Montag, 30. April 2012

Konfirmation und ein Rezept zum Download

Irgendwie ist mir momentan nicht nach Kochen, Backen und Schreiben. Ich lese viel, und es scheint, als würde das meinen Kopf so beanspruchen, dass wenig Platz für anderes bleibt. Bis sich das ändert, ernähre ich mich von Fertigkram und Schokolade und freue mich daran, dass ich die Küche seltener putzen muss als sonst.

Ein bisschen backen musste ich vorgestern dann aber doch: Zur Konfirmation meines Cousins gestern gab es einen Russischen Zupfkuchen. Und außerdem ein Geschenk, dessen Vorbereitung mir sehr viel Freude gemacht hat: Meine Schwester und ich haben alle Gäste angeschrieben und sie gebeten, für unseren Cousin ein Rezept niederzuschreiben. Er verbringt nämlich viel Zeit in der Küche; unter anderem war er maßgeblich beteiligt an den gebrannten Mandeln, die ich vor über einem Jahr das erste Mal ausprobiert habe.

Die Resonanz war wunderbar, alle haben sich gern beteiligt: Großeltern, Paten, Tanten und Onkel und natürlich wir als Cousinen mit unseren Partnern. Mein Freund hat sich sogar zu einer kompletten Fotoserie zum perfekten Frühstück hinreißen lassen - leider gibt es etwas viel Unveganeres nicht, daher an dieser Stelle keine Fotos. Der Copyshop meines Vertrauens hat die gesammelten Werke dann mit einem von meiner Schwester gestalteteten Deckblatt versehen und zu einem Ringbuch zusammengestellt:


Von unserer Oma gab es ein Rezept für Ofenkuchen. Ofenkuchen sind eine Waldecker Spezialität: Sie bestehen im Wesentlichen aus geriebenen Kartoffeln, die durch ein wenig Hefeteig und ein paar Eier zusammengehalten werden. Der Teig wird dann in einer flachen gusseisernen Pfanne auf einem Holzofen ähnlich wie Crêpes gebacken. Dann bestreicht man die Ofenkuchen mit Zuckerrübensirup oder Butter und trinkt eine Tasse Kaffee dazu. Bisher habe ich das Rezept mangels Ofen zum Ausprobieren noch nicht veganisiert, das kommt aber auf jeden Fall noch.


Von unserer Mutter (das Rezept muss ich unbedingt noch bloggen):


Und von mir:


Die Rezepte-PDF für den Schokoladensirup findet ihr zum kostenlosen Herunterladen hier (jetzt funktioniert der Link auch!). Das Originalrezept stammt aus dem Kleinen Kuriositätenladen. Viel Spaß damit!

Mittwoch, 25. April 2012

Sendepause

Ihr Lieben, wundert euch nicht, dass hier derzeit keine neuen Posts zu finden sind. Mir fehlt zum einen die Zeit zum Backen und Kochen und zum anderen der Cardreader für meine Kamera. Zumindest letzterer kommt aber am Freitag zusammen mit meinem Freund nach einer langen Woche endlich zurück (und ich vermisse den Freund wesentlich mehr als den Cardreader, das könnt ihr mir glauben!), sodass es dann auf jeden Fall etwas Neues gibt. Und bis dahin lasse ich euch zumindest ein paar hübsche Katzenfotos da:




Montag, 23. April 2012

Schoko-Mandel-Cookies



Diese Cookies haben mich schon vor ein paar Wochen auf Vamees Blog "Kerndlfresser - von wegen!" angelacht, aber erst letzten Donnerstag bin ich endlich zum Nachbacken gekommen. Fazit: superschnell und superlecker. Die Änderungen, die ich vorgenommen habe:
  • Mandelstifte statt Haselnüssen (das aber nur aus Haselnussmangel),
  • Hafer- statt Sojamilch (ebenfalls ein Mangel...) und
  • Verlängerung der Backzeit von 20 auf 30 Minuten. Die Cookies sind auch nach 20 Minuten schon durch, aber noch ein bisschen weich. Nach einer halben Stunde sind sie dann richtig schön knusprig, wenn auch untendrunter etwas schwarz.
Viel Spaß beim Nachbacken!


Sonntag, 22. April 2012

Sonntagssüß #15: Deluxe Cocoa Brownies

Es wird wieder sonntagssüß!

Diesmal gibt es bei uns die Deluxe Cocoa Brownies (kein Rezept, sondern nur ein paar Worte dazu) aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar".


Von meinem Freund und mir heiß geliebt.

Freitag, 20. April 2012

Voting zum Oster-Backwettbewerb


Das Voting zum Oster-Backwettbewerb von Sweet Trolley, an dem auch Lauras und meine Ostereitorte teilnimmt, ist online! Über eure Stimme würde ich mich sehr freuen, vor allem angesichts der starken Konkurrenz - ist sind einfach wahnsinnig viele tolle Sachen eingereicht worden, ich habe sehr gestaunt. Allein das Anschauen lohnt sich!

Donnerstag, 19. April 2012

Tomatensoße à la Mama


Normalerweise kochen wir unsere Tomatensoße aus frischen Tomaten, aber die Mutter meines Freundes hat ebenfalls ein seeehr leckeres Rezept. Original italienisch ist es durch das Andicken mit Mehl ganz sicher nicht, aber das macht ja eigentlich auch nichts. Hauptsache lecker!

Zutaten (für 2 Personen):
eine halbe Zwiebel
25 g Margarine
1 gehäufter EL Mehl 
etwa 350 ml Wasser
1/4 bis 1/2 Tube Tomatenmark
1 Schuss Ketchup 
1 gehäufter TL Zucker
Majoran, Oregano, Salz, Pfeffer, Paprika süß und scharf, Lorbeerblatt, Gemüsebrühe, Knoblauchpulver, Kräuter der Provence

Zwiebel fein würfeln. In einem kleinen Topf die Margarine erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Zwiebel in Würfel und rein damit. Das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren - der Klumpen, der sich bildet, ist normal! Mit Wasser ablöschen; 250 ml reichen für den Anfang. Gut rühren, dann sollte bereits jetzt die Soßenkonsistenz zu beobachten sein. Wenn die Soße zu dickflüssig ist, einfach noch etwas Wasser hinzugeben.
Dann das Tomatenmark dazugeben, rühren und aufkochen. Mit Zucker und den Gewürzen abschmecken.
 
Dazu hatten wir 250 g Spirelli.

Sonntag, 15. April 2012

Sonntagssüß #14: Bananen-Vollkorn-Muffins


Unspektakulär sieht mein heutiges Sonntagssüß aus. Meine Tage sind derzeit so vollgepackt, dass Freizeit mehr oder weniger ausfällt. Gleich muss ich auch schon wieder los zur Uni und habe gestern nur schnell diese Muffins zusammengerührt, um mir den Tag wenigstens etwas zu versüßen. Das Rezept findet ihr hier. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

Freitag, 13. April 2012

Update: Lauchcrostini


Hefeschmelz auf Pizza kann ich irgendwie immer noch nicht viel abgewinnen, und auf Aufläufen verteile ich auch immer nur Paniermehl. Unschlagbar ist der Schmelz aber in diesen Lauchcrostini. So oft, wie es die bei uns gibt, ist es eigentlich unvorstellbar, dass ich erst jetzt dazu komme, ein schöneres Foto dazu einzustellen. Dafür will ich aber die Gelegenheit nutzen, für die Crostini Werbung zu machen: total lecker, auch kalt! Und es gab sie auch bei unserem veganen Brunch letztes Jahr.

Donnerstag, 12. April 2012

Selbstgemachtes Schoko-Orangen-Müsli

 
Greenderella ist ein toller veganer Blog, den ich erst kürzlich neu für mich entdeckt habe. Er wird auf englisch geführt, was ihn für mich noch sympathischer macht. Hier allerdings die deutsche Version von Greederellas Schoko-Orangen-Müsli. Ich habe erst einmal nur die Hälfte gemacht, und das war auch gut so, denn das Ganze ist zwar wahnsinnig lecker, aber auch seeehr sättigend!


Zutaten:
2 Cups kernige Haferflocken
2 Cups Schmelzflocken
2 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
abgeriebene Schalen von 2 Bio-Orangen
1/3 Cup frisch gepresster Orangensaft
1/3 Cup Rapsöl
4 EL Agavendicksaft
85 g gehackte Zartbitterschokolade (wenn vorhanden, mit Orangengeschmack)

Die trockenen Zutaten (bis auf die Schokolade) mischen, dann die Orangenschalen, Saft, Öl und Agavendicksaft gründlich unterrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze, nicht vorgeheizt) 20 Minuten backen. Dabei nach der Hälfte der Zeit das Müsli auf dem Backblech "verrühren" und das Backblech umdrehen - Letzteres natürlich nur, falls euer Ofen auch so ungleichmäßig heiß wird wie meiner. Nach dem Ende der Backzeit den Ofen noch 5 bis 8 Minuten geschlossen lassen, je nachdem, wie braun und knusprig ihr euer Müsli mögt. Holt es dann aber auf jeden Fall heraus (sonst wird es schwarz, wie meins teilweise...)! Nachdem das Müsli abgekühlt ist, noch die Schokolade untermischen.

Beim nächsten Mal würde ich wohl noch etwas zusätzlichen Zucker zugeben und evtl. auch etwas Reismilch- statt nur Zartbitterschokolade verwenden, mir was das Ganze nämlich etwas zu herb. Aber die Geschmackskombi ist einfach unschlagbar!

Mittwoch, 11. April 2012

Waffeln


Am Karsamstag waren mein Patenkind und seine kleine Schwester bei uns zu Besuch - klar, dass sie irgendwann hungrig sein würden. Schon vorher hatte ich dieses Waffelrezept von Totally Veg! herausgesucht, war aber zuerst wegen der großen Menge an Leinsamen etwas skeptisch, ob man die nicht herausschmecken würde. Aaaaber: Nein, tut man nicht! Und auch wenn den beiden Mädels der Teig wegen der vielen braunen Stückchen (ich mörsere Leinsamen nur, weil ich keine passende Mühle habe) anfangs etwas suspekt war, haben sie sich doch dann begeistert auf die Waffeln gestürzt. Uneingeschränkte Nachmachempfehlung also. Was kindertauglich ist, kann nur gut sein!

Dienstag, 10. April 2012

Pasta tofunese


So oft habe ich dieses wunderbare Rezept schon erwähnt, bisher aber immer nur zum Originalpost von Gourmandises végétariennes verlinkt. Da die Hüttenhilfe derzeit zum Fremdkochen "Pasta... e basta!" aufgerufen hat, hier aber endlich unsere ganz leicht abgewandelte Version des Rezepts. Wir finden, dass mehr gestückelte Tomaten die Konsistenz noch besser machen, und haben bei unserer Abneigung gegen Wein den Weißwein durch Gemüsebrühe ersetzt.

Zutaten (für 3 Portionen):
1 kleine Zwiebel
2 Karotten
Olivenöl
Kräuter der Provence
1 gehäufter EL Zucker
200 g Tofu rosso, zerbröselt
100 ml Gemüsebrühe
3 EL Tomatenmark
125 ml Tomatenpassata
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
Pfeffer, Salz
300 g Nudeln

Zwiebeln hacken, Möhren würfeln. Im Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Zucker und Kräuter zugeben und etwas karamellisieren lassen. Tofu etwa 5 Minuten mitbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen, Tomatenmark, Passata und gehackte Tomaten unterrühren. Ca. eine halbe Stunde köcheln lassen, währenddessen die Nudeln kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Das Blogevent läuft übrigens noch bis zum 30. April - wenn ihr also auch mal eins eurer liebsten Pastarezepte von einem fremdem Blog nachkochen und damit in einem PDF-Kochbuch erscheinen wollt, könnt ihr jetzt die Gelegenheit nutzen!

Fremdkochen Pasta ...e Basta

Sonntag, 8. April 2012

Ostereitorte


Vor ein paar Tagen rief Katie von sweet trolley zu einem Backwettbewerb "Österliche Backwaren" auf (der übrigens noch bis zum 10. April läuft, wer sich also ein bisschen beeilt, kann noch mitmachen!). Da die Preise einfach fantastisch sind, lag da nichts näher, als Laura von Wurzelleben mit ins Boot zu holen. Ihre besondere Qualifikation (die sie ja schon bei der Farmville-Torte perfekt genutzt hat) sind Mini-Figürchen aus Fimo.

Während also Laura fleißig Fondant gefärbt, gerollt und geformt hat, habe ich die Torte hergestellt. Das Rezept ist dasselbe wie hier, ich habe lediglich die Teigmenge für eine 28er-Springform ver2,42facht (Genauigkeit muss schon sein!) und die Buttercrememenge verdoppelt, um das komplette Ei, das wir anschließend ausgeschnitten haben, zweimal füllen zu können. Etwas mehr Aprikosenmarmelade hat es gebraucht, aber die Ganache hat mit 150 g Zartbitterschokolade prima ausgereicht.

Leider sind die Farben auf den Bildern nicht ganz so schön geworden wie erhofft. Trotzdem zeige ich euch einfach mal ein paar Nahaufnahmen:




Und noch der Anschnitt (wir mussten ja hinterher schwesterlich teilen):


Macht diese Torte nicht ein herrliches Sonntagssüß? Ich wünsche euch allen frohe Ostern und erholsame Feiertage!


Samstag, 7. April 2012

Apfelchips, getrocknete Zwetschen und Gemüsekiste #11

 
Letzte Woche enthielt unsere virtuelle Gemüsekiste Schnittlauch, Rucola, Möhren, Pastinaken, Radieschen, Topinambur, Wirsing und Steinchampignons. Die tolle Wirsinglasagne, die ich so gern gemacht hätte, wollte mein Freund leider nicht. Wird aber auf jeden Fall noch bei meiner Mutter nachgeholt! Ansonsten haben wir diese Woche auch leider nicht sehr viel gekocht, ich komme einfach zu spät nach Hause... Nur gestern war Besuch da, und es gab noch einmal den Rotkohl-Nudel-Auflauf mit Mandeln und Sultaninen von letzter Woche.



Zumindest etwas Regionales habe ich allerdings verarbeitet: Äpfel und Zwetschen aus dem eigenen Garten. Als Kind fand ich bei Verwandten immer die Apfelchips total super, die es dort gab. Leider haben wir sie selbst in unserem Holzofen in der Küche nie so gut hinbekommen - entweder waren sie noch nicht trocken genug oder direkt schwarz. Vor zwei oder drei Jahren habe ich mir dann endlich ein günstiges Dörrgerät gegönnt, und es ist so toll! Neben den Äpfeln, von denen noch einige im Keller stehen, gab es dann auch noch getrocknete Zwetschen, einfach aufgetaut und dann laaaange Zeit ins Dörrgerät gelegt. Unbedingt ausprobieren, falls ihr auch ab und zu so eine Zwetschenschwemme habt wie wir! Sie sind viel leckerer, als sie aussehen (und das Foto ist auch nicht gut).



In der nächsten Woche ist die Gemüsekiste übrigens eher unspannend:



Hat jemand von euch eine gute Idee? Ansonsten kochen wir einfach, was uns gerade zusagt... Heute gibt es jedenfalls selbstbelegte Pizza, mein Patenkind und ihre Schwester kommen nachher zu Besuch.

Ich wünsche euch ein frohes Osterfest - erholt euch schön am Wochenende!

Freitag, 6. April 2012

Bärlauch-Dünnede


Meine erste Begegnung mit Bärlauch. Gar nicht schlecht, das Zeug! Das Originalrezept für diese Dünnede stammt von Gourmandises végétariennes, die vegane Version aus dem Bym-Suppentopf. Räuchertofu mag ich leider nicht, daher habe ich es weggelassen, aber wer gern Räuchertofu isst, findet dort Verwendungshinweise.

Zutaten (für 1 Person):
80 g Mehl + Mehl zum Kneten
1/2 Päckchen Trockenhefe
etwas Salz
ein Schuss Olivenöl
lauwarmes Wasser

125 ml Hafersahne
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika edelsüß
1/2 Packung Bärlauch
2 kleine Pellkartoffeln, gepellt
1 kleine Zwiebel (eine rote sieht hübscher aus als meine normale)

Mehl mit der Trockenhefe und dem Salz mischen, Olivenöl zugeben und mit lauwarmem Wasser verrühren. Den Teig mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Dann mit etwas Mehl verkneten und auf einem Backpapier zu einem Kreis von ca. 22 cm Durchmesser ausrollen.
Ofen auf. 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Hafersahne mit den Gewürzen abschmecken und mit dem gewaschenen und etwas kleingeschnittenen Bärlauch mischen. Auf dem Teigfladen verteilen. Pellkartoffeln in Scheiben und die Zwiebel in Ringe schneiden, zuerst die Pellkartoffelscheiben und dann die Zwiebelringe auf die Dünnede legen.
Ca. 20 Minuten backen, bis der Teig an den Rändern goldbraun wird.

Donnerstag, 5. April 2012

Kokos-Zwiebel-Dhal


Dhals und Eintöpfe haben ein gemeinsames Problem: Unabhängig davon, wie toll sie schmecken mögen, machen sie sich auf Bildern meist nicht besonders gut. Schade eigentlich. Aber dieses Dhal schlägt sich wirklich wacker, oder?


Es stammt aus dem "Indien Basics"-Kochbuch von GU, dessen Fan ich schon lange bin. Leider mag mein Freund kein indisches Essen, aber so konnte ich dem letzten Wochenende, das ich allein verbringen musste, dann doch noch etwas Positives abgewinnen.

Das Rezept findet ihr hier, ich stelle es aber auch noch mal ein:

Zutaten (für 3 Personen; im Buch sind 4 angegeben, aber das reicht niemals!):
1 große Tomate
2 grüne Chilischoten (ich hatte nur eine halbe rote)
150 g rote Linsen
150 ml Kokosmilch
2 Msp. Kurkumapulver
1/4 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 große Zwiebel
2-3 EL Rapsöl
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL braune Senfkörner
12 Curryblätter
Salz
1-2 EL Zitronensaft

Tomate fein würfeln, die Kerne der Chilis entfernen und fein hacken. Die Linsen waschen. Alles zusammen mit 300 ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Die Hitze reduzieren, Kokosmilch und die gemahlenen Gewürze unterrühren und auf kleiner Flamme zugedeckt ca. 20 Minuten kochen lassen. Dabei öfter prüfen, dass nichts anbrennt, und ggf. noch etwas Wasser zugeben. Die Masse soll aber nicht suppig, sondern breiartig sein!
Die Zwiebel in feine Streifen schneiden. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die restlichen Gewürze hineingeben. Wenn die Senfsaat anfängt zu springen, die Zwiebelstreifen dazugeben und auf mittlerer Hitze braten, bis die Zwiebel weich ist. Im Original wird sie braun und knusprig gebraten; ich mag das nicht, aber wer es so lieber hat, nur zu!
Wenn sowohl die Linsen als auch die Zwiebeln fertig sind, beides verrühren und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Dann mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Mittwoch, 4. April 2012

Fazit: Wie teuer ist vegan?

Ende Januar hatte Cara auf think.care.act zum Selbstversuch aufgerufen: Ist eine vegane Ernährung tatsächlich teurer als eine omnivore? Ich habe versucht, mich daran in Form eines zweiten Blogs zu beteiligen, jedoch aus Zeitmangel mit mäßigem Erfolg - am Ende habe ich nur noch mit der Hand mitgeschrieben. Daher veröffentliche ich meine Endauswertung jetzt einfach hier. Wer möchte, kann meine Versuche (und erschreckenden Essgewohnheiten) hier anschauen.

Leider habe ich es nicht geschafft, mein Essverhalten an 30 aufeinanderfolgenden Tagen zu erheben, aber 30 Tage insgesamt sind doch dabei herausgekommen.

Die Auswertung zeigt Folgendes:
  • Ich wende pro Tag etwa 4,50 Euro für meine Ernährung auf. Nicht eingerechnet sind dabei Restaurantbesuche "zum Spaß", enthalten sind jedoch die Kosten für die Mensa oder das Brötchen unterwegs, also alles, was sein "muss".
  • Wenn ich dabei unser Haushaltsbuch betrachte, liegt das ungefähr in Höhe dessen, was auch mein omnivorer Freund ausgibt (jetzt mal angenommen, dass er für die andere Hälfte der Lebensmittelausgaben verantwortlich sein muss, was in einem Paarhaushalt sehr wahrscheinlich ist).
  • Günstig wird meine Ernährung dadurch, dass ich viel selbst backe und koche. 
  • Teuer wird es durch Süßigkeiten (Schokolade kaufe ich fast nur fair), Fleischersatzprodukte und "besonderes" Obst oder Gemüse.

Für mich persönlich nehme ich mit:
  • Zu viel: Süßes, Fettiges - vor allem in stressigen Phasen wie der Prüfungszeit.
  • Zu wenig: Vollkorn, Obst, Gemüse, Bioprodukte.
  • Es besteht noch Sparpotenzial. Das möchte ich allerdings nicht ausnutzen. Wir können nicht auf großem Fuß leben, aber beim Essen sparen müssen und wollen wir dann doch nicht.
  • Eventuell würde es meine Ernährung gesünder machen, die Ausgaben zu steigern, und zwar die für Fleischersatzprodukte. Ich finde diese oft zu teuer und verkneife sie mir dann, was allerdings dazu führt, dass ich Appetit auf Salziges/Deftiges entwickele und dann mehr oder ungesünder esse, als mir lieb ist.

Falls der/die ein oder andere sich übrigens gefragt hat, ob ich bei der ganzen Süßigkeitenesserei nicht schreckliches Übergewicht haben muss: Nein. Betrachtet man die Kalorien, muss es ungefähr gepasst haben. Ich habe zwar in diesen Monaten etwa 1,5 Kilo abgenommen, allerdings entspricht das meiner normalen Frühjahrsabnahme und ist nicht weiter besonders, hatte also jetzt nichts mit Hungern zu tun. Insgesamt bin ich kein Hungerhaken, aber auch nicht zu dick, würde ich sagen:

Am Montag in der Klimakammer beim Einsetzen von Maiskeimlingen in Wasserkultur

Ich freue mich, bald bei Cara mehr Ergebnisse zu lesen!

Dienstag, 3. April 2012

Banana Everything Cookies


Letzten Montag war mal wieder ein Treffen aller Aktiven unseres Weltladens, und alle waren angehalten, eine Kleinigkeit mitzubringen. Aber gerne doch! Von mir gab es diese Cookies aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar". Dabei aus fairem Handel: Bananen und Zartbitterschokolade. Eine gute Kombination mit Walnüssen vom Nachbarn (die mussten sowieso endlich weg) und Schmelzflocken.

Montag, 2. April 2012

(B)A(c)ktivismus und Russischer Zupfkuchen


Heute hat der Vater meines Freundes Geburtstag, und mangels besserer Geschenkideen (wie das bei Vätern ja leider öfter so ist) haben wir einen Russischen Zupfkuchen mitgebracht. Dieser ist sozusagen mein Standardrezept, wenn es darum geht, andere vom Veganismus zu überzeugen bzw. zumindest Vorurteile abzubauen (unbedingt ausprobieren, der Kuchen ist fantastisch! Nur so am Rande.).

Natürlich sieht man die Früchte hier nicht sofort, aber irgendwann kommen sie doch. Vor ein paar Wochen erzählte mir meine Mutter bei einem Telefonat, dass sie und mein Stiefvater demnächst sechs Wochen vegan leben wollen. Die Beweggründe sind andere als meine: Er hat ein Buch von einem Heilpraktiker gelesen, der diese sechs Wochen als "Reinigung" für den Körper empfiehlt. Allerdings denke ich schon, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, dass die beiden sich überhaupt vorstellen können, vegan zu leben und dabei nicht zu verhungern.

Für mich ist das "meine" Form des veganen Aktivismus. Ich bewundere die AktivistInnen von PETA mit ihren aufsehenerregenden Aktionen und alle, die sich auf Demos oder mit Infoständen für die vegane Sache einsetzen - ohne das geht es einfach nicht, manchmal muss man auch laut werden. Trotzdem bin ich selbst eher introvertiert und ehrlich gesagt immer froh, wenn an irgendeiner Stelle Infostände geplant werden und der Kelch an mir vorübergeht (ich bin nicht in der Tierrechtsarbeit engagiert, aber im fairen Handel, und da kommt das Thema durchaus auch öfter auf den Tisch).

Für "Deutschland is(s)t vegan" habe ich daher einige Vorschläge zusammengetragen, wie man den Veganismus ohne direkte Öffentlichkeitsarbeit dennoch an den Mann/die Frau bringen kann. Denn ein lebensfroher und positiver Mensch ist doch am mitreißendsten, oder?

Um mich selbst ein bisschen über diesen Blog und meinen Freundeskreis hinaus zu engagieren, werde ich in Zukunft öfter für "Deutschland is(s)t vegan" bloggen. Die Ideen für die nächsten zwei Beiträge hab ich, sie müssen "nur" noch geschrieben werden. Und am 2. Mai findet mein erster veganer Kochkurs statt. Ich freu mich schon!

Sonntag, 1. April 2012

Sonntagssüß #12: Kucheneier


Ostern naht. Als Kind fand ich diese Zeit immer total klasse. Kein Wunder, meine Schwester und ich durften oft schon ein oder zwei Wochen vorher kleine Nester aus Moos bauen, und der Osterhase brachte uns dann schon verfrüht ein paar Kleinigkeiten. Und beim Spazierengehen waren auch immer wieder ein paar Schokoladeneier zu finden!

Allerdings fand ich nicht nur Ostern schon als kleines Mädchen toll, sondern auch Kuchen. Seht selbst:

Mit etwa 15 Monaten auf Omas Schoß.


Irgendwann nach meinem zweiten Geburtstag.

 

Als Sechsjährige mit der selbst verzierten "Hochzeitstorte" für meine Tante und meinen Onkel.


Geschrieben ein paar Tage vor meinem neunten Geburtstag.

Kuchen sind also mein Leben, sozusagen schon immer. Ich habe es geliebt, Backbücher durchzublättern, besonders das hier:


Dementsprechend zerlesen ist es auch mittlerweile:


Aber mal ganz ehrlich, die Bilder sind auch einfach toll.



Von der hier habe ich immer besonders geträumt:


Hach ja. Ich würde gern noch einmal Kind sein. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich das Kucheneierbild beim Dinnerspinner-Fotochallenge eingestellt habe.

Ich wünsche euch noch einen zuckersüßen Sonntag!