Sonntag, 30. September 2012

Sonntagssüß: Schweinsöhrchen


Eigentlich fand ich die Idee mit dem süßen Gebäck am Sonntag ja total schön - warum die Aktion also nicht weiterführen? Bei uns gab es heute für die Resteverwertung aus dem Gefrierschrank Schweinsöhrchen (Rezept hier). Wir entrümpeln nämlich gerade an allen Ecken und Enden, und da hat es natürlich auch die Lebensmittel getroffen. Neuen Blätterteig wird es wohl wegen des Palmöls nicht geben, aber diesen haben wir in vollen Zügen genossen!

Morgen beginnt dann der Vegan MoFo. Ich freu mich schon und habe bereits eine Menge Rezepte vorbereitet, die allerdings noch verbloggt werden müssen. Und der Vegan Wednesday diese Woche ist jetzt auf Pinterest zu bewundern. In der kommenden Woche sammele ich dann eure Posts ein.

Samstag, 29. September 2012

Vegan Wednesday #8


So, diese Woche bin ich auch wieder dabei, und der Beitrag wird sogar noch vor Ende der Deadline fertig! Wenn ihr auch noch Posts habt, könnt ihr sie noch bis heute Abend bei Julia von Mixxed Greens loswerden.

Frühstück:


Salat. Der war vom Abend vorher noch übrig und musste dringend weg.


Mittags:


Kamut-Eiswaffel mit einer Kugel Erdbeer- und einer Kugel Carob-Haselnuss-Eis.


Den Rest des Tages:


Earl-Grey-Tee mit Chai-Sirup, Brot mit Sendi und Apfel-Zimt-Muffins. Natürlich wesentlich mehr als auf dem Bild! Und dazu noch etwas Zartbitterschokolade und trockenes Knäckebrot.

Donnerstag, 27. September 2012

Chai-Sirup


Während meiner Schulzeit habe ich in England Earl-Grey-Tee mit Milch und Honig kennengelernt und bin seitdem süchtig. Während ich die Milch irgendwann weggelassen habe (Pflanzenmilch hat mir einfach nicht so gut geschmeckt), ist die Süße des Tees geblieben. Zuletzt habe ich braunen Zucker verwendet, bis ich mich bei Cara über meine Vorräte an Chai-Tee-Beuteln beklagte. Chai-Tee trinke ich ebenfalls sehr gern, bin aber meist zu faul, mir die Milch dafür warmzumachen, und hatte daher eine ganze Batterie an Teebeuteln übrig. Cara schlug dann vor, doch einfach Sirup daraus zu kochen. Volltreffer! In meinen Earl Grey kommt jetzt kein Zucker mehr.

Zutaten:
300 g Zucker
4 Beutel Chai-Tee
450 ml Wasser

Zucker in einen Topf geben, Teebeutel aufschneiden, Inhalt zum Zucker geben und mischen. Wasser dazugießen und ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen - wenn euer Topf groß und flach ist, etwas kürzer, wenn er klein und hoch ist, etwas länger. Glasflasche(n) mit kochendem Wasser ausspülen und den Sirup durch Trichter und Teesieb einfüllen.

Montag, 24. September 2012

Ofengeröstete Tomatensoße


Von Gourmandises végétariennes, einem meiner liebsten Blogs, habe ich schon lange nichts mehr nachgekocht. Jetzt wurde es aber endlich wieder einmal Zeit! Angetan hatte es mir diese Tomatensoße, die ich jetzt nach dem Ausprobieren nur wärmstens empfehlen kann. Die Tomaten werden zuerst im Ofen gegart und dann nur noch mit einer angebratenen und geköchelten Zwiebel püriert. Fantastisch ist besonders der leichte Karamellgeschmack, denn bevor die Tomaten im Ofen landen, werden sie mit Zucker bestreut. Zu 100 Prozent zum Nachmachen empfohlen! Unsere einzige Änderung: Aufgrund unserer Wein-Aversion haben wir Wasser statt Rotwein verwendet. War aber trotzdem super!

Samstag, 22. September 2012

Eulen-Cupcakes


Sind sie nicht süß, die kleinen Eulchen? Leider nicht meine Idee; die "Bastelanleitung" habe ich von hier. Ihr könnt einfach irgendeinen Cupcakes eurer Wahl als Basis backen. Die Deko wird dann mit Zartbitter-Ganache (Rezept hier, auch gleich mit passenden Cupcakes) und Fondant (im Original werden Oreos und verschiedene kleine Süßigkeiten verwendet) gestaltet. Was man nicht sieht: Auch die "Ohren" der Eulen haben einen Kern aus Fondant zur Stabilisierung. Viel Spaß beim Nachbacken!




Donnerstag, 20. September 2012

Schokolade, Schokolade, Schokolade!


Wer hier schon länger mitliest (oder sich mal das Archiv angeschaut hat), hat möglicherweise die leise Vermutung, dass ich ein ganz klein wenig schokoladensüchtig bin (wer findet die Untertreibungen?). Also, offen und ehrlich: Schokolade ist meine Leidenschaft. Ich bin damit oft genug unglücklich, denn gesund ist einfach etwas anderes, aber welche Versuche ich auch mache, ich komme einfach nicht davon los.

Konsequenterweise habe ich mich dann auch als Bildungsreferentin im Weltladen schwerpunktmäßig mit Kakao und Schokolade beschäftigt. Ein beliebter Abschluss, wenn Schulklassen zu Besuch im Weltladen waren, war es immer, ihnen eine Tafel Schokolade und eine Liste mit den Beteiligten an der Schokoladenproduktion zu geben:
  • Kakaobauer
  • Kakao-Aufkäufer (im Anbauland)
  • Kakao-Importeur
  • Läden/Supermärkte
  • Staat (Steuern)
Dann die Frage: Ihr habt jetzt sehr viel über den Anbau von Kakao und seine Verarbeitung zu Schokolade gelernt. Stellt euch jetzt vor, diese Tafel Schokolade wäre der Lohn für die ganze Arbeit, also sozusagen das Geld, das damit verdient wird. Was denkt ihr, wer von diesen fünf Personengruppen wie viele Stücke Schokolade verdient hätte? Was fändet ihr fair?

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr diese Übung ja gern einmal für euch machen! Wir haben danach immer mit den Kindern ihr Ideal mit der Realität verglichen, und die sieht so aus. Jetzt sollte man aber im Umkehrschluss nicht annehmen, dass im fairen Handel plötzlich der Kakaobauer den Löwenanteil an der Schokoladentafel verdient! Das ist nicht wahr.

Dennoch werden im fairen Handel existenzsichernde Preise über dem Weltmarktpreis gezahlt, Umweltstandards müssen eingehalten werden, Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit sind verboten, Bildung soll gestärkt werden, und die Produzenten können auf Wunsch eine Vorfinanzierung erhalten. Da ich jetzt nicht die Grundsätze des fairen Handels herunterbeten möchte, verweise ich einfach auf diese Webseite.

Und was soll das Ganze jetzt hier auf einem Kochblog? Nun, da Schokolade und Kakao nicht nur bei mir beliebte Zutaten sind, möchte ich auf den Widerspruch aufmerksam machen, den meiner Meinung nach durch die Verwendung von konventionell gehandelten Schokoladenprodukten in einer veganen Ernährung entsteht. Wie kann ich gegen die Ausbeutung von Tieren sein, mich gleichzeitig aber über günstige Schokolade freuen, wenn am Anbau des Kakaos mit nicht allzu geringer Wahrscheinlichkeit Kindersklaven beteiligt waren? (Diese Dokumentation des NDR beschreibt die Tatsachen sehr schön.) Das will und will mir einfach nicht in den Kopf.

Ich will damit nicht mal sagen, dass ich selbst hier 100%ig konsequent bin (auch wenn ich mir das ungern selbst eingestehe). Hier seht ihr die Produkte, die ich regelmäßig in der Küche verwende - auch wenn ich das Nougat wegen meines allzu schlechten Gewissens mittlerweile eigentlich gar nicht mehr kaufe. Aber vielleicht regt ja die Dokumentation doch den ein oder anderen dazu an, doch mal über den fairen Handel nachzudenken. So geschehen im Februar bei Lutz und Lena - ein Sinneswandel, über den ich mich immer noch wahnsinnig freue.


Dienstag, 18. September 2012

Rucola-Pesto


Vor ein paar Tagen besuchte ich mal wieder einen kleinen Gemüseladen am Marktplatz in Gießen - eigentlich, um Tomaten zu kaufen. Auf der Ladentheke stand dann aber außerdem noch unverpackter Rucola (über Plastik habe ich hier ein bisschen was geschrieben), an dem ich nicht vorbeigehen konnte. Zu Hause habe ich ihn dann direkt nach Lauras Rezept zu einem Rucola-Pesto verarbeitet. Die Mengen dort sind etwas vage, ich habe Folgendes verwendet:

1 Bund Rucola
60 g Sonnenblumenkerne
1 Knoblauchzehe (damit wurde es allerdings seeehr knoblauchlastig!)
30 bis 40 ml Olivenöl (das darf aber sicher auch mehr sein)
Salz
Pfeffer
2 EL Zitronensaft (war nötig, um den bitteren Nachgeschmack des Rucolas zu neutralisieren)

Fazit: Sehr lecker, wird es demnächst bei uns definitiv öfter geben!

Sonntag, 16. September 2012

Manly-Man Veggie Burgers (oder: Nussburger)


Ab und zu treffen wir uns sonntags mit Freunden, um gemeinsam zu kochen und einen Film zu schauen. Letzten Sonntag gab es Batman und Burger. Um nicht immer dieselben Bohnenburger zu machen, habe ich diesmal ein neues Rezept ausprobiert. Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Burgermasse besteht hauptsächlich aus Nüssen, entpuppte es sich als absolut wundervoll. So wundervoll, dass erstens mein Freund sagte, von ihm aus wäre es jetzt nicht mehr nötig, bei uns zu Hause Burgerfrikadellen aus Fleisch zu machen, und dass ich zweitens Dreena Burton fragte, ob ich ihr Originalrezept ins Deutsche übersetzen könne. Ihr Blog "plant-powered kitchen" ist generell eine Fundgrube für viele tolle Ideen, daher empfehle ich euch sehr, mal dort vorbeizuschauen! Und ihre Antwort war auch sehr, sehr nett. Daher jetzt für euch Dreenas "Nutty Veggie Burger".

Zutaten (für 4 Frikadellen für kleine Burgerbrötchen):
100 g Mandeln
50 g Cashewnüsse, Haselnüsse... was immer ihr mögt
30 g Haferflocken
etwas Knoblauchpulver
1/4 TL Salz
1 TL Ketchup
1 gestrichener EL Hefeflocken
1 TL Sojasoße
je 1 Messerspitze Thymian und Salbei oder 2 Messerspitzen Hähnchengewürz
60 g sehr fein geraspelte Zucchini und/oder Möhre (also 60 g insgesamt)
Öl für die Pfanne

Nüsse in der Küchenmaschine fein mixen oder irgendwie anders mahlen (wir haben eine Handmühle) oder auch gleich gemahlen kaufen. Haferflocken ebenfalls in der Küchenmaschine mahlen. Erst die trockenen Zutaten gut vermischen, danach die feuchten Zutaten unterkneten. Burger formen und in etwas Öl ausbraten.

Empfehlung dazu: Jamie Olivers schnelle Hamburgersoße

Freitag, 14. September 2012

Gastpost: Himbeer-Kokosnuss-Macaroons

Erinnert ihr euch an Laura? Genau, die Laura. Die von der Farmville-Torte, die so wahnsinnig gut in Formen kleiner Figuren ist! WurzelLeben heißt ihr Blog, den ich allein schon wegen der Meerschweinchen-Geschichten sehr gern verfolge. Ich selbst bin ja eher Katzenmensch und hätte nie geglaubt, dass so kleine Nagetiere so wahnsinnig spannend sein können. Wie unterschiedlich ihre Charaktere sein können! Aber ich schweife ab, es sollte ja eigentlich ums Essen gehen. Also bitte:


Eigentlich bin ich ja der typisch deutsche Konsument. Ich esse Fleisch und allerlei tierische Produkte (auch wenn ich den Fleischkonsum so gering wie möglich halte). Aber das Carola ohne Eier und Butter bäckt und man im Geschmack keinerlei Unterschied feststellen kann... Das hat mich doch sehr begeistert. Daher war ich auch sehr gerne bereit, mal das vegane Backen auszuprobieren und auf ihrem tollen Blog einen Gastpost zu verfassen.
Los gings mit dem Suchen eines Rezepts, das mich schon ein bisschen erschreckte... Da gibt es Zutaten von Apfelessig über Sojaprodukte bis hin zu so seltsamen Dingen wie Seidentofu. Ich wusste nicht mal, dass es einige von diesen Zutaten überhaupt gibt ;)
Um nicht übermütig zu werden, entschloss ich mich, ein relativ simples Rezept zu probieren. Himbeer-Kokusnuss-Macaroons sollten es werden. Los gings zum einkaufen. Das nächste Problem erwartete mich im Laden. Welche Sorte von Palmin benutzt man? Weich oder hart? Da es in meinem Fall ja nur zum „Zusammenkleben“ war, griff ich einfach irgendeins und das war natürlich das falsche ;) Für alle, die neu anfangen... Nehmt das harte, nicht Palmin soft.
Dann ging's ans Backen. Das stellte sich als erstaunlich simpel heraus. Genau genommen unterscheidet es sich keineswegs vom Backen mit „normalen“ Zutaten. Danach ab in den Ofen und den Freund probieren lassen. Testergebnis: mmhhhmm, lecker!
Abschließend kann ich sagen: Die kleinen Teilchen sind super lecker geworden. Ich werde jetzt wohl öfter mal auf vegane Rezepte zurückgreifen, denn schließlich müssen es wirklich nicht immer tierische Produkte sein, wenn mans doch ohne großen Aufwand und ohne Geschmackseinbußen vermeiden kann!

Wer das Rezept nachbacken möchte, braucht für etwa 32 Macaroons:

etwa 80 g Palmin (evtl mehr, wenn der Teig nicht genug klebt)
1 Cup Kokosflocken grob
1 Cup Haferflocken ganz
3/4 Cup Ahornsirup (ja nach Geschmack mehr oder weniger)
1 Priese Salz
etwa 150 g Himbeeren, frisch oder TK

Den Ofen auf 150°C vorheizen. Die Zutaten bis auf die Himbeeren vermischen und danach die Himbeeren vorsichtig unterheben und leicht zerdrücken. Die Himbeeren sollen nicht komplett eingemischt werden, damit man später eine schöne Marmorierung im Teig hat. Den fertigen Teig mit einem Löffel oder der Hand zu kleinen Kugeln formen und auf ein Backpapier setzen. Für 20-30 min backen und anschließend bei Raumtemperatur auskühlen lassen.

Tipp: Wenn ihr gefrorene Himbeeren benutzt, lasst sie nur leicht antauen, so dass ihr sie gerade so zerdrücken könnt. Sonst wird die Marmorierung nicht so schön, da sie doch sehr weich werden.



Ursprüngliche Idee: Healthy Food For Living

Donnerstag, 13. September 2012

Vegan Wednesday #6

Schon wieder Donnerstag Abend, die Zeit geht immer so schnell vorbei! Ich habe aber schon fleißig gepinnt - eure gesammelten Werke findet ihr hier. Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere Beitrag dazu?

Bei mir gab es gestern:

Frühstück:  Nicht fotografiert: Graubrot mit Sendi, meinem neuen Lieblingsaufstrich von Zwergenwiese

Zwischendurch


Noch mal Graubrot mit Sendi, dazu eine Möhre und Apfelkompott


Mittagessen


Kartoffelbrei mit Lauchzwiebeln, dazu Rotkraut


Nachmittags


Resteverwertung Blätterteig (der vermutlich auch Palmöl enthält und dann demnächst rausfliegen muss...). Außerdem eine halbe Tafel Reismilchschokolade.


Abends


Backofenpommes mit selbstgemachter Almonnaise. Im Vergleich zu gestern hat sie heute eine deutlich festere Konsistenz, die schon viel mehr an Mayonnaise erinnert. Interessant.

Ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche wieder! Dann sammelt Cara eure Beiträge ein.

Dienstag, 11. September 2012

Her mit euren Vegan-Wednesday-Posts!


Wahnsinn, schon wieder eine Woche vorbei, und morgen findet schon der sechste Vegan Wednesday statt! Zum zweiten Mal sammele ich bis Samstag Abend eure Posts hier ein, also schlemmt und fotografiert nach Herzenslust, wir sind schon sehr gespannt! Und wer noch eine kleine Einstimmung braucht, findet auf Pinterest die gesammelten Werke der letzten Woche.

Sonntag, 9. September 2012

(Eigentlich Goldfisch-) Cracker


Schon als Kind habe ich meinem Vater immer seine Goldfischli-Vorräte weggefuttert. In die Dinger könnte ich mich reinsetzen! Chloe Coscarelli hat dankenswerterweise ein Rezept dafür veröffentlicht. Ich nehme mir jetzt einfach mal die Freiheit heraus, die "eingedeutschte" Variante ohne Küchenmaschine und mit Margarine hier zu posten.

Da ich keine Fisch-Ausstechform hatte, habe ich einfach einen Rundausstecher aus meinem Pralinensetz genommen und die ausgestochenen Kreise mit einer Gabel etwas eingestochen.

Zutaten (für ein Blech):
1 Cup Mehl
2 Esslöffel Hefeflocken (keine Trockenhefe!)
1/4 Teelöffel Zwiebelpulver
1/8 Teelöffel Curcuma
1 gestrichener Teelöffel Salz
4 oder 5 Umdrehungen mit der Pfeffermühle
5 knappe Esslöffel Rapsöl
5 oder mehr Esslöffel kaltes Wasser

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Mehl, Hefeflocken, Salz und Gewürze in eine Schüssel sieben und gut mischen. Das Rapsöl dazugeben und mit den Fingern zu Krümeln verarbeiten. Dann das Wasser esslöffelweise zugeben und immer wieder verkneten. So viel Wasser zugeben, dass ein formbarer Teig entsteht.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, ebenso ein Nudelholz. Den Teig 2 bis 3 mm dick ausrollen und Kreise, Fische oder was auch immer ausstechen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und für 10 Minuten in den Ofen geben. Ab dann müsst ihr aufpassen. Wenn die Cracker dieselbe Farbe haben wir auf dem Foto, also leicht gebräunt, sind sie fertig. Abkühlen lassen und am besten in einer Blechdose aufbewahren.

Samstag, 8. September 2012

Tabouleh




Derzeit bin ich eifrig dabei, meine Koch- und Backliste abzuarbeiten. Dieses Rezept ist mal wieder eins aus der Kategorie "Wirklich ein Jammer, dass ich das erst so spät ausprobiert habe". Wir haben zwar die Minze weggelassen, weil wir keine bekommen konnten, und den Kreuzkümmel schlichtweg vergessen, aber trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen?) waren wir hellauf begeistert. Das gibt's bei uns demnächst bestimmt wieder! Vielleicht auch mal mit Mandelfeta.

Einzige wirklich bedeutsame Änderung: Gemäß der Packungsanweisung haben wir den Bulgur nicht eingeweicht, sondern tatsächlich gekocht, was genau richtig war. Werft also vielleicht einmal ein Auge auf die Packung, falls ihr nicht regelmäßig mit Bulgur hantiert.

Update: Nach wie vor schmeckt uns das Tabouleh ohne Minze besser. Wir haben es aber mittlerweile auch als Salat für größere Feiern entdeckt - toll!

Freitag, 7. September 2012

Zucchini-Muffins mit Thick Chocolate Fudgey Frosting

 

Erinnert ihr euch an die Riesenzucchini auf Facebook? Es ist immer noch ein Rest davon übrig! Netterweise hatten mir ja einige von euch dort Kommentare mit Rezepten hinterlassen. Zucchinischeiben im Chiliteigmantel von Vegan Cuisine gab es ja schon am Mittwoch. Als nächstes habe ich dann den Zucchinikuchen von Leni ins Auge gefasst, allerdings in Muffinform. Ein Drittel des Rezepts ergab bei mir sieben leckere Muffins. Und wahrscheinlich wären sie noch besser gewesen, wenn sie nicht irgendjemand im Ofen vergessen hätte...

Da ich dann schon einmal dabei war, habe ich noch mit einem Margarinerest das "Thick Chocolate Fudgey Frosting" aus "Vegan Cupcakes Take Over the World" ausprobiert. Es ist für meinen Geschmack ganz ok, schmeckt aber irgendwie trocken und war ganz sicher den Aufwand, mir Sojamilchpulver zu besorgen, nicht wert. Naja. Wieder was gelernt.

Ich wünsche euch einen schönen Freitag und einen guten Start ins Wochenende!

Donnerstag, 6. September 2012

Vegan, plastik- und palmölfrei?

Hallo ihr Lieben,

ich hatte ja schon vor längerer Zeit Veränderungen hier auf twoodledrum angekündigt. Einige davon sind schleichend vor sich gegangen (z. B. habe ich einige Rezepte wie das Kartoffelgratin von Margarine auf Rapsöl umgestellt und z. B. beim Russischen Zupfkuchen ausprobiert, ob eine Sonderzutat wie das Sojamehl wirklich nötig ist), andere habt ihr eher bemerkt, allem voran die reduzierte Zahl der Blogposts. Wer weniger Besonderes kocht, hat halt auch weniger zu posten.

Für die, die nicht mitbekommen haben, worum es ging: Ich hatte mich gefragt, ob das Foodbloggen nicht meinen ökologischen Fußabdruck vergrößert, weil ich auf der Jagd nach Klicks und Anerkennung immer mehr Zeug ausprobiere, was ich von mir aus vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Das würde ja eigentlich vom Sinn her dem widersprechen, was ich eigentlich erreichen möchte. Einige hatten dann argumentiert, dass Backen und Kochen ein Hobby sei und man für seine Hobbys eben Ressourcen aufwende. Dem stimme ich eigentlich zu, aber trotzdem fühlte ich mich irgendwie nicht mehr so recht wohl.

Hinzu kam dann noch verschiedene Lektüre. Dass Palmöl ein Problem darstellt, wusste ich ja eigentlich schon lange, aber manchmal braucht es halt einen besonderen Anlass, um solches Wissen auch in Vorsätze und Taten umzusetzen. In diesem Fall waren das zwei Palmölvermeidungsartikel von Cara zu Lebensmitteln und Kosmetik. Ich kann nicht genau sagen, was daran mir eigentlich die Augen geöffnet hat; aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass meine Palmölmargarine (und andere gibt es leider nicht, soweit ich weiß, zumindest nicht ohne künstliche gehärtete Fette) auf ihre Weise kein Stück besser als Butter ist. Butter beutet Tiere aus, Palmöl führt dazu, dass andere Menschen menschenunwürdig behandelt werden, von den Umweltfolgen der Regenwaldabholzung jetzt mal ganz abgesehen.

Ein weiteres Problem neben Palmöl: Plastik. Auch hier brauchte ich einen "Augenöffner", in diesem Fall "Plastic-Free" von Beth Terry. Ein Buch, das rundum vollgestopft ist mit Informationen. Oft genug schwirrte mir beim Lesen der Kopf. Aber: Sie hat Recht. Plastik beeinträchtigt die Umwelt (z. B. dadurch, dass durch fehlende Abbaubarkeit Plastikstücke im Ozean landen, dann von Meerestieren für Futter gehalten werden und die Tiere mit plastikvollen Mägen elendig verhungern) und unsere Gesundheit (u. a. durch Bisphenol A, kurz BPA, das hormonähnlich auf den Fettstoffwechsel wirken und die Wirkung der Sexualhormone stören kann).

Und dann die vielen Tage in der letzten Zeit, die ich bei meiner Mutter und ihrem Mann verbracht habe und die mich über meine gesamte Lebensweise haben nachdenken lassen.

Kurzum, es sind eine Menge Dinge, die mir momentan durch den Kopf geistern. Zu viel für einen Post und vor allem zu viel für ein Kochblog. Daher habe ich als den Versuch eines Tagebuchs einen Zweitblog eingerichtet: a moment isn't very long. Vielleicht habt ihr ja Lust, mich auf meinem Weg weg von Plastik und Palmöl zu begleiten und zu unterstützen. Ich würde mich jedenfalls freuen, euch "drüben" begrüßen zu dürfen.

Vegan Wednesday #5



Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell immer wieder eine Woche vorbei ist! Es kommt mir vor, als hätten wir den Vegan Wednesday gerade erst ins Leben gerufen, und jetzt läuft schon der fünfte Durchgang. Letzte Woche hatten wir über 40 Teilnehmer, wenn das mal kein Erfolg ist. Legt euch ins Zeug, vielleicht können wir die Zahl ja diesmal noch toppen! Euren Beitrag könnt ihr noch bis Samstag Abend bei Julia abliefern.


Und hier seht ihr meinen veganen Mittwoch:

Frühstück


Selbstgebackene Brötchen mit Rote-Bete-Meerrettich-Streich von Alnatura und dem Sendi-Aufstrich von Zwergenwiese. Letzteren finde ich so großartig, dass ich fast keine Worte dafür habe!

Zwischendurch


Matcha-Schoko-Kekse. Wie ihr seht, ist das mit der Palmölfreiheit so eine Sache. Manches geht gut ohne Margarine und mit Rapsöl, anderes (wie z. B. Mürbeteig) eher so gar nicht. Hier das unvegane Originalrezept. Das Ei habe ich einfach durch einen Esslöffel gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser ersetzt. Und falls ihr euch fragt, was die ganze Palmögeschichte eigentlich soll: Antworten findet ihr hier.

Mittagessen


Kartoffelbrei mit gebratenen Zucchinischeiben im Chiliteigmantel. Hier das Rezept für die Zucchini. Schmeckt sehr lecker, ist aber auch sehr fettig.

Abendessen: War leider schon aufgegessen, als ich an den Fotoapparat gedacht habe. Ärgerlich. Es gab allerdings auch ganz unspektakulär Spaghetti mit Tomatensoße.

Zwischendurch


Schoko-Nuss-Aufstrich von Chocolate-Covered Katie. Preisfrage: Warum konnte ich nur noch das leere Gläschen fotografieren?



Getrocknete Zwetschen.