Montag, 28. Mai 2012

21st-Century Carob Chip Cookies

 
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich mir dieses Rezept aus "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar" sparen würde, weil ich in den vergangenen zwei Jahren noch nie irgendwo Carob-Schokolade entdecken konnte. Gestern wurde ich dann allerdings in einem Reformhaus fündig: mit der soyabella-Carob-Schokolade von molenaartje. Pur war sie etwas gewöhnungsbedürftig, längst nicht so zartschmelzend wie echte Schokolade, sondern eher trocken, mit einem leichten Röstaroma. In den Cookies hat sie sich allerdings ganz hervorragend gemacht!

Leider kann ich das Rezept, wie es im Buch abgedruckt ist, nicht abschließend bewerten. Das Carob-Pulver habe ich durch normales Kakaopulver ersetzt, weil ich nicht hinterher eine angebrochene Packung herumstehen haben wollte. Eventuell werde ich mir aber jetzt nach dem geglückten Experiment noch mal etwas besorgen. Außerdem musste ich wegen einer Fehl- bzw. komplett fehlenden Planung normales Weißmehl statt Vollkornmehl verwenden und die Leinsamen auslassen. Zudem habe ich die Backzeit unfreiwillig etwas verlängert. Die fertigen Cookies haben daher eine nicht 100%ig tolle Konsistenz, sind aber sehr lecker, und ich bin wirklich neugierig, wie reine Carob-Cookies schmecken würden.

Carob ist übrigens das Fruchtfleisch das Johannisbrotbaums (nur als Info für all diejenigen, denen das wie mir nicht auf Anhieb klar war). Bei weiterem Informationsbedarf ist die Wikipedia gern behilflich.

Was mich allerdings interessieren würde: Denkt ihr, dass Carob eine Alternative zu Kakao sein könnte? Gibt es irgendwas, das ihn besser macht? Nicht nur rein vom Geschmack her, darüber lässt sich ja streiten, sondern z. B. auch in einer ökologischen oder ökonomischen Betrachtung.

Kommentare:

  1. Huhu,
    ich hab mir irgendwann mal eine Dose Carob gekauft und konnte lange gar nichts damit anfangen. Jetzt rühr ich es mir fast täglich ins Oatmeal und mag den Geschmack ganz gerne. Davon abgesehen hat Carob natürlich einen Haufen toller Inhaltsstoffe und im Gegensatz zu Kakao keine aufputschenden Coffeinoide. Außerdem wird er ja im Mittelmeerraum angebaut, muss also nicht von so weit hergeschippert werden. Ich glaube, die Verarbeitung der Früchte ist auch einfacher: Die müssen nur getrocknet und gemahlen werden, Kakaobohnen werden ja erst fermentiert, dann erhitzt, etc. Die Johannisbrotschalen, die ürbig bleiben, werden auch noch verwendet. Ich hab auch gelesen, dass der (biologische) Carobanbau förderlich für die Umwelt ist, weil die Bäume selbst wenig Wasser brauchen, aber Schatten spenden und Erosionen verhindern.
    Letztendlich ist Carob für mich aber ein eigenständiges Lebensmittel und weniger ein Ersatz. Dafür mag ich "echte" Schoki einfach viel zu gerne :)
    Liebst,
    Carly

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  2. Ich kann Dir nur wärmstens empfehlen, die Cookies als reine Carob-Variante zu backen - sie sind einfach ein Traum, wie alles, was Carob enthält (bin inzwischen ein ganz großer Fan davon). Kakao enthält bis zu 80 Prozent Fett und wirkt säurebildend, Carob dagegen hat nur etwa ein Prozent Fett und wirkt basisch. Zudem enthält er viele Ballaststoffe und etwa viermal so viel Kalium wie Bananen, außerdem Kalzium und B-Vitamine. Was mir an Carob zudem gefällt, ist die Tatsache, dass Johannesbrotbäume im gesamten Mittelmeerraum wachsen und das Endprodukt Carob deshalb nicht annähernd so weit gereist ist wie Kakao.

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  3. Danke euch beiden! Das mit dem Mittelmeerraum hatte ich auch gelesen. Bisher habe ich Carobpulver nur von Rapunzel gesehen, da werde ich einfach mal anfragen, woher sie ihre Ware beziehen. Und das mit der Gesundheit ist definitiv auch ein Argument :)

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  4. Nachtrag: Das Carobpulver von Rapunzel stammt aus Spanien.

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