Dienstag, 31. Juli 2012

Gastpost: Vegane Antipasti


Laura von "Aber bitte mit ohne..." und ich kennen uns aus dem Studium - bei einem Exotenfach wie unserem keine große Kunst.  Umso mehr freue ich mich, sie heute für einen Gastpost hier begrüßen zu dürfen! Gemein ist allerdings, dass ich nichts von den Antipasti abbekommen habe. Liebe Laura, da ich jetzt weiß, wo du wohnst, ist es durchaus möglich, dass ich mich einmal selbst zu dir einlade!

Vor einiger Zeit hat Carola mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, einen Gastpost für Twoodledrum zu schreiben. Natürlich hatte ich das und habe mich sehr gefreut, denn Carolas Blog ist DER BLOG, über den ich selbst ans Bloggen gekommen bin. Wir kennen uns aus der Uni und wie das so ist, irgendwann kennt man sich auch über Facebook. Über Facebook bin ich auf Carolas Blog gestoßen und fand es ganz wunderbar, dass da jemand genau so viel Spaß am Kochen und Backen hat wie ich. Ich bin mittlerweile seit neun Jahren Vegetarierin mit einer Vorliebe für vegane Gerichte und habe mir bei Twoodledrum sehr gerne Ideen und Anregungen geholt. Es ist mir also tatsächlich eine Ehre, für Twoodledrum einen Gastpost zu schreiben.

Gerade deswegen habe ich lange, wirklich sehr lange, überlegt, was sich dafür am besten eignet. Mein Blog "Aber bitte mit ohne..." ist nicht nur vegetarisch, sondern zusätzlich glutenfrei – ich wollte also gerne für Twoodledrum Gerichte zubereiten, die überwiegend von Natur aus glutenfrei und vegan sind. Und weil ich auf diesem Blog zu Gast bin, habe ich schließlich einfach gekocht, was es bei uns gibt, wenn wir Gäste haben. Ich liebe es, Menschen zum Essen einzuladen und bekoche diese Menschen dann mit besonderer Freude vegan. Vor allem die fleischessenden. Weil ich weiß, dass gerade die vorher noch schnell ein Stück Brot gegessen haben (bei Vegetariern und Veganern gibt’s ja nichts Ordentliches) und sie sich dann ärgern, dass nicht mehr so viel in den Bauch passt. Denn unsere veganen Antipasti lassen keine Wünsche offen und ich freue mich immer wieder, wenn das Gekochte nicht „offensichtlich“ vegan oder glutenfrei ist und keiner was vermisst.

Für diesen Beitrag habe ich zubereitet:

Bohnensalat, Röstgemüsedip, eingelegte Oliven,

 

mariniertes Gemüse



und Linsenbratlinge.



Vielleicht habt ihr jetzt auch Lust bekommen, die nächsten Gäste mit einem veganen Antipasti-Buffet zu beglücken. Die Menge reicht auf jeden Fall für 4 bis 6 Personen. Reste schmecken auch am nächsten Tag noch toll. Hier sind die Rezepte:

Bohnensalat

Zutaten:
400 g weiße Bohnen aus der Dose
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
6 getrocknete Tomaten in Öl
6 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
100 ml Gemüsebrühe
3 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Bohnen abschütten, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Thymian abzupfen und grob hacken. Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken, in 1 EL Olivenöl anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe und Weißweinessig ablöschen. Thymian und Lorbeerblatt zugeben und ein paar Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit auch die getrockneten Tomaten klein würfeln und zur Marinade geben. Die Bohnen mit der Marinade mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt entfernen und die restlichen 3 EL Olivenöl unterrühren - abschmecken.


Röstgemüsedip

Dieser Dip ist mein Lieblings-Sommer-Dip, denn er schmeckt einfach ganz fabelhaft frisch und sommerlich. Das Gemüse kann man nach Belieben zusammenstellen (mehr Paprika, oder auch mit Zucchini und Aubergine), auch die Menge ist hier nicht so entscheiden. Essig und Olivenölverbrauch dann einfach etwas anpassen. Ich habe genommen:

Zutaten:
2 Fenchelknollen
3 Stangen Staudensellerie
1 rote Paprika
1 Karotte
3 Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Kräuter der Provence
Salz, Peffer
4 EL Balsamico Bianco
50 g Pinienkerne (gut auch mit Walnüssen!)

Das Gemüse waschen oder schälen und in Stücke schneiden. Den Knoblauch fein schneiden, die Zwiebel achteln. Alles zusammen mit 4 EL Olivenöl, Salz und Kräutern der Provence in eine Auflaufform geben und bei 200 Grad im Ofen gut 50 Minuten backen. Nach etwa der Hälfte der Garzeit das Gemüse mit dem Weißweinessig ablöschen und gut durchrühren. 10 Minuten vor Ende der Garzeit die Pinienkerne über das Gemüse streuen und zu Ende backen, bis die Pinienkerne schön geröstet sind. Das Gemüse leicht abkühlen lassen und mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, je nach Säurelust auch noch ein wenig Essig hinzufügen.


Marinierte Oliven

Ich habe ja lange Zeit extrem überteuerte Oliven auf dem Markt gekauft und meistens hat mir dann doch immer irgendetwas nicht gepasst. Zu lasch gewürzt oder viel zu viel gewürzt und vor allem oft zu scharf oder zu knoblauchlastig. Deswegen gibt es Oliven bei uns jetzt immer selbst mariniert – schmeckt tausendmal besser.

Zutaten:
1 Glas Oliven (wir haben oft Reste von grünen und schwarzen Oliven im Kühlschrank und mischen die – sieht schöner aus)
1/2 Bund Petersilie
6 getrocknete Tomaten
2 EL Zitronensaft
2-3 EL Olivenöl
ein bisschen (wirklich nur ein bisschen) Salz
Pfeffer

Die Oliven gut abtropfen lassen. Die Tomaten fein würfeln, die Petersilie waschen und hacken, 2 EL Zitronensaft aus einer Zitrone pressen. Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen, das Olivenöl unterschlagen. Die Oliven mit Petersilie, getrockneten Tomaten und der Marinade in ein Schraubglas geben und gut durchschütteln. Einige Stunden im Kühlschrank marinieren lassen und zwischendurch immer mal wieder durchschütteln. Das Rezept lässt sich wunderbar abwandeln: Mit etwas fein gehackter Chilischote kommt Schärfe rein, Knoblauchfans können frischen Knoblauch zufügen und mit etwas Zitronenschale kommt das Zitronenaroma noch besser hervor.


Mariniertes Gemüse

Zutaten:
1 Aubergine
1 Fenchelknolle
2 Zucchini
3 EL Zitronensaft
3 EL Olivenöl + Olivenöl zum Braten
80 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie

Aubergine und Zucchini in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Fenchel in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden. Eine Grillpfanne heiß werden lassen. Das Gemüse mit ganz wenig Olivenöl (am besten die Scheiben leicht einpinseln) in der Grillpfanne grillen. Auf Küchenpapier legen, um eventuell überschüssiges Öl aufzusaugen. Für die Marinade 3 EL Zitronensaft mit etwa 80 ml Gemüsebrühe und 3 EL Olivenöl verrühren. Salzen und pfeffern, ½ Bund gehackte Petersilie unterrühren. Das Gemüse in eine Auflaufform schichten und mit der Marinade begießen, durchmischen. Für einige Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank marinieren lassen und ab und zu mal durchrühren, damit alle Stücke gleichberechtigt Marinade abbekommen.


Linsenbratlinge

Zutaten:
200 g rote Linsen
1/2 Zwiebel
2 EL Rosinen
1 gehäuften TL gemahlenen Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl + Olivenöl zum Braten
400 ml Wasser

Paniermehl (in meinem Fall glutenfrei, aber natürlich geht normales auch, bzw. sogar noch besser)
Die Zwiebel fein würfeln und in einem Topf mit 2 EL Olivenöl anschwitzen. Die Linsen und Rosinen zugeben, kurz mit rösten. Nicht über die Rosinen wundern: Man schmeckt sie am Ende kaum raus, sie sorgen aber dafür, dass die Masse nicht zu pappig nach Linsen und Kreuzkümmel schmeckt. Mit 400 ml Wasser ablöschen und bei niedriger Temperatur köcheln lassen, bis die Linsen das Wasser komplett aufgesogen haben. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abschmecken und mit einem Pürierstab pürieren. Abkühlen lassen, die Masse dickt dann noch ein wenig nach. Je nach Konsistenz anschließend die Linsenmasse mit Paniermehl soweit andicken, dass sich daraus gut kleine Bratlinge formen lassen. Die Bratlinge in einer beschichteten Pfanne in wenig Olivenöl von beiden Seiten anbraten.

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