Donnerstag, 6. September 2012

Vegan, plastik- und palmölfrei?

Hallo ihr Lieben,

ich hatte ja schon vor längerer Zeit Veränderungen hier auf twoodledrum angekündigt. Einige davon sind schleichend vor sich gegangen (z. B. habe ich einige Rezepte wie das Kartoffelgratin von Margarine auf Rapsöl umgestellt und z. B. beim Russischen Zupfkuchen ausprobiert, ob eine Sonderzutat wie das Sojamehl wirklich nötig ist), andere habt ihr eher bemerkt, allem voran die reduzierte Zahl der Blogposts. Wer weniger Besonderes kocht, hat halt auch weniger zu posten.

Für die, die nicht mitbekommen haben, worum es ging: Ich hatte mich gefragt, ob das Foodbloggen nicht meinen ökologischen Fußabdruck vergrößert, weil ich auf der Jagd nach Klicks und Anerkennung immer mehr Zeug ausprobiere, was ich von mir aus vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Das würde ja eigentlich vom Sinn her dem widersprechen, was ich eigentlich erreichen möchte. Einige hatten dann argumentiert, dass Backen und Kochen ein Hobby sei und man für seine Hobbys eben Ressourcen aufwende. Dem stimme ich eigentlich zu, aber trotzdem fühlte ich mich irgendwie nicht mehr so recht wohl.

Hinzu kam dann noch verschiedene Lektüre. Dass Palmöl ein Problem darstellt, wusste ich ja eigentlich schon lange, aber manchmal braucht es halt einen besonderen Anlass, um solches Wissen auch in Vorsätze und Taten umzusetzen. In diesem Fall waren das zwei Palmölvermeidungsartikel von Cara zu Lebensmitteln und Kosmetik. Ich kann nicht genau sagen, was daran mir eigentlich die Augen geöffnet hat; aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass meine Palmölmargarine (und andere gibt es leider nicht, soweit ich weiß, zumindest nicht ohne künstliche gehärtete Fette) auf ihre Weise kein Stück besser als Butter ist. Butter beutet Tiere aus, Palmöl führt dazu, dass andere Menschen menschenunwürdig behandelt werden, von den Umweltfolgen der Regenwaldabholzung jetzt mal ganz abgesehen.

Ein weiteres Problem neben Palmöl: Plastik. Auch hier brauchte ich einen "Augenöffner", in diesem Fall "Plastic-Free" von Beth Terry. Ein Buch, das rundum vollgestopft ist mit Informationen. Oft genug schwirrte mir beim Lesen der Kopf. Aber: Sie hat Recht. Plastik beeinträchtigt die Umwelt (z. B. dadurch, dass durch fehlende Abbaubarkeit Plastikstücke im Ozean landen, dann von Meerestieren für Futter gehalten werden und die Tiere mit plastikvollen Mägen elendig verhungern) und unsere Gesundheit (u. a. durch Bisphenol A, kurz BPA, das hormonähnlich auf den Fettstoffwechsel wirken und die Wirkung der Sexualhormone stören kann).

Und dann die vielen Tage in der letzten Zeit, die ich bei meiner Mutter und ihrem Mann verbracht habe und die mich über meine gesamte Lebensweise haben nachdenken lassen.

Kurzum, es sind eine Menge Dinge, die mir momentan durch den Kopf geistern. Zu viel für einen Post und vor allem zu viel für ein Kochblog. Daher habe ich als den Versuch eines Tagebuchs einen Zweitblog eingerichtet: a moment isn't very long. Vielleicht habt ihr ja Lust, mich auf meinem Weg weg von Plastik und Palmöl zu begleiten und zu unterstützen. Ich würde mich jedenfalls freuen, euch "drüben" begrüßen zu dürfen.

Kommentare:

  1. Ich find es super, dass du dir so viele Gedanken machst und ich bin auch ein bisschen von dir inspiriert :)! Werde deinem neuen Blog auch auf jeden Fall folgen und ein bisschen mehr über meine Lebensweise nachdenken! Danke, dass du ökologisches und veganes Denken (trotzdem) immer noch sympathisch und angenehm rüber bringst :).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke! Das freut mich sehr, wenn es bei dir so ankommt :)

      Löschen