Dienstag, 18. Juni 2013

Crazy Sexy Detox - das Fazit

So, hier jetzt also das Fazit zu meinen Crazy-Sexy-Detox-Wochen. Die Überraschungen halten sich in Grenzen, finde ich!

Was hat gut geklappt, was eher nicht?
  • Zur Glutenfreiheit habe ich ja schon genug gesagt. Klappt gar nicht.
  • Zuckerverzicht: Hat erstaunlich gut geklappt! Nicht perfekt, aber deutlich besser, als ich dachte.
  • Weißmehlverzicht: Naja. Ich habe es ja oben schon mal angesprochen, glutenfreies Brot und Nudeln scheinen mir Weißmehlprodukten ziemlich zu entsprechen. Und an einigen Tagen gab es auch Brötchen und Graubrot ohne Vollkornmehl.
  • Alkoholverzicht: Hm. Bei der Hochzeit, auf der wir eingeladen waren, gab es ein halbes Glas Sekt, am Wochenende bei unserer eigenen Feier ein paar Gläser Bowle. Natürlich ginge es auch ohne, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich auf den Alkohol dann und wann einfach nicht verzichten möchte.
  • Kaffee: Ist keine meiner großen Schwächen, für die drei Wochen habe ich aber auch am Wochenende auf meinen Frappuccino verzichtet. Bei der enthaltenen Zuckermenge fürchte ich aber sowieso, dass nicht der Kaffee das eigentliche Problem ist...
  • Vegan: Läuft.
  • Schlafdauer: Check. Aber auf meine acht Stunden achte ich eigentlich sowieso, sonst bin ich knatschig.
  • Essens- und Sportzeiten: Drei Stunden vor dem Schlafengehen soll man eigentlich weder essen noch Sport treiben. Da ich aber um sechs aufstehe, um zehn ins Bett muss und um halb sieben erst von der Arbeit nach Hause komme, ist das da Zeitfenster extrem eng. Mal abgesehen davon, dass ich während der ersten zwei Wochen ohne Gluten sowieso ständig Hunger hatte und dann wahrscheinlich über Nacht einfach verhungert wäre.
  • Darmreinigung (durch Einläufe und Colon-Hydrotherapie): Habe ich gar nicht gemacht. Das war mir dann doch etwas zu viel, allein die Ernährungsumstellung frisst ja erst mal eine Menge Zeit. Was nicht negativ ist, sondern normal, man muss sich ja erst einmal reinfinden. Aber da ich die CSD nicht in Vollzeit betreiben wollte, musste ich an dieser Stelle Abstriche machen.
  • Fastentage: Gab es bei mir auch nicht, allerdings sind diese sowieso optional. Ich muss aber zugeben, dass mich das Konzept eines Fastentags in der Woche reizt. Mal sehen.
  • Sport: Auf die empfohlene Frequenz bin ich zwar nicht gekommen, aber mindestens zweimal die Woche gut 6 km laufen sind ja auch schon mal was. Ausbaufähig.
  • Meditation: Habe ich gar nicht gemacht, obwohl sie die dritte Säule der CSD sein soll. Aber auch hier war ich nicht gewillt, die zusätzliche Zeit zu investieren. Aber bestimmt irgendwann mal.
Welche Veränderungen habe ich an mir bemerkt?
  • Mein Süßhunger ist tagsüber jetzt so gut wie weg - tagsüber. Abend ist es immer noch schlimm, allerdings mit ein, zwei Stückchen Zartbitterschokolade in den Griff zu kriegen. Deutlich besser als vorher! Die Zyklusabhängigkeit muss allerdings noch genauer beobachtet werden, fürchte ich.
  • Das extreme Mittagstief, das ist sonst hatte, ist weg. Hurra!
  • Mein Blähbauch ist ebenfalls deutlich besser.
  • Ansonsten bemerke ich keine Veränderungen, vor allem keine psychischen. Ich bin weder die ganze Zeit total gut gelaunt noch besonders energiegeladen. Auch meine Haut hat sich leider nicht verändert.
Was hat mir gefallen?
  • An erster Stelle: der Zuckerverzicht. Ich finde, dass sich damit viele Probleme auf einmal erledigen: Weißmehl fliegt an vielen Stellen mit raus, die Lebensmittelkosten sinken (zumindest für uns...), ich brauche Alternativen und kann dann direkt etwas Gesundes essen usw.
  • Ich mag die neue Lust an frischem Gemüse. Heute Mittag bin ich direkt traurig, dass es Salatreste von gestern statt einem Salatteller aus der Mensa gibt. Obwohl... vielleicht geht ja auch beides.
  • Insgesamt finde ich es schön, meinem Essen wieder mehr Mühe und Aufmerksamkeit zu widmen. Generell, mehr auf mich zu achten. Dazu gehört auch der Sport.
Was hat mir nicht gefallen?
  • Ich muss sagen, dass ich mir von den vielen Vorschriften und Ideen überwältigt vorkam. Es waren einfach zu viele Veränderungen auf einmal. Dass der Verzicht auf tierische Produkte ein Bestandteil der CSD ist, hatte ich gar nicht explizit erwähnt, aber ich möchte mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn man diesen Punkt auch noch beachten muss und er nicht, wie bei mir, einfach so mitläuft.
  • Entweder habe ich die CSD schlecht umgesetzt, oder aber das Problem ist systemimmanent: Ich hatte permanent das Gefühl, zu wenig Ballaststoffe aufzunehmen. Hätte ich statt der Smoothies Säfte gemacht, wäre es noch schlimmer gewesen. Und nein, ich habe mir das nicht eingebildet. Ich habe ja gemerkt (entschuldigt das delikate Thema), wie oft ich zur Toilette musste. Definitiv seltener als sonst.
  • Zur Glutenfreiheit muss ich auch hier nichts mehr sagen.
  • Ein anderes Thema hatte ich bereits angeschnitten: Ich frage mich, wie gut die CSD mit (regionalem) Wintergemüse umsetzbar ist. Dann fallen ja viele leckere Salate weg.
Wie geht es weiter?
  • Mit Sport und Salat! Allerdings glaube ich nicht, dass es nach wie vor täglich mittags und abends Salat geben wird.
  • Ich möchte versuchen, an der ein- oder anderen Stelle Alternativen zu Weizenprodukten zu finden. Nachteile: s. oben. Insbesondere die fehlende Regionalität und Verpackung stören mich.
  • Auch die grünen Smoothies möchte ich beibehalten, allerdings wohl nicht täglich. Banane-Apfel-Erdbeer schlägt sie einfach um Längen.

Zum Weiterlesen die Zwischenberichte:
Teil 1
Teil 2 
Teil 3 
Teil 4

Kommentare:

  1. Ich glaube, das Wesentliche ist: Was nehme ich mit, was darf bleiben? Und du hast ja doch einiges mitgenommen. Das ist doch super. Challenges hin oder her - in meinen Augen bringen sie eh nicht viel, wenn es keine alltagstauglichen Bestandteile gibt, die wir auch nach der Challenge praktizieren können, ohne uns zu verbiegen.

    LG und ich fieber schon mit dir, obwohl ich nicht heirate!^^
    Frau Momo

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  2. Ich kann mich da Frau Momo nur anschließen. Du hast ein paar Dinge für dich mitgenommen, die du auch im Alltag umsetzen kannst und willst. Besser geht es doch gar nicht.
    Ich finde es auch sehr gut, dass du das nicht so verbissen gemacht hast, sondern durchaus auch kritisch warst.

    Liebe Grüße
    Federchen

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  3. Danke für eure lieben Worte :) Ich bin auch gar nicht unzufrieden mit dem Erreichten - hatte ja neulich schon mal kommentiert, dass es eher meinem Wesen entspricht, Sachen langsam anzugehen und Stück für Stück umzusetzen. Es passt also alles so, wie es ist :)
    Liebe Grüße
    Carola

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    1. Sachen langsam angehen - kann ich ne Scheibe davon haben?^^

      Ach - egal! Wir sind schon alle richtig so, wie wir sind und ticken! ;)

      LG, Frau Momo

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  4. hallo carola,
    finde es sehr interessant zu lesen wie es dir mit deiner detoxkut ergangen ist. habe gerade selbst eine 10 tägige hintet mir und fühle mich super! bin voller energie, mein stoffwechsel läuft immer noch auf hochtouren und ich möchte die smoothies eigentlich gar nicht mehr missen.
    ich schließe mich natürlich auch meineb vorrednern an. wichtig ist, dass man sich bei der sache wohl fühlt und die positiven dinge für sich entdeckt.
    viele grüße
    steffi

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  5. Hallo, sehr interessant! Ich mache ja im Moment sowas ähnliches und verzichte dabei auf Kaffee, Zucker, Alkohol, tierische Produkte, Weißmehl. Heute ist mein vierter tag und solangsam gewöhne ich mich daran ;-)

    Sehr schöner Bericht!

    LG Anastasia

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