptanz liegt es gar nicht mal. Ich werde ja seltenst angegriffen. Aber eben auch nicht wirklich unterstützt. Klar kann man das nicht erwarten ;) Ich verlange das auch nicht, ich sage nur, dass es mir dadurch eben schwerer fällt. Deinen Gedanken, dass einfach nicht gleich richtig ist, finde ich aber sehr wichtig.

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    2. Hallo Carola,
      ich wurde am Anfang nur von meiner Frau unterstützt, die aber dachte das ist nur ne Phase.

      Ich lebe seit 1,5 Jhare Vegan und es ist nun bei meinen Eltern angekommen.
      Klar bekomme ich nicht immer was extra gemacht.
      Sie hat mir z.B. geburtstag einen veganen Käsekuchen gebachen. Die Zutaten hatte ich besorgt und dann mit ihr zusammen den Kuchen gebacken.
      Sie meinte das ist gar nicht so aufwendig.

      Kleine Schritte :)

      Erwarte nie das Dich jemand unterstützt um so überaschender wirst Du feststellen, das Du auf ein mal unterstützt wirst, in dem Du aktzeptiert wirst :)

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  6. Guter Artikel. Geht mir genauso. Ich kam im März aus dem Urlaub zurück und konnte/wollte nicht mehr. Die Motivation hat gefehlt. Mir ging es nicht gut damit - ich weiß doch eigentlich, wie das so ist mit der Massentierhaltung, die ich furchtbar finde!
    Ich habe für mich nur eine Lösung gefunden: akzeptieren. Ich lebe jetzt nicht mehr vegan, nur as vegan as possible. Das heißt für mich auch so vegan, wie ich es eben will. Ich esse gerade so, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wenn ich Lust habe auf Käse, dann esse ich welchen. Eier habe ich auch wieder probiert, schmecken mir aber überhaupt nicht mehr. Auch Milch finde ich nicht mehr lecker, sondern da bleibe ich bei Sojajoghurt und Sojamilch.

    Mein Fazit nach einigen Monaten: klappt super so. Ich bin beim Essen gehen flexibler und kann es wieder mehr genießen. Beim Backen bleibe ich bei veganen Zutaten, weil das einfach super klappt und ich damit nur gute Erfahrungen gemacht habe. Zu Hause bin ich aber fast vollständig vegan. Damit geht es mir momentan am besten und ich kann mir meine Zukunft ohne Zwänge offen halten. Ich kann beides mittlerweile richtig genießen, bewusst vegan und bewusst vegetarisch (wobei das bei mir eigentlich wirklich nur heißt, dass ab und zu Käse auf dem Tisch landet). Vegane Käsealternativen esse ich übrigens auch noch sehr gerne, ich bin treue Kundin in dem kleinen veganen Laden in Stuttgart.

    Wenn du magst, können wir uns darüber gerne austauschen, schreib einen Kommentar drunter und ich maile dir.

    Ich hoffe, du findest einen Weg für dich!


    Anfangs war das schlechte Gewissen richtig groß, aber man muss da auch irgendwie auf seinen Körper hören, finde ich. Was ich in der ersten Zeit an Croissants gefuttert habe, ich hab die so vermisst...

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    1. So in etwa hatte ich mir mein Alternativmodell auch vorgestellt :) Eine Abkehr von der rein veganen Lebensweise bedeutet ja nicht zwangsweise Käsemassen, und vieles stört mich in vegan auch gar nicht, z. B. gerade das Backen für mich (abgesehen von veganer Schlagsahne).

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    2. Ach so, über eine Mail würde ich mich freuen!

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  7. Hallo Carola,
    ich glaube tatsächlich, dass der springende Punkt das Umfeld (familiär und geographisch) ist. Hier in der Stadt ist es wirklich einfach geworden (und ich habe das Gefühl, es wird von Monat zu Monat einfacher). Im Siebenkorn ist seit der Renovierung alles vegane gekennzeichnet, es gibt tolle vegane Muffins. Auch der Bäcker im Klatschmohn hat seit neuestem veganen Kuchen im Angebot. Die Bioläden füllen Ihre Regale immer veganer. Tegut hat eine immer größere Auswahl...Ich habe anfangs sehr viele Produkte online bestellt, das muss ich überhaupt nicht mehr. Ich fahre auch gerne am Wochenende mal in umliegende Städte und erfreue mich an den vielen veganen Restaurants und Cafés, die so aus dem Boden spriesen. Neulich in Berlin hatte ich das Gefühl, nicht vegan ist fast schon seltener. ;)

    Ich komme aber aus einer Familie, in der überwiegend vegetarisch gegessen wurde. Fleisch gab es bei uns sehr selten und das ist auch heute noch so. Meine gesamte Familie ist der veganen Küche gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert. Wenn wir zu Besuch kommen ist einfach so gut wie alles vegan. In unserem Freundeskreis leben sehr viele Menschen überwiegend vegetarisch, teils auch vegan, oder mit veganen Tendenzen... Fertiges Essen vermisse ich eigentlich, dazu koche ich zu gerne. Aber zur Not gibt es Pizza ohne Käse, Falafel ohne Sauce, oder eben einen Salat.

    Du siehst, so ist es ganz einfach. Ich sage dir aber ganz ehrlich: Ich kann dich gut verstehen! Meine Motivation wird immer sein, dass ich Milchprodukte und Eier nicht gut vertrage - egal wie mein Lebensumfeld sein wird. Schon mit einem omnivoren Mann hätte ich Probleme (ich liebe z.B. Salami oder Datteln im Speckmantel, hm!), von richtig gutem Käse ganz zu schweigen. Mir würde es sehr schwer fallen, konsequent zu sein (und die Unverträglichkeit wäre dann immer noch die Bremse). In einer Wohnsituation, die nicht davon gekrönt ist, dass man in äußerst kurzer Zeit im Bioladen steht und das Umfeld sehr pro vegetarisch/vegan eingestellt ist, würde auch mir der Nerv abhanden kommen!

    Die Frage ist wirklich, wie viel man bereit ist "aufzugeben". In der Stadt empfinde ich die vegane Lebensweise wirklich als Bereicherung. Die Bereicherung empfinde ich sogar gerade durch manche "Einschränkung", denn ich komme nicht auf die Idee mir irgendwo an der Ecke irgendwas zu essen zu holen, was ich genau genommen sowieso nicht mag. Ich habe mich auch echt an Käsealternativen gewöhnt, ich mag manche sehr gerne. Mein Vegansein ist sehr lebbar, und ich finde, das muss es sein. Lebbar und angenehm. Deshalb kann ich dir auch keine Durchhalte-Strategie sagen und würde sie dir auch gar nicht unbedingt empfehlen. Du solltest dich wohl fühlen. Mit dir, mit deinem Umfeld und mit den Entscheidungen die du triffst. Vielleicht findest du für dich einen Mittelweg. Vielleicht findest du auch wieder einen Weg, um dich neu zu motivieren. Wichtig ist nur, dass du dich nicht zwingst. das finde ich wirklich furchtbar.

    Liebe Grüße! Laura

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    1. Hallo Laura, ich muss sagen, ein klein wenig "beneide" ich dich um deine Unverträglichkeiten ;) Also, natürlich ist es kein Neid! Aber es ist eben eine Zusatzmotivation. Ich habe z. B. auch einen Liter Rohmilch auf einmal problemlos vertragen, und das macht den Verzicht natürlich nicht gerade erstrebenswert.
      Ansonsten könnte ich mir abgesehen von den besseren Angeboten in der Stadt vorstellen, dass mir ein aufgeschlosseneres Umfeld sehr gut tun würde. Eine Kollegin isst seit neuestem teilweise vegan, das ist schon angenehm. Und bei meinen Kochkursen merke ich am Ende, wenn alles fertig ist, immer, wie toll es sein kann, wenn man einfach ohne nachzudenken und nachzufragen alles essen kann. So unkompliziert! Das fehlt mir wirklich.

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  8. Oh, Gott sei dank bin ich nicht allein.
    Solche ironischen Posts wie die von Claudi lese ich auch immer mit einem bitteren Beigeschmack.. Vor einem Jahr habe ich aus genau den von dir genannten Gründen aufgehört vegan zu leben. Es hat mir einfach mehr NULL mehr Spaß und mich grumpiger gestimmt gemacht, als es mit gut getan hätte. Am meisten hat mich einfach die soziale Komponente fertig gemacht (ohne Witz.) und dass veganes Essen hier einfach nicht so verfügbar ist (Immer diese typische Sonntagsfrage, was esse ich, wenn gerade nichts frisches im Haus ist oder "die" Zutat fehlt? so weiter..). Und dann steht man hunrig vor einem Dönerimbiss und fragt sich, wieviele Kühe denn nun eigentlich "gerettet" werden, wenn ich einen Miniklecks normale Joghurtsoße in meine Falafeltasche nehme? (scharf Soße bekomme ich nie und nimmer runter!) ... Natürlich weiß ich, dass es nicht der richtige Weg ist, was ich mache und bin vom Kopf her immer noch vegan. Nächsten Monat ziehe ich in eine größere Stadt in ein "Veganviertel" (auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung habe ich erstmal 3 Veganläden entdeckt). Allerdings als Student immer den utopisch hohen Preisaufschlag zahlen? Mal sehen, wie es dann weitergeht..!

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    1. Oh, die schlechte Laune kenn ich auch! Ich bin generell jemand, der gut und viel essen muss, um zufrieden zu sein, und wenn das dann in Mühsal ausartet, reagiere ich schon mal genervt. Ich wünsch dir jedenfalls gemäßigte Preise für nach dem Umzug ;)

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  9. Hallo Carola

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Würde ich nicht zwischen Gießen und dem Dorf in dem ich wohne pendeln, hätte ich es wirklich schwerer mich vegan zu ernähren. In Wetzlar gibt es zwar den Schwarz, aber auf Dauer müsste ich eben auch immer wieder vom Dorf ;) in die Stadt fahren um einzukaufen. Ich hatte auch schon einige Hänger, gerade wenn ich mal wieder Probleme hatte, aber ich bin immer noch von meiner Lebensweise überzeugt, auch wenn ich hier vor der Ort "das Alien" bin ;) Wenn ich nur 10 Cent dafür bekommen könnte wie oft ich schon gehört habe, dass die Leute ja alle nur beim Metzger des Vertrauens kaufen und dann auch nur Bio, ich glaube dann könnte ich mich zur Ruhe setzen. Mich nerven diese Diskussionen am Essenstisch mittlerweile nur noch. Alleine meine Anwesenheit und meine Äußerung: Ich bin Veganerin treibt ganze Tischrunden dazu über meine Ernährungsweise zu diskutieren und sich zu rechtfertigen.
    Ich weiß nicht wie meine Ernährung in Zukunft aussehen wird, heute hat sich herausgestellt, dass ich Weizen nicht vertrage und ich glaube ich muss meine Ernährung schon wieder überdenken und mich dort neu finden.

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    1. Genau das meinte ich. Ohne Gießen würde ich durchdrehen. Natürlich wäre es auch dann irgendwie möglich, aber alleine das Besorgen meiner Hafersahne wäre dann deutlich nerviger. Es ist gar nicht so, dass ich mit unglaublichen vielen Sonderprodukten koche, aber allein schon Hafercuisine, Hefeflocken und vegane Fairtrade-Schokolade (mal abgesehen von Zartbitter) oder -Nougat gibt es eben nur im tegut oder Bioladen.
      Eine Weizenunverträglichkeit ist allerdings sehr fies! Ich hoffe, andere Getreidesorten gehen noch? Alles Gute dir!

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    2. Ja, andere Getreidesorten kann ich zum Glück noch essen. Wenn sich bei mir eine Zöliakie herausgestellt hätte, wäre ich wahrscheinlich komplett durchgedreht. ;)

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  10. Hi Carola,

    Ich muss zugeben, dass ich so eine Phase nicht kenne, auch wenn ich natürlich Momente kenne in denen es nervt in der Position des Veganers in einer omnivoren Welt zu sein.

    Und ja, klar, ich lebe in Berlin. Aber ich glaube hauptsächlich ist es einfach, dass ich sowieso auch bevor ich Veganerin wurde ich durch andere Sachen Aussenseiterin war und ich damit meistens ganz gut zurecht komme.

    Einkaufen tue ich meistens übrigens bei Netto oder auch mal Edeka. Und ich esse öfter beim Asiaten als in den veganen Restaurants, deswegen geht es auch in anderen Städten immer gut. Auch in kleinen polnischen Städten, dem norddeutschen Dorf aus dem mein Freund kommt, die bayrischen Orte aus der meine Familie ist oder auch in Island, Nordnorwegen, etc.

    Käse hat mir lange gefehlt. Jahrelang. Auch Vollmilchschokolade, Gummibärchen, Joghurt. Das hat sich erst vor 1-2 Jahren geändert. Jetzt nach 6-7 Jahren Veganismus finde ich es nur noch eklig.
    Aber auch in den Momenten in denen ich gerne etwas unveganes essen würde (beispielsweise wenn mein Freund meine frühren Lieblingssüßigkeiten isst), denk ich mir immer was für ein kleiner Preis das ist. Wenn moralischer leben als der Status Quo immer einfach und ohne Stolpersteine wäre und keine Nachteile hätte würden es sicher mehr Leute tun.

    Es tut mir Leid, dass es dir zur Zeit so geht. Ich hoffe du findest einen Weg in dem dich das alles weniger stresst und nervt und einfach nur noch Normalität wird.

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    1. Außenseiterin alleine wäre ja noch nicht sooo schlimm, aber ich will dann als Außenseiterin wenigstens nicht noch im Mittelpunkt stehen müssen ;) Deine Zeitangaben machen mir allerdings Hoffnung. Mit vielen Sojaersatzprodukten kann ich mich leider nicht richtig anfreunden, und die "Versuchung" wird mir durch meinen Mann ja auch immer wieder vor Augen geführt.

      "Einfach ungleich richtig" ist allerdings der Kerngedanke, dessen Verdeutlichung mir noch mal gefehlt hat. Danke dafür!

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  11. Was ich vergessen habe zu sagen: In den Momenten in denen ich es schwer oder nervig finde Veganerin zu sein, frage ich mich noch ein mal genau wozu ich das eigentlich tue.
    Ich sehe: Was es ist was mich genau nervt? Das vegane Essen? Oder die soziale Ausgrenzung? Wie ist mein Wohlbefinden? Ist das Genervtsein meinerseits grund genug für Tierleid? Kann ich nicht teil daran haben, dass diese Dinge für andere Veganer leichter wird und helfen, dass das Umfeld sich ändert und nicht ich?

    Mir hilft es enorm, immer wieder abzuwägen, warum ich handle wie ich handle, warum die Welt handelt wie sie handelt und mich zu fragen was ich normativ aus meinem Leben möchte.

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    1. Danke für den Tipp noch mal! Am Anfang habe ich das so gemacht: Mir immer wieder vor Augen geführt, warum ich jetzt eigentlich verzichte, und dann war es auch ok. Mit der Zeit ist das leider etwas verloren gegangen, dabei hilft es wirklich so sehr.

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  12. Naja, ich versuche ja einzusteigen. Aber nachdem ich im Supermarkt schier durchgedreht bin, weil es einfach so extrem schwer ist, vegan einzukaufen, und ich nur noch Zutaten usw. im Kopf hatte, habe ich begonnen, Bücher zu lesen. Einen Tipp hatte ich ja von hier, das mit der Milch..und ich glaube so langsam, ich will kein sturer veganer sein, sondern einen Mix machen. Wenn ich mal zum Essen eingeladen bin, dann ist mir eigentlich wichtiger, Freunde nicht vor den Kopf zu stoßen (oder halt möglichst wenig), oder wenn mir doch mal nach Wurst ist, dann kaufe ich nicht mehr eine Packung im Supermarkt sondern hole mir Wurst direkt vom Dorfmetzger. Das hilft auch viel. Klar, irgendwie ist es ja schon doof, Wurst war ja ein Tier, aber andererseits, der Mensch ist kein Pflanzenfresser, vom Gebiss her, daher....
    Ich habe mal in Richtung Magersucht tendiert, und ich muss sagen, vegan sein hat sehr viel Ähnlichkeit damit. Auch deshalb will ich wahrscheinlich nicht ganz so rigoros sein. ich will dieses superstrenge nicht mehr, im Supermarkt fühle ich mich wie damals, als Kalorien im Kopf waren, nur dass es nun die Zutaten sind, und nein danke, das soll nicht mehr sein.
    Aber mein Geldbeutel erlaubt es auch nicht, gewisse Dinge sind einfach so sehr teuer...Aber vieles hat auch ziemlich blöde Zusatzstoffe, die ich nie und nimmer esse. Daher fallen viele rein vegane Lebensmittel weg. Dazu noch Allergien..Nüsse, Sesam, usw...toll.
    Naja.

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    1. "aber andererseits, der Mensch ist kein Pflanzenfresser, vom Gebiss her, daher...." Abgesehen davon, dass der Mensch Omnivor ist und es viele Menschen auf der Welt gab und gibt die ohne Fleisch leben und lebten, versteh ich immer nicht wieso das jemand als moralisches Argument für irgendwas benutzen kann? Das erinnert mich immer an die "Gewalt ist ein Teil der Natur" Argumente. So what? Nur weil irgendwas normal ist, ist es gut?

      "Ich habe mal in Richtung Magersucht tendiert, und ich muss sagen, vegan sein hat sehr viel Ähnlichkeit damit."
      Vegan sein hat nichts mit Essstörung zu tun. Aber wenn essgestörte Menschen neue Regeln haben an die sie sich festhalten können, kann das in die gleiche schlechte Richtung gehen. Das ist dann bei dir und mir und anderen (ehemals) essgestörten Leuten so, aber nicht wenn man als gesunder Mensch vegan wird.

      "Aber mein Geldbeutel erlaubt es auch nicht, gewisse Dinge sind einfach so sehr teuer..." Versteh ich nicht. Was denn? Bohnen, Nudeln, Reis, Gemüse, Obst?

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    2. ""Aber mein Geldbeutel erlaubt es auch nicht, gewisse Dinge sind einfach so sehr teuer..." Versteh ich nicht. Was denn? Bohnen, Nudeln, Reis, Gemüse, Obst?"

      Ersatzprodukte wie veganer Käse und Fake-Fleischprodukte... etc. sind schon ziemlich teuer. (Sojaghurt und Sojamilch sind auch teurer als tierische Produkte.) Natürlich "braucht" man das alles nicht für eine gesunde vegane Ernährung, aber es soll ja auch Veganer geben, die zum Beispiel den Geschmack von Käse oder Fleisch vermissen und nicht darauf verzichten wollen/können.

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    3. Ich finde das Preisargument auch nicht von der Hand zu weisen. Eben weil es auch Leute gibt (wie mich), die eben nicht nur von den Basics leben wollen. Da würde mir dann irgendwann der Genussfaktor fehlen. Klar, ich mag Hülsenfrüchte, Nudeln, Gemüse und Obst. Aber ich mag auch mal Fleischersatz, einen leckeren, nicht selbstgemachten Aufstrich und vegane Schokolade. Und wieso das in den meisten Fällen so teuer ist, erschließt sich mir einfach nicht.

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  13. Nachtrag: Was ich aber versuchen würde herauszufinden - ist wirklich die vegane Lebensweise das, was nervt? Tierische Produkte in einer Qualität die man ansatzweise vertreten könnte, wenn es einem lediglich um die Haltung und die Lebensweise und nicht um das Töten an sich geht, sind schließlich auch sehr teuer. Und damit meine ich keine Biomassenware, sondern wirklich gute Lebensmittel. Wenn man sich in so eine Richtung umorientiert, dann ist es auch nicht wirklich einfacher. Nur anders. Der Supermarkt im Dorf hilft dabei sicher nicht.

    Die Frage, die man sich stellen muss ist ja definitv: Bin ich so gebeutelt vom Vegansein, dass ich meine Überzeugungen übergehen kann!? Ist die Alternative wirklich so zu essen, wie das nunmal leider die überwiegende Umgebung tut? Denn nur die tollste Milch vom kleinen Bauern im Ort zu konsumieren, oder das beste Fleisch vom besten Hof, das bringt dich ja keinen Meter weiter. Dann dürfte man genau genommen beim Frühstück im Büro immer noch nicht mitessen. Denn die dorthin mitgebrachten Dinge sind in der Regel ja tatsächlich grauenvoll.

    Auch eine gute Methode: Einfach mal in ein Wurst- oder Käsebrot reinbeissen, oder einen Schluck Milch trinken. Ist es wirklich so toll? Man denkt ja oft, das was man nicht hat wäre ganz ganz toll. Ich stelle mir Käse und so manch andere Dinge ja auch als lecker vor und denke es zu vermissen. Andererseits war ich neulich auf einer Feier und habe in einem auf den ersten Blick vegan aussehenden Salat Parmesan gefunden. Ich hab mich so geekelt, sogar aus Parmesan, der ja doch grundsätzlich einfach nur würzig ist, habe ich diesen komischen Milchgeschmack rausgeschmeckt, irgendwie ranzig, irgendwie komisch, tierisch einfach, ich fands grausam! Und Parmesan empfand ich früher als Delikatesse. ;)

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    1. Ja, das habe ich auch gedacht. In den 12 Jahren die ich nun durchgehend Vegetarier bin (davor 5 Jahre lang hin und her) hab ich auch 2-3 Mal wo rein gebissen aus einer komischen Laune heraus in der mir das moralische gerade egal war. Und es war immer eklig und hat anders geschmeckt als ich dachte, dass es schmecken würde. Und danach hab ich mich nicht gut gefühlt, weder psychisch noch körperlich. Aber ich denke die Momente waren vielleicht trotzdem wichtig. Gerade wenn man keinem Dogmatismus verfallen möchte, sondern noch einmal verstehen wieso man das ganze tut.

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    2. Ich probiere ja öfter mal vom Teller von meinem Mann, wenn er irgendwas besonders lecker findet - vielleicht lässt es sich ja als vegane Version "nachbauen". Und mir ist auch schon aufgefallen, dass ich Sachen, die mir früher geschmeckt haben, heute nicht mehr lecker finde. Sei es der Geruch, den Milchprodukte manchmal an sich haben, oder auch einfach nur das extrem Fettige von vielen Speisen im Restaurant. Daher habe ich noch ein bisschen Hoffnung, dass ich mich irgendwann komplett umgewöhne und die Sachen einfach nicht mehr vermisse ;)

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  14. Hey! Ja, verständlich, dass dich das alles nervt. Ich fand es auch zu Beginn komisch bei einer Hochzeit von Freunden sagen zu müssen, dass ich nichts von dem, was auf der Menükarte steht esse.
    Inzwischen ist es mir aber eher Wurscht. Ich bringe regelmäßig vegane Leckereien in mein Büro mit und alle lieben mich dafür.
    Das Ersatzzeug braucht's für mich eigentlich nicht, ich komm gut mit frischem Gemüse klar und eine schnelle Tomatensoße anrühren, während die Nudeln kochen ist jetzt auch nicht die Welt.
    Ich lebe seit 7 Jahren mit einem Fleischesser in einer Beziehung und es klappt wunderbar, wegen des Essens oder der jeweiligen Einstellung gab es noch niemals Streit.
    Ich denke auch, dass du rausfinden solltest was dich jetzt genau stört. Außerdem soll jeder so leben und das essen wie er's für richtig empfindet.

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    1. Mh, wir streiten deswegen auch nicht, und vieles, was wir kochen, ist einfach vegan für uns beide. Ich war aber noch nie jemand, der von einer Reispfanne mit Gemüse satt geworden ist, ich brauche einfach Fett und Eiweiß. Und das ist mit Fleisch und Käse einfacher. Gerade jetzt, als ich eine Woche lang körperlich gearbeitet habe, hatte ich wirklich ein großes Verlangen nach "handfester" Nahrung. Und dabei gab es schon täglich Hülsenfrüchte.
      Und das mit dem "Richtig" ist ja gerade mein Problem. Ist das richtig, worauf ich Lust habe? Oder das, wovon ich weiß, dass es moralisch richtig ist?

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  15. Hallo!
    Als ich deinen Eintrag gelesen habe, ist mir sofort dieses Youtube-Video eingefallen. Alex Jamieson hat sich nach langer Zeit entschieden, nicht mehr strikt vegan zu leben. Ihre Gründe legt sie in dem Video dar. Mir hat ihre Denkweise und Argumentation sehr imponiert. Da ich nicht sicher bin, ob YT-Links in den Kommentaren angezeigt werden, geb ich dir einfach mal den Titel weiter. :)
    -- Why I'm Not VEGAN with Alexandra Jamieson #blissedin - BEXLIFE --

    Viele Grüße von einer nicht-veganen, aber treu-deinen-Blog-lesenden Person :)

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    1. Leider kann ich das Video gerade nicht gucken, wird aber nachgeholt :)

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  16. Liebe Carola,
    ob ich da schon mal drüber nachgedacht habe, nicht mehr vegan zu leben??!
    JA, schon soo oft, ungefähr schon, seitdem ich vegan lebe. Ich würde so gerne ab und zu die toll aussehenden Torten kaufen, die in einigen Cafés stehen, nicht immer den schwarzen Kaffee bestellen, wenn es nicht auch welchen mit Sojamilch gibt, und Camembert und Ziegenkäse lässt sich leider nicht ersetzen.
    Auf der anderen Seite denke ich aber, dass es sich lohnt, für eine Sache einzusetzen und dafür zu stehen. Wenn mich andere fragen, warum ich vegan lebe, antworte ich kurz und knapp, weil ich ebenfalls davon genervt bin, mich ständig für etwas rechtfertigen zu müssen, was ja eigentlich eine gute Sache ist. Letztens wurde mir vorgeworfen, ich sei vegan, nur weil ich emotionaler bin - okay, ich bin ein sehr emotionaler Mensch, aber meine Gründe fürs Vegansein sind eigentlich ziemlich rational!
    Momentan klappt es super mit der veganen Ernährung, allein schon, weil ich mir ständig die verarmten Tiere vor Augen rufe, die dafür herhalten mussten, dass so etwas produziert ist, aber was, wenn man konsequent zu Hause auf Bio-Vegetarisch umstellt und außer Haus vegan bleibt? Ist das nicht eigentlich ethisch vertretbar?
    Als Veganer*in lebt man in ständigem Konflikt mit einem selbst, deswegen find ich es super, dass du diesen Post schreibst und auch mal die negativen Seiten des Veganseins aufzählst. Es ist nämlich wirklich nicht immer "For Fun" ;)
    Ich wünsch dir viel Glück bei deiner Selbstfindung - es ist nämlich auch nicht schön, sich selber zu kasteien, aus welchen Gründen auch immer, sondern man sollte so leben, wie es für einen selber richtig ist.
    Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest!
    Liebe Grüße,
    Laura

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    1. Hallo Laura, das mit der Rationalität ist bei mir genauso. Ich bin ja Landwirtskind, und vom Gefühl her ist Tierhaltung für mich absolut ok, weil von Kindesbeinen an normal. Ich muss mir immer wieder vor Augen führen, dass sie das eben NICHT ist. Das mit dem ständigen Vor-Augen-Halten ist wohl der Knackpunkt.

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  17. Klar nervt es manchmal vegan zu sein, aber noch schlimmer ist es nicht vegan zu leben, finde ich. Ich lebe jetzt seit 7 Jahren so, und seit mehreren Jahren sehr eingeschränkt, ich kann vieles nicht essen, wie Hefe, veganen Käse, und viele andere leckere Sachen gehen auch nicht, auch aus Kostengründen. Mir geht es nun schon lange gesundheitlich nicht gut und ich bekomme das Problem nicht in den Griff. Nun habe ich in den letzten Wochen Milchprodukte und ein paar Mal Fisch gegessen, wirklich besser ging es mir damit aber auch nicht. Nicht mehr vegan leben zu können, wäre wirklich schlimm für mich, ich will nicht anders leben. Ich will keine Kompromisse eingehen, ich will mich abgrenzen (!) und die Freiräume nutzen, die mir zur Verfügung stehen. Außerdem schmeckt es doch so viel besser, vegan zu essen, weil Idealfall alles stimmt.

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    1. Dass es immer besser schmeckt, würde ich so nicht unterschreiben... Aber vielleicht komme ich ja auch irgendwann an diesen Punkt. Ich wünsche dir jedenfalls, dass es dir bald besser geht!

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  18. Ab und zu habe ich auch Momente, in denen ich mich frage, was mich eigentlich daran hindert jetzt eine Käsestange oder Milchschokolade zu essen. Trotzdem hab ich es noch nicht getan und ich glaube auch, dass ich es bereuen würde.
    (Als ich Vegetarier war, hab ich manchmal geträumt, ein Schnitzel zu essen und bin dann total verheult aufgewacht. Seltsam)

    Trotzdem verstehe ich die meisten deiner Gründe.
    Mich nervt am Meisten, dass andere Menschen sich offenbar dazu aufgefordert fühlen, mein Essen zu kommentieren, nur weil es "anders" ist.

    Es gibt dann aber auch die Momente, in denen ich genau weiß, warum ich das mache und ich auch die positiven Seiten sehe.
    Vor kurzem ha mir meine Mutter auch erzählt, dass irgendwer auf ihrer Arbeit gesagt hat, als Veganer könne man nichts mehr essen, und dass sie aber dann gleich mal widersprochen hat und es richtiggestellt hat :D

    Was auch immer du also tust, das Wichtigste ist doch, dass es ganz allein dein Weg ist und dass du damit leben kannst.
    Ich wünsche dir, dass du einen guten Kompromiss finden kannst!

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    1. Solche positiven Momente kenne ich auch, und sie sind toll. Aber sie sind eben für mich sehr selten, weil mein Umfeld eigentlich nur aus Fleischessern besteht. Einige davon reflektiert, die meisten nicht. Vielleicht sollte ich daran arbeiten, mehr dieser guten Momente zu schaffen.

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  19. Im Grund gibt es nur eine Sache, die mich so richtig nervt:
    ich kann nur für eine Person kochen, weil der Rest meiner Familie nicht vegan essen will. Also koche ich meist garnicht richtig und habe so sehr seltsame Essgewohnheiten.

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    1. Das haben wir einfacher gelöst.
      Grundlage ist immer Vegan und wenn meine Frau was anderes möchte machen wir das dann dazu.
      Komischerweise ist sie aber dann 80% das was ich auch esse.
      Und wenn nicht dann macht sie sich halt mal Hackfleisch statt Soja oder Tortelinies mit Fleisch.
      Die Abweichungen und der Aufwand sind minimal

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    2. Sören, das machen wir auch so, und es klappt gut. Mein Mann ist auch weniger mein Problem als der Rest meiner Familie ;)

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  20. Ich für meinen Teil hab mich schon lange von dieser Vegan-Schiene distanziert. Mir wurde das alles zu extrem! bei facebook wurde man von veganern angegriffen, für die kleineste kleinigkeit.. ich lebe weiterhin ziemlich vegan. jedoch esse ich hin und wieder auch mal fisch, ich benutze duschgel, dass mir gefällt und das gut riecht, ich habe kein problem mit ganz normaler kleidung etc. Solche möchtegern Schitzel, Rouladen, braten, Käse etc etc hab ich noch nie gebaucht. Ich ess Tofu wenn ich bock auf Tofu hab und nicht wenn ich eigentlich gern ne Rinderroulade oder ähnliches essen möchte. Seh ich Geflügel, dann seh ich die Bilder aus den Mastanlagen und das möchte ich weder unterstützen noch essen. Ich würde Pferd essen, wenn ich weiß, dass das Pferd ein gutes Leben hatte und ich denke, dass ich es auch selber schlachten könnte. Gleiches gilt für dedes andere Tier. Da ich das nicht könnte schließe ich das für mich aus. Denn eins gehört für mich zum anderen... Fische angeln ausnehmen etc ist für mich möglich, weil ich weiß wo der Fisch herkommt und ich mich auf den Geschmack freue. In dem Moment weiß ich das aber ´sehr zu schätzen und dieser Fisch ist für mich heilig..
    Vor meiner veganen Zeit hab ich Fleisch teilweise 3 mal am Tag gegessen und nicht zu knapp. Das war bei uns so. Heute fehlt es mir nicht. Meine Familie ist alles andere als vegan. Das hat mir alles sehr schwer gemacht. Aber heute tolerieren wir uns. Ich ess eh lieber für mich, weil ich dann irgendwie besser genießen kann. In jedem Restaurant find ich auch was für mich. Das wird gerne drauf eingegangen. Reis is immer gut und Gemüse fibdet sich auch in jeder Küche. Pizza ohne Käse schmeckt viel besser(meine Meinung) und wenn doch mal irgendwo was drin sein sollte ... passiert... umbringen tut das dann auch keinen.

    ALSO
    Nimm das mal alles nicht als Zwang oder Muss! Lebe wie es dir gefällt und wie dein Bauch und dein Gewissen dir das empfehlen! Solange du bei Ausnahmen auf die Herkunft etc ein bisschen Acht gibst wird dir das kein Tier übel nehmen! ;)

    Auf dass jetzt von veganer Siete Steine auf mich geworfen werden ;) Viel Spaß dabei... Aber wer auch immer sich jetzt aufregt, ich toleriere jeden wie er ist. Es wäre nett, wenn man mir mir den gleichen Respekt zu kommen ließe! Denn ich handel sehr bedacht und nicht aus Gleichgültigkeit, Egoismus oder Inkonsequenz!

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    1. Das klingt, als hättest du für dich einen Weg gefunden, mit dem du zufrieden bist :)

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  21. Schaum mal was ich gefunden habe, ich finde den Satz sehr gut:
    Immer dran denken: Es geht darum Tierleid zu vermeiden, nicht darum, zu 121 % vegan zu sein.

    http://www.peta2.de/web/dos_und_donts_beim.1351.html

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    1. Danke, Sören, für den Link. Vor allem den auf der Peta-Seite angegebenen Link zu happycow.net kannte ich noch nicht.

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  22. Hi! Also bei manchen Dingen sprichst du mir wahrlich aus der Seele und das obwohl ich noch nichteinmal 100% vegan lebe. Ich versuche mein Bestes, aber in manchen Situationen ist einfach der innere Schweinehund größer. Genau in den von die beschriebenen Situationen: Wo eingeladen werden, sich immer eklären müssen, oder einfach nur mal der Lust nachgehen jetzt doch noch die mitgebrachten Kekse oder die Schokolade zu Essen.

    Normalerweise bin ich ein konsequenter Mensch, aber die Umstellung von vegetarisch auf vegan fällt mir definitiv schwerer als ursprünglich angenommen. Ich persönlich habe einfach in manchen Situationen das gefühl mich jetzt kasteien zu müssen. Milch und Joghurt fehlen mir überhauptnicht, bei mir liegts eher am Käse und Süßigkeiten.
    Aber im Endeffekt finde ich jeder muss seinen Weg finden, und ich für meinen Teil bin gerade erst dabei. Wichtig ist, das zu hinterfragen was man tut und vor allem seine eigenen Beweggründe wiederfinden und festlegen. Immer dran denken, am Ende des Tages muss man nur sich selbst in die Augen schauen können!

    Ich für meinen Teil lass mich nicht hetzen. Blöde Sprüche kommen immer, aber letztendlich geht es doch um mein Leben und wie ich es führen möchte.
    Bei mir sieht das zur Zeit so aus, dass ich wenn ich für mich selbst koche, alles vegan ist und auch wenn ich die Vollmacht zum Kuchenbacken bekomme, bin ich Eingeladen oder gehe Essen entscheide ich nach Tagesverfassung (= will ich da jetzt anecken, hab ich wirklich wirklich Lust auf das was da jetzt vor mir steht?).

    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du deinen Weg findest!
    Alles Liebe
    LaGusterina

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    1. Danke! Ehrlich gesagt hätte ich auch ein wenig Angst vor den Kommentaren, wenn ich jetzt meine Abkehr vom Veganismus verkünden würde. Irgendwie ist das für die Umwelt doch leichter zu verstehen als jemand, der z. B. nur Fleisch "aus guter Haltung" isst. Was sollen da die Kriterien sein?

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  23. Liebe Carola,

    genau dein Misstand hat es auf den Punkt gebracht:
    Ich verstee gerade, warum ich mich nie komplett dafür entscheiden konnte, Veganer zu sein.
    Ich konnte mir besser als gut ausmalen, wie mein Umfeld drauf reagieren würde...

    Und genau dies hielt mich ab, denn soviel Energie habe ich nicht, um mich all dem zu stellen, was du oben beschreibst.

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    1. Hallo Meike,

      deswegen nicht das zu tun was man gerne möchte ist doof :( ;)

      Ein Bekannter von mir meinte:
      "Wenn ich für mich bin, dann esse ich vegan.
      Halte ich mich in der Gesellschaft auf esse ich meist vegetarisch.
      Das ist ganau das was mir gut tut, und ich kann damit gut leben. wir leben ja alle in einer Gesellschaft".

      Meike vielleicht ist diese Einstellung etwas mit der Du Leben kannst :)

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    2. Über diese Lösung (vegan zu Hause, vegetarisch außerhalb) habe ich tatsächlich auch schon nachgedacht. Das erleichtert es auch den Leuten, einen einzuordnen (s. oben).

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  24. Hallo Carola!

    Du sprichst mir mit diesem Posting wirklich aus der Seele. Ich bin ja nur etwa ein Jahr lang vegan. Und dennoch muss/kann ich deine Frage bejahen. Ja, ich hatte eine solche Krise. Da ich für mich alleine koche, wird jede Mahlzeit genauestens geplant. Kurzfristig etwas zum essen zu machen, ist fast unmöglich. Irgendwas fehlt immer.
    Wenn ich mich mit Freunden treffe, habe ich schon immer etwas mitgebracht. Ich koche gerne. Doch seit ich vegan bin, wurde das so zur Pflicht. Zusätzlich frage ich immer nach, was für das Essen geplant ist. Kann ich ein Dessert machen oder sollte ich etwas für das Hauptessen mitbringen?
    Bei jeder Familienfeier oder jedem Treffen mit Bekannten, stehe ich im Mittelpunkt. Das Thema Essen rückt immer mehr in den Vordergrund. Mqnchmal sind es immernoch die Grundsatzfragen, wann anders fällt mein Essen auf. Selbst wenn ich nichts zum Thema Veganismus sage, kommt es trothdem immer wieder auf. Ich bin niemand der gerne im Mittelpunkt steht.
    Fleisch fehlt mir kein bisschen. Im Gegenteil: ich finde es ekelig. Es hat mir noch nie geschmeckt. Demnach brauche ich auch keinen Fleischersatz. Käse fehlt mir eigentlich auch nicht. Die Auswahl an veganen Aufstrichen reicht mir bisher völlig aus. Milch fehlt eigentlich auch nur, wenn ich bei anderen Kaffee trinke. Jedoch trinke ich ohnehin lieber Tee.
    Was also ist mein Problem? Die geringe Auswahl. Das jetzt bitte nicht falsch verstehen. Wenn ich für mich bin reicht alles. Ich komme gut an typisch vegane Lebensmittel. Doch wenn ich bei anderen zum Kuchen eingeladen bin, bin ich auf meinen eigenen Kuchen anfewiesen. Ich will auch kurzfristig entscheiden, welchen Kuchen ich esse.
    Ich will nicht ständig eine Extrawurst. Inzwischen sorgt fast jeder um mich. Fast alle planen schon mit ein, was ich dann essen kann.

    Und was hat mir da rausgeholfen? Ständig werde ich gefragt, was ich denn essen "kann". Ich hab oft geantwortet "Ich kann alles, ich will nur nicht."
    Aber will ich wirklich nicht? Natürlich denke ich an die Gründe, warum ich vegan wurde und so. Doch eigentlich will ich das ein oder andere schon mal.
    Daher habe ich mich vor knapp zwei Wochen entschieden, nicht mehr konsequent vegan zu leben. Seither habe ich zwar auch noch nicht so oft unveganes gegessen. Käse und Milch noch überhaupr nicht. Und vegetarisch esse ich auf jeden Fall.
    Obwohl ich immernoch größtenteils vegan und meine Pizza immer noch ohne Käse esse, ist es doch eine riesen Erleichterung für mich.

    Auf meinem Blog wird bald ein Post folgen, in dem alles genauwe erklärt wied. Allerdings kann das noch etwas dauern, wel ich momentan nicht zu Hause bin.

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Hallo Jenny, du sprichst so viele Aspekte an, die mich auch stören. Ja, ich bringe gerne was mit. Aber wie oft hab ich jetzt schon spät abends in der Küche gestanden, weil ich noch was zum Mitbringen machen musste, um selbst etwas zu essen zu haben? Und überhaupt nervt die Dauerbeschäftigung mit dem Thema. Manchmal denke ich, mein Leben dreht sich nur noch darum. Und es gab auch schon ein oder zwei Veranstaltungen, zu denen ich vor allem wegen des Essens nicht gegangen bin. Weil es mir eben zu mühselig war, mich da jetzt auch noch mit zu beschäftigen.
      Ich freue mich jedenfalls auf deinen Post!

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  25. Ich kann dich wirklich verstehen, auch wenn ich momentan wohl noch in der "euphorischen Phase" stecke, habe ich mir grad vor paar Tagen ähnliche Gedanken gemacht, und mich gefragt, wie es mir in paar Monaten/Jahren damit gehen wird...
    Und ich glaube auch, das jeder Veganer, der nicht aus Ekel vor tierischen Produkten zum Veganer wurde, irgendwann "schwache Momente" hat, man traut sich nur nicht wirklich darüber zu reden oder schreiben. Ich finde es sehr mutig, das du dich das getraut hast, ich finde es aber auch richtig gut, ich denke du sprichst da was aus, was viele denken.

    Ich knuddel dich jetzt einfach mal *drück*
    Liebe Grüße, Jessi

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  26. Ich versuche ebenfalls seit ungefähr drei Jahren auf tierische Produkte zu verzichten und obwohl ich die meiste Zeit davon in Frankfurt am Main verbracht habe, mein Partner zumindest mit mir zu Hause vegan lebt und meine Mutter sich inzwischen auch vegan ernährt, bedeutet es für mich nach wie vor Verzicht.

    Wir sind im Juni auf's Land gezogen (Haus in Alleinlage, der nächste Supermarkt=Discounter ist 5km weg und Bioprodukte im "normalen" Supermarkt sind hier noch nicht selbstverständlich) und hier wissen vielleicht drei Menschen, dass wir keine tierischen Produkte konsumieren, selbst vegetarisch klingt hier völlig außerirdisch. Mir fehlt der Käsegeschmack auch (Milch und Fleisch nicht so wirklich), aber es fühlt sich für mich nicht mehr "gut" an. Ich habe meine Unbedarftheit verloren. Ich verstehe dennoch nicht, weshalb ich das Thema Ernährung bzw. Veganismus priorisiere, denn

    - nach wie vor interagiere ich gewaltvoll mit meinen Mitmenschen (also nicht dauerhaft, aber dennoch gelegentlich), sogar zu meinem Partner bin ich häufig ungerecht und auch zu mir bin ich häufig nicht nett
    - ich habe mir vorgenommen möglichst alles gebraucht (und Lebensmittel möglichst bio und fair) zu kaufen, aber da bin ich nicht konsequent
    - genau so sieht es in der Plastik-/Erdöl-/Palmölfrage aus
    ... (die Liste könnte ich fortführen)


    Ich glaube nicht, dass es für mich einen Schritt zurück zu der omnivoren oder vegetarischen Lebensweise gibt, aber ich kann die Zweifel dennoch verstehen. Vegan zu leben finde ich häufig sehr anstrengend. Euphorisch war ich aber eigentlich nie, eher wütend ;-). https://www.youtube.com/watch?v=EhUztBdBR5I (falls du es noch nicht kennst)

    liebe Grüße
    Sandra

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  27. Was mir jetzt nach dem Lesen aller Kommentare noch eingefallen ist:
    Ich glaube, das ich momentan in einer Situation stecke, wo es recht einfach ist, vegan zu leben.
    Ich bin momentan arbeitslos daheim, und habe viel Zeit mich damit zu beschäftigen, vegan zu kochen und backen usw.
    Ich weiss nicht, wie es wird, wenn ich wieder voll berufstätig bin.
    Ich weiss, da gab es stressige Zeiten, wo ich nicht wusste, wo mir der Kopf stand, ich keinen Nerv hatte, groß zu kochen und morgens schnell Vesper beim Bäcker geholt habe, bevor ich zur Arbeit gedüst bin.
    Funktioniert das "vegan leben" dann noch genauso problemlos!?
    ich bin mir nicht sicher...auch wenn ich es hoffe...

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    1. Hallo Jessi,
      es funktioniert, aber ich muß mir oft vorher gedanken machen.
      einfach mal an den Brötchen automaten zu gehen geht nicht mehr.
      Auch mittagsessen funktioniert fast nur über selbst versorgung.
      Aber ich denke wenn jemand aufs Geld achten muss, ist er in der selben Situation.

      Übrigens ich hab immer ein rohkost Riegel in der Tasche für den Notfall.
      das sind in etwa 250 bis 300 kcal und damit kann man einige Zeit mit überbrücken.

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  28. Liebe Carola,
    ich finde Deinen Beitrag auch sehr wichtig und mutig - wie einige andere Kommentatoren schon geschrieben haben. Und ich kann so gut nachvollziehen, was Du schreibst. Mit dem auswärts Essen habe ich mich arrangiert, zumal ich das auch recht selten mache. Aber dass Omnis einem immer Gespräche über Ernährung aufzwängen wollen, sobald sie mitkriegen, wie Du lebst... und ich hab mich bis jetzt nie getraut, zu sagen, dass ich darüber gar nicht reden möchte.
    Auf Partys mache ich es meistens so: ich esse vegan und frage auch beim Gastgeber nach, was so drin ist, aber ich binde das keinem auf die Nase. Und wenn jemand fragt, dann tu ich so, als sei ich Vegetarier. Das klingt so, als würde ich nicht dazu stehen, aber mir geht es wirklich um die blöden Gespräche. Wer mich kennt und mag, der weiß, dass ich Veganer bin und von den Menschen wird es auch kommentarlos akzeptiert.
    Es ist schwer, die eigene Unvollkommenheit oder Inkonsequenz zu akzeptieren, aber wenn ich den Veganismus zum Dogma erheben würde, würde ich innerhalb kürzester Zeit einknicken.

    Viel Erfolg auf der Suche nach Deiner persönlichen Lösung dieses Dilemmas und nochmal Gratulation zu Deinem ehrlichen Post!!
    Marzipani Ententeich

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  29. Hallo Carola,

    ich wohne in einem kleinen 2000-Seelen-Dorf. Der nächste Bio-Markt ist 12 Kilometer entfernt und hat weniger vegane Produkte wie unser kleiner Spar Markt. Ich bestelle alle paar Monate bei veganen Versandhändlern und kann damit eigentlich gut leben.

    Manches ist doch auch ganz praktisch. Der Grundstock beim veganen Leben hält sich meist ziemlich lange. So hab ich meine Vorratskammer voll mit veganer "Milch" in allen Varianten, Soya Cuisine, versch. Muse, Sojatrockenprodukte, und vielem mehr. Ja, ich geb zu, meine Vorratskammer sieht aus wie ein kleiner Laden.
    Was mir meist nur fehlt zum Kochen, ist das frische Gemüse und Obst. Und das gibt es ja überall.

    Früher musste ich zum Kochen verschiedene Milchprodukte kaufen. Für das eine brauchst du Creme fraiche, das andere Sahne, dann wieder Sauerrahm...bah.
    Jetzt nehme ich einfach Soya Cuisine oder mixe mir was mit Mandelmus. Früher Hackfleisch und Angst vor Salmonellen oder Gammelfleisch, heute Sojagranulat ohne Ekel. Hätte ich davon nur schon früher gewußt.

    Beim spontanen Essen gehen ist es noch schwierig. Wenn man aber schon vorher Bescheid weiß, kann man im Restaurant ein paar Tage vorher anrufen und um veganes Essen fragen. Ein gutes Gasthaus ist bemüht um seine Gäste. Und seit viel in den Medien darüber berichtet wird, ist es auch kein Fremdwort mehr für sie.

    Auch meinem Körper gefällt das vegane Leben. Fühlte ich mich früher, auch als Vegetarier, oft träge und vollgefressen nach dem Essen. So habe ich das jetzt als Veganer gar nicht mehr.
    Und obwohl ich nicht weniger esse und sogar mehr Süsses esse als früher, habe ich seit meinem Umstieg von Vegetarisch auf Vegan 13 Kilo abgenommen. In knapp einem halben Jahr. Und auch noch ohne Sport. Von leicht übergewichtig auf BMI normal, quasi als Gratisbeigabe zum Vegan sein. Abnehmen hatte ich gar nicht geplant.
    Ich fühle mich gesünder und sehe auch so aus.
    Kein Sodbrennen mehr, keine Probleme mit der Verdauung, insgesamt ein gutes Körpergefühl.

    Wie du siehst habe ich sichtlich Freude am Vegan sein.
    Und ja, manchmal ist das Umfeld etwas anstrengend. Aber die Leute die mit ihren Fragen ehrliches Interesse zeigen, stören ja nicht. Und die anderen, die sich schon fast persönlich angegriffen fühlen weil du vegan essen willst, die nimm mit Humor. Die wenigsten, die nach deinen Blutwerten fragen, haben ihre eigenen schon untersuchen lassen. Sei nachsichtig, bei vielen gibt es eine Fehlzündung im Gehirn, wenn sie erfahren, dass jemand vegan ist. Da plappert man schon mal los, ohne sich viele Gedanken zu machen. :) Und wenn es doch mal nervt, frag einfach wieso sie dir das jetzt alles erzählen. Das wissen sie dann oft selber nicht.

    Und zu deiner veganen Krise...
    Vegan sein ist keine Religion, kein Verein, kein Zwang.
    Und wenn es das für manche ist, na dann ist das deren Problem.
    Mancher Veganer wird zum Chemiker und untersucht jedes Molekül auf tierische Inhaltsstoffe, andere werfen nur einen kurzen Blick auf die Inhaltsstoffeliste.
    Es ist halt nicht jeder gleich. Hör auf dein Herz und lebe wie du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst.

    Vielleicht hast du ja auch einen Anker, der dich hält.
    Bei mir ist es ein Video von Peta, da hab ich noch immer das Bild eines kleinen Kälbchens in Erinnerung, dass von seiner Mutter weggebracht wurde und dabei ganz ängstlich und verzweifelt aussieht. Das Bild krieg ich nicht mehr raus. :)

    Und wenn du auch nicht mehr vegan wärst...
    Ist doch deine Sache. Deswegen wärst du auch kein schlechterer Mensch.

    Aber hör bloss nicht zum bloggen auf. :p

    LG, Sanne

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    1. "Vegan sein ist keine Religion, kein Verein, kein Zwang.
      Und wenn es das für manche ist, na dann ist das deren Problem."
      Perfekt auf den Punkt gebracht! :)

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  30. Gerade habe ich diesen Post entdeckt und bin genauso genervt wie du. Allerdings habe ich das große "Glück", dass ich überwiegend durch Allergien vegan leben muss. Das kleine Bisschen was ich essen könnte, esse ich auch nicht mehr. Da ich neben vegan auch noch glutenfrei, nussfrei und ohne Erbsen erfragen muss, gehe ich schon gar nicht mehr essen oder bringe einfach bei Freunden mein Essen mit und gut ist. Es gibt einfach nichts, was diesen Kriterien entspricht. Es sei denn, man macht Kompromisse. Und ich bin nicht mehr bereit die einzugehen, da ich eh kochen muss. Also kann's auch vegan sein.

    Bei meiner Familie komme ich mit gesundheitlichen oder ökologischen Gründen nicht weit, weshalb ich dann mittlerweile dazu übergegangen bin ethische Gründe anzuführen. Aber ich kann sie auch vertreten und stehe dahinter. Und ich bin es genauso leid, Gründe gegen Fleisch zu erwähnen. "Esst euer Fleisch, solange ihr mich in Ruhe lasst." denke ich mir dann und gehe meines Weges. Entweder kommen sie dahinter, oder eben nicht.

    Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass man den zwischenmenschlichen Aspekt mit einer göttlichen Gelassenheit angeht. Nichts ist für einen Omnivoren abschreckender als ein verrückte Veganer. Mittlerweile betreibe ich nur noch Werbung in Form von unglaublich leckeren Muffins und mache einfach mein Ding.

    Lasst einfach den Kopf nicht hängen und seit so stur wie Katzen ;-)

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  31. Hey Carola,

    ich finde deinen Beitrag wirklich toll, da einfach ehrlich und geradeheraus.
    Hier wurde schon so viel kommentiert, dass ich Niemanden wiederholen und dir einfach etwas Zuspruch da lassen möchte. Du wirst deinen Weg gehen. Ich finde da gibt es dann auch kein richtig oder falsch. Manchmal geht man Wege im Leben die sich zu Anfang richtig anfühlen und sich am Ende als falsch entpuppen oder genau umgekehrt.
    Hauptsache ist, dass du voran gehst und glücklich mit dir bist. :)

    Ich selbst habe (zum Glück) keinerlei der von dir aufgezählten Probleme. Bis natürlich auf das übliche Bullshit-Bingo, was sich aber kaum vermeiden lässt. Außer man lebt vielleicht in einer veganen Blase. :D
    Ich glaube ich gehöre echt zu den Leuten denen das vegane Leben super einfach fällt... auch weil meine Lebensumstände das sehr leicht zulassen. Arbeite von zuhause aus, mein Mann lebt vegetarisch, und ich vermisse auch rein geschmacklich nichts.

    Liebe Grüße,
    Erbse

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  32. If nothing matters, there's nothing to save. J.S. Foer

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  33. Auch ich kann dich gut verstehen! Ich steh noch ganz am Anfang, aber dafür bereits zum 2. oder sogar schon 3. Mal?!.. Jedes Mal denke ich mir: Vegan leben ist gut, tut gut.. aber dann denke ich mir: Es geht ja nicht nur um's Essen.. was ist mit Kosmetik? Vegan ist soo viel mehr und mir macht das auch zu schaffen. Ich habe mich wieder dagegen entschieden. Noch schaffe ich es nicht es voll und ganz umzusetzen.
    Bei mir im Umfeld gibt es nicht einen Vegetarier und schon gar keine Veganer... die einen akzeptieren es, andere sagen nix und dann gibt es die, die immer was sagen und sich lustig machen oder rum stressen.
    Ich finde es anstrengend. Ich mag das nicht.
    Die Mutter meines Freundes kocht schon extra nur für mich vegetarisch, wenn ich jetzt mit vegan ankomme weiß sie wahrscheinlich gar nicht mehr was sie kochen soll. Ich muss ständig Lebensmittel bei meinem Freund bunkern oder zu ihm mitnehmen. Dort gibt es nichts veganes. Und mein Freund ist ein ziemlicher Allergiker.. Gemüse, Obst, Nüsse und eben auch Soja.. Da ist mit gemeinsam kochen oft auch nix oder eben nur relativ begrenzt. Er kann viele Dinge die ich kochen möchte gar nicht probieren. Für mich alleine kochen? - oft einfach keine Lust dazu. Vegan For Fit war ein super Einstieg, aber es war auch sehr viel Aufwand damit verbunden.
    Meine Konsequenz ist, dass ich, nun ja, Teilzeit-Veganer bin?! Ich habe dafür keinen Namen der passen würde und selbst wenn, wäre es nicht richtig.
    Ich lebe zum Großteil vegetarisch. Daheim verzichte auf Milchprodukte. Da gibt es keine Milch, keinen Käse, keine Eier... am WE bei meinem Freund genieße ich dann mal ein wenig Käse auf meinem Brötchen vom Bäcker, dass wahrscheinlich auf einem mit Mutter eingeriebenen Blech lag o.ä. oder trinke auch einen Latte Macchiato Karamell - denn für seine Tassimo kauft er extra die Sorte, die ich immer so gern mochte.. und mir zerreißt es manchmal einfach das Herz meinen Liebsten an den Kopf zu stoßen, wenn sie voller Begeisterung etwas für mich kochen oder einkaufen. Ich achte auch bei Kosmetik mglst. darauf, dass es vegan ist. Aber auch da bin ich nicht vollkommen konsequent und ein Werbeopfer.
    Zudem kann mir so mancher sagen was er will. Vegan leben ist teuer und bleibt teuer. Ich gebe zum Teil das 2-3 fache von dem aus was manch anderer für Lebensmittel ausgibt.

    Ich für meinen Teil werde damit leben und mit der Zeit sehen wofür ich mich entscheide. Jedes bisschen vegan ist für mich ein positiver Beitrag! - Vllt. ist das einfach auch etwas, dass man sich vor Augen halten sollte

    Liebe Grüße
    Martha

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  34. Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und finde es super, dass du den Mut hast, das auch auszusprechen. Es ist halt nicht immer alles rosa-rot. Und was hälst du von "as vegan as possilbe"? Wenn du niemanden bei einer Einladung vor den Kopf stoßen möchtest, seine Gerichte dann trotzdem isst (zb aber ohne Fleisch), und dann weiter vegan machst, bis halt eine Situation eintrifft, wo es leichter wäre, nicht vegan zu sein. "As vegan as possible" finde ich am besten, am stressfreiesten, den Stress möchte ich mit einer veganen Ernährung ganz sicher nicht. Und wenn du mal Lust auf Milch/Fleisch/Käse hast, dann ... WTF ... iss bzw. trink es. Und dann mach wie gewohnt weiter (oder nicht). Ich denke am wichtigsten ist es mit dem Thema entspannt umzugehen.
    Ich selber bin (noch) kein Veganer, ich versuche mich aber gerade daran, vieles zu veganisieren. Aber wenn ich dann mal Lust auf einen Rohschinken habe, den ich mit meinem Freund zusammen sehr genieße, dann ess ich ihn. Am nächsten Tag gibts dafür vielleicht ein vegan Wednesday.
    Besser ein bisschen vegan als gar nicht. Hör auf deinen Bauch.
    Alles Liebe aus Wien, Dani

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  35. zuhause vegan: kein Problem. bzw. kaum ein Problem, da mein Partner Omni aber sehr tollerant und liebevoll ist. Aber auf der Arbeit...wenn es stressig wird....und dann da diese unheimlich leckeren Gummibärchen stehen, die ja nicht mal vegetarisch sind!.
    Aber die sind eben auch schon gekauft und ob ich die jetzt esse, oder mein Kollege, was macht das für einen Unterschied? Das ist der Moment, wo es mich regelmäßig erwischt. Und dann finde ich mich selber unheimlich doof, weil es ja so eine kleine Sache wäre sich stattdessen ein paar Apfelringe in die Schreibtischschublade zu legen.
    Aber ich bekomme es nicht hin.
    Hier wurde jetzt gesagt: sei nicht so streng, schließlich entscheidest du für dich selber wie vegan du sein willst/kannst....aber was macht ihr gegen den Frust wenn es dann mal nicht "geklappt" hat, obwohl ihr es wolltet. Oder gibt es das bei euch nicht?

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    1. Ich versuche immer, solche Enttäuschungen schnell abzuhaken. Wenn ich mir zu viele Gedanken mache, komme ich irgendwann auf die Jetzt-ist-es-auch-egal-Schiene, und das möchte ich gern vermeiden.

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  36. Mich nervt es nur schon wenn Leute sagen ich sei "Veganer". Kann man nicht einfach nur sagen "ich esse gewisse Sachen nicht" und gut ist? Wesshalb bekommt mein Sein durch meine Ernährungsweise eine andere Bezeichnung? Meiner Meinung nach sollte man solche Bezeichnungen abschaffen. Gäbe es das Wort "Vegan" nicht, dann bräuchte man sich viel weniger zu rechtfertigen. Wenn ich eine Zigarette ablehne, fragt ja auch niemand wesshalb. Würde ich aber sagen "Ach nee, danke, weisste... ich bin seit kurzem Oxygene". Ich bin mir sicher dass sofort nach dem Grund für diese Lebenseinstellung gefragt werden würde.

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    1. Hm.

      Raucher – Nichtraucher.
      Fleischesser – Nichtfleischesser.

      Passt.
      :-]

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  37. Veganer sind krank und sollten zum Psychodoc, der Mensch ist ein Fleischfresser

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  38. Ich kann diese ganzen Zwangsgedanken gar nicht verstehen. Wenn ich Veganer bin und einmal einen Milchkaffee trinke, weil es keine Sojamilch gibt, kann ich doch eine Ausnahme machen. Wenn ich zum Essen eingeladen bin und es gibt eben was vom Tier, kann ich doch eine Ausnahme machen, wenn ich selbst damit leben kann. Und Kommentare zu meinem Essen? Die kommen doch nur, wenn ich jedem zwanghaft erklären muss, dass ich Veganer bin und keine tierischen Produkte zu mir nehme. Ich spreche nicht mit anderen Leuten über meine Ernährungsgewohnheiten. Und wenn ich einen großen Salat esse, findet das auch niemand komisch. Wenn ich im Biergarten Radi und Tomatenbrot wähle, ist das doch nicht komisch. Wenn ich auf einer Grillparty Nudelsalat esse und gegrille Kartoffeln mit einem Dip, dann ist das doch nicht auffällig oder erwähnenswert. Und wenn ich eine Zutat nicht habe, kann ich doch darauf verzichten oder etwas anderes nutzen. Ich hab' hier ein schönes Post gelesen: ich muss doch nicht 121% Veganer sein. Jedes Tier, dass nicht wegen mir stirbt, ist doch schon ein toller Erfolg und macht mich stolz. Ich finde es überhaupt nicht schwer, Veganer zu sein.
    LG, content-werkstatt

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  39. WOW danke für deine Gedankengänge und dass du sie aufschreibst. Mir gehts zurzeit genau so. Vor allem tut es mir gerade so weh, in der Heimat zu sein und zb bei meinem Lieblingseisman aus der Kindheit kein Eis essen zu können. Bei mir ist nur die große Angst: Eine Ausnahme und noch mehr werden folgen. Was wäre so schlimm daran? Hm, ich bin überzeugt von dem veganen Leben und gerade, weil ich erst ein halbes Jahr vegan lebe, möchte ich nicht jetzt schon brechen. Aber ich bin trotzdem oft der Ansicht, dass man sein Leben so viel schwerer macht. Und ja VERDAMMT NOCH MAL wenn die Gesellschaft einfach komplett umdenken würde, dann würde vieles einfacher werden. Und immer Außenseiter zu sein ist einfach anstrengend und nervig. Ich schlendre durch die Stadt und habe einfach Lust auf ein Eis oder Stück Kuchen. NICHTS! Nirgendwo. Man fragt nach, aber nicht mal Bäcker haben etwas Süßes im Angebot. Und immer vorher recherchieren, sich was einpacken usw. geht einfach nicht! Und sich n Eis für unterwegs einpacken erst recht nicht!!!! Ich schaff (!) es auch vegan zu leben. Die Frage ist nur: Wie sehr quäle ich mich doch unterbewusst und merke gar nicht, wie es mir Lebensqualität in der "Normalen" Welt raubt...Ich sage niemals ich bin VEGANER. Ich lebe vegan. Und ich versuche vegan mich zu ernähren. Thats it. Und ich weiß warum ich es tu. Aber trotzdem tut es mir und meinem Glück manchmal weh...

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  40. Der absolute Wahnsinn. Geht mir sehr ähnlich. Wobei ich vegan aus sehr egoistischen Gründen lebe. Ich bin davon überzeugt, dass ich dadurch meine Gesundheit und Lebenserwartung verbessern bzw. steigern kann. Die Tiere sind mir vollkommen egal und ich habe noch immer einen mordsmäßigen Appetit auf Fleisch, Eier, Käse und Butter, genauso wie Eis, Kuchen und Schokolade. Das schlimmste am vegan-sein ist auch nicht die Isolation, sondern einfach die Tatsache, dass man sich total unnatürlich ernährt und der Körper die Nahrung, mit der unsere Vorfahren zig Jahrtausende überlebten, nicht bekommen kann. Der Mensch ist ein Allesfresser, auch wenn Veganismus sicherlich deutlich gesünder ist. Seit Tag 1 HASSE ich grüne Smoothies und diesen ganzen Salat-Krempel. Ich bin noch etwas "kranker" und esse auch keinen Weizen, Roggen und Hafer. Nur Einkorn, Dinkel, Hülsenfrüchte etc. Außerdem nehme ich Nahrungsergänzungsmittel. Und es geht mir soooo auf den Wecker. Ich habe schon in vielen veganen Restaurants gegessen und wirklich alles probiert, aber auf Dauer kann "unser" Kaninchenfutter kein Steak ersetzen. Ich kenne noch das Gefühl etwas richtig richtig leckeres zu essen, dann ist man einfach glücklich und freut sich. Seit ich vor 2 Jahren Veganer geworden bin freue ich mich auf fast keine einzige Mahlzeit außer deftige und fettige Sachen wie Bratkartoffeln oder Pommes mit Ketchup. Bevor ich Veganer war LIEBTE ich Gemüse, heute HASSE ich grüne Smoothies (ich hab sie wirklich alle durch) und Salate. Gekochtes Gemüse geht ja auch nicht mehr, denn dann gehen ja wieder wertvolle Nährstoffe verloren. Und Rohkost ist einfach nur ätzend auf Dauer.

    Langsam frage ich mich, ob die Unzufriedenheit, die durch den Verzicht entsteht und damit Stress verursacht nicht sogar schädlicher ist, als einfach ALLES zu essen was man will.

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  41. Hallo, bin durch zufall auf diesen blog gestoßen und habe mir diesen Artikel durchgelesen... also ich finde es erstmal gut das man seine gefühle authentisch preisgibt. Dennoch hast du ein ganz anderes Problem, und das ist nicht die ernährung, sondern das problem nicht dein leben leben zu können ohne dauernd daran zu denken was andere über dich denken. Scheiss doch auf die anderen, es geht doch nur um dich! und das vegan sein schwer ist, das stimmt nicht... doch wenn man von anderen meinungen leben muss dann wohl schon. Man muss ja nicht für alles Ersatzprodukte kaufen oder ? man kann auch ganz natürlich vegan oder vegetarisch leben.. es gibt genügend lebensmittel dort draussen die nichts mit fleisch zu tun haben. meiner meinung nach ist vegan sein auch schon eher ein kult als eine einstellung, denn ist es nicht so dass man eigentlich schon als vegetarier verstanden hat worauf es ankommt ? und wenn man 80 % vegan lebt und 20 vegetarische dann finde ich das total ok. das ist 1000 mal besser als sich alles reinzuschieben und ohne rücksicht auf verlust anderer zu leben.

    Mein Fazit: macht alle was ihr wollt aber macht es nicht ohne dabei nachzudenken, was es für konsequenzen hat, und lebt euer leben und nicht das leben oder meinungen anderer. Nur so ist man frei im kopf und kann von herzen glücklich sein.

    wenn euch das inspiriert hat schaut doch auch mal bei mir vorbei www.gruenersaft.de

    Christian

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  42. Ich war bis vor 3 Tagen auch lange vegan. Seit 3 Tagwn esse Fleisch, trinke Milch mit Honig und Eier und - ES TUT EINFACH NUR GUUUUT! :) Ist was Emotionales, Kindheit und früher und so.. ;) Just do it. Es kann ja immer noch eine Phase bleiben...

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  43. Hallo @all,

    auch ich bin durch Zufall auf diesen Blog gestoßen und wollte (mit wenigen Ausnahmen) hier allen Teilnehmern mal ein Lob aussprechen. Das ist echt der erste sachlich geführte Blog zu dem Thema, der mir untergekommen ist. In der Regel hat man es ja eher mit Kommentaren a la Anonym vom 22. Juni 2014 um 03:55 zu tun - und zwar ausdrücklich auch von Veganerseite.

    In der Sache glaube ich, dass weniger die Frage ob Fleisch ja oder nein das Problem darstellt sondern vielmehr die Qualitätsansprüche überhaupt, die wir an Lebensmittel mittlerweile stellen. Hier nur einige Beispiele:

    - Wassertomaten aus Holland die nicht nach Tomaten schmecken
    - Schmelzkäsezubereitungen - auch Analogkäse genannt - die uns in Fastfoodketten und Bäckereien angedreht werden und wenig mit Käse gemein haben
    - Pestizidbelaster Weizen der uns überall begegnet
    - Unreife Obstsorten aus Übersee die während dem Nachreifeprozess weggammeln
    - Eier aus Bodenhaltung die nach Fisch schmecken, weil die Hühner mit Fischmehl gefüttert wurden

    etc. etc. etc.

    Das Problem ist der maßlose Konsum der dazu geführt hat, dass nicht nur die Qualität unserer Lebensmittel erheblich nachgelassen hat sondern hierdurch auch das Tierleid erheblich gefördert wird.

    Und dadrauf trinke ich jetzt mal kein Glas Fanta, die wird nämlich mit Gelatine geklärt sondern ein Glas Fritz-Cola, die ist nämlich vegan. Dazu gibt s Gemüselasagne mit echtem Käse ;-)

    Nobody s perfect!

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  44. unglaublich was ich hier alles lese, seit ihr alle nur vegan gewesen weil trendy? klar, esst einfach wieder normal. ist ja viel einfacher. all die schönen kindheitserinnerungen und das einfache leben. genau. lidl hat gerade fleisch in der werbung.

    ignoranz ist ein segen. wie glücklich bist du.

    dem tier ist es eh egal wie es verreckt, hauptsache du hast es bequem und schöne erinnerungen.

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  45. Ich persönlich halte nichts von Veganismus. Ihr ach so tollen Veganer haltet es für so Welt verbessernd euch mit Getreide und Körnern den Bauch voll zu schlagen die von niemand anderem als fucking Monstanto kommen und es ist ja wohl bekannt, dass Monsanto gemeinsam mit Nestle den Lebensmittelmarkt für sich monopolisieren will.

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    1. Ach und die Schweine und Rinder werden nicht mit Monsanto-Zeugs gefüttert? Für 1 Kilo Rinderfleisch braucht man etwa 16 Kilo Getreide. wir ach so tollen Veganer verursachen auf jeden fall deutlich weniger schaden an Mensch, Tier und Umwelt. Das kannst du so drehen und wenden wie du willst. Aber hej, du kannst ja mal ein Bild von einem Steak posten :D Mi mi mi mi

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  46. Ihr beschäftigt Euch einfach nicht ausgiebig mit Ernährung, habt aufgehört neue Dinge auszuprobieren... ich hatte eine 'Aufstrich-Phase' oder sowas ähnliches für wenige Monate, dann ca. 1Jahr+ High Carb Low Fat mit unglaublichem Essen, tollen Restaurantbesuchen und erstaunten Blicken über meine Essensmengen die ich beim Mittag so verdrücke! Jetzt habe ich den Rohkostanteil stark erhöht und esse oft Rawtill4 - so passt das für mich momentan sehr gut. Dauerhaft möchte ich den rohen Anteil aber weiter erhöhen. Leben ist Veränderung und Entwicklung, niemals stehenbleiben!

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  47. So lange das Gehirn noch größer ist als der Magen...
    Bleib definitiv beim veganen Essen. Nicht nur dir zu liebe, sondern auch der Umwelt wegen.
    Es geht nicht um Bequemlichkeit. Wir sind reich,solange wir 3x am Tag warmes Essen haben können und ein Dach über dem Kopf haben. Sei mir nicht böse aber das was hier beschrieben wird, sind LuxusProbleme.
    :/

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  48. Ich weiß dein Artikel ist schon alt aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu :D

    Ich bin selbst vor 1,5 Jahren vegan geworden und es viel mir zum Glück wahnsinnig leicht, Tierpodukte vermisse ich überhaupt nicht. Ich habe schon immer sehr gerne Obst, Gemüse, Bohnen, Nüsse usw. gegessen. Ich koche und experimientiere auch gerne, und selbst wenn's manchmal schief geht, langweilig wird es mir nie.

    Trotzdem ist das für mich nicht die größte Motivation vegan zu bleiben. Ich bin vegan geworden als ich in eine neue Stadt gezogen bin, und musste erstmal neue Freunde finden und ging direkt zu sämtlichen veganen Treffen. Ich habe nun über 20 vegane Bekannten. 100% meiner Freunde sind vegan. Mein Partner ist vegan. Mein Umfeld versteht und akzeptiert mich. Ich weiß nicht ob ich ohne ihre Unterstützung so glücklich wäre. Meine Familie akzeptiert mich auch, aber es wird nie diese enge Verbindung geben wie zu meinen Freunden, die die gleiche Einstellung mit mir teilen. Sich allein und isoliert zu fühlen ist sicher nicht schön.

    So oder so hoffe ich dass du zufriedener mit der Situation wirst (bist?), egal wie du dich entscheidest. Glücklich sein geht vor!

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    1. Danke für deinen Beitrag! Ich glaube tatsächlich, dass es die ganze Sache sehr erleichtert, wenn man sich in einem unterstützenden Umfeld bewegt. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich mal bei veganen Freunden eingeladen bin: Plötzlich ist alles so leicht und unkompliziert, man muss nicht dauernd was erklären und nachfragen!
      Liebe Grüße
      Carola

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