Montag, 28. Mai 2012

21st-Century Carob Chip Cookies

 
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich mir dieses Rezept aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar" sparen würde, weil ich in den vergangenen zwei Jahren noch nie irgendwo Carob-Schokolade entdecken konnte. Gestern wurde ich dann allerdings in einem Reformhaus fündig: mit der soyabella-Carob-Schokolade von molenaartje. Pur war sie etwas gewöhnungsbedürftig, längst nicht so zartschmelzend wie echte Schokolade, sondern eher trocken, mit einem leichten Röstaroma. In den Cookies hat sie sich allerdings ganz hervorragend gemacht!

Leider kann ich das Rezept, wie es im Buch abgedruckt ist, nicht abschließend bewerten. Das Carob-Pulver habe ich durch normales Kakaopulver ersetzt, weil ich nicht hinterher eine angebrochene Packung herumstehen haben wollte. Eventuell werde ich mir aber jetzt nach dem geglückten Experiment noch mal etwas besorgen. Außerdem musste ich wegen einer Fehl- bzw. komplett fehlenden Planung normales Weißmehl statt Vollkornmehl verwenden und die Leinsamen auslassen. Zudem habe ich die Backzeit unfreiwillig etwas verlängert. Die fertigen Cookies haben daher eine nicht 100%ig tolle Konsistenz, sind aber sehr lecker, und ich bin wirklich neugierig, wie reine Carob-Cookies schmecken würden.

Carob ist übrigens das Fruchtfleisch das Johannisbrotbaums (nur als Info für all diejenigen, denen das wie mir nicht auf Anhieb klar war). Bei weiterem Informationsbedarf ist die Wikipedia gern behilflich.

Was mich allerdings interessieren würde: Denkt ihr, dass Carob eine Alternative zu Kakao sein könnte? Gibt es irgendwas, das ihn besser macht? Nicht nur rein vom Geschmack her, darüber lässt sich ja streiten, sondern z. B. auch in einer ökologischen oder ökonomischen Betrachtung.

Sonntag, 27. Mai 2012

Sonntagssüß #19: Sirupkekse


Für unser heutiges Sonntagssüß hat eine liebe Freundin mit ihren Sirupkeksen gesorgt. Das Rezept hatte ich schon einmal gebloggt.

Mehr über die Kekse rechts im Bild verrate ich dann morgen. Einen wunderschönen Sonntag euch allen!

Freitag, 25. Mai 2012

Gastpost: Kölscher Heringssalat für kölsches Mädchen

Heute habe ich schon wieder einen Gast: Sonja aus der Redaktion von "Deutschland is(s)t vegan". Sie kommt aus Köln und lebt nun seit einem Jahr in Berlin. Dort arbeitet sie als Köchin, gibt Seminare und hilft bei der Ernährungsumstellung. Seit 3 Wochen ernährt sie sich rohköstlich und hält ihre Erfahrungen und kulinarischen Neuentdeckungen in einem Tagebuch fest. Dieses Rezept ist allerdings ganz eindeutig nicht roh, aber dafür sehr ausgefallen!


Falscher Heringssalat

Zutaten (für 6 Personen):
1 1/2 kg Kartoffeln, festkochend (gekocht und in Scheiben oder Würfeln)
2 Tassen Rote Bete (gekocht und gewürfelt)
1 saurer Apfel, z.B. Breaburn (gewürfelt)
1 Glas saure Gurke (gewürfelt)
1-2 Zwiebeln (gewürfelt)
150 g Räucher-Tofu (gewürfelt)
250 ml Sojasahne
Saft einer Zitrone + die Zitronenzesten
1 Bund Dill
Kräutersalz
Agavendicksaft je nach Geschmack

Zubereitung:
Kartoffeln, rote Bete, Apfel, Gurke, Zwiebel und Räucher-Tofu vermengen.
Sojasahne mit der Zitrone und dem Dill verrühren und mit den Gewürzen und dem Saft der Gewürzgurken abschmecken. Eventuell die Sauce noch mit etwas Sojamilch oder Wasser verdünnen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Round up zum Back-A-Thon

Hallo ihr Lieben, ich würde mich sehr über eure Stimme für meine Russischer-Zupfkuchen-Cupcakes bei Baking the law's Back-A-Thon freuen!

Ansonsten herrscht hier derzeit ein wenig Funkstille. In der Küche war ich zwar, aber die Ergebnisse fand ich nicht sehr zufriedenstellend. Heute gab es zum Beispiel eine Fondant-Torte zur Promotion eines Mitarbeiters an unserem Institut, blau eingedeckt und mit einem Doktorhut verziert. Leider kann Fondant anscheinend die derzeitige Hitze nicht so gut vertragen, sodass die Decke an viele Stellen sehr uneben geworden ist. Daher auch kein Foto. Aber demnächst gibt es hoffentlich wieder etwas Neues von mir! Am Freitag aber erst mal einen Gastpost von Sonja von Deutschland is(s)t vegan, wie immer mit für twoodledrum sonst ungewohnten Zutaten. Ihr dürft also gespannt sein.

Montag, 21. Mai 2012

Gastpost: Ackee & Dumplings (aus Jamaika)



Vielleicht ist es dem ein oder anderen von euch schon aufgefallen: Ich scheine so gut wie nie zu verreisen. Stimmt auch. Die Pendelei zwischen Wohn- und Studienort in Mittelhessen, alle paar Wochen ein Besuch bei meinen Eltern im schönen Waldeck und zwei einwöchige Urlauben pro Jahr in Bayern bei der Mutter meines Freundes decken meinen Bedarf an Rumreiserei sehr gut ab. Freie Tage verbringe ich dann doch lieber zu Hause. Eine, die dafür umso lieber die Welt unsicher macht, ist Linda von "V"eltenbummler - Vegan Verreisen. Unbedingt mal reinschauen! Bei Linda findet ihr ausführliche Infos zu verschiedenen Reiseorten/-ländern und zu veganem Urlaub allgemein. Für euch hat sie heute ein jamaikanisches Gericht mitgebracht.

Ich bin zwar nicht Karla Kolumna, die rasende Reporterin - dafür aber Linda, die REISENDE Reporterin Auf meinem Blog "V"eltenbummler berichte ich über das Verreisen als Veganer. U.a. berichte ich über deutsche Großstädte, aber auch in London, Paris, Amsterdam, Dubai, San Francisco, Hawaii und der Karibik habe ich schon Veggie-Erfahrungen gesammelt. Außerdem bringe ich internationale Rezepte von meinen Reisen mit und teile sie gerne mit anderen. Heute ein Rezept aus Jamaika:


Ackee & Dumplings
Ackee ist die Nationalfrucht Jamaikas. Die birnenähnlich aussehende Baumfrucht erinnert etwas an Rührei, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass man das Nationalgericht Ackee and Saltfish mitunter schonmal zum Frühstück serviert bekommt. Ich habe einfach den Fisch weggelassen und schon ist es vegan. Dazu passen am besten Dumplings, das sind in Fett ausgebackene Brötchen.

Man braucht dafür:
1 Dose Ackee (man bekommt diese z.B. hier)
1 Zwiebel
1/2 rote Paprika
2 mittelgroße Karotten

Dose öffnen und Flüssigkeit abgießen. Ackee abtropfen lassen. Öl erhitzen und die gehackten Zwiebeln mit der klein geschnittenen Paprika und der zuvor gewürfelten Karotten anbraten. Dann die Ackee hinzugeben und einige Minuten schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Für die Dumplings:
3 Tassen Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Salz
½ Tasse Margarine (z.B. Alsan)
½ Tasse Sojamilch
etwas Kokosöl zum Anbraten

Zuerst das Mehl in eine Schüssel sieben, Salz und Backpulver hinzufügen. Alsan stückweise hinzufügen, bis die Masse eine krümelige Konsistenz hat. Dann Sojamilch nach und nach hinzugeben und die Masse verkneten.

Zum Schluss kleine Bällchen mit ca. 5 cm Durchmesser formen und in heißem Kokosöl anbraten, bis die Dumplings goldbraun sind (ca.5 Minuten).

Und fertig ist ein leckeres typisch jamaikanisches Essen. Lasst es Euch schmecken!

Recommended Listening: Bob Marley - One Love



Sonntag, 20. Mai 2012

Sonntagssüß #18: Double Chocolate & Haselnuss Cookies

Warum kann ich eigentlich kein Schokocookiesrezept lesen, ohne es sofort ausprobieren zu wollen? Hach ja. Aber Widerstand war auch hier mal wieder zwecklos... Die Änderungen waren allerdings diesmal etwas zahlreicher als sonst: Statt 200 g weißem Zucker habe 150 g braunen genommen, den Agavendicksaft weggelassen und die Sojamilch durch Wasser ersetzt. Ansonsten habe ich mich aber fast genau an die Zubereitungsangaben gehalten, insbesondere an die Backzeit. Herausgekommen sind sehr leckere Cookies, etwas herb und schön weich. Die werden sicher mal wiederholt.

Das Originalrezept findet ihr bei Baking the law.

Ansonsten habe ich ein schönes Wochenende bei meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten verbracht. Die Katze war natürlich auch wieder mit von der Partie. Leider sind die ersten Bilder etwas unscharf, aber ich fand sie einfach so niedlich:




Freitag, 18. Mai 2012

Russischer-Zupfkuchen-Cupcakes


Update: Eine palmölfreie Version des Rezeptes (ohne Margarine, dafür mit Rapsöl) gibt es hier.

"Klassiker der Kaffeetafel vegan und in Cupcake-Form", das ist die Vorgabe von Baking the law's Back-A-Thon. Für meine vegane Bäckerei ist Russischer Zupfkuchen klassisch - wenn ich irgendeinen Kuchen mitbringen soll, wähle ich meistens diesen, weil man den Unterschied zu einem nicht-veganen Kuchen hier einfach nicht schmeckt. Und warum sollte sich das Rezept dann nicht in die Form von ein paar Cupcakes gießen lassen? Nur die Mengen habe ich etwas angepasst.

Zutaten (für 8 Cupcakes):

für den Boden:

165 g Mehl
80 g Zucker
1,5 gestrichene TL Backpulver
15 g Kakao
gut 1/2 TL löslicher Kaffee
1,5 EL Sojamehl oder Speisestärke
1 Prise Salz
85 g Margarine

für die Füllung:
250 g Sojaghurt natur
65 g Margarine (flüssig, aber nicht heiß*)
60 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
0,5 EL Sojamehl oder Speisestärke
2 EL Sojamilch

Die trockenen Zutaten für den Teig vermischen, dann die Margarine unterkneten. Muffinform entweder einfetten oder mit Papierförmchen auslegen. Mit dem Teig vorsichtig den Boden und die Seiten auskleiden. Ein wenig Teig zurückbehalten.
Für die Füllung Puddingpulver, Sojamehl und einen Teil des Zuckers vermischen und mit der Sojamilch anrühren. Dann die restlichen Zutaten unterrühren und die Füllung in die Springform gießen. Den Rest des Teiges als Krümel auf dem Kuchen verteilen. Bei 150°C Ober-/Unterhitze ca. 70 Minuten backen. Einige Stunden auskühlen und fest werden lassen.

*Ich gebe normalerweise die Margarine in einen Topf, stelle die Herdplatte auf die höchste Stufe und ziehe den Topf von der Platte, wenn die Margarine zu blubbern anfängt. Der Rest der Margarine schmilzt dann durch die noch vorhandene Hitze des Topfbodens, und wenn alles geschmolzen ist, ist die Margarine im Topf zwar flüssig, aber nur noch lauwarm.

Wer auch mit einem Rezept am Back-A-Thon teilnehmen möchte, kann dies noch tun - Rezepte können nach einer Verlängerung jetzt noch bis Sonntag, den 20. Mai, um 17 Uhr eingereicht werden.

Dienstag, 15. Mai 2012

Krümelmonster-Muffins






Schon als ich vor ein paar Jahren das erste Mal Bilder von Krümelmonster-Muffins gesehen habe, wollte ich sie unbedingt nachbacken. Birdie von "Food and Fotos" hat mich dann im März wieder mit der Nase drauf gestoßen, und am Sonntag habe ich mich dann endlich mal aufgerafft. Das Rezept ist ein Sammelsurium von Einzelrezepten; um euch jetzt aber nicht auf eine Schnitzeljagd durch mehrere Blogs zu schicken, habe ich sie hier zusammengetragen. Ich habe die Muffins bewusst nicht mit Zuckerguss, sondern mit einer Creme gestaltet (wer genau hinschaut, erkennt sie von der Milchschnitte), und das hat sich geschmacklich echt gelohnt!

Zutaten (für 12 Muffins):

für die Creme (Originalrezept von veganfood): 
100 g Kokosfett
100 g Rapsöl
2 EL Zitronensaft
6 EL Zucker
2 Päckchen Sahnesteif
200 ml Sojamilch
etwas blaue Lebensmittelfarbe

für die Muffins (Originalrezept für Schoko-Bananen-Muffins von Food and Fotos):
2 Bananen
1 Cup Mehl
1/2 Cup Kakaopulver
1,5 TL Backpulver
1/2 Cup Zucker
1/2 Cup gehackte Zartbitterschokolade
1/2 Cup Öl
etwas Sojamilch

Deko:
100 g grobe Kokosraspel (feine weichen bei der Creme zu schnell durch)
etwas blaue Lebensmittelfarbe
120 g Fondant und etwas schwarze Lebensmittelfarbe, alternativ eine Packung Marzipanrohmasse und 24 Zartbitter-Schokotropfen
mindestens 12 runde Kekse
evtl. 12 Zahnstocher


Zubereitung:

Creme:
Kokosfett schmelzen, aber nicht zu heiß werden lassen - am besten nur einen Teil auf dem Herd schmelzen, dann den Topf von der Platte nehmen und das restliche Fett langsam darin schmelzen lassen. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab gründlich verrühren. Mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, am besten über Nacht.

Muffins:
Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Mehl, Kakao und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit dem Zucker und der Zartbitterschokolade vermischen. Banane, Öl und etwas Sojamilch dazugeben. In 12 Muffinförmchen füllen (ich habe ein Muffinblech mit Papierförmchen ausgekleidet) und 15 bis 20 Minuten auf 180°C (Ober-/Unterhitze) backen. Auskühlen lassen.

Deko:
Kokosraspel in einer Müslischüssel mit der Lebensmittelfarbe vermengen und etwas trocknen lassen.
Etwas vom Fondant abnehmen und schwarz einfärben. Aus dem Rest Augen rollen, mit dem schwarzen Fondant die Pupillen aufsetzen. Alternativ: Augen aus Marzipanrohmasse rollen und Schokotropfen als Pupillen hineindrücken.
Creme aus dem Kühlschrank nehmen und noch einmal durchrühren. Die Muffins mit der Creme bestreichen, damit lassen sich Unebenheiten gut ausgleichen. Sollte die Creme zu fest sein, einfach ein wenig bei Zimmertemperatur stehen lassen. "Über Kopf" in die Kokosraspeln tauchen, ggf. wieder etwas in Form bringen. Die Augen aufsetzen, eventuell mit halbierten Zahnstochern fixieren - dann die Gäste vorher informieren! Kekse halbieren. Mit einem scharfen Messer vorsichtig die Muffins einritzen und jeweils einen halben Keks einsetzen.

Montag, 14. Mai 2012

Martha Stewarts Schokoherzen


Dieses Rezept auf "Vegan für Anfänger und Fortgeschrittene" lacht mich schon seit Monaten an. Gestern haben eine Freundin und ich es endlich hinbekommen, es auszuprobieren - eher zufällig, wir haben eigentlich Seife gekocht, während unsere Freunde sich mit Computergrafik beschäftigt haben. Da die Herren aber so vertieft in ihre Sache waren, haben wir nach der Seife noch die Cookies drangehängt.

Die hohen Erwartungen wurden allerdings nicht ganz erfüllt. Als Eiersatz haben wir kein No Egg, sondern gemahlene Leinsamen mit Wasser verwendet. Keine Ahnung, ob das den Unterschied gemacht hat, aber der Teig war dermaßen krümelig, dass ans Ausrollen nicht zu denken war. Erst nach Zugabe einer ganzen Menge Rapsöl konnte man ihn ausrollen und die Herzen ausstechen. Die schmecken dann durchaus lecker, sind allerdings keine Geschmacksexplosion.

Fazit also: Zum Nachbacken durchaus zu empfehlen, aber erwartet keine Wunder!

Zu allem Überfluss gab es dann auch noch eine Invasion von kleinen Krümelmonstern, die sich an den Keksen gütlich getan haben:



Guckt es nicht irgendwie schuldbewusst?

Das Rezept für die Monstermuffins gibt es dann morgen.

Sonntag, 13. Mai 2012

Sonntagssüß #17: Earl-Grey-Tee

Mein eigentliches Sonntagssüß kann ich euch heute leider nicht zeigen, es ist der Prototyp für eine demnächst geplante Überraschung, und man weiß ja nie, wer so alles mitliest. Daher heute "nur" eine verkappte Produktempfehlung: Earl-Grey-Tee von der gepa mit braunem Zucker und eventuell noch etwas Sojamilch. Kennengelernt bei meiner Gastfamilie in England und nie wieder vergessen. Und an der frischen Luft gleich doppelt so gut!

Freitag, 11. Mai 2012

Milchschnitte


Milchschnitte ist einfach unschlagbar. Gut, das klingt jetzt aus meinem Munde nicht weiter verwunderlich, mag ich doch eigentlich alles, wo Zucker und Kakao enthalten sind. Umso mehr habe ich eine vegane Alternative vermisst. In vielen veganen Milchschnitterezepten kommt Soyatoo-Schlagsahne vor, was ich persönlich nicht so gelungen finde. Ich würde auch unvegane Milchschnitte nicht mit Sahne "nachbauen" wollen. Auf veganfood habe ich schon vor längerer Zeit dieses Rezept entdeckt und hatte es die ganze Zeit auf meiner Nachkoch-/-backliste stehen. Heute bin ich dann endlich mal zum Ausprobieren gekommen.

Im Wesentlichen habe ich mich an das Rezept gehalten, allerdings habe ich die Menge für die Füllung halbiert und 3/4 der Biskuitmasse auf einem kleineren Blech gemacht. Die Backzeit habe ich um etwa 5 Minuten verlängert, was den Vorteil hat, dass der Boden am Ende ähnlich trocken ist wie die Teigschichten der echten Milchschnitte - ohne knusprig zu sein.
Da mir die Milchschnitten auf den Fotos zu dick schienen, habe ich den gebackenen Boden noch mal vorsichtig halbiert, nachdem ich die Rechtecke schon ausgeschnitten hatte (geht mit einem Messer mit Wellenschliff eigentlich ganz gut).

Und wie ist das Ganze geschmacklich? Lecker, wenn auch natürlich nicht genauso wie das Original. Die Creme lässt ein wenig an Schaumigkeit vermissen. Eventuell würde es hier helfen, sie vor dem Verarbeiten noch mal aufzuschlagen. Ganz wichtig: Die Schnitten sind nicht hitzetauglich, durch das Kokosfett läuft die Füllung sofort weg! Also eher eine Nascherei für zu Hause, aber eine durchaus wiederholenswerte.


Donnerstag, 10. Mai 2012

Schoko-Bananen-Muffins


Kennt ihr das? Ihr sehr irgendwo ein Rezept und wisst, das müsst ihr unbedingt ausprobieren, sobald es irgendwie möglich ist? So ging es mir mit diesen Schoko-Bananen-Muffins, die ich auf Food and Fotos entdeckt habe. Ich habe mich fast wörtlich an das Rezept gehalten, auch wenn ich zuerst versucht war, doch erst Bananen, Öl und Zucker zu verrühren. Aber es hat, so wie es beschrieben war, ganz wunderbar funktioniert! Nur die Backpulvermenge habe ich auf 1,5 Teelöffel erhöht. Wer es nicht so schokoladig mag, sollte allerdings etwas weniger Kakao verwenden. Ansonsten gilt: unbedingt nachmachen!

Montag, 7. Mai 2012

Space Invaders Cookies


Irgendwann musste der ständige Kontakt mit Nerds ja Spuren hinterlassen... Für diese Cookies habe ich mich des Butterplätzchenrezepts von Miss Z bedient. Herausgekommen sind 10 große Space-Invaders-Cookies (immerhin besteht jeder davon aus 88 Pixeln, die Größe ist also nicht zu unterschätzen) und eine Menge Reste.

Zuerst etwa die Hälfte des Teiges mit grüner Lebensmittelfarbe einfärben. In der Rezepten, die man online findet, wird zum Formen der Teigstränge ein Spielzeug für Knete benutzt, aber vor Kurzem hatte ich für das Ausrollen einen tollen Tipp bekommen: einfach links und rechts eine Höhenbegrenzung hinlegen, dann passt alles. Zwei Plastikbrettchen waren dafür ideal, ich habe den Teig dann auch etwa auf Frühstücksbrettchengröße ausgerollt und in Streifen geschnitten.


Danach die Teigstränge aufeinanderlegen.



Sie lassen sich mit einem Brotmesser mit Wellenschliff hervorragend schneiden, die Schnittkante wird ganz glatt. Knapp 5 mm dick funktioniert gut.



Die Cookies vorsichtig mit Unterstützung eines breiten Messers oder Ähnlichem auf ein Blech legen, damit sie nicht auseinanderfallen.



Nicht zu nah aneinander legen, sie laufen beim Backen ein wenig auseinander! Dann bei 180°C (Ober-/Unterhitze) backen. Dabei darauf achten, sie sofort aus dem Ofen zu nehmen, wenn die Ecken beginnen, braun zu werden - das dauert etwa 10 Minuten, vorsichtshalber schon mal früher nachschauen. Ansonsten geht der ganze schöne Effekt flöten.



Und hier noch einmal mit etwas neuerer Technik:


Sonntag, 6. Mai 2012

Sonntagssüß #16: Schneegestöber


Nein, keine Sorge, der Titel bezieht sich nicht aufs Wetter! Es regnet ein bisschen, aber das ist auch schon alles. Das Schneegestöber ist in diesem Fall unsere sonntägliche Sahnetorte. Am Donnerstag bin ich im tegut völlig unvermittelt über die neue Soyatoo Rice Whip gestolpert und habe sie natürlich direkt mitgenommen, ebenso wie ihre Kokos-Schwester. Aufschlagbare vegane Sahne ohne Sojageschmack habe ich schon sehr lange vermisst, und jetzt kann ich sie endlich bekommen, ohne sie teuer im Internet bestellen zu müssen! Die Welt ist schön.

Ausprobiert habe ich als erstes eine Torte, die es bei uns zu Hause bei vielen Familienfeiern gibt. Sie ist lecker, sie geht schnell - was will man mehr? Der Name kommt übrigens wohl von dem Durcheinander von Sahne und Schokolade.

Fazit: Lecker ist es, wenn auch nicht ganz so toll wie mit echter Sahne. Die ganzen künstlichen Zutaten schmecken schon noch durch. Aber auf jeden Fall eine Alternative, wenn es einem mal nach Sahnetorte gelüstet! Zum Dekorieren der Torte mit der Spritztülle wäre die Sahne allerdings nicht fest genug gewesen, wie man auf diesem Bild sehen kann:



Hier muss ich noch ergründen, was genau das Problem war.

Zutaten (für eine Springform mit 18 cm Durchmesser):

für den Boden:
150 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Messerspitze Vanillezucker
100 g Zucker
90 g gemahlene Haselnüsse
160 ml Sojamilch
75 ml Öl

für die Sahne:
3/4 Packung Soyatoo Rice Whip (oder andere aufschlagbare Pflanzensahne)
1 Päckchen Sahnesteif
optional: bis zu 3 EL Zucker
50 g Zartbitterschokolade, sehr fein gehackt (oder Schokoraspel)
40 g Zartbitterkuvertüre

Für den Boden die Springform fetten und den Ofen auf 180 °C vorheizen. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben, mit den restlichen trockenen Zutaten vermischen und dann Sojamilch und Öl unterrühren. In die Form füllen und ca. 25 Minuten backen - Stäbchenprobe machen! Den Boden auskühlen lassen, ggf. die Haube abschneiden.

Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen, Zartbitterschokolade unterrühren. Auf dem Boden verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, den größten Teil auf der Sahne verteilen und mit einer Gabel untermengen. Die Torte mit der restlichen Kuvertüre verzieren. Eine Weile kalt stellen.


Samstag, 5. Mai 2012

Kochkurs

Im Vorfeld des Kochkurses hatte ich ja echt gezittert: ob ich die richtigen Rezepte ausgesucht habe, ob von der Zeit her alles passt, ob die Leute nett sind... Über was man sich eben so Sorgen machen kann. Und dann wurde es einfach nur gut! Der ganze Abend hat total viel Spaß gemacht.

Der Start war eine kurze Vorstellungsrunde, in der jeder der acht Teilnehmer kurz von sich und seiner Motivation für den Kurs berichten konnte. Dabei kamen schon eine Menge interessanter Gespräche und Fragen auf: Wie ersetzt man eigentlich Käse? Was macht man, wenn man den Geschmack von Soja nicht mag (genau mein Thema!)? Wie kann man so kochen, dass auch omnivore Familienmitglieder mitessen mögen? Es ging weiter mit einer kurzen Einführung in den fairen Handel. Keine Angst, ich habe nicht den kompletten Text von gestern vorgelesen, sondern nur eine sehr verkürzte Fassung dargestellt! Und dann begann der Kochteil.


Grundlage für die Rezeptauswahl war erstens, dass Zutaten aus fairem Handel enthalten sein sollten (logisch). Außerdem wollte ich aber auch einige vegane Spezialprodukte zeigen, wie Hafersahne, Hefeschmelz oder Reismilchschokolade. So kam dieses bunte Sammelsurium zustande. Die Rezepte findet ihr hier:

Curry in a Hurry: (Nicht ganz) Grünes Thaicurry
Pasta mit Zitronensahne
Rührtofu
Lauchcrostini
Happy Vegan Chocolate Chip Cookies
Bananen-Vollkorn-Muffins
Bounty
Schokoladensirup
Kichererbsen-Ingwer-Aufstrich
Schoko-Orangen-Müsli

Da die Rezepte durchweg sehr schnell und einfach sind, stand nach ca. zwei Stunden alles fix und fertig auf dem Tisch. Leider sind die Bilder nicht ganz so gut geworden, sie geben aber hoffentlich einen kleinen Eindruck.

Bananen-Vollkorn-Muffins im Ofen

Bounty in der Vorbereitung

Rührtofu

Kichererbsen-Ingwer-Aufstrich und Muffins

Bounty fertig
Natürlich gab es auch die ein oder andere Panne. So war ich überrascht über einen der Öfen, der die Backzeit für die Bananenmuffins auf das Doppelte erhöht hat. Außerdem habe ich gelernt, dass man auf manche Dinge (wie z. B., dass für die Cookies zuerst Zucker und Öl verrührt werden müssen), noch mal extra hinweisen muss. Alles in allem waren aber wohl doch alle zufrieden; das verraten nicht nur die Bilder vom Essen, sondern auch die Feedbackbögen, auf die ich mal einen neugierigen Blick geworfen habe.




Ich hoffe sehr, dass ich demnächst noch einmal einen ähnlichen (oder auch etwas anderen) Kurs anbieten kann.

Freitag, 4. Mai 2012

Was Veganismus für mich mit fairem Handel zu tun hat

Gestern Abend hat mein erster Koch- und Backkurs stattgefunden... Und er war toll! Veranstalter war der Weltladen Gießen, und dementsprechend ging es nicht nur um Veganismus, sondern auch und vor allem um den fairen Handel, der mir (wie man hier vielleicht dann und wann merkt) sehr am Herzen liegt. Seit zehn Jahren bin ich im fairen Handel engagiert, zunächst als Schülerin im Verkauf, dann seit Beginn meines Studiums in der Bildungsarbeit im Weltladen Gießen. Ich kann mir meinen Veganismus ohne den fairen Handel nicht denken, und diese Meinung habe ich auch gestern Abend in der Einführung in meinen Kurs vertreten. Aber lest selbst. Einen ausführlicheren Bericht zum Kochkurs gibt es dann morgen.

Auf den ersten Blick haben fairer Handel und Veganismus eigentlich wenig miteinander zu tun – während sich ersterer mit dem wirtschaftlichen Auskommen von Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern beschäftigt, setzt sich letzterer für Tierrechte ein.

Allerdings: Der faire Handel ist weit mehr als der höhere Preis, als der er oft gesehen wird. Die Fairtrade-Standards stellen neben der Ökonomie ausdrücklich auch auf die Säulen Ökologie und Soziales ab, und auch in der Konvention der Weltläden haben sie einen großen Stellenwert.
Durch den fairen Handel soll ein Machtgefälle zwischen den Handelspartnern im internationalen Handel beseitigt werden. Nach internationalem Recht anerkannte Arbeitsbedingungen sind Pflicht – das betrifft zum Beispiel Arbeitssicherheit, Löhne und Arbeitszeiten. Diskriminierung, ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind verboten. „Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt“, sagt die Konvention der Weltläden. Und damit ist auch klar, warum ein höherer Preis bezahlt wird als im konventionellen Handel: Er ist ausdrücklich keine Spende, sondern gerechtfertigte Entlohnung für die geleistete Arbeit des Produzenten.
Warum sollte man sich aber solche Gedanken machen und freiwillig mehr Geld ausgeben, als man muss? Alle Produkte, die es im fairen Handel gibt, sind auch aus konventionellem Handel zu beziehen, meist mehr oder weniger deutlich günstiger. Wer allerdings fair gehandelte Produkte kauft, ist der Überzeugung, dass jeder Mensch grundsätzlich das Recht auf ein menschenwürdiges Leben hat und dass man seine Machtstellung (wir befinden uns nun mal auf der Sonnenseite der Welt, das ist einfach nicht zu leugnen), die ja kein eigenes Verdienst ist, nicht ausnutzen sollte.

Die Macht des Konsums ist nicht zu unterschätzen, sie kann zum Guten oder zum Schlechten eingesetzt werden, und gerade wir in den Industrieländern können durch unser Konsumverhalten einiges bewirken. Ob die Verantwortung des Einzelnen nun das Wichtigste ist oder doch eher das, was man als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet, also die soziale Verantwortung von Firmen, oder ganz einfach der Staat mit seiner Gesetzgebung, darüber lässt sich trefflich streiten. Diese Diskussion ist jedoch meiner Meinung nach überflüssig. Es greift immer ein Rädchen ins andere. Ohne einzelne Visionäre, die neue Ideen für sich als Person umsetzen, kann es auch auf der Gesetzgebungsebene keine neuen Impulse geben. Umgekehrt kann ein einzelnes Gesetz, wenn es denn einmal angestoßen ist, sehr viel auf einmal bewirken. Und selbst, wenn man die Existenz von CSR als solcher bezweifelt, kommt man nicht umhin, einzugestehen, dass Unternehmen auf veränderte Nachfragemuster mit einem veränderten Angebot reagieren und so auch als Rädchen im Getriebe wirken können.

Jeder von uns hält also ein großes Stück Macht in den Händen, die Welt zu verändern. „With great power comes great responsibility“ - das gilt für jeden Einzelnen, auch wenn die einen schon allein vom Finanziellen her einen größeren Spielraum als die anderen haben.
Diese Verantwortung wird zum Beispiel vom fairen Handel betont. Wenn ich Macht über meine Mitmenschen habe, gebietet mir die Moral, diese Macht nicht zu meinem persönlichen Vorteil auszunutzen. Veganer übernehmen die Verantwortung vor allem gegenüber Tieren, aus dem Gedanken heraus, dass auch Tiere denkende und fühlende Wesen sind, über die man sich als Mensch nicht einfach erheben kann, indem man sie isst oder auf andere Weise „nutzt“.

Ich finde, diese beiden Denkweisen haben sehr viel gemeinsam. Sie betonen die Verantwortung des Einzelnen gegenüber seinen Mitlebewesen, sie stellen auf Gleichwertigkeit und das Recht auf ein würdiges Leben ab. Meiner Meinung nach kann es keinen Veganismus ohne fair gehandelte Produkte geben – wenn ich die Rechte der Tiere betone, wie kann ich da die Rechte der Menschen vergessen? Und auch der faire Handel könnte durchaus sein Blickfeld erweitern und in Produkten und  Rezeptempfehlungen auch die vegane Idee stärker berücksichtigen. Eine bessere Welt für alle kann schließlich nicht schaden!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Veganer Backwettbewerb bei "Baking the law"


Baking the law lebt seit einiger Zeit vegan und ruft nun zum veganen Back-A-Thon auf. Gefragt sind bis zum 18. Mai Klassiker der Kaffeetafel in Cupcake-Form. Details findet ihr hier. Ich hoffe, dass sich demnächst dahin meine Backmotivation wieder einstellt, sodass ich auch einen Beitrag einreichen kann. Auf jeden Fall wünsche ich euch aber schon mal viel Spaß beim Mitbacken!


Mittwoch, 2. Mai 2012

Flourless Chocolate Chip Cookies


Kennt ihr Chocolate Covered Katie? Von ihrem Blog stammt das Rezept für diese Cookies, das ich besonders interessant fand, weil es ohne Weizenmehl auskommt. Es werden ausschließlich Haferflocken verarbeitet - das schien mir von der gesundheitlichen Seite her sehr positiv. Die Cookies sind dann auch tatsächlich sehr lecker, wenn auch deutlich anders als "normale" mit Weizenmehl. Die Portion im Rezept ist allerdings auch sehr klein, Ausprobieren kann also nicht schaden.

Einziges Manko: Die Cookies werden als "glutenfrei" beschrieben, was sie vielleicht im Sinne des Detox-Gedankens (ich kenne mich da nicht so genau aus) auch tatsächlich sind. Für Zöliakiekranke sind sie jedoch definitiv nicht geeignet, weil auch Hafer in der Regel Gluten enthält. Das wurde mir auch von Laura von "Glutenfrei und Vegetarisch" noch einmal bestätigt.

Das beste an den Cookies ist aber, dass Katie mir netterweise erlaubt hat, das Rezept ins Deutsche zu übersetzen. Hier also exklusiv für euch: Chocolate Chip Cookies (welche Übersetzung wäre da schon adäquat?) ohne Mehl!

Zutaten (für sechs bis acht Cookies):
3/4 Cup Haferflocken (ich hatte zur Hälfte kernige und zur Hälfte Schmelzflocken)
1/4 TL Natron
1/8 TL Salz
2 EL brauner Zucker
je nach Geschmack: 1 EL und 2 TL weißer Zucker (ich hatte die "Höchstmenge" und fand das zu süß)
2 EL gehackte Zartbitterschokolade
1 EL Rapsöl
1 bis mehrere EL Pflanzenmilch

Haferflocken; Natron, Salz und Zucker in der Küchenmaschine "mahlen". Mit den anderen Zutaten mischen, dabei die Milch esslöffelweise zugeben, bis die richtige Teigkonsistenz erreicht ist. Cookies formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180°C 10 Minuten oder länger (im Original sind 5 Minuten angegeben, das hat bei mir aber definitiv nicht gereicht) backen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Link-Fehler zum Downloadrezept behoben!


Entschuldigt den fehlerhaften Link zu dem Rezept für den Schokosirup! Hier ist der richtige (und im Ursprungspost ist er mittlerweile auch korrigiert).