Mittwoch, 30. November 2011

Keine Angst vorm veganen Backen!

Wenn mich jemand fragt, ob es schwierig sei, vegan zu leben, ist meine Antwort gespalten. An vielen Stellen ja (oder zumindest aufwändiger), an vielen aber auch nein. Auf eine Frage ist meine Antwort allerdings klar: "Ist es schwierig, vegan zu backen?" NEIN! Zu sehen, wie leicht man ohne Eier und Milch backen kann, hat mich eigentlich erst zum Veganismus gebracht.
Umso überraschter war ich in letzter Zeit, in verschiedenen Blogs und Foren zu lesen, wie viele tatsächlich mit dem veganen Backen ein Problem haben. Es war die zum Beispiel die Rede von verdorbenen Muffins oder ungenießbaren Kuchen.

Seitdem frage ich mich, wo da das Problem gelegen haben könnte. Meine Theorien:

1. Das Rezept war schlecht.
Durchaus möglich und im Prinzip die einfachste Lösung. Kann passieren. Einfach noch mal was anderes ausprobieren.

2. Das Rezept war schlecht veganisiert.
Bei mir führt es oft zu unbefriedigenden Ergebnissen, wenn ich einfach ein nicht-veganes Kuchenrezept veganisiere, indem ich die Eier durch irgendeinen Ersatz austausche. Der Everyday Chocolate Cake ist da eine rühmliche Ausnahme, aber wenn ich für Kuchen einfach die naheliegende Alternative Sojamehl verwende, wird der Teig oft sehr "dicht" und teilweise matschig. Daher bin ich zum Beispiel Rührkuchenrezepten mit Sojamehl gegenüber grundsätzlich sehr skeptisch. Mein persönlicher Favorit sind "von Grund auf" vegane Rezepte, ein tolles Beispiel hierfür ist "Vegan Cupcakes Take Over the World". Bei Rezepten, die ich im Internet finde, schaue ich meist, ob es dazu Bewertungen gibt. Im Zweifel gilt für mich: Hände weg. Und gerade, wenn man sich mit dem veganen Backen noch nicht so sicher ist, sollte man vielleicht erst einmal auf eigene Experimente verzichten und auf Bewährtes zurückgreifen, zum Beispiel auf diesen Russischen Zupfkuchen. Das Rezept wurde jetzt schon vielfach ausprobiert (längst nicht nur von mir!), und ich habe noch nichts Negatives darüber gelesen. Oder aber man steigt mit Keksen und Plätzchen ein, Näheres weiter unten.

3. Kuchen mit Öl schmecken anders als solche mit Butter/Margarine.
Meiner Meinung nach wird diesem Punkt zu wenig Beachtung geschenkt. Viele vegane Rezepte verwenden Öl statt Margarine - was gut ist, finde ich. So umgeht man zum einen das Palmfettproblem und kann zum anderen gesundes Rapsöl verwenden. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass sich dadurch natürlich auch die Konsistenz des Kuchens ändert. Ein gutes Beispiel: der Kaffee-Gewürzkuchen. Mit Öl, sehr lecker, aber nicht mit der "klassischen" Kuchen-Konsistenz. Ebenfalls: dieser Marmorkuchen, mit Margarine, meiner Meinung nach von einem "normalen" Marmorkuchen nicht zu unterscheiden.

4. Sojageschmack liegt nicht jedem.
Leidvolle Erfahrung. Ich beneide immer alle, die tolle vegane Sahnetorten herstellen können, wie z. B. für Küchenfee von Veganpassion. Ich habe einmal diese Mokkatorte gemacht, die auch wirklich gut geschmeckt hat, aber danach habe ich mich von aufschlagbarer Sojasahne ferngehalten. Wer auch davon verschreckt wurde: Nicht aufgeben, es gibt auch genug Rezepte ohne! Und wer sie noch nicht probiert hat: Auf jeden Fall probieren! Es gibt auch sehr viele Leute, die die Sahne sehr gern mögen. Geschmackssache eben. Vielleicht ist eine Sojasahnetorte nur einfach nicht das beste Einsteigerrezept.

Und nicht zuletzt:
5. Das Rezept lag der Person einfach nicht.
Obwohl ich quasi mit dem Rührgerät in der Hand groß geworden bin (wer Beweisfotos braucht, ich kann sie gerne liefern!), gab und gibt es bei mir Rezepte, die einfach nicht klappen wollen. Das beschränkt sich aber nicht auf das vegane Backen. Von Zeit zu Zeit backe ich für meine Mutter vegetarisch, und normalerweise ist das kein Problem - bis auf einen einzigen Kuchen, der bei mir einfach nichts wird. Ich habe es mehrmals versucht, keine Chance. Am Rezept liegt es nicht, bei meiner Mutter wird er perfekt. Und bei einem bestimmten Apfelkuchen kann ich dasselbe Rezept (und auch denselben Ofen und alles) benutzen wie meine Schwester, er wird einfach nie so gut wie ihrer. Fazit für mich: Es gibt einfach Rezepte, die einem nicht liegen. Da kann man sich dann drüber ärgern, man kann es aber auch schlichtweg hinnehmen und etwas anderes backen. Die Auswahl ist ja groß genug.


Einsteigen mit Weihnachtsrezepten
Das klingt jetzt erst mal alles sehr negativ. So ist es aber nicht gemeint! Ich finde, bis auf Punkt 4 ist auch alles nicht nur auf das vegane Backen beschränkt. Man muss halt schauen, dass man Rezepte findet, die einem liegen und schmecken, ob jetzt mit oder ohne Ei.

Und wer sich jetzt zum ersten Mal dieser "Herausforderung" stellen möchte, liegt in der Weihnachtszeit goldrichtig. Kekse und Plätzchen (wie übrigens während des restlichen Jahres Cookies) sind meine Meinung nach ideale Einsteigerrezepte, weil sie nicht primär auf Eiern basieren (Makronen jetzt vielleicht mal ausgenommen) und oft auch gut ohne auskommen. Als Eiersatz würde ich hier gemahlene Leinsamen empfehlen: 1 EL Leinsamen mahlen (oder 2 EL gemahlene verwenden*) und in wenig in 3 EL Wasser quellen lassen. Ich habe keine passende Mühle und verwende meist geschrotete Leinsaat aus dem Supermarkt. Nicht optimal, aber hat bisher trotzdem tadellos funktioniert. Der Leinsamengeschmack kann allerdings recht stark sein, daher vielleicht (je nach Teigmenge) nur ein bis zwei Eier ersetzen und den Rest einfach weglassen.

Wer kein Problem mit der englischen Sprache hat und sich ein bisschen weiter in das Thema Eiersatz einlesen will, dem sei diese Seite empfohlen. Sie wurde von der Autorin von "Vegan Cupcakes Take Over the World" verfasst, was sie für mich sehr vertrauenswürdig macht, und bietet sehr detaillierte Infos dazu, wann welcher Eiersatz am besten verwendet werden kann.

Ich hoffe, dass das jetzt einigen von euch Mut gemacht hat, euch zum ersten Mal oder, falls ihr schon mal einen Misserfolg hattet und euch dann nicht mehr rangetraut habt, wiederholt im veganen Backen zu versuchen! Rezepte findet ihr nicht nur hier, sondern auf vielen der rechts verlinkten Blogs. Vielleicht ist ja auch mein Backwettbewerb zur Adventszeit, der noch bis nächste Woche läuft, ein schöner Ansporn? Eingereicht werden kann jegliche Art von veganer Weihnachtsbäckerei.

Euch allen noch eine schöne Woche!

Sonntag, 27. November 2011

Lebkuchenbrownies I

Die Lebkuchenbrownies von Veganpassion haben mich direkt angelacht, als die Küchenfee sie gepostet hat, und ich war die ganze Woche voller Vorfreude aufs Ausprobieren. Gestern bin ich dann dazu gekommen. Leider habe ich sie ein bisschen zu lange im Ofen gelassen, sodass der Rand etwas verbrannt ist und der Teig ein wenig trocken, aber trotz dieser "Makel" sind sie immer noch super! Also unbedingt ausprobieren! Allerdings kam mir auch direkt eine Idee, was ich mit dem Rezept noch anstellen will. Der zweite Post folgt also bald!

Samstag, 26. November 2011

Vollkorn-Pfeffernüsse

Zum Geburtstag habe ich von meinem Freund das Backbuch "Vegane Weihnachtsbäckerei - vollwertige Rezepte" von Angelika Eckstein bekommen. Ein Glückstreffer, es stand schon lange auf meiner Amazon-Wunschliste! Gestern habe ich es dann zum ersten Mal ausprobiert und diese Pfeffernüsse gebacken. Komplett mit Vollkornmehl. Das Hirschhornsalz als Backtriebmittel war dabei eine komplett neue Erfahrung. Am Ende roch die Küche wie ein Kuhstall. Zum Glück schmeckt man aber in den Pfeffernüssen nichts davon. Sehr lecker, wenn auch durch das Vollkornmehl zwangsläufig etwas "füllender" als die Pfeffernüsse, die man sonst so gewöhnt ist. Das Buch scheint mir also als Gewinn für den Backwettbewerb mehr als geeignet.

Freitag, 25. November 2011

Asiatische Bratnudeln

Dieses Gericht gehört zusammen mit den Enchiladas zu Kategorie der Rezepte, bei denen ich es sehr bereue, sie nicht schon früher ausprobiert zu haben. So lecker! Ok, zugegeben, ein wenig fett, aber nicht unangenehm. Außerdem muss asiatisches Essen einfach ein bisschen fettig sein, und Rapsöl ist ja schließlich auch gesund.

Zutaten (für 4 Portionen):
300 g Bandnudeln
1 Stange Lauch (ca. 200 g)
1 Knoblauchzehe
1 kleine Chilischote
1 Dose Bambussprossen
Rapsöl
4 - 5 EL Sojasoße
5 - 6 EL Asiasoße, süß-sauer
Salz, Pfeffer

Nudeln in Salzwasser kochen und gut abtropfen lassen. Dem Kochwasser schon ein wenig Öl zugeben, damit die Nudeln hinterher nicht zu sehr kleben.
Lauch putzen und in schräge Stücke schneiden. Knoblauch schälen und pressen. Chili waschen, entkernen und in dünne Ringe schneiden. Bambus abtropfen lassen und in feine Stifte schneiden.
Ein paar Esslöffel Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen und Porree, Knoblauch, Chili und Bambus darin unter Rühren ca. 2 Minuten braten. Dann die Nudeln zugeben und ca. 5 Minuten mitbraten. Alles mit Sojasoße, Asiasoße, Salz und Pfeffer abschmecken.
Als Garnitur bieten sich Limettenscheiben an, wir hatten allerdings keine da.

Mittwoch, 23. November 2011

Backwettbewerb: Eine schöne Adventszeit!

Seit Montag hängt bei uns die Weihnachtsdeko, und die ersten Stückchen Stollen gab es auch schon. Am Wochenende komme ich dann hoffentlich zum Backen, bisher habe ich zur Überbrückung immerhin die Gewürzstangen von meiner Mutter. So ganz sicher bin ich mir noch nicht, was es werden soll, aber vermutlich eine schöne Mischung aus Neuem und Altem. Und vielleicht auch nicht nur Plätzchen? Die Lebkuchenbrownies von Veganpassion würden mich zum Beispiel auch sehr reizen!

Kurzum, ich möchte eure Backideen zum Advent als Anregung. Natürlich nicht einfach so! Zu meinem Geburtstag habe ich das Buch "Vegane Weihnachtsbäckerei" von Angelika Eckstein bekommen, und sicher werde ich auch daraus das ein oder andere ausprobieren (wer soll das nur alles essen?). Ich habe schon einige tolle Ideen darin gefunden. Und wenn das Buch mir gefällt, warum dann nicht auch euch? Der Gewinnerin oder dem Gewinner des Backwettbewerbs winkt also dieses Buch!


Bitte schreibt bis zum 6. Dezember einen Kommentar mit dem Link zu eurem Blogeintrag oder schickt mir eine E-Mail mit Bild und Rezept an twoodledrum [at] gmx [Punkt] de. Alle eingereichten Rezepte müssen vegan sein!

Am 7. Dezember poste ich dann den Round Up mit allen Beiträgen. Dann habt ihr bis zum 14. Dezember Zeit, für euren Favoriten abzustimmen. Damit auch Rezepte von Blogs, die weniger gut besucht sind, ihre Chance bekommen, werde ich den Sieger der Abstimmung und ein von mir gewähltes Rezept nachbacken und am 18. Dezember, dem 4. Advent, den Gewinner küren. Vielleicht kommt das Buch dann ein wenig spät an, um bis Weihnachten noch etwas daraus nachzubacken, aber die nächste Adventszeit kommt bestimmt!

Und jetzt: Viel Spaß beim Backen!

Dienstag, 22. November 2011

Vollkorn-Marzipan-Stollen: Bilder

Die neuen Bilder vom Vollkorn-Marzipan-Stollen sind online! Die bisherigen waren ja eher ein Provisorium, aber am Wochenende konnten wir uns nicht mehr beherrschen und haben ihn angeschnitten (auch wenn ein oder zwei Wochen mehr Ruhezeit sicher nicht geschadet hätten). Und, siehe Bild: Ein großer Vorteil am Selberbacken ist wirklich, dass man so viel Marzipan benutzen kann, wie man möchte. Bei gekauften Stollen wir daran ja doch öfter mal gespart.

Montag, 21. November 2011

Marmorkuchen


Dieses Rezept wollte ich schon ewig posten. Und "ewig" ist wirklich ewig: seit mehr als einem Jahr. Aber obwohl der Kuchen so unglaublich lecker ist, hatte ich immer was anderes zu backen. Dementsprechend wurde ich gestern Abend, als ich ihn aus dem Ofen geholt und das erste, noch warme Stück mit meinem Freund geteilt habe, von ihm gefragt, warum ich den nicht schon öfter gemacht hätte. Einfach köstlich! Nur das Marmorieren mit einer Gabel habe ich leider in all der Vorfreude vergessen...

Ursprünglich stammt das Rezept übrigens von Kraeutertopf, einer der Hauptautorinnen des Bym-Suppentopfs. Herzlichen Dank dafür! Ich habe es mittlerweile allerdings angepasst und die Margarine durch Öl ersetzt.

Zutaten (für eine Kastenform von 30 cm Länge):
130 g (!) neutrales Öl
230 g Zucker (wer es gern süß mag, etwas mehr)
1/4 TL. gemahlene Vanille
1/2 TL Salz
4 EL Rum
450 g Mehl
3 TL Backpulver
300 ml kaltes Leitungswasser
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6 schwach gehäufte EL Kakao
1/2 TL Backpulver
noch etwas Wasser

Das Öl gut mit Zucker, Vanille, Salz und Rum(aroma) verrühren. Die Hälfte des Mehls mit dem Backpulver daraufsieben und unterrühren. Dann erst etwa 250 ml Wasser und danach die andere Hälfte des Mehles unterrühren. Je nach Bedarf den Rest des Wassers zugeben. Der Teig soll nicht mehr krümelig, aber auch nicht total flüssig sein.
Die Hälfte des Teiges in eine mit Kokosfett gefettete und mit Paniermehl ausgestreute Kastenform füllen. Kakao und Backpulver auf die andere Hälfte sieben, unterrühren und so viel Wasser zugeben, dass die Konsistenz des Teiges der des hellen Teiges entspricht. Den dunklen Teig ebenfalls in die Form geben und mit einer Gabel ein Marmormuster hineinziehen und -drehen.
Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Für eine Mini-Kastenform die Zutatenmenge einfach halbieren.

Sonntag, 20. November 2011

Abstimmung zum Backwettbewerb

Ich hatte ja neulich meine Cake-Pop-Igel gepostet, mit denen ich am Backwettbewerb "Goldener Herbst" von Sweet Trolley teilgenommen habe. Nun ist das Voting online (rechts oben auf der Seite). Wer möchte, kann gern für mich abstimmen - oder natürlich auch für einen der anderen Beiträge. So niedlich ich meine Igelchen finde, mein Favorit sind die Oreo-Cupcakes von Nina. Was für eine tolle Deko-Idee! Also, Reinschauen lohnt sich.

Neue Rezepte gibt's demnächst natürlich auch wieder! Ich war nur die Woche über ziemlich im Stress und habe dann den gestrigen Tag bei meiner Mutter verbracht, was in der Regel heißt, dass ich von morgens bis abends durch die Gegend renne und Aufträge abarbeite. Das ist völlig ok so, aber backen kann ich dabei natürlich nicht. Das wird aber heute nachgeholt, sobald es spät genug ist, um das Rührgerät auszupacken!

Donnerstag, 17. November 2011

Blog-Award: Tell me about yourself!

planetS von veni vidi veggie hat mir einen Blog-Award verliehen:


Ganz herzlichen Dank dafür, ich habe mich sehr gefreut!


Die Regeln für diesen Award:

  1. Bedanke Dich in Deinem Post mit Blogverlinkungen.
  2. Schreibe 7 Dinge über Dich selbst.
  3. Verleihe den Award an 15 weitere Blogs.
  4. Informiere sie darüber.
Punkt 1: siehe oben!

Punkt 2: 7 Dinge über mich. Hm.
  1. Meine aktuelle Lieblingsjeans habe ich viermal (in 3 Größen), weil ich so ungern Hosen kaufe.
  2. Ich habe einen kleinen Händewaschtick.
  3. Ich liebe die englische Sprache.
  4. Insekten faszinieren mich. Gerade gucke ich eine Serie über Insekten, alles in Nahaufnahme. Großartig!
  5. Wenn ich hungrig bin, kann ich sehr schlechte Laune kriegen.
  6. Ich telefoniere nicht gern und sehe (bis auf wenige Ausnahme, s. z. B. besagte Insektendoku) nicht gern fern.
  7. Ich spiele Klarinette, Saxophon und Blockflöte (ja... auch das), und ich finde es schade, derzeit zu wenig Zeit dafür zu haben.
Punkt 3 und 4: Ich vermute, dass der Award mittlerweile "rumgegangen" ist, daher lasse ich diese beiden Punkte aus.

Dienstag, 15. November 2011

Wraps

Ok, nicht sehr einfallsreich. Aber so lecker! Im Bild: Tomatensoße, Salat, Mais, Bohnen, Zwiebeln und angebratene und mit Sojasoße abgelöschte Tofuscheiben. (Glaubt mir, es war nicht einfach, diesen Berg nachher einzurollen!) Ansonsten mag ich in Wraps auch gern pürierte Avocado mit ein wenig Zitronensaft. Oder Zucchinihummus.

Und mit was füllt ihr eure Wraps?

Danach gab es noch Nachos:

Am Rezept für die Soße muss ich allerdings noch etwas arbeiten. Für die Nachos selbst war sie perfekt, aber viel zu viel, und in Mac'n'Cheese hat sie nicht geschmeckt. Daher jetzt und hier noch keine Details.

Montag, 14. November 2011

Cookie Dough Scoops (und Lichtbox)

"Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar" enthält nicht nur Rezepte für Cookies, sondern auch für Cookies-Teig. Wie jetzt? Alle Cookies sind doch aus Teig gemacht! Ja, aber diese hier sollen auch als Teig gegessen, sprich nicht gebacken werden. Mal ganz was anderes. Die Idee war eigentlich, löffelgroße Portionen einzufrieren. Ich fand allerdings, dass der Teig von anderen Rezepten in diesem Buch wesentlich besser schmeckte, und habe daher die Teigreste einfach verbacken:


War ganz lecker, demnächst werde ich aber wohl doch wieder auf mein bewährtes Cookie-Rezept zurückgreifen.

Bei dieser Gelegenheit konnte ich dann aber zumindest direkt meine neue Lichtbox ausprobieren. Birdie von Food and Fotos hatte mich ganz neidisch gemacht, als sie ihr Prachtexemplar gezeigt hat. Da aber bei uns jetzt erst mal die Investition in einer Spiegelreflexkamera ansteht (da ich die Leihgabe ja leider heute wieder abgeben musste), ist es eine DIY-Variante geworden.

Sie krankt wohl weniger an der Konstruktion als an der Schwäche der Lichtquellen, aber hey, irgendwas ist immer. Wird schon noch. Auch schade: Man kann sie nicht zusammenfalten. Mal sehen, ob unser Kater demnächst Gefallen an dem neuen Unterschlupf findet.

Sonntag, 13. November 2011

Pasta with Roasted Breadcrumbs (Nudeln mit Bröseln)

The secret ingredient of this month's Iron Chef Challenge on VeganMofo.com is BREADCRUMBS! Lucky me, this happens to be the main ingredient of a recipe I've meant to post for ages. My grandma used to make it when I was little, and I loved it.
It's not very healthy, I admit, but it's cheap and very quick to make. And of course you're free to have it with a fresh salad!

You need:
pasta
canola oil
breadcrumbs
salt

Cook the pasta according to the instructions. Heat the oil in a little pan and add breadcrumbs - the mixture should neither be a liquid nor too dry. The roast the breadcrumbs in the oil until they are slightly browned. Be careful not to overdo it, they burn very fast! Add some salt and serve the pasta with the oil breadcrumb mixture.

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Dieses Rezept wollte ich schon lange posten. Da kam mir der Iron Chef Challenge für November auf VeganMoFo.com mit "Breadcrumbs" als geheime Zutat gerade recht. Nudeln mit Bröseln, wie wir sie nennen, hat meine Oma früher immer gemacht, und ich habe sie geliebt. Und auch heute gibt es sie noch ab und an, denn außer lecker sind sie auch noch schnell gemacht und vor allem billig. Ein Salat würde aber definitiv helfen, das Ganze etwas gesünder zu machen.

Zutaten:
Nudeln
Rapsöl
Paniermehl
Salz

Nudeln kochen. Rapsöl in einer Pfanne heiß werden lassen und das Paniermehl hineingeben - die Mischung soll nicht flüssig, aber auch nicht zu trocken sein. Vorsichtig rösten. Das Ganze brennt schnell an! Mit etwas Salz abschmecken und zu den Nudeln servieren.

Samstag, 12. November 2011

Hazelnut Cupcakes with Moccha Chocolate Mousse Filling

Cookies habe ich jetzt noch und nöcher gebacken, so langsam muss es auch mal wieder mit "Vegan Cupcakes Take Over the World" weitergehen. Dieses Rezept daraus hatte ich zwar schon mal gemacht, aber es war so lecker und sah so hübsch aus, dass ich euch das Foto nicht vorenthalten wollte und gestern meine Seidentofureste vom Tiramisu auf diese Art und Weise verwertet habe.

Was man auf dem Foto sieht: den Cupcake-Teig mit gemahlenen Haselnüssen (bzw. in meinem Fall gemahlenen Mandeln, auch sehr lecker), das Rich-Chocolate-Ganache-Topping aus Zartbitterschokolade, Sojamilch und etwas Zucker und die gerösteten Haselnüsse als Deko.
Was man nicht sieht: die fantastische Mousse-Füllung mit Schokolade und Kaffee, die in jedem der Cupcakes steckt.

Wer das Buch besitzt: Auf jeden Fall nachbacken! Dieses Rezept ist einfach klasse. Man sollte die Cupcakes nur über Nacht durchziehen lassen, damit sie ihren Geschmack so richtig entfalten können.

Oh, und wer genau hinschaut, sieht auf dem Foto noch was: Ich habe eine Spiegelreflexkamera!!! Allerdings erst mal nur als Leihgabe für dieses Wochenende, um auszuloten, ob sich die Anschaffung für uns lohnen würde. Nach dem ersten Test: Ja!!! Die Feuerprobe unter schlechtem Licht steht allerdings noch aus. Und wenn wir uns dann wirklich eine neue (gebrauchte) Kamera kaufen, wird der friedlich schlafende Vincent...


...wohl demnächst öfter so schauen, weil er von der Kamera überrascht wurde:

Und ja, da gibt es sicher noch viel zu verbessern. Ich hab einfach mal drauflosgeknipst. Aber selbst das ist schon so viel schöner als sonst!

Freitag, 11. November 2011

Mercimek Corbasi (Türkische Linsensuppe)


Zweimal die Woche, immer dienstags und donnerstags, bietet unsere Mensa ein veganes Gericht an. Was aber an den anderen Tagen essen (oder dann, wenn das vegane Gericht aus Soja-Geschnetzeltem in Sojasahnesoße besteht)? Einer meiner derzeitigen Favoriten ist die Linsensuppe vom Türken. Er wollte mir zwar nicht verraten, was sein Geheimnis ist, dass die Suppe so wahnsinnig lecker wird, aber zum Glück gibt es ja das Internet! Und dieses Rezept kommt schon ziemlich nahe ran.

Zutaten (für 4 Personen):
200 g rote Linsen
1 kleine Möhre
1 mittelgroße Kartoffel
1 große Zwiebel
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Pfeffer
3 EL Rapsöl
1 gestrichener TL Paprika, scharf
1 gehäufter TL Paprika, süß
1 EL getrocknete Minze (oder mehr, je nach Geschmack)
Fladenbrot, Weißbrot oder Brötchen
Zitronensaft
evtl. 1 Gemüsezwiebel

Linsen waschen, bis das Waschwasser klar abläuft. Möhre, Kartoffel und Zwiebel hacken und mit den Linsen in einen Topf geben. Salz und Pfeffer zugeben, in 1,5 l Wasser 30 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt!
Kurz vor Ende der Kochzeit das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. Paprika und Minze etwa3 Minuten darin anrösten, dabei aufpassen: Es soll nichts braun oder schwarz werden.
Jetzt die Suppe pürieren. Dann das Öl mit den Gewürzen dazugeben und noch einmal 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fladenbrot und Zitronensaft servieren. Sehr lecker schmecken auch rohe Zwiebelstücke in der Suppe.

Donnerstag, 10. November 2011

Vollkorn-Marzipan-Stollen


Ein bisschen auf dem Vollkorntrip? Na gut, vielleicht ein wenig. Ich probiere einfach derzeit, was in Richtung Vollkorn so geht und was nicht, denn gesund ist Vollkornmehl ja allemal. Zu gesund schmeckt mir aber auch nicht. Wer bei diesem Stollen nur weißes Mehl verwenden will, kann das natürlich genauso tun, die passende Flüssigkeitsmenge ist angegeben.

Die restliche Weihnachtsbäckerei muss jetzt noch bis nach Totensonntag warten, aber Stollen braucht nun mal seine Zeit zum Ziehen.

Zutaten (für einen großen Stollen):
250 g Vollkornmehl
250 g weißes Mehl (Type 405)
1 Päckchen Trockenhefe
130 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Kardamom, gemahlen
100 g gemahlene Mandeln
1 EL abgeriebene Zitronenschale
150 ml Rapsöl
300 bis 350 ml lauwarme Pflanzenmilch (250 bis 300 ml bei reinem Weißmehl)
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125 g Sultaninen
2 EL Orangeat
2 EL Zitronat
200 g Marzipan
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3 EL Margarine
Puderzucker

Mehl, Zucker, Salz, Kardamom, Mandeln und Zitronenschale in einer großen Schüssel vermischen. Eine kleine Tasse abnehmen und beiseite stellen. Die Hefe untermischen und mit Öl und Pflanzenmilch verrühren. Mit einem Geschirrtuch abdecken und im Spülbecken in warmes Wasser stellen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
40 g der Marzipans in Stückchen schneiden. Die restliche Mehlmischung, Sultaninen, Orangeat, Zitronat und gestückeltes Marzipan unterkneten. Eine Rolle in der Länge des späteren Stollens formen und zwei Längsrillen hineindrücken. Das restliche Marzipan in Streifen schneiden und in die Rillen legen - das wird die Marzipanfüllung! Dann den Stollen darüber schließen und in Form drücken. Er geht auf dem Blech noch in die Breite, daher ruhig schmaler und höher formen als später gewünscht.
Den Stollen verkehrt herum (d. h. mit der "Verschlussseite" nach unten) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 160 °C (Umluft) 45 bis 60 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Danach sahen die Stollen bei mir so aus:

Jetzt noch die Margarine schmelzen, auf den Stollen streichen und diesen dick mit Puderzucker bestreuen.

Danach in Alufolie einwickeln (ich experimentiere gerade mit Frischhaltefolie, weil Alufolie nun mal das Gegenteil von umweltfreundlich und sozialverträglich ist) und etwa vier Wochen ruhen lassen.

Dienstag, 8. November 2011

Bananen-Vollkorn-Muffins


Eigentlich dachte ich, ich hätte dieses Rezept schon vor Wochen gepostet, aber das war wohl reines Wunschdenken... Ein schweres Versäumnis! Ich backe diese Muffins jetzt seit mehr als zwei Jahren regelmäßig, und das nicht ohne Grund. Sie mögen nicht so filigran sein wie Cupcakes, aber dafür haben sie andere Vorzüge: ein toller Bananengeschmack, lange Haltbarkeit und gute Mitnehmeignung (wichtig für mich, weil ich meistens ganze Tage außer Haus bin). Im Originalrezept ist gehackte Schokolade enthalten, dafür kein Vollkornmehl. Ich finde aber, dass gerade das Vollkornmehl die Muffins zu etwas Besonderem macht, und trotz meiner Schokoladensucht habe ich die Schokolade hier noch kein einziges Mal vermisst.

Zutaten (für 12 Muffins):
120 g Rapsöl (ca. 130 ml)
100 g Zucker
2 reife Bananen
125 g Mehl ,Type 405
3 leicht gehäufte TL Backpulver
etwas Zimt
250 ml Sojamilch
125 g Vollkornmehl

Rapsöl und Zucker verrühren. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit einem Handmixer unterschlagen, bis die Masse schaumig wird. Erst weißes Mehl, Backpulver und Zimt, dann die Sojamilch, dann das Vollkornmehl unterrühren. In eine gefettete und mit Paniermehl ausgestreute Muffinform füllen und bei 175 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 Minuten backen.

Montag, 7. November 2011

Backwettbewerb: Cake-Pop-Igel


Diese Igel sind mein Beitrag zum Backwettbewerb "Goldener Herbst" von sweet trolley.

Herzustellen sind sie ganz einfach: Etwas dunklen Biskuitteig (Rezept z. B. hier) zerbröseln, mit etwa 60 g geschmolzenem Nougat verkneten (einen Teil der Teigbrösel für die Deko zurückbehalten), Igel formen, mit Kuvertüre überziehen und mit Kuchendekozeugs, Haselnusskrokant, Kuchenbröseln und Kuvertüre (für die schwarzen Punkte in den Augen) verzieren.

Sonntag, 6. November 2011

Vollkornwaffeln

Derzeit bin ich dabei, einige alte Rezepte dieses Blogs zu überarbeiten und mit neuen Bildern zu versehen. Seit knapp zwei Wochen habe ich endlich mein langersehntes Waffeleisen, daher hat es diesmal die Vollkornwaffeln "getroffen". Das wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Wie wäre es mit ein paar frischen Waffeln zu Sonntagskaffee?

Samstag, 5. November 2011

Gastpost: Kürbispfanne mit Reis

Ein Blog, den ich sehr gerne lese, ist „Food and Fotos – life of a vegan“. Ich mag die Mischung aus Rezepten und anderen Dingen, die dort zu lesen ist, und nicht zuletzt finde ich Birdie einfach wahnsinnig sympathisch. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, dass sie bereit war, einen Gastpost für mich zu schreiben. Hier ist er jetzt: eine toll aussehende Kürbispfanne mit Räuchertofu und Reis!

Kürbispfanne mit Reis

Zutaten:
- Vollkornreis
- Hokkaidokürbis
- Räuchertofu
- Sonnenblumenkerne
- Olivenöl
- Gemüsebrühe (mögl. Hefefrei)
- Sojacuisine
- Curry

Zubereitung:
Den Reis aufsetzen.
Den Hokkaidokürbis halbieren, die Kerne entfernen (oder aufbewahren, schälen und anrösten), ggf. schälen (muss man beim Hokkaido nicht, ich mache es aber dennoch immer) und in mundgerechte Stücke schneiden.
Den Räuchertofu in kleine Würfel schneiden.
Räuchertofu, Sonnenblumenkerne und Kürbisstücke mit etwas Olivenöl scharf anbraten, mit einem EL Currypulver würzen, anschließend mit Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist (ca. 15 bis 20 min). Nun etwas Sojacuisine hinzugeben, so dass eine schöne Soße entsteht, die der Reis dann aufnehmen kann.
Guten Appetit!

Donnerstag, 3. November 2011

Kidneybohnen in Tomatensoße (mein neues Lieblingsessen)


Hier die Quick-and-dirty-Version der Kidneybohnen in roter Soße. Entdeckt im Happy-Herbivore-Kochbuch und nur leicht verändert. Ein großartiger Rezept für abends, wenn man mit großen Hunger heimkommt und es einfach schnell gehen soll. Dann gehen mir die Bohnen in Soße nämlich nicht schnell genug. Als schnelle Beilage: weiße Brötchen.

Zutaten (für 2 Personen):
1 EL Rapsöl
1 Zwiebel
1 TL gemahlener Ingwer
1 TL Garam Masala
1 TL Cumin
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Curcuma
1 TL Chiliflocken
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
1 Dose Kidneybohnen (gleiche Größe)

Zwiebel fein hacken und in einem Topf im Rapsöl anbraten. Gewürze zugeben und kurz mitrösten. Tomaten unterrühren, Kidneybohnen zugeben und erwärmen. Von der Herdplatte nehmen und 5 Minuten ziehen lassen, damit sich der Geschmack entfalten kann. Fertig!