Donnerstag, 1. Dezember 2016

So viele vegane Blogs sterben... (Aktualisierung der veganen Blogliste)

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Ich habe endlich mal wieder meine vegane Blogliste aufgeräumt und dabei mit Schrecken festgestellt, wie viele vegane Blogs mittlerweile wieder von der Bildfläche verschwunden sind, darunter etliche langjährige Weggefährtinnen, wenn man das so sagen darf. twoodledrum gibt es nun seit mehr als sechs Jahren. Seitdem verfolge ich die vegane Bloggerszene mal mehr, mal weniger aufmerksam verfolgt. Mehrere Jahre war der twoodledrum-Adventskalender mein Baby, zu dem etliche, meist vegane Bloggerinnen viele tolle Rezepte beigetragen haben. Dieses Jahr habe ich mich aus zeitliche Gründen dagegen entschieden, einen solchen Kalender zu starten, musste aber mit Entsetzen feststellen, dass viele meiner Gastpostkandidatinnen ihre Blogs nicht mehr aktiv pflegen. Insgesamt ist die Liste sehr kurz geworden. Schade! Das deckt sich allerdings mit meinem Gefühl, dass sich die Aktivitäten immer mehr weg von Blogs hin zu Plattformen wie Instagram verschieben. Wie ist euer Eindruck? Und wie ist euer Nutzungsverhalten?

Sonntag, 27. November 2016

Endlich gibt es veganen Schnittkäse, den ich mag! (Simply V)


Ich erinnere mich immer noch mit Grausen an das Paket von veganen Schnittkäsesorten, das ich vor fast sechs Jahren bei einem veganen Online-Versandhaus bestellt habe. Mein Mann und ich haben eine Pizza gemacht und sie mit einer Sorte Käse bestreut. Beim ersten Stück schien uns das ganz ok - aber leider nur, weil wir großen Hunger hatten, wie sich danach herausstellte. Der Rest der Pizza wanderte in den Müll. Gleiches passierte mit dem Hawaii-Toast. An die restlichen Sorten haben wir uns dann gar nicht mehr rangetraut.

Der Wilmersburger war vor einigen Jahren, als er auf den Markt kam, dann noch mal meine Hoffnung. Offensichtlich fehlt mir da aber echt irgendein Gen. Auf der VeggieWorld habe ich den Wilmersburger am Stand des Herstellers probiert, ohne große Erwartungen, denn ich mochte ihn schon vorher nicht, aber eine zweite Chance hat ja jeder verdient. Resultat: Bäh. Zeitgleich (!) sagten die zwei Frauen neben mir: "Wow, das schmeckt ja wie echter Käse!" und ließen mich ratlos zurück.

Veganen Frischkäse dagegen esse ich je nach Sorte gern und war daher erst erfreut vom Angebot von Simply V, die verschiedenen Sorten zu testen, und dann schockiert vom Inhalt des Pakets: Da waren auch drei Packungen veganer Schnittkäse dabei! Etliche Wochen habe ich ihn im Kühlschrank von A nach B geschoben und mich nicht rangetraut, aber für einen Testpost muss man nun mal auch testen. Also, irgendwann ein Brot geschmiert, Schnittkäse drauf und vorsichtig reingebissen. Und: Ich fand es lecker! "Würzig" ist vielleicht nicht ganz die richtige Beschreibung, aber ich bin nach wie vor geflasht von der Tatsache, dass es einen veganen Schnittkäse gibt, der mir schmeckt, und damit eine Alternative zu all den Aufstrichen und Pasten. Hurra! Einziges Problem: Der Käse ist hier im Edeka leider nicht erhältlich.

Im Rewe gibt es immerhin den normalen und den Kräuterfrischkäse. Über die will ich hier auch noch mal ein paar Worte verlieren. Den normalen Frischkäse finde ich nicht besonders säuerlich, aber lecker, und esse ihn einfach pur aufs Brot. Den Kräuterfrischkäse habe ich, lt. Anleitung auf den dem Paket beiliegenden Rezeptkärtchen, zu einem Flammkuchen verarbeitet. Sehr lecker! Der Schokofrischkäse ist in einem Kuchen gelandet, auch hier habe ich mich ans beiligende Rezepte gehalten und Lob von den Kollegen kassiert. Mein Mann musste ihn pur probieren und fand ihn vergleichbar mit nicht-veganen Produkten.

Fazit: Ich bin total zufrieden und begeistert von den neuen Möglichkeiten, die sich auftun. Meine Frage allerdings: Woher bezieht ihr eure Produkte von Simply V?

Sonntag, 13. November 2016

Adventskalender für mich (und andere)


Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt, liebevoller und wertschätzender mit anderen, aber auch mit mir selbst umzugehen. Was den Umgang mit mir selbst betrifft, so gehört dazu, mir bewusst Auszeiten zu nehmen, und - was man vielleicht nicht vermuten würde - dafür zu sorgen, dass ich gut und gesund esse. Das Kochen ist bei mir das erste, was gestrichen wird, wenn ich unter Zeitdruck gerate. Daher bin ich eigentlich der perfekte Kandidat für Adventskalender wie den von mymuesli.de: Hier bekommt man entweder 24 Dosen mit Müsli oder mit Porridge. Einfach Milch dazu und fertig. Was mich abschreckt, ist jedoch der Müll, der dabei produziert wird. Während ich noch überlegt habe, ob ich dennoch einen Kalender bestellen soll, habe ich einige Einmachgläser verräumt und kam dann ins Sinnieren: Warum den Müslikalender nicht für mich selbst machen? Dann sind schon einmal 24 gesunde Frühstücke für den Dezember vorbereitet, egal, was sonst so passiert. Da gerade die Blogs nur so überquellen vor Ideen für Granola, sind eurer Phantasie beim Vorbereiten keine Grenzen gesetzt. In den letzten Wochen sind mir z. B. Himbeer-Granola, Knuspermüsli mit Macadamias Blaubeeren und Orange und Matcha Cocoa Sesame Clusters über den Weg gelaufen. Das Schoko-Orangen-Müsli kann ich euch auch sehr empfehlen. Ich selbst esse momentan am liebsten eine Mischung aus zarten Haferflocken, Gojibeeren, gehackten Mandeln und etwas Matcha. Die seht ihr auch auf dem Bild. Je nach Glas kann man dann entweder die Milch direkt dazugießen (vorne) oder braucht noch eine Schüssel (hinten).
Der Kalender eignet sich natürlich nicht nur zum Selberessen, sondern auch zum Verschenken.


Meinen zweiten Adventskalender habe ich bereits letztes Jahr ausprobiert: 24 kleine Zettelchen mit Dingen, die mir gut tun, von denen ich jeden Tag einen ziehe. Da steht dann sowas drauf wie "jemanden anrufen", "baden", "meditieren", "bei Youtube durch die Musikvideos stöbern" oder "auf dem Arbeitsweg eine Tasse Kakao holen" - halt lauter Dinge, die einfach Balsam für meine Seele sind. Ist schnell gemacht, individuell anpassbar und, wenn man Zeug wie den Kakao oder das Baden weglässt weglässt, auch völlig kostenlos. Mich hat dieser Kalender in der letzten Adventszeit daran erinnert, auch mal Pause zu machen, runterzukommen und die Zeit zu genießen.



Und damit ich hier nicht rüberkomme wie der totale Egoist, will ich euch noch den Adventskalender zeigen, den meine Eltern seit einigen Jahren von uns bekommen. Meine Mutter steht total auf Nüsse und Trockenfrüchte, also sind wir hergegangen und haben 24 kleine Gläschen gekauft, die Deckel mit Adventskalenderzahlen beklebt und dann verschiedenste Früchte, Nüsse (und auch ein bisschen Schokolade) eingefüllt. Wenn man die Deckel vorsichtig auswischt, sind die Gläser immer wieder neu befüllbar.

Ansonsten kann ich euch, wenn ihr adventskalenderbegeistert seid, auch noch mal das vegane Adventskalenderwichteln empfehlen. Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November!

Sonntag, 6. November 2016

Low-Budget Halloween-Deko und Gespenster-Lollis zum Selbermachen


Dieses Jahr habe ich mich auch vom Halloween-Fieber anstecken lassen. Nicht so sehr, weil ich mit diesem Fest irgendwas verbinde, aber ich finde es eigentlich schön, wenn durch verschiedene besondere Tage der Lauf des Jahres deutlich wird (das ist so ähnlich wie den Sommer mit Erdbeeren einzuläuten).

Außer bei dem Rübengesicht habe ich mich diesmal bei der Fensterdeko ausgetobt und aus schwarzem Tonkarton verschiedene Monster gebastelt. Die Augen habe ich dann mit buntem Transparentpapier hinterklebt. Mit Tesafilm im Fenster befestigen, weiße Gardine dahinter, Licht an - fertig. Ich habe mich vor allem an diesen Vorlagen orientiert, euch aber auch noch mal meine Monster näher abfotografiert:



von vorne

von hinten



Für die Kinder gab es Gespensterlollis. Einfach einen Lolli mit einem Taschentuch einwickeln, festbinden und mit Filzstift Augen aufmalen:



Meine Kollegin hat das Ganze dann auf die Spitze getrieben:


Im Internet hatte ich noch viel mehr Ideen gefunden, hatte dann aber am Ende nicht mehr genug Zeit zum Basteln. Nächstes Jahr dann!

Mittwoch, 2. November 2016

Veganes Adventskalenderwichteln 2016

http://bissenfuersgewissen.com/2016/11/adventkalenderwichteln-2016-bist-du-dabei.html

Da bereits die Nachfrage kam: Das vegane Adventskalenderwichteln gibt es auch dieses Jahr wieder! Allerdings bei Angie auf "Bissen fürs Gewissen".

Noch nie mitgemacht? Hier die Idee: Jeweils zwei Partner werden einander zugelost und packen sich dann gegenseitig einen veganen Adventskalender, der bis zum 30. November angekommen sein soll. Und dann gibt es jeden Tag ein Päckchen zum Aufmachen.

Die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November. Alle Infos und Regeln gibt es hier.

Sonntag, 30. Oktober 2016

Samentütchen selbstgemacht


Demnächst veranstalten wir an der Arbeit eine Saatguttauschbörse. Daher bin ich derzeit eifrig dabei, Saatgut zu reinigen und zu verpacken - und außerdem sind hübsch verpackte Samen sowieso ein schönes Geschenk, wie ich finde. Jedenfalls habe ich mir dazu eine kleine Vorlage für ein Saatguttütchen zum Selbermachen gebastelt, die ich gern mit euch teilen möchte. Einfach eine Vorlage nach den Maßen unten herstellen (oder aber in der gewünschten Größe) und dann auf Papier übertragen. Einmal in der Mitte entlang der gestrichelten Linie vorfalten. Die beiden abgeschrägten Seitenstreifen (oben im Bild oben und rechts, unten in der Zeichnung rechts und unten) vorfalten und mit Klebstoff einstreichen, das Tütchen zusammenkleben und unter einem großen Buch o. Ä. trocknen lassen. Dann einen passenden Papierstreifen als Schildchen aufkleben, beschriften, befüllen, die Oberkante an der gestrichelten Linie umknicken und mit einer Büroklammer verschließen.

Und falls es mal schneller gehen muss, gibt es hier noch eine alternative Anleitung auf Youtube. Das Tütchen finde ich nicht ganz so hübsch, es kommt aber komplett ohne Klebstoff aus.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Amaranth-Schoko-Wölkchen


Denkbar einfach, sehr hübsch und je nach Geschmack mit weißer, Milch- oder Zartbitterschokolade herzustellen - das macht sie ideal für alle, die wie ich im Sinne des Clean Eating ihren Zuckerkonsum etwas herunterschrauben, aber nicht komplett auf süße Leckereien verzichten wollen. Allerdings sind die Wölkchen recht fragil und sollten vorsichtig behandelt werden!

Zutaten (für 12 bis 15 Stück):
35 g Schokolade
25 - 30 g gepuffter Amaranth

Schokolade im Wasserbad schmelzen und Amaranth unterrühren. Dabei erst einmal mit 25 g beginnen und ggf. noch etwas mehr dazugeben. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Butterbrotpapier setzen und fest werden lassen.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Runkelrübengesicht


Nachdem mir letztes Jahr die Mäuse meine Runkelrüben - oder, wie man hier sagt, Dickwurz - kaputtgefressen hatten, habe ich dieses Jahr einen erneuten Aussaatversuch gestartet. Nur wenige Pflanzen sind aufgegangen, was aber auch nicht unbedingt etwas ausmacht, denn die Rüben (bei denen es sich übrigens um dieselbe Art handelt wie bei Zuckerrüben, Roter Bete und Mangold) haben einen sehr hohen Zuckergehalt, sodass sie sich nur bedingt als Kaninchenfutter eignen. Also habe ich jetzt einige kleinere Rüben und das Megaexemplar, das ihr oben auf dem Foto seht. Als ich klein war, hatten meine Großeltern jedes Jahr Futterrüben für die Rinder, aber ich könnte mich nicht erinnern, jemals eine so große Runkel gesehen zu haben. Na, auch gut, die ließ sich nämlich deutlich entspannter aushöhlen, zumal sie innen bereits zu faulen begonnen hatte. Hier seht ihr das Ergebnis:



Schön grimmig! Wobei das nicht unbedingt beabsichtigt war, ich habe nur weder eine künstlerische Ader noch übermäßig viel Geduld und musste mich daher beim Schnitzen mit Dreiecken begnügen. Jetzt hoffe ich, dass die Runkel lange genug hält, um an Halloween die vorbeikommenden Kinder zu begrüßen.


Sonntag, 9. Oktober 2016

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind: Saatgutreinigung ohne Spezialzubehör


In den letzten Wochen war ich sehr fleißig, was das Sammeln von Saatgut angeht - die ganze Terrasse stand voll... Und da ich diese Woche Urlaub hatte, habe ich mich beim gutem Wetter an das Aufreinigen gemacht. Bei einigen Samen ist das gar kein Problem, weil man sie z. B. mit der Hand sortieren (z. B. Bohnen und Kapuzinerkresse). Bei anderen Samen ist die Weiterverarbeitung schon etwas komplizierter, wenn man sie von Pflanzenbestandteilen und tauben Körnern reinigen will. Besondere Siebe usw. wollte ich mir aber erst einmal sparen, weil ich gerade erst in die Saatgutvermehrung einsteige.

Die Samen der Prunkwinde ließen sich, nachdem ich sie von ihren Hüllen befreit hatte, hervorragend auf einem flachen Teller ausbreiten und dann durch vorsichtiges Pusten von den Hüllenresten befreien. Das funktioniert so gut, weil die Prunkwindensamen relativ groß sind und die Hüllenreste deutlich leichter, sodass sie schnell wegfliegen.

Die Ringelblumen waren da schon etwas störrischer. Auf dem Foto oben seht ihr meine Ringelblumensamen nach dem Dreschen im Kopfkissenbezug. Ich habe einfach die getrockneten Blütenköpfe mit den Samen in einen alten Kopfkissenbezug gesteckt und diesen dann fest auf den Boden gedrückt und gerollt. Dabei wurden die Samen frei. Staub und große Partikel sind deutlich zu erkennen. Anschließend habe ich den Staub durch ein Abtropfsieb abgesiebt und dann den Herbstwind zur Hilfe genommen: Ich habe die Samen vorsichtig zwischen zwei großen Schüssel hin und her "gegossen", wobei der Wind viele der leichten Bestandteile weggeweht hat. In meiner Auffangschale konnte man auch eine deutliche Trennung zwischen leichten und schweren Teilen erkennen:


Ganz links Blütenblätter, dann sonstiger Krempel und rechts relativ konzentriert die Samen.

Noch besser sieht man das beim Rucola:


Hier das Endergebnis der Ringelblumensamen (immer noch ziemlich "dreckig", aber das erleichtert ja irgendwie auch das Säen), nachdem ich die ganz großen Teile noch per Hand aussortiert habe:


Bei der Phacelia hat es noch besser geklappt:


Wie reinigt ihr euer Saatgut, wenn ihr selbst welches gewinnt?

Montag, 3. Oktober 2016

Zum Direktessen und Einkochen: Kürbissuppe mit Karotten, Ingwer und Kokosmilch


Ein großer Kürbisfan bin ich ja bekanntermaßen nicht, habe mich allerdings in den letzten Jahren irgendwie dran gewöhnt. Und außerdem sind Kürbisse im Garten so praktisch! Sie gedeihen mit etwas Dünger ohne großes Zutun, beschatten mit ihren riesigen Blättern den Boden und halten so das Unkraut klein - zumindest, bis sie am Mehltau zugrunde gehen. Dieses Jahr habe ich von meiner Schwester zwei Hokkaido-Pflanzen bekommen, deren Ertrag nun verarbeitet sein wollte. Bei meiner Recherche bin ich bei Chefkoch über dieses Rezept gestolpert und bin zum allerersten Mal wirklich begeistert von einer selbstgekochten Kürbissuppe.

Eingekocht habe ich die Suppe im Weckautomaten, 60 Minuten bei 100 °C (+ Aufwärmzeit). Super Sache.

Zutaten:
800 g Hokkaidokürbis, geputzt
600 g Möhren, geputzt
1 Zwiebel
5 cm Ingwer
2 EL neutrales Pflanzenöl
1 Liter Gemüsebrühe
500 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer
Sojasoße
Zitronensaft

Hokkaido, Möhren, Zwiebeln und Ingwer grob zerkleinern (wird hinterher eh püriert - meine Kürbiswürfel waren 3 bis 4 cm groß). Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Ingwer darin anbraten. Wenn die Zwiebel glasig wird, Kürbis und Möhren dazugeben und noch etwas mitbraten, dann mit der Brühe ablöschen und ca. 30 Minuten kochen. Die Suppe ist fertig, wenn Möhre und Kürbis weich sind - einfach mit einem Messer reinpieken. Dann die Kokosmilch dazugeben und im Mixer oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Je einen Schuss Sojasoße und Zitronensaft zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.