Dienstag, 31. Juli 2012

Gastpost: Vegane Antipasti


Laura von "Aber bitte mit ohne..." und ich kennen uns aus dem Studium - bei einem Exotenfach wie unserem keine große Kunst.  Umso mehr freue ich mich, sie heute für einen Gastpost hier begrüßen zu dürfen! Gemein ist allerdings, dass ich nichts von den Antipasti abbekommen habe. Liebe Laura, da ich jetzt weiß, wo du wohnst, ist es durchaus möglich, dass ich mich einmal selbst zu dir einlade!

Vor einiger Zeit hat Carola mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, einen Gastpost für Twoodledrum zu schreiben. Natürlich hatte ich das und habe mich sehr gefreut, denn Carolas Blog ist DER BLOG, über den ich selbst ans Bloggen gekommen bin. Wir kennen uns aus der Uni und wie das so ist, irgendwann kennt man sich auch über Facebook. Über Facebook bin ich auf Carolas Blog gestoßen und fand es ganz wunderbar, dass da jemand genau so viel Spaß am Kochen und Backen hat wie ich. Ich bin mittlerweile seit neun Jahren Vegetarierin mit einer Vorliebe für vegane Gerichte und habe mir bei Twoodledrum sehr gerne Ideen und Anregungen geholt. Es ist mir also tatsächlich eine Ehre, für Twoodledrum einen Gastpost zu schreiben.

Gerade deswegen habe ich lange, wirklich sehr lange, überlegt, was sich dafür am besten eignet. Mein Blog "Aber bitte mit ohne..." ist nicht nur vegetarisch, sondern zusätzlich glutenfrei – ich wollte also gerne für Twoodledrum Gerichte zubereiten, die überwiegend von Natur aus glutenfrei und vegan sind. Und weil ich auf diesem Blog zu Gast bin, habe ich schließlich einfach gekocht, was es bei uns gibt, wenn wir Gäste haben. Ich liebe es, Menschen zum Essen einzuladen und bekoche diese Menschen dann mit besonderer Freude vegan. Vor allem die fleischessenden. Weil ich weiß, dass gerade die vorher noch schnell ein Stück Brot gegessen haben (bei Vegetariern und Veganern gibt’s ja nichts Ordentliches) und sie sich dann ärgern, dass nicht mehr so viel in den Bauch passt. Denn unsere veganen Antipasti lassen keine Wünsche offen und ich freue mich immer wieder, wenn das Gekochte nicht „offensichtlich“ vegan oder glutenfrei ist und keiner was vermisst.

Für diesen Beitrag habe ich zubereitet:

Bohnensalat, Röstgemüsedip, eingelegte Oliven,

 

mariniertes Gemüse



und Linsenbratlinge.



Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen, die nächsten Gäste mit einem veganen Antipasti-Buffet zu beglücken. Die Menge reicht auf jeden Fall für 4 bis 6 Personen. Reste schmecken auch am nächsten Tag noch toll. Hier sind die Rezepte:

Bohnensalat

Zutaten:
400 g weiße Bohnen aus der Dose
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 getrocknete Tomaten in Öl
6 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
100 ml Gemüsebrühe
3 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Bohnen abschütten, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Thymian abzupfen und grob hacken. Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken, in 1 EL Olivenöl anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe und Weißweinessig ablöschen. Thymian und Lorbeerblatt zugeben und ein paar Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit auch die getrockneten Tomaten klein würfeln und zur Marinade geben. Die Bohnen mit der Marinade mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt entfernen und die restlichen 3 EL Olivenöl unterrühren - abschmecken.


Röstgemüsedip

Dieser Dip ist mein Lieblings-Sommer-Dip, denn er schmeckt einfach ganz fabelhaft frisch und sommerlich. Das Gemüse kann man nach Belieben zusammenstellen (mehr Paprika, oder auch mit Zucchini und Aubergine), auch die Menge ist hier nicht so entscheiden. Essig und Olivenölverbrauch dann einfach etwas anpassen. Ich habe genommen:

Zutaten:
2 Fenchelknollen
3 Stangen Staudensellerie
1 rote Paprika
1 Karotte
3 Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Kräuter der Provence
Salz, Peffer
4 EL Balsamico Bianco
50 g Pinienkerne (gut auch mit Walnüssen!)

Das Gemüse waschen oder schälen und in Stücke schneiden. Den Knoblauch fein schneiden, die Zwiebel achteln. Alles zusammen mit 4 EL Olivenöl, Salz und Kräutern der Provence in eine Auflaufform geben und bei 200 Grad im Ofen gut 50 Minuten backen. Nach etwa der Hälfte der Garzeit das Gemüse mit dem Weißweinessig ablöschen und gut durchrühren. 10 Minuten vor Ende der Garzeit die Pinienkerne über das Gemüse streuen und zu Ende backen, bis die Pinienkerne schön geröstet sind. Das Gemüse leicht abkühlen lassen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, je nach Säurelust auch noch ein wenig Essig hinzufügen.


Marinierte Oliven

Ich habe ja lange Zeit extrem überteuerte Oliven auf dem Markt gekauft und meistens hat mir dann doch immer irgendetwas nicht gepasst. Zu lasch gewürzt oder viel zu viel gewürzt und vor allem oft zu scharf oder zu knoblauchlastig. Deswegen gibt es Oliven bei uns jetzt immer selbst mariniert – schmeckt tausendmal besser.

Zutaten:
1 Glas Oliven (wir haben oft Reste von grünen und schwarzen Oliven im Kühlschrank und mischen die – sieht schöner aus)
1/2 Bund Petersilie
6 getrocknete Tomaten
2 EL Zitronensaft
2-3 EL Olivenöl
ein bisschen (wirklich nur ein bisschen) Salz
Pfeffer

Die Oliven gut abtropfen lassen. Die Tomaten fein würfeln, die Petersilie waschen und hacken, 2 EL Zitronensaft aus einer Zitrone pressen. Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen, das Olivenöl unterschlagen. Die Oliven mit Petersilie, getrockneten Tomaten und der Marinade in ein Schraubglas geben und gut durchschütteln. Einige Stunden im Kühlschrank marinieren lassen und zwischendurch immer mal wieder durchschütteln. Das Rezept lässt sich wunderbar abwandeln: Mit etwas fein gehackter Chilischote kommt Schärfe rein, Knoblauchfans können frischen Knoblauch zufügen und mit etwas Zitronenschale kommt das Zitronenaroma noch besser hervor.


Mariniertes Gemüse

Zutaten:
1 Aubergine
1 Fenchelknolle
2 Zucchini
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl + Olivenöl zum Braten
80 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie

Aubergine und Zucchini in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Fenchel in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Eine Grillpfanne heiß werden lassen. Das Gemüse mit ganz wenig Olivenöl (am besten die Scheiben leicht einpinseln) in der Grillpfanne grillen. Auf Küchenpapier legen, um eventuell überschüssiges Öl aufzusaugen. Für die Marinade 3 EL Zitronensaft mit etwa 80 ml Gemüsebrühe und 3 EL Olivenöl verrühren. Salzen und pfeffern, ½ Bund gehackte Petersilie unterrühren. Das Gemüse in eine Auflaufform schichten und mit der Marinade begießen, durchmischen. Für einige Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank marinieren lassen und ab und zu mal durchrühren, damit alle Stücke gleichberechtigt Marinade abbekommen.


Linsenbratlinge

Zutaten:
200 g rote Linsen
1/2 Zwiebel
2 EL Rosinen
1 gehäuften TL gemahlenen Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl + Olivenöl zum Braten
400 ml Wasser

Paniermehl (in meinem Fall glutenfrei, aber natürlich geht normales auch, bzw. sogar noch besser)
Die Zwiebel fein würfeln und in einem Topf mit 2 EL Olivenöl anschwitzen. Die Linsen und Rosinen zugeben, kurz mit rösten. Nicht über die Rosinen wundern: Man schmeckt sie am Ende kaum raus, sie sorgen aber dafür, dass die Masse nicht zu pappig nach Linsen und Kreuzkümmel schmeckt. Mit 400 ml Wasser ablöschen und bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen das Wasser komplett aufgesogen haben. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken und mit einem Pürierstab pürieren. Abkühlen lassen, die Masse dickt dann noch ein wenig nach. Je nach Konsistenz anschließend die Linsenmasse mit Paniermehl soweit andicken, dass sich daraus gut kleine Bratlinge formen lassen. Die Bratlinge in einer beschichteten Pfanne in wenig Olivenöl von beiden Seiten anbraten.

Sonntag, 29. Juli 2012

twoodledrum ist umgezogen



I proudly present: Das neue twoodledrum auf twoodledrum.de! Ich hoffe, ihr habt Lust, mit mir umzuziehen, denn hier wird es keine neuen Posts mehr geben. Leider hat anscheinend der Webspace immer mal wieder kurzzeitige Aussetzer - für alle diesbezüglichen Hinweise per Mail an twoodledrum(at)gmx.de bin ich sehr dankbar. Ich freue mich, euch "drüben" wiederzusehen!

Freitag, 27. Juli 2012

Voting zum Contest "Roll a perfect Burrito"

Bei Lena auf "A Very Vegan Life" ist gestern das Voting für den Burrito-Contest online gegangen, und auch ich bin dabei. Schaut doch einfach mal rein, es gibt ganze 15 leckere Kreationen!

Mein Beitrag: Schoko-Burritos mit Obstsalat und Eis

Donnerstag, 26. Juli 2012

What I Ate Wednesday

Mein erster Post zu "What I Ate Wednesday" - einer Aktion, die ursprünglich aus dem Englischen stammt. Die Idee ist simpel: Fotografiere jeden Mittwoch alles, was du so, und mach einen Blogpost draus. Zum Mitmachen überredet hat mich Cara von think. care. act. Dann mal los.

Frühstück
Großartiger Start des ersten Mittwochs: Foto vergessen. Es gab ein Mehrkornbrötchen mit Margarine und Gurke.

Mittagessen
Da wir den Tag in München verbracht haben, haben wir uns unterwegs verpflegt. Für mich war total neu, dass man beim Bäcker etwas Veganes bekommen kann. Danke, basic! Das Tofuburgersandwich war echt lecker. Dazu gab's stilles Wasser und zum Nachtisch einen Chocolate-Moccha-Frappuccino mit Sojamilch von Starbuck's.




Nachmittags
Auf der Rückfahrt: Whole Wheat Chocolate Chip Cookies (kein Bild, sorry, das war einfach zu schlecht) und zwei Fruchtbonbons. Daheim dann einen Latte Macchiato mit Sojamilch. Normalerweise trinke ich gar keinen Kaffee bzw. nur sehr wenig... Aber im Urlaub bei der Mutter meines Freundes, die eine viel tollere Kaffeemaschine hat als wir, wird das Gesetz des Alltags außer Kraft gesetzt.


Abendessen
Fantastisches Ratatouille mit Nudeln. Danach: massenweise Wassermelone und gar nicht so wenig Schokolade. Und ganz spät abends noch ein selbstgebackenes Mandel-Möhren-Brot. Das Rezept kommt aber erst morgen, und für ein Foto war es schon viel zu dunkel (und ich zu müde). Getrunken ansonsten: Mineralwasser.


Und was gab's bei euch so?

P.S.: twoodledrum gibt's jetzt auch auf Twitter!

Dienstag, 24. Juli 2012

Ausprobiert: Wilmersburger Pizzaschmelz

Ach, was habe ich dem Wilmersburger Pizzaschmelz entgegengefiebert. Ihn ständig in Onlineshops begutachtet und darauf gewartet, ihn endlich bestellen zu können. Zur Erklärung: Normalerweise bekomme ich alles, was ich brauche, in meiner Studienstadt, und für ein paar Kleinigkeiten das viele Porto zu bezahlen, bin ich dann einfach zu geizig.

Vor Kurzem hat dann aber Laura von "Aber bitte mit ohne..." eine Bestellung bei Vegan Wonderland aufgegeben und mich gefragt, ob ich etwas mitbestellen möchte. Klar doch! Und zwar den Wilmersburger Pizzaschmelz. Meine bisherigen Begegnungen mit veganem Käse waren eher unerfreulich (viel zu künstlich und einfach ekelhaft), aber der hier sollte angeblich besser sein.

Zuerst habe ich ihn auf Pizza ausprobiert, in weiser Voraussicht erst mal nur auf einem Teil:


Wie angekündigt lief der Käse nur dort auseinander, wo er von der Tomatensoße etwas feucht gehalten wurden. Fand ich jetzt erst mal nicht schlimm. Vom Geschmack her war das Ganze ok, das war schon mal ein Novum. Allerdings keine echte Verbesserung im Vergleich zum Pizzateil ohne Käse. Hm.

Zweiter Versuch: Lauchcrostini.


Pizzaschmelz in etwas Sojamilch aufgelöst, mit angedünstetem Lauch vermischt, auf Ciabatta verteilt und im Ofen überbacken. Sah lecker aus. War ungenießbar.

Dabei würde ich nicht mal sagen, dass der Pizzaschmelz ein schlechter Käseersatz ist - auf jeden Fall um Längen besser als die Sorten, die ich bisher probiert habe. Ich bin nur viel zu empfindlich gegenüber dem Künstlichen, was er (zwangsweise, ist ja kein echter Käse) mitbringt. Also leider keine neue Offenbarung für mich. Ich bleibe einfach bei meinen mit Paniermehl bestreuten Aufläufen, der Pizza ohne Käse und den Lauchcrostini mit Hefeschmelz. Ist einfach besser so.

Montag, 23. Juli 2012

Kiwilikör


Mit Bier, Wein oder Sekt braucht man mir nicht kommen. Umso lieber trinke ich Hochprozentiges, und hier gilt: je süßer, desto besser. Überrascht das irgendwen? Jedenfalls war dementsprechend dieser wundervolle Likör auch ganz nach meinem Geschmack.

Zutaten (für ca. 1 Liter):
6 geschälte Kiwis
450 g Zucker
1/2 TL Orangenschale
1/2 TL Zitronenschale
2 EL Zitronensaft
250 ml Wasser
375 ml Wodka (50%)
wer mag: 1 Tropfen grüne Lebensmittelfarbe

Kiwis grob klein schneiden und mit dem Zucker in einer Schüssel ca. eine Stunde stehen lassen. Orangenschale, Zitronenschale und Zitronensaft dazugeben. Alles in ein sauberes 2-Liter-Glas geben und Wasser, Wodka und evtl. Lebensmittelfarbe dazugeben. Das Glas verschließen und an einem kühlen dunklen Ort zwei bis drei Wochen stehen lassen. Gelegentlich schütteln.
Durch ein feines Sieb in ein sauberes Gefäß abgießen, die festen Rückstände wegwerfen (oder aufessen). Das Gefäß verschließen und eine Woche stehen lassen. Die Flüssigkeit in das endgültige Gefäß abziehen (oder durch einen Kaffeefilter o. ä. filtern). Vor dem Servieren einen Monat reifen lassen.



Samstag, 21. Juli 2012

Tofubällchen mediterran


Ohne Worte. Einfach so unglaublich lecker! Und auch, wenn Elisabeths Bällchen auf Homemade deliciousness besser aussehen als meine, besser geschmeckt haben können sie gar nicht. Dann hätten sie nämlich keine 5 Minuten in der Küche überlebt. Es war so schon kritisch. Zu Nudeln top, und kalt noch besser. Am liebsten würd ich sofort eine zweite Ladung machen...

Freitag, 20. Juli 2012

Nusscracker mit Rosmarin und Knoblauch


Mittlerweile habe ich flowers on my plate in meine Blogroll aufgenommen - vegan oder nicht, die Rezepte sind einfach zu toll. Zuletzt hatten es mir diese Cracker angetan, deren Rezept ursprünglich von Green Kitchen Stories stammt. Hier die vegane Version. Ich fand sie super zur Resteverwertung von allen möglichen Nüssen. Geschmeckt hat mir die Masse so gut, dass gar nicht mehr so viel zum Backen übrig geblieben ist (ich hatte nur die halbe Menge gemacht). Umso enttäuschter war ich dann, als mein Freund alles andere als begeistert war. Naja, bleibt mehr für mich. So schnell werde ich die Cracker aber nicht mehr machen, nach einem halben Tag sind schon fast alle aufgegessen. Nicht gut bei solchen Kalorienbomben.

Zutaten:
2 Cups (oder im Notfall 300 g, aber das Cupmaß passt wohl besser) Nüsse und Kerne (ich hatte Mandeln, Haselnüsse, Cashews und Leinsamen
1/2 TL Knoblauchgranulat
1 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Meersalz
1 EL Sojamehl
1 EL Olivenöl
8 EL Wasser
Mohn (und eigentlich Sesam, der war hier aber alle) zum Bestreuen.

Nüsse in der Küchenmaschine hacken. Die restlichen trockenen Zutaten dazugeben und gut mischen, dann mit Wasser und Olivenöl verkneten. Mit einem Nudelholz und evtl. der Hilfe eines zweiten Blattes Backpapier auf Backpapier 2 bis 4 mm dick ausrollen und mit Mohn und Sesam bestreuen. Mit einem Messer, dass ab und zu mal wieder in Wasser getaucht wird, Cracker schneiden. Auf einem Backblech bei 175 °C Ober-/Unterhitze 15 bis 25 Minuten in den Ofen schieben. Die Backzeit richtet sich nach der Dicke der Cracker, also das Nachschauen nicht vergessen!

Donnerstag, 19. Juli 2012

Stracciatella-Muffins



Totally Veg! frustriert mich... Ständig entdecke ich dort tolle neue Rezepte und komme mit dem Nachbacken und -kochen gar nicht so richtig hinterher. Besonders zu empfehlen: der Nusskuchen und diese Waffeln. Letzte Woche habe ich dann diese Stracciatella-Muffins entdeckt und sie gestern ausprobiert. Ebenfalls Daumen hoch! Die werden garantiert noch öfter gebacken.

Entschuldigt bitte die derzeit schlechte Qualität der Fotos. Erstens liegt meine Kamera noch bei meinen Eltern, und ich muss mit dem Handy meines Freundes vorlieb nehmen, und zweitens schreibe ich am Samstag noch eine Klausur (die letzte meines Studiums!), sodass ich derzeit nicht recht Zeit zum Arrangieren habe. Ein paar Tage werdet ihr damit noch leben müssen, danach wird's hoffentlich schnell wieder besser.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Schoko-Burritos mit Obstsalat und Eis


Lena von A Very Vegan Life hat zum Burrito-Contest aufgerufen. Normalerweise gibt es die bei uns mit Tofu, Salat, Mais, Zwiebeln und Tomaten, aber zu solch einem Anlass musste dann doch mal etwas anderes her. Ein süßer Burrito als Nachtisch oder (wie bei uns heute) zum Kaffee.

Zutaten (für 2 Stück):
1/2 Tafel Zartbitterschokolade
2 Wraps
etwas Obstsalat
ein bisschen Eis

Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Wraps von einer Seite dünn damit bestreichen, dabei ca. 1 cm Rand lassen. Dann von unten her ein Stück umschlagen, mit Schokolade beträufeln, eine Seite daraufklappen, wieder mit Schokolade beträufeln und von der anderen Seite her schließen. Schlecht erklärt? So ist es gemeint:


Ich habe das Ganze dann mit einer Wäscheklammer zusammengeklemmt und mit zwei Gläsern von den Seiten her in Form gedrückt, bis die Schokolade fest war. Anschließend habe ich die restliche Schokolade noch einmal schmelzen lassen und über den Burritos verteilt. Das sah dann so aus:


Jetzt nur noch mit Obstsalat und Eis füllen und fertig!


Dienstag, 17. Juli 2012

Ende des offenen Votings für den AMA-Foodblogaward

Nach einem Hackerangriff wurde das offene Voting für den AMA-Foodblogaward geschlossen. Die Entscheidung über die Gewinner wird jetzt von einer Jury gefällt. Ich bin gespannt, ob auch vegane Blogs vorn mit dabei sein werden!

Von mir gibt es dann morgen wieder etwas Neues.

Montag, 16. Juli 2012

twoodledrum beim AMA-Foodblogaward



Seit heute läuft das Voting zum AMA-Foodblogaward, und dafür brauche ich bis zum 31. Juli täglich eure Stimme! Einfach hier klicken und für mich voten.

AMA steht für "Agrarmarkt Austria", und die Organisation erfüllt verschiedene Aufgaben in der landwirtschaftlichen Verwaltung und auch in der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte - einschließlich Fleisch, Eier und Milch. Klingt erst mal unpassend und komisch. Aber: Meine Hauptmotivation für die Teilnahme an Wettbewerben und Blogevents jeglicher Art ist es immer, die vegane Ernährung so normal wie möglich werden zu lassen, indem ich sie aus ihrer Nische heraushole. Und was ist da besser geeignet als ein Wettbewerb, der tausende von Menschen erreicht?

Ebenso denken wohl auch noch andere vegane BloggerInnen. Mit dabei sind Claudi mit Claudi goes vegan, Claudia mit Totally Veg!, Maria mit A Cherry on Top, Sarah mit Vegan Guerilla und Denise mit Vegan leben (Rezepte vegan). Sarah ist derzeit sogar Zweiten - in einer Konkurrenz mit von 128 Blogs! Ich fände es schön, wenn sich noch weitere vegane Blogs ganz vorn einreihen würden.

Sonntag, 15. Juli 2012

Statt Sonntagssüß: OurGroceries - eine App-Empfehlung für den Lebensmitteleinkauf


Bis vor ein paar Wochen lief das Einkaufen bei uns so ab: In der Küche lag ein Zettel, auf den wir idealerweise alles geschrieben hatten, was so einzukaufen war. Dann verließen mein Freund und ich das Haus. Auf dem Weg zum Bahnhof überlegten wir uns, dass es geschickt wäre, würde er heute auf dem Heimweg einkaufen gehen. Leider lag der Zettel zu Hause; also rekonstruierte ich im Zug die Liste und schickte ihm eine Mail. Dummerweise vergaß ich dabei verschiedene Dinge und musste daher noch diverse SMS hinterhersenden. Er durfte dann im Supermarkt die Mails und SMS sortieren und gedanklich miteinander synchronisieren. Zu Hause angekommen, stellte er fest, dass er die Tomaten fürs Abendessen vergessen hatte. Also rief er mich an, damit ich noch schnell welche besorgen konnte. Als ich dann nach Hause kam, hatten wir zwar Tomaten, aber mir fehlten noch einige Kuchenzutaten (auf die er bei der Listennachkontrolle mangels Interesse einfach nicht geachtet hatte), sodass ich meine für abends geplante Kuchenbacksession umorganisieren musste. Sehr, sehr unbefriedigend, ebenso wie meine sporadischen Besuche im Bioladen, bei denen ich dann mangels Liste (meine Bioladentouren sind nicht so recht planbar) auch wieder die Hälfte vergaß.


Vor Kurzem sind wir aber auf ein sehr praktisches System umgestiegen: OurGroceries. Hier kann man von Handy oder PC aus Einkaufszettel erstellen. Die App läuft auf Android-Handys und IPad gleichermaßen und bietet auch ein Web-Interface für den Rechner - wichtig für uns, denn so sind alle Geräte immer auf dem neuesten Stand. Wenn ich den Einkaufszettel ändere, sieht mein Freund das im Geschäft direkt, und wenn er etwas einkauft und durchgestrichen hat, weiß ich, dass ich es nicht mehr besorgen muss.
Das Durchstreichen während des Einkaufens hat noch einen weiteren Vorteil: Man sieht sofort, was man noch braucht. Wir lesen sonst nämlich gerne nur flüchtig und vergessen dann doch irgendwas, das noch irgendwo klein zwischendrin stand.



Sehr hilfreich auch die Möglichkeit, die Einkaufslisten nach Geschäften aufzuteilen. Das macht die ganze Sache sehr viel übersichtlicher. Bei langen Listen kann man sich die Zutaten auch nach Kategorien anzeigen lassen, was viel Zurückrennerei in die Gemüseabteilung erspart...



Rezepte kann man ebenfalls eingeben. Klickt man dann das Rezept an, werden einem alle benötigten Zutaten angezeigt, und man muss nur noch das auf die Einkaufsliste schieben, was noch zu besorgen ist.

Mein Fazit: Eine superpraktische und dazu noch kostenlose App. Ich bin wahrlich kein Freund davon, mir mein Smartphone mit Apps zuzumüllen, aber diese hier ist wirklich klasse und sicher hilfreich für alle, bei denen nicht nur einer den Einkauf erledigt.

Samstag, 14. Juli 2012

Foto-Update: Kartoffelspalten aus dem Ofen

 
Auch bei seeeehr alten Posts ist noch nicht alles verloren. Ein Foto-Update wirkt manchmal wahre Wunder, so auch hier. Tut mir leid für den Recycling-Post - nach der Hochzeit wird alles besser!

Donnerstag, 12. Juli 2012

Johannisbeer-Marzipan-Schnecken


Wie jedes  Jahr herrscht bei uns eine Beerenschwemme. Gut, die Himbeeren könnten etwas reichlicher sein (für Himbeersaft reicht es diesmal leider nicht), aber Johannisbeeren gibt es wie immer in Hülle und Fülle. Leider enthalten die meisten Johannisbeerkuchen, die ich kenne, Sahne. Diese Schnecken zum Glück nicht!

Das Rezept stammt von hier, leider ist dort nur ein Fertig-Hefeteig als Zutat angegeben. Also habe ich mich bei Gourmandises végétariennes bedient, das Rezept allerdings veganisiert und in der Mehlmenge angepasst. Ohne Thermomix knetet es sich einfach nicht so gut.

Zutaten (für ca. 20 Schnecken):

für den Teig:
320 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
50 g Zucker
1 Prise Salz
180 ml Pflanzenmilch
60 g Margarine

Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. Die Margarine auf niedriger Hitze in der Milch schmelzen. Beides soll nur lauwarm sein, ggf. noch etwas abkühlen lassen. Dann unter die trockenen Zutaten rühren, später unterkneten. Den Teig an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen. Ich nehme dazu immer eine Tupperschüssel, mache den Deckel drauf und stelle die Schüssel in mein Spülbecken, das ich vorher mit warmem Wasser gefüllt habe.

für die Füllung und den Guss:
200 g Marzipan
10 EL Pflanzenmilch
500 g rote Johannisbeeren
150 g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
etwas lauwarmes Wasser

Marzipan zerbröckeln und mit einer Gabel in einer kleinen Schüssel mit der Milch vermengen. Beiseite stellen. Johannisbeeren von den Stielen strippen und waschen. Marzipan und Milch noch einmal gut verrühren.
Den Hefeteig auf etwa die Größe eine Backbleches ausrollen. Mit der Marzipanmasse bestreichen, dabei etwa 1 bis 2 cm Rand lassen. Die Johannisbeeren darauf verteilen (ich habe nicht ganz alle gebraucht). Von der Längsseite her aufrollen und mit einem Messer mit Wellenschliff in ca. 1,5 cm breite Scheiben schneiden. Auf zwei oder drei mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) nacheinander ca. 20 bis 25 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen.
Den Puderzucker sieben, mit Zitronensaft und etwas lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Guss anrühren und auf den noch warmen Schnecken verteilen.


Am besten schmeckt dieses Gebäck frisch. Am nächsten Tag ist es schon etwas durchgeweicht, aber immer noch sehr lecker.


Mittwoch, 11. Juli 2012

Kartoffelklöße mit Zwiebeln und Apfelkompott


 In einer süßen Variante finden sich diese Klöße bereits im Blog; am Wochenende gab es allerdings die herzhafte Form.

Zutaten (für 4 bis 5 Personen):
1,5 kg Kartoffeln, geschält
100 g Mehl
150 g Kartoffelmehl (oder andere Speisestärke)
1 bis 2 TL Salz
Zwiebeln
Rapsöl
Apfelkompott

Kartoffeln in Stücke schneiden und in Salzwasser kochen. Etwas abkühlen lassen, dann stampfen oder durch eine Presse drücken. Mehl, Stärke und Salz daraufsieben und unterkneten. Kleine Klöße formen - etwa die anderthalbfache Größe eines Tennisballs, sonst kann es sein, dass die Klöße in der Mitte roh bleiben.
Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und auf mittlerer Stufe gerade so sieden lassen. Immer mehrere Klöße auf einmal hineingeben und ca. 7 Minuten ziehen lassen, dann herausnehmen. Währenddessen die Zwiebeln schälen und hacken. Dabei nicht zu sparsam mit der Menge sein! In reichlich Rapsöl weich braten. Salzen und zusammen mit Klößen und Apfelkompott servieren.

Dienstag, 10. Juli 2012

Blätterteig-Marzipan-Röllchen


Krokant-Marzipan-Crossaints hatte ich ja schon einmal gepostet. Heute die Quick-and-dirty-Variante dazu: Einfach von einer Blätterteigrolle einen ca. 10 cm breiten Streifen abschneiden, Marzipanstückchen in die Mitte legen, aufrollen und bei 200 °C goldbraun backen. Geht schnell und ist so lecker!

Montag, 9. Juli 2012

Jamie Oliver: Spaghetti mit rohen Tomaten und Rucola


Von Jamie Oliver hatten wir schon lange nichts mehr gekocht und haben uns jetzt mal wieder auf seine Kochbücher besonnen. Diesmal gab es Spaghetti; im Original sind noch Oliven dabei, da aber der Herr des Hauses keine Oliven mag, musste das Olivenöl ausreichen. Die Mengen haben wir auch etwas angepasst. Großer Pluspunkt des Gerichts: Es ist wahnsinnig schnell fertig. Und dabei so lecker und frisch! Ein echtes Sommerrezept.

Zutaten (für 2 bis 3 Personen):
200 g Spaghetti
2,5 reife mittelgroße Tomaten, zimmerwarm
2 Hände voll Rucola, gewaschen
1 gehäufter EL TK-Basilikum
1 gestrichener TL Oregano
2 EL Balsamico
6 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Spaghetti bissfest garen. Währenddessen die Tomaten würfeln und die Rucolablätter grob hacken. Die Spaghetti abgießen und ein paar Minuten abtropfen lassen. Allerdings auch nicht zu lange warten, sonst wird alles kalt! Mit Tomaten, Rucola und Kräutern in eine große Schüssel geben, Balsamico und Olivenöl darübergießen. Alles durchmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 8. Juli 2012

Sonntagssüß #22: Erdbeerkuchen


Haben Erdbeeren eigentlich noch Saison? Bei meiner Mutter auf jeden Fall... Hier ist es kälter als in vielen andere Teilen Deutschlands, und daher beginnt die Vegetationsperiode und damit auch die Erntezeit bei uns immer erst später. Heute gab es daher diesen Erdbeerkuchen, diesmal allerdings nur mit einem Päckchen Guss, dass ich mit selbstgemachtem Schlehensaft von meiner Oma angerührt habe. Mmmh! Ich weiß schon, warum ich gekauften Erdbeeren nicht viel abgewinnen kann. Leider ist dafür das Foto mal wieder nicht so besonders geworden. Aber geschmeckt hat's super!



In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Sachen posten, die sich so angesammelt haben. Danach kann es aber sein, dass es hier eine kurze Pause gibt. Am kommenden Wochenende heiratet meine Mutter, und so eine Hochzeit will gut vorbereitet sein, zumal, wenn die Feier in der eigenen Scheune stattfindet. Daher wird hier derzeit gekehrt (die Scheune), geputzt (das Haus), geplant (so ziemlich alles, von der benötigten Menge Kaffee über den Hochzeitstanz bis zur Uhrzeit für die Fotos), gelayoutet (das Heft für den Gottesdienst) und geprobt (die Musikbeiträge für den Gottesdienst). Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Samstag, 7. Juli 2012

Nudelsalat mit Champignons, Rucola und Tomaten


Lange, lange Zeit war ich auf der Suche nach einem tollen veganen Nudelsalat. Überzeugt hat mich irgendwie nichts so richtig. Vor Kurzem habe ich dann bei einem Mitarbeiterfrühstück an dem Institut, an dem ich meine Masterarbeit schreibe, diesen fantastischen Salat kennengelernt.

Zutaten (für 3 Portionen als Hauptgericht, evtl. mit ein paar Scheiben Baguette):
200 g Nudeln

4 große Champignons
1 Lauchzwiebel
Rapsöl (oder Olivenöl)
weißer Balsamicoessig
2 Hand voll Rucola
8 kleine Tomaten
1 TL getrocknete Salatkräuter
Salz und Pfeffer

Nudeln in Salzwasser bissfest kochen und abkühlen lassen. Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Lauchzwiebeln hacken. Beides in Rapsöl (nicht zu sparsam sein!) braten, bis die Champignons braun und weich sind. Mit reichlich weißem Balsamico ablöschen.
Rucola waschen und grob hacken, Tomaten ebenfalls waschen und vierteln. Dann alle Zutaten (die Champignons mit aller Flüssigkeit, die noch in der Pfanne ist) in eine große Schüssel geben, mischen und mit Salatkräutern, Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte der Salat zu trocken sein, noch etwas Öl zugeben. Dann kurz durchziehen lassen und fertig.

Freitag, 6. Juli 2012

Ausprobiert: Vleischsalat vom Tofutier von Veggie Life


Ich bin ja ein großer Fan der Veggie-Life-Produkte. Die Sojawürstchen mit viel Ketchup und Currypulver sind einfach ein Traum! Und auch die restlichen Ersatzprodukte haben mich im Gegensatz zu denen vieler anderer Firmen durchaus überzeugt. Um diesen Fleischsalat bin ich jetzt schon seit vielen Monaten herumgeschlichen, denn der Preis ist mit 3 Euro pro 180g-Packung doch recht beachtlich. Letzte Woche konnte ich allerdings nicht mehr widerstehen und habe mir eine Packung aus dem tegut mitgenommen. Der erste Bissen war enttäuschend, der Fischgeschmack überwältigend. Danach wurde es aber besser, und besonders zu einem weißen Brötchen fand ich den Vleischsalat dann richtig lecker. Einen Extrapunkt gibt's noch für den Namen - das "vom Tofutier" find ich einfach supersympathisch. Angesichts des Preises wird der Salat dann aber wohl trotzdem nur sehr selten in meinem Einkaufskorb landen.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Anis-Kaffee-Sirup


Momentan bin ich von Kaffee total begeistert. Nach den Frappuccino-Experimenten habe ich mich jetzt an Stephs Kaffeesirup gewagt. Sehr lecker! Wer allerdings einen überragenden Kaffeegeschmack erwartet, wird wohl enttäuscht sein. Stattdessen schmeckt man den Anis deutlich heraus, daher auch die Namensänderung. Wunderbar zu Eis, und auch zu Pfannkuchen, wie von Steph vorgeschlagen, kann ich mir diesen Sirup sehr gut vorstellen.

Zutaten:
300 ml Kaffee
200 g Zucker
2 Sternanis

Kaffee und Zucker in einem kleinen Topf verrühren, Sternanis dazugeben und auf mittlerer Hitze ca. eine halbe Stunde zu einem Sirup einkochen lassen. Sofort in eine saubere, mit kochendem Wasser ausgespülte Flasche füllen.

All denen, die keinen Kaffee oder Anis mögen (und auch allen anderen natürlich) empfehle ich alternativ Schokoladensirup. Die Rezepte-PDF zum Herunterladen gibt es hier.


Mittwoch, 4. Juli 2012

Lazy Samoas


Das letzte Cookiefoto ist schon mehr als eine Woche her - viel zu lange für meinen Geschmack! Daher gibt es jetzt Nachschub. Diesmal habe ich die Lazy Samoas aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar" ausprobiert, allerdings mit Raps- statt mit unraffiniertem Kokosöl. Das mag zwar den Kokosgeschmack etwas reduzieren, hat aber bei uns dazu geführt, dass mein Freund, der Kokos nicht gerade liebt, ebenfalls sehr angetan war. Also: absolut empfehlenswert! Sie schmecken ein wenig wie Weihnachtsplätzchen, aber das qualifiziert sie nur für eine Wiederholung am Ende des Jahres. Und falls jemand diese Cookies schon mal mit Kokosöl gebacken hat, würde ich mich besonders über einen Kommentar freuen.

Dienstag, 3. Juli 2012

Enchiladas


Am Samstag gab es bei uns nach längerer Zeit mal wieder Enchiladas - eine gute Gelegenheit, mal das Rezept ein wenig zu überarbeiten und mit einem neuen Foto zu versehen. Zum Nachkochen wärmstens empfohlen!

Montag, 2. Juli 2012

Warum das Foodbloggen meinen ökologischen Fußabdruck vergrößert II

Wow, so viele Reaktionen und Kommentare auf meinen gestrigen Post! Danke erst einmal für eure lieben Worte. Es freut mich, dass anscheinend viele an twoodledrum gerade die unkomplizierten Zutaten schätzen. Darauf bin ich nämlich bedacht; ich habe keine Lust, vor dem Kochen erst einmal eine Tour durch die gesammelten Veganshops der Republik zu starten, und am liebsten kaufe ich sowieso im normalen Supermarkt ein. Hier auf dem Land bleibt einem ja auch oft gar nichts anderes übrig.

Ich möchte hier noch einmal einige Argumente herausgreifen, die mir besonders wichtig scheinen.

Kochen, Backen und Fotografieren sind meine Hobbys, und dafür möchte ich auch Ressourcen einsetzen.
Dem möchte ich nicht widersprechen. In gewisser Weise rechtfertige ich damit auch mein eigenes Verhalten. Für jedes andere Hobby würde ich auch Ressourcen verbrauchen.

Wenn durch das, was ich zeige, andere vom Veganismus (oder auch Vegetarismus) überzeugt werden können, hat die Investition sich gelohnt.
Das stimmt wohl. Allerdings ist die Frage, ob man das nicht auch mit einfacheren Mitteln erreichen kann. Es geht ja nicht darum, nur noch ungebratenen Tofu zu essen. Aber das Haupthindernis bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung ist ja weniger, dass man plötzlich keine aufwändigen Torten mehr backen kann, sondern dass es an Alternativen bzw. Vorstellungsvermögen für das mangelt, was täglich auf den Tisch kommt. Andererseits zeigen natürlich gerade die besonders tollen und aufwändigen Rezepte, dass auch "in vegan" all das möglich ist, was man sonst in Cafés und Restaurants bewundert. Brigitte hat schon recht, wenn sie da von einem Nachholbedarf spricht.

Optik ist nicht alles.
Das stimmt wohl. Dennoch scheint gerade bei den erfolgreichen Blogs (der Leserzahl nach zu urteilen) die Optik eine sehr große Rolle zu spielen - ich rede hier gar nicht nur von veganen Foodblogs, schließlich lese ich auch genügend andere. Natürlich greift hier auch in gewisser Weise wieder das Hobby-Argument. Generell möchte ich es aber eher wie Laura und Brigitte halten und an Dekogegenständen das verwenden, was sowieso schon da ist.

Versteht mich nicht falsch: Ich möchte gar nicht so weit gehen, mir selbst die Fondanttorten abzusprechen. Die machen mir Spaß, und ich hätte sie auch ohne twoodledrum irgendwann ausprobiert. Ich versuche aber gerade, für mich selbst herauszufinden, wo bei mir die Grenze zwischen Hobby auf der einen und der Suche nach Anerkennung auf der anderen Seite liegt. Das Durchstöbern anderer Blogs macht süchtig - und während ich stolz darauf bin, bewusst darüber nachzudenken, was Werbung mit mir anrichtet, bin ich bei Blogbeiträgen viel weniger kritisch und packe sie unreflektiert auf meine Nachkochliste.

Wie mohn sehr schön gesagt hat: Natürlich ist man als Veganer nicht verpflichtet, auf zusätzliche Dinge wie fairen Handel, Umweltverträglichkeit oder was auch immer zu achten. Wenn mein Anspruch die Tierleidfreiheit ist, ist dieser Anspruch mit dem Label "vegan" zu 100 % erfüllt. Darüber hatte ich mal eine interessante Diskussion mit Lena und Lutz von Laubfresser, und ich teile diese Ansicht. Wenn ich von mir allerdings mehr verlange als das und meinen Blog als "nachhaltig" ausgebe, scheint es mir unehrlich, die Nachhaltigkeit allein deshalb vorauszusetzen, weil ich nur Produkte pflanzlicher Herkunft und fast ausschließlich Schokolade und Kakao aus fairem Handel verwende. Wo liegt beim ökologischen Fußabdruck der Punkt, an dem mein Ressourcenverbrauch den eines anspruchslosen Milch- oder Fleischessers übersteigt, der drei einfache Mahlzeiten am Tag isst?

Und was wird sich jetzt konkret verändern?

Zuallererst habe ich meine Nachkochliste aufgeräumt und ein Board "Interessantes" erstellt. Dort kann ich jetzt guten Gewissens Rezepte sammeln, die vielleicht für besondere Gelegenheiten einmal gebrauchen kann, ohne sie ständig auf der Nachkochliste vor Augen zu haben. Bitte nicht wundern: Vieles dort scheint gar nicht so aufwändig und ist es auch nicht. Für mich persönlich würde es aber in vielen Fällen bedeuten, entweder eine Spezialzutat einkaufen zu müssen und dann Reste davon übrig zu behalten oder etwas zu kochen, von dem ich nicht sicher bin, ob ich es nachher mag. Und solange meine Nachkochliste gut gefüllt ist, muss das ja nicht unbedingt sein.

Eine Sache, die mir ein großer Dorn im Auge ist, ist Margarine. Bisher habe ich entweder nur Sorten mit Palmöl (meine geliebte Alsan Bio) oder Sorten mit gehärteten Fetten gefunden. Auf beides möchte ich weitgehend verzichten und daher in Zukunft Rezepte, die zwingend Margarine enthalten, nach Möglichkeit aussparen. Ganz ohne wird es wohl nicht gehen, dazu ist die Verlockung sicher an einigen Stellen zu groß, und auch zum Einfetten meiner Kuchenformen fällt mir keine andere Alternative ein. Auf mein Toastbrot übrigens auch nicht... Wenn ihr das Ideen habt oder Margarinesorten kennt, die frei von Palmöl und gehärteten Fetten sind: immer her damit!

Außerdem möchte ich in Zukunft noch sensibler in mich hineinhorchen, welche Rezepte ich für mich ausprobiere und welche eher für twoodledrum. Letztere sollten dann eher hinten auf der Liste landen bzw. ganz gestrichen werden. Selbiges gilt für Dekoartikel, wobei ich mir da wohl den ein oder anderen Flohmarktbesuch erlauben werde. Oh, und die Teilnahme an Blogevents, die Barbara ansprach, gehört hier natürlich auch dazu.

Zu guter Letzt denke ich darüber nach, einen Zweitblog zu eröffnen, der sich mit Themen des Konsums und der Nachhaltigkeit, aber auch mit Lebensgestaltung, Minimalismus, Gesundheit und Glück im Allgemeinen beschäftigt. Meine Gedanken über twoodledrum sind nämlich nur ein sehr kleiner Ausschnitt dessen, was mir seit einigen Monaten durch den Kopf schwirrt. Hier bin ich aber noch unentschlossen, ob das vom Zeitaufwand her eine gute Idee ist. Schließlich muss auch der Inhalt stimmen.

Alles in allem wird sich also wohl auf den ersten Blick gar nicht so viel ändern. Aber es sind ja oft die kleinen Dinge, die für die wirklich großen Veränderungen verantwortlich sind.

Sonntag, 1. Juli 2012

Warum das Foodbloggen meinen ökologischen Fußabdruck vergrößert

Statt einem Sonntagssüß heute ein etwas nachdenklicher Beitrag zu etwas, das mich schon seit Längerem beschäftigt.

Ursprünglich war ich mit twoodledrum (diesen Blog gibt es jetzt schon seit mehr als zwei Jahren!) angetreten, um einen Weg zu einer veganen und nachhaltigeren Ernährung aufzuzeigen und auch für mich selbst Rezepte zu dokumentieren. Zumindest Letzteres ist mir definitiv gelungen. Mein Freund und ich nutzen twoodledrum exzessiv als Koch- und Backbuch. Und auch das erste Ziel habe ich nicht völlig verfehlt. Offensichtlich sind knapp 80 Leute als regelmäßge Leser und mehr als 100 Personen auf Facebook an meinem Geschreibsel interessiert, und vor Kurzem konnte ich den 100.000sten Klick verzeichnen. Danke dafür!

Mich selbst hat twoodledrum allerdings nicht nur positiv beeinflusst. Ich habe durch das Bloggen und das Verfolgen anderer Blogs eine Richtung eingeschlagen, die mir selbst nicht mehr so richtig behagt. Für sich selbst Rezepte zu sammeln und sie gleichzeitig anderen zugänglich zu machen ist das eine. Die Suche nach Aufmerksamkeit und nach Erfolg ist das andere. Welcher Foodblogger möchte nicht gern viele Leser und viele Klicks haben? Schon lange geht es mir beim Ausprobieren von Rezepten nicht mehr ausschließlich darum, was mich selbst am meisten anspricht. Selbstverständlich stelle ich nichts her, was mir selbst nicht schmecken würde, aber ich könnte nicht behaupten, dass ich nicht auch daran denke, was sich gut zum Bloggen eignen würde. An vielen Stellen backe und koche ich dadurch mehr, als ich das "von Natur aus" machen würde. Der Lohn ist dann ein begeistertes "Oooh, wie toll ist das denn!" von meinen Lesern.

Zur Menge der Gerichte gesellt sich die Art der Zutaten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Blogpost umso erfolgreicher wird, je ausgefallener die Zutaten sind. Ich versuche mich hier (auch aus finanziellen Gründen) bewusst zu bremsen, kann mich aber nicht davon lossprechen, manchmal die "erfolgreichen" Foodblogger mit ihren exotischen Rezepten zu beneiden. Und auch beim normalen Backen sind ja viele Zutaten nicht ganz unproblematisch, man denke nur an Margarine.

Dazu kommt die Notwendigkeit einer ansprechenden Präsentation. Eigentlich habe ich kein großes Interesse am Fotografieren, aber seit ich mir mit meiner neuen (immerhin gebrauchten) Spiegelreflexkamera mehr Mühe gebe, sind die Besucherzahlen schlagartig in die Höhe geschnellt. Und ich muss jetzt immer öfter dem Drang widerstehen, mir eigentlich unnötige Dekogegenstände zu kaufen, die sich dummerweise gut auf den Fotos machen würden. Auch hier wieder der Neid auf andere Blogs, die ihre Fotos mit reihenweise tollen Accessoires wie schönen Glasflaschen, Cupcake Wrappers, bunten Hintergründen oder Etiketten ausstatten.

So gesehen hat ein Blog, der Nachhaltigkeit fördern soll, bei mir selbst paradoxerweise dazu beigetragen, dass ich mich weniger nachhaltig verhalte. Natürlich wird die Welt wegen eines zusätzlichen Päckchens Kakao nicht untergehen. Dennoch: Der "unnötige" Konsum, der durch twoodledrum verursacht wird, stößt mir sauer auf. Vielleicht werden sich daher deshalb hier in der nächsten Zeit einige Dinge ändern. Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem weiter treu.