Donnerstag, 9. Mai 2013

Bericht von der UGB-Tagung "Ernährung aktuell" am Wochenende

Am Wochenende bin ich nach langer Zeit mal wieder die Ernährungswissenschaften eingetaucht: Auf der UGB-Tagung "Ernährung aktuell" in Gießen wurde ein breites Themenspektrum behandelt. Eine kurze Übersicht über die Vorträge am Freitag und Samstag:

Prof. Dr. C Leitzmann: Evolution und Ernährung - aktuelle Relevanz
Prof. Dr. B. Watzl: Sekundäre Pflanzenstoffe: Wie ist die aktuelle Bewertung?
Prof. Dr. G. Jahreis: Schädliche Stoffe in Lipiden - neue Öle
P. Kanstinger: Wie viel Fisch ist noch drin?
Dr. A. Beck: Bio ist besser - ist bio besser?
Experteninterview: Wie unabhängig ist die Ernährungsforschung?
Dr. A. Buyken: Low carb - slow carb: Wie ist die aktuelle Bedeutung?
Dr. P. Ambrosius: Untergewicht - was tun für die Gewichtszunahme?
T. Männle: Ernährungsberatung - fair beraten
A. Hissting: Gentechnik und Lebensmittel - Anwendung, Kennzeichnung, Vermeidung
Dr. S. Gieren: Fetale Programmierung - dick sein beginnt im Mutterleib
E. Gätjen: Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

Eigentlich hatte ich vor, euch hier die einzelnen Vorträge kurz zusammenzufassen, aber ich habe gesehen, dass die UGB das bereits getan hat, und spare mir daher die Arbeit. Aus meinem subjektiven Empfinden heraus möchte ich euch einfach nur das berichten, was mich besonders beeindruckt hat.

Alles in allem, um das direkt vorwegzunehmen, fand ich es wundervoll, an der Tagung teilzunehmen. Auch, wenn ich immer dachte (und zum großen Teil noch denke), dass meine beiden Masterabschlüsse nicht - sagen wir es vorsichtig - wirtschaftlich gut verwertbar sind, ergänzen sie sich doch wunderbar, um ein so breit gefächertes Programm wertschätzen und die Themen auch einordnen zu können. Ein wenig Sinnstiftung, sozusagen! Ein gutes Gefühl.

Das stellte sich aber auch direkt beim ersten Vortrag von Prof. Leitzmann ein. Er ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Vollwerternährung, seit vielen Jahrzehnten Verfechter der vegetarischen Ernährung auch aus wissenschaftlicher Sicht, Autor zahlreicher Bücher (unter anderem "Vegetarische Ernährung" aus dem Ulmer-Verlag, das auch den Veganismus umfassend behandelt), und, was ich sehr wichtig finde, Begründer der Ernährungsökologie, die die Ernährung im Spannungsfeld von Gesundheit, Ökologie und Ökonomie untersucht. In diesem Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag, ist also schon lange emeritiert - dennoch hatte ich das Glück, ihn während meines Bachelorstudiums als Gastdozenten in einer Vorlesung erleben zu dürfen. Wenn ihr mal die Change habt, ihn sprechen zu hören: Nutzt die Gelegenheit, es ist ein Erlebnis! Die Schlussfolgerung, die Prof. Leitzmann in seinem Vortrag zog, war übrigens folgende: Von Natur aus sei der Mensch Allesfresser, auch wenn das nicht die heutige Ernährung rechtfertige: In den meisten Fällen seien tierische Produkte eher als Ergänzung verzehrt worden. Vegane Ernährung sei daher eine kulturelle Erscheinung - nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Aufrüttelnd fand ich dann den Vortrag von Prof. Jahreis zu schädlichen Stoffen in Lipiden. Neben den altbekannten Transfettsäuren (v.a. in gehärteten Fetten wie Margarine und damit auch in den daraus hergestellten Produkten) kamen hier die 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidol (die Chemie erspare ich euch hier) aus raffinierten Ölen zur Sprache, die ich bisher immer nur am Rande wahrgenommen hatte. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, und entstehen bei der Desodorierung von Ölen, einem Prozess in der Raffination. Der Gehalt des Öls könne durch die Art der Desodorierung beeinflusst werden, so Prof. Jahreis - aber wie kann man das schon beurteilen? Vielleicht sollte ich meine bisherige Küchenpraxis mit der reichlichen Verwendung von raffiniertem Rapsöl doch überdenken, auch wenn mir insbesondere zum Backen ein wenig die Alternativen fehlen.
Ein weiteres Thema war das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Das Beharren von Prof. Jahreis auf Bergmilch zur Behebung des Problems, dass im Verhältnis von den meisten Menschen zu wenig Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden, fand ich zwar etwas daneben, aber Veganer können hier definitiv betroffen sein. Mehr darüber könnt ihr in der VegAnleitung lesen.

Auf den Vortrag von Philipp Kanstinger zu Fisch hatte ich mich ziemlich gefreut, war dann aber am Ende enttäuscht. Die Infos waren nicht schlecht (unter anderem ging es um den Gegensatz von Wildfang und Aquakultur), aber anscheinend hatte er in Gegenwart so vieler Ernährungswissenschaftler, die alle auf ihrer Empfehlung des wöchentlichen Fischverzehrs beharren, dann doch nicht den Mut, zu weniger Fischkonsum aufzurufen. Eine vertane Chance, Alternativen aufzuzeigen.

Am überraschendsten fand ich den Vortrag von Dr. Annette Buyken zu Low- und Slow-Carb-Diäten. Zur Erinnerung: Bei Low Carb geht es um eine Reduktion des Kohlenhydratanteils, sprich Stärke und Zucker, in der Nahrung, bei Slow Carb um die Verwendung von langsam blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten, Stichwort Glykämischer Index.
Zu Low Carb hatte ich bisher eine eher schlechte Meinung. Im Vortrag wurde dann auch deutlich, dass es bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Low Carb gesünder ist oder besser beim Abnehmen hilft - aber eben auch keine dagegen, und biologisch seien Vorteile eher logisch als unwahrscheinlich. Wichtig sei allerdings, bei der Substitution durch Fett oder Protein auch auf deren Qualität zu achten. Zudem seien die Langzeitwirkungen einer (tier)proteinreichen Ernährung unklar.
Beim glykämischen Index ergab sich ein ähnlicher Eindruck: Bisher keine wissenschaftliche Evidenz, aber biologische Plausibilität. Meine Meinung hat sich hier also deutlich geändert.

Ein kleines Highlight für mich war außerdem der Beitrag von Dr. Stefan Gieren zur fetalen Programmierung. Da ich ja selbst zuckersüchtig bin, würde ich meine Kinder gern vor einem ähnlichen Schicksal bewahren - und das beginnt offensichtlich bereits in der Schwangerschaft. Das sensible Zeitfenster für den Zuckerstoffwechsel liege in der 24. Schwangerschaftswoche, und auch wenn natürlich auch spätere Einflüsse noch eine wichtige Rolle spielten, könne hier der Grundstein für Übergewicht gelegt werden. Faszinierend.

Mitgenommen habe ich außer viel neuem Wissen auch eine Menge Motivation, für mich selbst mehr in Richtung gesunde Ernährung zu tun. Mal sehen, wie viel davon im Alltag übrig bleibt.

Kommentare:

  1. Danke für die schöne Zusammenfassung.
    Wie fandest du denn den Jahreis vom Vortragen her, wenn ich fragen darf? Wir hatten ihn zwei Semester in Ernährungsphysiologie und man verließ den Hörsaal hinterher immer seeeehr müde ...
    Zu seinem Beharren auf Bergmilch: in der Ernährungsphysiologie in Jena wird sehr viel mit Milch geforscht und daher kommt vermutlich auch die Verfechtung selbiger.

    Und wie genau hat sich jetzt deine Meinung bzgl. Low/Slow Carb geändert?

    Liebe Grüße
    Federchen

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    1. Den Vortrag fand ich eigentlich ganz gut :) Aber es kann ja auch gut sein, dass sich seine Vortragsweise auf einer Tagung und in der Vorlesung noch mal unterscheidet.
      Bergmilch: Ja, wegen mir. Allerdings war es Dr. Markus Keller, der danach gefragt hatte, ob und wie man das richtige Omega-3:Omega-6-Verhältnis bei veganer Ernährung sicherstellen kann, und den hat er dann mit einem sehr abwertenden Kommentar über die vegane Ernährungsweise abgebügelt. Das fand ich schon krass, immerhin ist Dr. Keller Experte für vegane Ernährung.
      Low Carb: Ich werte es jetzt nicht mehr ab. Vorher dachte ich immer, das sei totaler Blödsinn, aber offensichtlich steckt ja doch was dahinter - was nicht bedeutet, dass ich es selbst unbedingt praktizieren müsste, aber ich verstehe jetzt die Hintergründe besser. Gegen Slow Carb hatte ich ja sowieso noch nie was, wobei ich hier die Aussage sehr interessant fand, dass die Blutzuckerwirksamkeit von Kohlenhydraten nicht direkt was mit dem Ballaststoffgehalt zu tun hat (was mir jetzt auch vorher hätte klar sein können, wenn ich mich mal damit beschäftigt hätte - hatte ich aber nicht).

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  2. Eine wunderbare Zusammenfassung ist das! Trotz, oder grade wegen der vielen Informationen ließt sich der Taxt ganz ausgezeichnet. Ich werde gleich mal in die Tagungszusammenfassung schauen. Vorallem Low Carb finde ich interessant, weil es doch irgendwie im Trend zu liegen scheint. Aber auch die Fette haben machen mich neugierig, vorallem, weil ich, so wie du, viel Rapsöl verwende.
    Grüße!

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    1. Also, es ging eigentlich nur um raffiniertes Öl, nicht um kaltgepresste Öle - ich weiß nicht, was du verwendest, aber ich habe schon vorwiegend das raffinierte Rapsöl in Gebrauch, weil ich das so schön geschmacksneutral finde. Bisher dachte ich immer, dass es da keine gesundheitlichen Vorbehalte geben dürfte...

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  3. Ob man gesund low-carb essen kann oder nicht (ich denke schon), ist eigentlich recht irrelevant. Denn warum sollte man? Das ist so unnötig. Wenn es für etwas keine wissenschaftlichen Beweise gibt, warum sollte man dann solche Experimente machen?

    Dennoch, ich fand das hier über eine vegane lowcarb ernährung interessant: http://nutritionfacts.org/video/plant-based-atkins-diet/

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    1. Naja, es gibt Hinweise darauf, dass es sich damit leichter abnehmen lässt. Und da das viele betrifft, finde ich das Thema jetzt nicht sooo irrelevant. Zumal es allein dadurch ja schon Relevanz erlangt, dass es offensichtlich viele machen.

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  4. vielen dank für die umfangreichen infos! ich hätte noch eine frage zum untergewichts-vortrag, die auch in der verlinkten zusammenfassung nicht geklärt wurde: welche konkreten tipps wurden denn gegeben, um frauen aus dem untergewichtsbereich zu holen?
    und: die sache mit der programmierung im mutterleib finde ich auch immer wieder sehr interessant, auch was stressverarbeitungsvermögen, andere krankheiten usw. angeht.
    mohn

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    1. Entschuldige die späte Antwort, ich war unterwegs: Gerade den Untergewichtsvortrag fand ich nicht so gut; es ging dabei weniger um Selbsthilfe als darum, wie im Netzwerk Dr. Ambrosius (unter diesem Namen laufen eine Menge Ernährungsberatungspraxen) die Abläufe sind, falls eine untergewichte Klientin kommt. Allgemein gibt es dort drei Stufen:
      1. Ernährungsumstellung
      2. Ernährungsumstellung + Erhöhung der Energiedichte (ab einem BMI von < 17,5/18, z. B. durch Lebensmittel wie Mandelmus, aber auch durch Zusatzstoffe wie Maltodextrin oder Proteinkonzentrate)
      3. Ernährungsumstellung + Erhöhung der Energiedichte + Zusatznahrung (ab einem BMI <16)
      Also eher allgemeine Tipps, fand ich, nichts direkt Verwertbares - wobei das ja auch nicht unbedingt das Ziel des Vortrags war.

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    2. vielen dank! die stufen finde ich auch schon ganz interessant, habe mich aber auch noch nicht näher damit beschäftigt...
      mohn

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  5. Das klingt wirklich sher interessant, gerade weil viele Themen dabei waren, für die ich mich interessiere.
    Meine Meinung von Low Carb ist eigentlich ziemlich positiv abgesehen davon, dass in der Praxis dann leider oft so viele tierische Produkte verzehrt werden. Meine positive Meinung davon wird wohl daher kommen, dass ich den Blog einer Bloggerin, die damit über 50kg abgenommen hat, lese :D
    Was mich sehr interessieren würde und leider in der Zusammenfassung viel zu kurz kam, war das Thema Untergewicht. Dass 10 % der 17-jährigen untergewichtig sind, überrascht mich jetzt nicht. Ich kenne das ja von mir selbst (ich bin nicht wirklich untergewichtig) und von Anderen in meinem Alter: Man kann essen, essen, essen und nimmt nicht zu. Aber (ab wann) ist das schlimm? (Es gibt natürlich noch viele andere Ursachen für Untergewicht) Und kann man irgendwas gegen das Untergewicht tun?
    Auch das Thema der Ernährungsforschung, die von der Wirtschaft finanziert wird, finde ich sehr interressant und immer wieder erschreckend.
    Ich finde eigentlich alle Themen richtig spannend. Ach da möchte ich gleich dabei gewesen sein :D

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    1. Auch hier: Entschuldigung für die späte Antwort!
      Bei dem Low-Carb-Vortrag wurde genau das kritisiert, was du sagst: Dass dann vorwiegend tierisches Protein aufgenommen wird, was 1. ökologisch (bei der Ethik muss ja nicht jeder zustimmen, aber die Ökologie ist unstrittig) und 2. gesundheitlich bedenklich ist. Das wurde auch bei den Langzeitfolgen erwähnt: Pflanzliches Protein ist hier vermutlich unkritisch. Und es wurde darauf hingewiesen, dass der Fett- und Proteinqualität (sprich pflanzlich statt tierisch) in der Low-Carb-Ernährung generell viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Es geht immer nur um die Menge.
      Zum Thema Untergewicht: Ich habe mich auch schon gefragt, inwiefern (leichtes) Untergewicht bei Jugendlichen tatsächlich bedenklich ist. Gerade wegen dem, was du schreibst: Viele Jugendliche essen genug und sind eben trotzdem dünn. Ich würde vom Gefühl her sagen, dass sich das in de meisten Fällen später von selbst erledigt. Ab wann Untergewicht allerdings gefährlich wird, weiß ich auch nicht, dafür fehlt mir der Hintergrund in der Ernährungsberatung. Jetzt natürlich immer vorausgesetzt, dass keine Essstörung oder körperliche Krankheit vorliegt, das ist ja sowieso noch mal was anderes.
      Beim Thema Wirtschaft bin ich selbst erschrocken, zumal die eine Professorin, die am Gespräch teilgenommen hat und deren Projekte zum großen Teil von der Wirtschaft finanziert werden, eher den Eindruck geschürt hat, dass eine Einflussnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist. Allerdings kann ich auch die Professoren verstehen, die ja Drittmittel einwerben müssen, weil die Grundfinanzierung der Universitäten mittlerweile so schlecht ist.

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    2. Besser spät als nie :) Aber so spät ist die doch auch gar nicht^^
      Ich denke, es gibt viele gute Gedanken bei Low Carb, z.B. dass eine Abnahme nur funktionieren kann, wenn man auch satt wird und das eine bloße Kalorieneinschränkung problematisch ist, weil man dann oft vor allem das Fett einschränkt, was ja gerade sättigend ist.
      Leider läuft das dann oft auf das hinaus, was du geschrieben hast, es geht um die Frage "Hat das wenig Kohlenhydrate?" und nicht "ist das gesund?"...

      Natürlich, Untergewicht, das durch körperliche Krankheiten oder Essstörungen hervorgerufen ist, ist eine ganz andere Schublade. Und generell stellt sich ja auch die Frage, wo Unter- oder Übergewicht eigentlich anfängt.

      Das ist wirklich schade :-/ Ich kann auch verstehen, dass sie ihre Arbeit ja irgendwie finanzieren müssen, andererseits bringen Studien, die etwas Falsches aussagen, auch nichts. Ganz im Gegenteil. Es hängt aber sicherlich auch damit zusammen, wie sehr die Forschung von der Wirtschaft finanziert wird. Schwieriges Thema auf jeden Fall.

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  6. Ich habe deine Zusammenfassung heute verschlungen, und alle Themen finde ich einfach wahnsinnig interessant.
    Mit kaltgepressten/raffinierten Ölen habe ich micht schon sehr intensiv beschäftigt in meiner Ausbildung zur Aromatologin, faszinierende Schlüsse konnte ich daraus ziehen.
    Die fetale Programmierung ist wohl auch noch ein Thema für sich, da möchte ich mich noch ein wenig hineinlesen- mal schauen, was sich alles finden lässt.
    Danke für dein Infos!
    Liebe Grüße Himbeerschoko

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  7. Carola, vielen Dank für Deine Einschätzung, auf die ich schon gewartet habe!
    Bezüglich Low Carb kann ich ergänzen, dass man damit prima abnehmen kann und gleichzeitig immmer gut gesättigt ist, erstens durch das viele sättigende Eiweiß und zweitens durch die geringe Nährstoffdichte bei dem vielen Gemüse/Salat, die man da zu sich nimmt. Nachteil war damals für mich, dass diese Ernährung zu viel Magensäure erzeugte und ich mich auch nicht dauerhaft so ernähren konnte und wollte. Ist sicher auch nicht für jeden geeignet wie übrigens vegane Ernährung auch nicht. Es gibt keine Ernährung, die für alle passt, wobei ich inzwischen glaube, dass die vegane, auch in Varianten, wahrscheinlich für die meisten passen würde. Auch wenn das jetzt sicher keine wissenschaftliche Relevanz hat. :-) Definitiv in Richtung Low Carb geht A. Hildmanns, Vegan for fit, was ich bei dem schon betriebenen Marketing ungern erwähne, aber der Fairness halber muss. Dabei entstanden bei mir auch keine Säureprobleme, sondern das glatte Gegenteil, d. h. Vitalität und eine deutliche Verringerung gesundheitlicher Schwierigkeiten. Ich denke, bei Normalgewicht braucht man jedoch nicht die Kohlehydrate dauerhaft zu verringern, hat andererseits ein gutes Instrument genau damit ein paar Kinos abzunehmen, wenn es denn wirklich nötig sein sollte. Natürlich auch am besten moderat und nicht rapide schnell.
    Das Thema mit der Zuckersucht, die bereits im fetalen Stadium entstehen soll, ist mir neu. Dazu wüsste ich gerne mehr. Hast Du dazu Literaturhinweise, ev. auch im I-Net? Bin zeitweise auch zuckersüchtig, obwohl ich das schon wesentlich besser als früher handeln kann und große Fortschritte gemacht habe. Und ich kenne jemand, bei dem ich das täglich beobachte. Das wäre schon sehr interessant mehr darüber zu erfahren.
    Noch etwas zum Öl, mit dessen Qualität ich mich schon länger befasse. Ich verwende viel natives Olivenöl, das doch meines Wissens bis 180 Gr. problemlos erhitzbar ist. Ich brat ja kein Fleisch mehr hocherhitzt an, also eh kein Problem mehr. Sollte ich es, selten genug, für meinen Mann doch mal tun, nehme ich raff.Traubenkernöl, was so selten leicht zu verkraften ist, denke ich. Am liebsten verwende ich für fast alles außer o.a. das Rapskernöl der Teutoburger Ölmühle, "nur aus dem köstlichen Kern ohne Bitterschalen gepresst und mild gedämpft". Meines ist mit Buttergeschmack und enthält 17 gr Omega-6-Fettsäuren und 8 gr Omega-3-Fettsäuren, mal unabhängig von den ganzen anderen wichtigen Fettsäuren auf 100 ml. Ob dies ein günstiges Verhältnis ist, weißt Du besser als ich. Habs, glaub ich, aus einem überdimensional großen Edekaladen. Kaufe eh nur noch etwas teurere Öle, weil ich das der Qualität wegen für wichtig halte. Sehr gerne auch von kleinen Ölmühlen, (eine bei Euch in der Nähe?) wenn ich die Gelegenheit habe, oder im Bioladen. Für Salate verwende ich bevorzugt natives Walnussöl,oder auch mal natives Haselnussöl sonst immer allerbestes Olivenöl. Das sind meine Empfehlungen.
    Liebe Grüße von Doris, der Anemone

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    1. Hallo Doris,
      tut mir leid, Quellen zur fetalen Programmierung kann ich dir leider keine nennen. In den Vortragsunterlagen, die wir bekommen haben, sind keine angegeben:
      Und zum Öl: Für Salate, herzhafte Gerichte usw. ist das Ganze ja sowieso kein echtes Problem. Allerdings braten wir oft Tofu scharf an (gut, das ginge wohl auch mit Olivenöl), und vor allem brauche ich ein Fett zum Backen, das möglichst geschmacksneutral sein sollte. Hier werd ich mich noch mal schlau machen müssen, denn dafür kommen native Öle für mich eigentlich nicht in Frage, da sie nicht neutral genug schmecken. Außerdem möchte ich aber eigentlich nicht vom Rapsöl weg, da es zusammen mit Olivenöl einfach die günstigste Fettsäurezusammensetzung hat. Schwierig.

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  8. Carola, dann probier doch mal für alle diese Zwecke das Teutoburger Rapsöl aus, es ist wirklich geschmacklich toll und für alles geeignet! S. hier: http://www.teutoburger-oelmuehle.de/fuerjedentag.html
    Gibts glaub ich auch bei Edeka. Oder wars Rewe? Eher Edeka. LG Doris

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