Freitag, 22. März 2013

Maki für Nicht-Kenner (mit Milchreis)


Ab und zu packt es mich - dann will ich Sushi. Allerdings ist das hier in der Provinz eher schwierig, und teuer obendrein. Also muss ich selbst ran und rollen. Wie viele Maki das Rezept ergibt, kann ich leider nicht mehr sagen; es reicht mir aber auf jeden Fall für mindestens drei, eher vier volle Mahlzeiten. Dabei sage ich ausdrücklich: Vermutlich würde ein Kenner die Sushi anders zubereiten, und Milchreis ist sicher ein No-Go! Aber für mich reicht es. Hauptsache lecker!

Zutaten:
250 g Sushi-Reis (oder Milchreis, den nehme ich immer)
300 ml Wasser
2 EL Reisessig
2 EL Zucker
1 TL Salz
einige Noriblätter
für die Füllung: Möhre, Gurke oder Avocado
Sojasauce, Wasabipaste (gibt es auch zum Anrühren) und eingelegter Ingwer

Reis in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen, bis das Wasser klar abläuft, und trocknen lassen (ca. eine Stunde). Mit dem Wasser aufkochen und 2 Minuten stark kochen lassen, dann mit aufgelegtem Deckel bei kleinster Hitze mindestens 10 Minuten ausquellen lassen. Den Deckel abnehmen, mit einem Küchentuch bedecken und weitere 10 Minuten auskühlen lassen. In einem kleinen Topf Reisessig, Zucker und Salz verrühren, aufkochen und abkühlen lassen. Dann in einer Schüssel den Reis und die Reisessigmischung vermischen und weiter abkühlen lassen.
Die Noriblätter halbieren, das Gemüse für die Füllung in Streifen schneiden. Etwas Reis auf die Mitte des Noriblattes löffeln, Gemüsestreifen auflegen, einrollen (geht mit Hilfe einer Bambusmatte oder auch per Hand), sodass das Noriblatt leicht überlappt, und mit etwas Wasser verschließen - das Noriblatt klebt dann besser zusammen. Mit der Verschlussseite nach unten legen und schneiden.
Mit Sojasauce, Wasabipaste und eingelegtem Ingwer servieren. Die Maki halten sich im Kühlschrank einige Tage - sie weichen dann zwar etwas durch, aber Schlimmeres passiert nicht.

Kommentare:

  1. Hi Carola, hab mir gestern Nori-Blätter gekauft. Muss man die vorm Füllen nicht anfeuchten? Hab sie noch nie gemacht. Und geht auch was andres als Bambusmatte? Ich denk da an Klarsichthülle oder so.
    Wochendendgrüße von Anemone

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    1. Also bei mir ging es auch ohne Anfeuchten problemlos. Und wie oben schon geschrieben, das Rollen geht auch ohne Bambusmatte, einfach mit der Hand :)

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  2. Sieht toll aus. Was ist denn bitte Reisessig und wo bekomme ich den?
    Gruß von Conni

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  3. "Reisessig (jap. Komesu 米酢) ist Essig, der aus fermentiertem Reis oder Reiswein hergestellt wird. Reisessig ist ein milder Essig, da er nur drei bis vier Prozent Essigsäure aufweist", sagt die Wikipedia ;) Mehr weiß ich auch nicht. Ich habe meinen im Asialaden gekauft, es gibt aber z. B. auch welchen von Bamboo Garden im Supermarkt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht explizit überprüft habe, ob der Essig vegan ist.

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  4. Danke für die Info (hätte ja auch selber googeln können . . .) werd ich mal nach gucken. Bei Essig hab ich auch noch nie geschaut wg. vegan . . .

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    1. Bei "normalem" Essig (also Kräuteressig, Balsamico, Weinessig usw.) schaue ich eigentlich schon drauf, aber hier habe ich es verpasst.

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  5. Danke für Deine Antwort, ich probiere das dann mal aus. Kann noch gar nicht glauben, dass das so einfach gehen soll, deswegen meine doofen Nachfragen. Es wird sonst meist so ein Mords-Bohai drum gemacht! Aber Deine Fotos und Beschreibung sind so appetitlich, dass ich mich demnächst doch mal dran traue.

    Wochendendgrüße von Anemone

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    1. Wie gesagt, professionell ist anders ;) Aber ich lege keinen großen Wert darauf, dass etwas möglichst original ist, solange es lecker schmeckt.

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