Sonntag, 15. Januar 2017

{Einfach mal machen} Verschenkekiste am Arbeitsplatz


Träumt ihr auch manchmal davon, die Welt zu verändern, von großen Aktionen und Unternehmungen zum Wohle aller Menschen und der Umwelt? Mit Berichten davon kann ich leider nicht dienen, denn zum Heldentum bin ich wohl nicht geboren... Dennoch möchte ich euch unter der Überschrift „Einfach mal machen“ in den nächsten Wochen und Monaten einiges vorstellen, das ich insbesondere im letzten Jahr in Bewegung gebracht habe. Die meisten dieser Aktionen sind klein und mit wenig Aufwand umzusetzen, der Widerstand ist gering und man muss außer etwas gutem Willen, einem positiven Menschenbild und ein bisschen Organisationsfähigkeit keinerlei Kenntnisse mitbringen. Eins haben sie jedoch alle gemein: Ich bin damit aus meiner eigenen kleinen Welt herausgetreten, bin mit neuen Menschen ins Gespräch gekommen, habe eine Menge dazugelernt und bin inspiriert für Neues. Für mich waren diese Ideen eine logische Folge meiner Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und einem „guten Leben“, was immer das bedeuten mag. Vielleicht könnt ihr ja einige Ideen mitnehmen oder teilt eure eigenen in den Kommentaren! Heute geht es los mit der

Verschenkekiste an der Arbeit

Vermutlich kennt ihr das Problem auch: Ihr habt euch zum Entrümpeln aufgerafft, aber am Ende scheitert es daran, dass ihr das Zeug lieber gleich behaltet (verkaufen zu umständlich und nicht lohnenswert, zum Wegwerfen aber zu schade), oder aber die gepackte Kiste für den Umsonstladen steht wochenlang im Flur herum, weil die Öffnungszeiten irgendwie nie mit eurer sonstigen Tagesplanung zusammenpassen.

Für solche Fälle habe ich an meinem Arbeitsplatz eine Verschenkekiste aufgestellt. Die Organisation war einfach: passenden Platz ausgeguckt, Kiste besorgt, Chef gefragt, O.K. bekommen, Zettel ausgedruckt, beides aufgehängt/aufgestellt und mit Krams befüllt. Mittlerweile ist die Kiste verschwunden und das gesamte Regal dient als Sammelplatz für Dinge, die ihren Besitzer wechseln sollen. Alle paar Wochen werfe ich die Reste weg, aber im Allgemeinen entsteht wenig Müll. Immer wieder stehen Kollegen vor dem Regal und unterhalten sich, und mittlerweile wird es auch nicht mehr nur von den Kollegen aus meiner Arbeitsgruppe gefüllt. Außerdem haben sich schon viele interessante Gespräche zum Entrümpeln ergeben. Ein voller Erfolg mit wenig Arbeit!

Montag, 2. Januar 2017

Mein Motto für 2017: Enough.


Anstelle von Neujahrsvorsätzen stelle ich seit 2015 mein Jahr jeweils unter ein Motto. Diesmal: Genug ist genug. Man muss es sich nur oft genug sagen. Beim Entrümpeln bin ich darin mittlerweile ganz gut, auch wenn ich immer mal wieder was Neues finde, was noch gehen kann. Es ist ein Prozess. Noch wichtiger war, die Einkäufe in den Griff zu kriegen. Und am allerwichtigsten sind (deswegen habe ich das Motto auch ausgewählt): meine Aktivitäten. Ich finde so vieles interessant und spannend und wichtig, dass ich mich öfter mal verzettele und am Ende völlig erschöpft bin. Solange ich meine eigene Regel, nur jedes zweite Wochenende Termine zu haben, befolge, geht es - aber irgendwie füllen sich die restlichen Wochenenden dann doch immer wieder wie von Zauberhand. Nicht gut. Also auch hier: Genug ist genug. Und genug im Kleiderschrank wäre dann auch noch wichtig, da hakt es nämlich immer wieder mal. Ansonsten ist eher Schmalspur angesagt, aber in puncto Klamotten ist noch Luft. Mal sehen, wie das Jahr läuft.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Last-Minute-Geschenk: Vegane Schokocrossies


Irgendwie geht es mir jedes Jahr so: Trotz sorgfältigster Geschenkeplanung (was bedeutet, mit möglichst vielen Leuten abzusprechen, dass wir uns eben gerade nichts schenken) brauche ich am Ende doch immer noch irgendeine Kleinigkeit als Dankeschön für irgendwen. Schoko-Crossies sind da schnell gemacht und ruckzuck verpackt.

Zutaten:
35 g vegane Milchschokolade
70 g Zartbitterschokolade
50 g gehobelte Mandeln
ein paar Hände voll Cornflakes

Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann die gehobelten Mandeln unterrühren. Cornflakes zwischen den Händen zerdrücken und die Krümel ebenfalls unterrühren. Dabei immer mal ausprobieren, ob es mittlerweile genug sind: Das ist dann der Fall, wenn sie sich nur noch sehr schwer unterrühren lassen. Dann kleine Häufchen auf Butterbrot- oder Backpapier setzen, fest werden lassen und verpacken (oder selber essen).

Freitag, 16. Dezember 2016

Vegane Rumkugeln


Nach dem Bratapfellikör hier noch eine weitere kleine Geschenkidee (gebrannte Mandeln machen sich in solchen Tütchen übrigens auch sehr gut).

Zutaten (für ca. 30 Stück):
250 g Zartbitterschokolade
25 g vegane Butter
1 EL Puderzucker, gesiebt
1 EL Hafersahne
3 EL brauner Rum
Kakaopulver (oder Schokoladestreusel) zum Wälzen

Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mit einem Schneebesen zunächst die vegane Butter, dann Puderzucker und Hafersahne, dann den Rum unterrühren. Kühl stellen, bis die Masse anfängt, fest zu werden, und sich gut formen lässt. Dann kleine Kugeln rollen, dafür ggf. die Hände anfeuchten, und in dunklem Kakaopulver oder Schokoladestreuseln wälzen. Kühl stellen und fest werden lassen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Bratapfellikör


Noch auf der Suche nach einer Kleinikeit für Weihnachten? Dieser Likör ist schnell gemacht.

Zutaten:
1 l Apfelsaft
60 g brauner Zucker
1 gestrichener Teelöffel Vanille
3 Zimtstangen
2 Anissterne
4 ganze Nelken
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Orange
300 ml weißer Rum
100 ml Amaretto

Apfelsaft in einen Topf gießen, die Gewürze in einen Teebeutel geben (oder einfach so in den Topf werfen), Beutel in den Topf, Deckel drauf und 15 Minuten kochen lassen. Durch ein feines Teesieb abgießen, mit dem Alkohol verrühren und in sterilisierte Flaschen füllen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

So viele vegane Blogs sterben... (Aktualisierung der veganen Blogliste)

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Ich habe endlich mal wieder meine vegane Blogliste aufgeräumt und dabei mit Schrecken festgestellt, wie viele vegane Blogs mittlerweile wieder von der Bildfläche verschwunden sind, darunter etliche langjährige Weggefährtinnen, wenn man das so sagen darf. twoodledrum gibt es nun seit mehr als sechs Jahren. Seitdem verfolge ich die vegane Bloggerszene mal mehr, mal weniger aufmerksam verfolgt. Mehrere Jahre war der twoodledrum-Adventskalender mein Baby, zu dem etliche, meist vegane Bloggerinnen viele tolle Rezepte beigetragen haben. Dieses Jahr habe ich mich aus zeitliche Gründen dagegen entschieden, einen solchen Kalender zu starten, musste aber mit Entsetzen feststellen, dass viele meiner Gastpostkandidatinnen ihre Blogs nicht mehr aktiv pflegen. Insgesamt ist die Liste sehr kurz geworden. Schade! Das deckt sich allerdings mit meinem Gefühl, dass sich die Aktivitäten immer mehr weg von Blogs hin zu Plattformen wie Instagram verschieben. Wie ist euer Eindruck? Und wie ist euer Nutzungsverhalten?

Sonntag, 27. November 2016

Endlich gibt es veganen Schnittkäse, den ich mag! (Simply V)


Ich erinnere mich immer noch mit Grausen an das Paket von veganen Schnittkäsesorten, das ich vor fast sechs Jahren bei einem veganen Online-Versandhaus bestellt habe. Mein Mann und ich haben eine Pizza gemacht und sie mit einer Sorte Käse bestreut. Beim ersten Stück schien uns das ganz ok - aber leider nur, weil wir großen Hunger hatten, wie sich danach herausstellte. Der Rest der Pizza wanderte in den Müll. Gleiches passierte mit dem Hawaii-Toast. An die restlichen Sorten haben wir uns dann gar nicht mehr rangetraut.

Der Wilmersburger war vor einigen Jahren, als er auf den Markt kam, dann noch mal meine Hoffnung. Offensichtlich fehlt mir da aber echt irgendein Gen. Auf der VeggieWorld habe ich den Wilmersburger am Stand des Herstellers probiert, ohne große Erwartungen, denn ich mochte ihn schon vorher nicht, aber eine zweite Chance hat ja jeder verdient. Resultat: Bäh. Zeitgleich (!) sagten die zwei Frauen neben mir: "Wow, das schmeckt ja wie echter Käse!" und ließen mich ratlos zurück.

Veganen Frischkäse dagegen esse ich je nach Sorte gern und war daher erst erfreut vom Angebot von Simply V, die verschiedenen Sorten zu testen, und dann schockiert vom Inhalt des Pakets: Da waren auch drei Packungen veganer Schnittkäse dabei! Etliche Wochen habe ich ihn im Kühlschrank von A nach B geschoben und mich nicht rangetraut, aber für einen Testpost muss man nun mal auch testen. Also, irgendwann ein Brot geschmiert, Schnittkäse drauf und vorsichtig reingebissen. Und: Ich fand es lecker! "Würzig" ist vielleicht nicht ganz die richtige Beschreibung, aber ich bin nach wie vor geflasht von der Tatsache, dass es einen veganen Schnittkäse gibt, der mir schmeckt, und damit eine Alternative zu all den Aufstrichen und Pasten. Hurra! Einziges Problem: Der Käse ist hier im Edeka leider nicht erhältlich.

Im Rewe gibt es immerhin den normalen und den Kräuterfrischkäse. Über die will ich hier auch noch mal ein paar Worte verlieren. Den normalen Frischkäse finde ich nicht besonders säuerlich, aber lecker, und esse ihn einfach pur aufs Brot. Den Kräuterfrischkäse habe ich, lt. Anleitung auf den dem Paket beiliegenden Rezeptkärtchen, zu einem Flammkuchen verarbeitet. Sehr lecker! Der Schokofrischkäse ist in einem Kuchen gelandet, auch hier habe ich mich ans beiligende Rezepte gehalten und Lob von den Kollegen kassiert. Mein Mann musste ihn pur probieren und fand ihn vergleichbar mit nicht-veganen Produkten.

Fazit: Ich bin total zufrieden und begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich auftun. Meine Frage allerdings: Woher bezieht ihr eure Produkte von Simply V?

Sonntag, 13. November 2016

Adventskalender für mich (und andere)


Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt, liebevoller und wertschätzender mit anderen, aber auch mit mir selbst umzugehen. Was den Umgang mit mir selbst betrifft, so gehört dazu, mir bewusst Auszeiten zu nehmen, und - was man vielleicht nicht vermuten würde - dafür zu sorgen, dass ich gut und gesund esse. Das Kochen ist bei mir das erste, was gestrichen wird, wenn ich unter Zeitdruck gerate. Daher bin ich eigentlich der perfekte Kandidat für Adventskalender wie den von mymuesli.de: Hier bekommt man entweder 24 Dosen mit Müsli oder mit Porridge. Einfach Milch dazu und fertig. Was mich abschreckt, ist jedoch der Müll, der dabei produziert wird. Während ich noch überlegt habe, ob ich dennoch einen Kalender bestellen soll, habe ich einige Einmachgläser verräumt und kam dann ins Sinnieren: Warum den Müslikalender nicht für mich selbst machen? Dann sind schon einmal 24 gesunde Frühstücke für den Dezember vorbereitet, egal, was sonst so passiert. Da gerade die Blogs nur so überquellen vor Ideen für Granola, sind eurer Phantasie beim Vorbereiten keine Grenzen gesetzt. In den letzten Wochen sind mir z. B. Himbeer-Granola, Knuspermüsli mit Macadamias Blaubeeren und Orange und Matcha Cocoa Sesame Clusters über den Weg gelaufen. Das Schoko-Orangen-Müsli kann ich euch auch sehr empfehlen. Ich selbst esse momentan am liebsten eine Mischung aus zarten Haferflocken, Gojibeeren, gehackten Mandeln und etwas Matcha. Die seht ihr auch auf dem Bild. Je nach Glas kann man dann entweder die Milch direkt dazugießen (vorne) oder braucht noch eine Schüssel (hinten).
Der Kalender eignet sich natürlich nicht nur zum Selberessen, sondern auch zum Verschenken.


Meinen zweiten Adventskalender habe ich bereits letztes Jahr ausprobiert: 24 kleine Zettelchen mit Dingen, die mir gut tun, von denen ich jeden Tag einen ziehe. Da steht dann sowas drauf wie "jemanden anrufen", "baden", "meditieren", "bei Youtube durch die Musikvideos stöbern" oder "auf dem Arbeitsweg eine Tasse Kakao holen" - halt lauter Dinge, die einfach Balsam für meine Seele sind. Ist schnell gemacht, individuell anpassbar und, wenn man Zeug wie den Kakao oder das Baden weglässt weglässt, auch völlig kostenlos. Mich hat dieser Kalender in der letzten Adventszeit daran erinnert, auch mal Pause zu machen, runterzukommen und die Zeit zu genießen.



Und damit ich hier nicht rüberkomme wie der totale Egoist, will ich euch noch den Adventskalender zeigen, den meine Eltern seit einigen Jahren von uns bekommen. Meine Mutter steht total auf Nüsse und Trockenfrüchte, also sind wir hergegangen und haben 24 kleine Gläschen gekauft, die Deckel mit Adventskalenderzahlen beklebt und dann verschiedenste Früchte, Nüsse (und auch ein bisschen Schokolade) eingefüllt. Wenn man die Deckel vorsichtig auswischt, sind die Gläser immer wieder neu befüllbar.

Ansonsten kann ich euch, wenn ihr adventskalenderbegeistert seid, auch noch mal das vegane Adventskalenderwichteln empfehlen. Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November!

Sonntag, 6. November 2016

Low-Budget Halloween-Deko und Gespenster-Lollis zum Selbermachen


Dieses Jahr habe ich mich auch vom Halloween-Fieber anstecken lassen. Nicht so sehr, weil ich mit diesem Fest irgendwas verbinde, aber ich finde es eigentlich schön, wenn durch verschiedene besondere Tage der Lauf des Jahres deutlich wird (das ist so ähnlich wie den Sommer mit Erdbeeren einzuläuten).

Außer bei dem Rübengesicht habe ich mich diesmal bei der Fensterdeko ausgetobt und aus schwarzem Tonkarton verschiedene Monster gebastelt. Die Augen habe ich dann mit buntem Transparentpapier hinterklebt. Mit Tesafilm im Fenster befestigen, weiße Gardine dahinter, Licht an - fertig. Ich habe mich vor allem an diesen Vorlagen orientiert, euch aber auch noch mal meine Monster näher abfotografiert:



von vorne

von hinten



Für die Kinder gab es Gespensterlollis. Einfach einen Lolli mit einem Taschentuch einwickeln, festbinden und mit Filzstift Augen aufmalen:



Meine Kollegin hat das Ganze dann auf die Spitze getrieben:


Im Internet hatte ich noch viel mehr Ideen gefunden, hatte dann aber am Ende nicht mehr genug Zeit zum Basteln. Nächstes Jahr dann!

Mittwoch, 2. November 2016

Veganes Adventskalenderwichteln 2016

http://bissenfuersgewissen.com/2016/11/adventkalenderwichteln-2016-bist-du-dabei.html

Da bereits die Nachfrage kam: Das vegane Adventskalenderwichteln gibt es auch dieses Jahr wieder! Allerdings bei Angie auf "Bissen fürs Gewissen".

Noch nie mitgemacht? Hier die Idee: Jeweils zwei Partner werden einander zugelost und packen sich dann gegenseitig einen veganen Adventskalender, der bis zum 30. November angekommen sein soll. Und dann gibt es jeden Tag ein Päckchen zum Aufmachen.

Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November. Alle Infos und Regeln gibt es hier.