Mittwoch, 4. April 2012

Fazit: Wie teuer ist vegan?

Ende Januar hatte Cara auf think.care.act zum Selbstversuch aufgerufen: Ist eine vegane Ernährung tatsächlich teurer als eine omnivore? Ich habe versucht, mich daran in Form eines zweiten Blogs zu beteiligen, jedoch aus Zeitmangel mit mäßigem Erfolg - am Ende habe ich nur noch mit der Hand mitgeschrieben. Daher veröffentliche ich meine Endauswertung jetzt einfach hier. Wer möchte, kann meine Versuche (und erschreckenden Essgewohnheiten) hier anschauen.

Leider habe ich es nicht geschafft, mein Essverhalten an 30 aufeinanderfolgenden Tagen zu erheben, aber 30 Tage insgesamt sind doch dabei herausgekommen.

Die Auswertung zeigt Folgendes:
  • Ich wende pro Tag etwa 4,50 Euro für meine Ernährung auf. Nicht eingerechnet sind dabei Restaurantbesuche "zum Spaß", enthalten sind jedoch die Kosten für die Mensa oder das Brötchen unterwegs, also alles, was sein "muss".
  • Wenn ich dabei unser Haushaltsbuch betrachte, liegt das ungefähr in Höhe dessen, was auch mein omnivorer Freund ausgibt (jetzt mal angenommen, dass er für die andere Hälfte der Lebensmittelausgaben verantwortlich sein muss, was in einem Paarhaushalt sehr wahrscheinlich ist).
  • Günstig wird meine Ernährung dadurch, dass ich viel selbst backe und koche. 
  • Teuer wird es durch Süßigkeiten (Schokolade kaufe ich fast nur fair), Fleischersatzprodukte und "besonderes" Obst oder Gemüse.

Für mich persönlich nehme ich mit:
  • Zu viel: Süßes, Fettiges - vor allem in stressigen Phasen wie der Prüfungszeit.
  • Zu wenig: Vollkorn, Obst, Gemüse, Bioprodukte.
  • Es besteht noch Sparpotenzial. Das möchte ich allerdings nicht ausnutzen. Wir können nicht auf großem Fuß leben, aber beim Essen sparen müssen und wollen wir dann doch nicht.
  • Eventuell würde es meine Ernährung gesünder machen, die Ausgaben zu steigern, und zwar die für Fleischersatzprodukte. Ich finde diese oft zu teuer und verkneife sie mir dann, was allerdings dazu führt, dass ich Appetit auf Salziges/Deftiges entwickele und dann mehr oder ungesünder esse, als mir lieb ist.

Falls der/die ein oder andere sich übrigens gefragt hat, ob ich bei der ganzen Süßigkeitenesserei nicht schreckliches Übergewicht haben muss: Nein. Betrachtet man die Kalorien, muss es ungefähr gepasst haben. Ich habe zwar in diesen Monaten etwa 1,5 Kilo abgenommen, allerdings entspricht das meiner normalen Frühjahrsabnahme und ist nicht weiter besonders, hatte also jetzt nichts mit Hungern zu tun. Insgesamt bin ich kein Hungerhaken, aber auch nicht zu dick, würde ich sagen:

Am Montag in der Klimakammer beim Einsetzen von Maiskeimlingen in Wasserkultur

Ich freue mich, bald bei Cara mehr Ergebnisse zu lesen!

Kommentare:

  1. Zumindest empfinde ich deine "Tagesspeisepläne" als realistisch. Bei anderen Auflistungen frage ich mich regelmäßig, wie die Personen denn von den Mengen satt werden sollen. Wir, zwei Personen, geben im Monat 400 Euro bis 450 Euro für Lebensmittel aus, allerdings geht davon echt viel für Demeter/Bioland Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse drauf.

    liebe Grüße
    Sandra

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  2. Verlinkt in http://veggie-blogger-network.blogspot.de/2012/04/vbn-upates.html :-)

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