Samstag, 22. November 2014

{Verlosung} CMD Naturkosmetik und Vegan Beauty Box

Ich bin ja so gar kein Kosmetikliebhaber. Meine "dekorative" Kosmetik beschränkt sich auf einen Lippenpflegestift, und in unserem Bad stehen:
  • selbstgemachte Flüssigseife für die Hände, 
  • Sebis Duschgel, 
  • unsere Shampoos, 
  • selbstgemachte Seife zum Duschen, 
  • Zahnpasta, 
  • Sebis Aftershave, 
  • Deo für ihn, 
  • Natron und Aluminiumchlorid für mich und 
  • Bodylotion. 
Im Sommer kommen noch Fuß- und Sonnencreme dazu und im Winter Hand- und Gesichtscreme. Dabei ist die Gesichtscreme im Winter mein ganz großes Problem. Meine Gesichtshaut reagiert nämlich auf so ziemlich alles mit fiesen Rötungen, sogar auf reines Kokosöl. Creme ich aber nicht, schuppt sie sich wie verrückt, insbesondere um den Mund. Keine Ahnung, was da falsch läuft. Jedenfalls ist es ein Graus für mich, die richtige Pflege zu finden, da ich Cremes oft einige Wochen lang gut vertrage, bis sich dann wieder dieselbe Reaktion zeigt.


Derzeit verwende ich zwei Cremes von CMD Naturkosmetik: eine Feuchtigkeitscreme mit Sanddorn und eine Mineral-Gesichtscreme. CMD hat sie mir zusammen mit einer Feuchtigkeitscreme mit Teebaumöl zum Testen zugeschickt. Die Teebaumölcreme ist für fettige Haut und daher sehr leicht, deswegen setzt sie meinen Hautschuppen leider nichts entgegen und ist nicht mein Produkt. Bei der Sanddorncreme war ich anfangs sehr skeptisch, weil sie sehr stark riecht und beim Auftragen auch irgendwie fettig wirkt, aber offensichtlich ist sie genau das Richtige für mich. Sie ist für alle Hauttypen geeignet. Speziell für fettige Haut und Mischhaut, was dann wohl meinem Hauttyp entspricht, ist die Mineral-Gesichtscreme, die mir bisher auch gut gefällt. Mal sehen, wie ich in einigen Wochen darüber denke - ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn diesmal die Reaktion ausbliebe!

CMD Naturkosmetik bietet übrigens nicht ausschließlich vegane Produkte an, aber nach eigenen Angaben sind über 90% des Sortiments vegan, und es gibt eine spezielle Seite, auf der die veganen Produkte explizit aufgelistet sind. Falls das euer Interesse geweckt hat: Ich verlose heute drei Gutscheine für den CMD-Onlineshop im Wert von je 15 Euro, die mir von CMD Naturkosmetik zur Verfügung gestellt wurden. Die Teilnahmebedingungen findet ihr weiter unten, denn...


...es gibt noch mehr zu gewinnen. Und zwar die erste Ausgabe der Love Beauty Box! Was das ist? Hier die Beschreibung:

"Die Love Beauty Box ist die erste vegane und tierversuchsfreie Kosmetikbox in Deutschland. Sie erscheint unter dem Motto „Wahre Schönheit verursacht kein Tierleid“ in einer limitierten Auflage zum ersten Mal im Dezember 2014. Ab Februar 2015 wird sie monatlich zu einem Festpreis von 20€ inklusive Versand erhältlich sein.

Ausschließlich vegane und tierversuchsfreie Produkte werden in der Love Beauty Box vorgestellt. Sowohl pflegende als auch dekorative Kosmetik von bereits etablierten und auch neuen Herstellern warten darauf, in der Box entdeckt zu werden. Dabei kann es sich um neue Shampoos, gutriechende Seifen und farbintensive Lippenstifte handeln, oder ein ganz neues Produkt, welches ihr so noch nicht gesehen habt. Natürlich legen wir bei der Auswahl der Firmen großen Wert auf ethische Standards."
Und eben die Dezemberbox gibt es einmal bei mir zu gewinnen. Carina, die hinter der Beauty-Box steht, hatte mir ein Exemplar zum Testen und Vorstellen angeboten, aber nachdem ihr die Aufstellung meiner "Beauty"-Produkte oben gesehen habt, seid ihr sicher mit mir einer Meinung, dass sich eine Verlosung deutlich mehr lohnt!

Und so könnt ihr mitmachen: Hinterlasst mir zur Teilnahme einfach einen Kommentar, bei welchem Pflegeprodukt ihr am meisten Probleme habt, etwas Passendes zu finden. Gebt bitte zusätzlich eure Mailadresse an, der ihr zur Abwehr von Spam am besten das @ durch ein $ ersetzt. Mit dem Hinterlassen eines Kommentars erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:
  • Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 30. November 2014.
  • Du bist 18 Jahre alt oder hast, falls du jünger bist, die Einverständnis deiner/s Erziehungsberechtigten zur Teilnahme.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wurde mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt und kann nicht bar ausgezahlt oder in andere Produkte eingetauscht werden.
  • Die Gewinner werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und dann per Mail kontaktiert.
  • Wenn ich auf meine Benachrichtigung nicht innerhalb einer Woche eine Antwort bekomme, wird der Gewinn weiterverlost.

Donnerstag, 20. November 2014

{Rezension} "Power Food vegan" von Sibylle Sturm


Irgendwie bewundere ich ja jeden, der ein Kochbuch schreibt. Und wenn ich denjenigen dann auch noch "kenne" (so gut man sich eben kennen kann, wenn man den Blog des anderen verfolgt), bin ich immer noch etwas mehr beeindruckt. So auch von Sibylle Sturm, euch vielleicht besser bekannt als Billa von "Billas Welt". Letztes Jahr war sie mit einem ganzen Weihnachtsmenü bei meinem Adventskalender zu Gast. Und jetzt hat mir der Christian-Verlag freundlicherweise ihr Buch "Power Food vegan"* zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dann mal los.

Das Buch beginnt mit einem sehr kurzen Vorwort, einigen Worten zu den Zutaten und ein paar Küchentipps. Auf Seite 20 beginnt schon der Rezeptteil. Ich finde das eine angenehme Abwechslung zu anderen Kochbüchern, bei denen ich die Einführung mittlerweile immer schon direkt überlese. Der Rezeptteil ist folgendermaßen gegliedert:
  • Power-Frühstück
  • Für zwischendurch
  • Salatbüfett
  • Aus dem Topf
  • Jetzt was Gscheits
  • Was Süßes geht immer
  • Heiße & kalte Drinks

Am Ende gibt es noch Menüvorschläge, in denen die Rezepte aus dem Buch passend zusammengestellt sind, und ein Rezepte- und (ich liebe es!) Zutatenregister.

Jedes Rezept ist mit einem appetitlichen Foto ausgestattet, und auf den Bildern ist meist viel Grünes und Frisches zu sehen. Man sieht also direkt, dass mit sehr viel Gemüse gekocht wird. Keine Angst übrigens, dass besonders exotische Zutaten verwendet würden (das war ehrlich gesagt meine Befürchtung, als ich den Titel gelesen habe. Ich hatte schon mit teuren Besuchen im Bioladen und in diversen Onlineshops gerechnet). Im Gegenteil. Billa definiert als „Superfoods“ alte Bekannte: Beeren, Nüsse, Hülsenfrüchte, frisches Obst und Gemüse. Sehr angenehm. Einige Zutaten werden auch im Detail beschrieben. Insgesamt stimmen die dargestellten Fakten.  Etwas kritisch finde ich es zwar, Dinkelmehl und andere Mehle als „gesündere“ Alternative zu Weizenmehl darzustellen, aber ein bisschen Ideologie braucht wohl jedes Kochbuch… Bei der Vorstellung von veganer Margarine wird übrigens sogar die Palmölproblematik angesprochen, dann aber dennoch Alsan empfohlen. Hm. Da wäre vielleicht auch noch ein kurzes Wort zum Thema „unvegane Margarine“ passend gewesen.

Aber zurück zu den Rezepten. Jedes kommt Personenangaben, Zubereitungs- und ggf. Ruhezeit, Zutatenliste und Anleitung zur Zubereitung daher. Glutenfreie Rezepte und Rezepte, die sich zum Mitnehmen eignen, sind als solche gekennzeichnet. Soja wird keins verwendet, dafür sehr, sehr viel Gemüse und Obst.

Für die saisonale Küche ist das Kochbuch allerdings nur bedingt geeignet. Zwar finden sich Menüvorschläge für alle vier Jahreszeiten, aber in vielen Rezepten, die ich auf den ersten Blick prädestiniert für Herbst und Winter fand, tauchen dann doch Zutaten wie Kohlrabi, Paprika, Tomaten oder Zucchini auf. Vieles davon kann man aber abwandeln und teilweise auf Tiefkühlware zurückgreifen. Kreativität ist gefragt, wie so oft beim saisonalen Kochen. Und im Sommer passen die Rezepte perfekt!

Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass ich fast keine Zutat entdecken konnte, die man nicht bei uns im Supermarkt kaufen kann (ein Edeka in einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern). Lediglich für essbare Blüten müsste ich unseren Garten konsultieren, für das Koriandergrün beim türkischen Lebensmittelladen vorbeischauen und evtl. für Mandelmus und Agar-Agar einen Besuch im Bioladen einplanen – aber Mandelmus hält sich ja. Sehr praktisch, wenn man keinen Bioladen oder Ähnliches direkt vor der Haustür hat.

Billa verspricht übrigens im Vorwort Rezepte, die schnell zuzubereiten sind, und das kann ich absolut bestätigen! Ausprobiert habe ich die folgenden Gerichte:


Interessante Ideen für ein Chili sin carne: Es sind Kartoffeln drin. Viele. Und die Sojaschnetzel muss man nicht selbst anbraten, sondern kippt einfach ein Glas vegane Bolognese dazu. War lecker.



Die Anleitung für die Kokos-Hanf-Kugeln fand ich nicht so richtig gelungen. Erstens habe ich den Verdacht, dass meine "Kokosbutter", sprich Kokosmus, nicht das war, was im Rezept mit "Pflanzenbutter" gemeint war, und zweitens weiß ich nach wie vor nicht so richtig, was "kleine Kugeln" sind. Meine Masse ließ sich jedenfalls nur nach Zugabe von deutlich mehr als der genannten Menge Wasser überhaupt dazu überreden, sich in Kugelform zu begeben, und das Wälzen in Kokosraspeln hat auch nur nicht wirklich geklappt. Das Ergebnis sah eher aus wie ein (stark) gerupftes Huhn (s. Kugel links). Lecker war das Ganze dennoch, allerdings auch ein wenig trocken. Mit einer Tasse Tee ein wundervolles Frühstück.



Als Herbstrezept habe ich die Süßkartoffel-Kürbissuppe mit Mandelmus-Schaum ausprobiert, in der neben Kürbis und Süßkartoffel auch große Mengen Kartoffeln und Möhren landen und daneben noch eine Dose Kokosmilch. Da ich die Suppe anschließend eingefroren habe, habe ich den Mandelmusschaum nicht mit zubereitet.

Auf meiner Nachkochliste steht jetzt u.a. noch Folgendes:
Erdbeer-Müsli-Trifle
Kohlrabi-Karotten-Salat
Feldsalat mit Kürbisspalten und Orangendressing
Kohlrabi-Kraut-Suppe mit grünen Bohnen
Kartoffelsuppe mit Wirsingtopping
Gemüsecurry mit Koriander
Bohnenburger
Erbsenbratlinge mit fruchtiger Mangosalsa
Cantuccini mit viel Schoko
Johannisbeere-Kardamom-Punsch
Orangen-Zimt-Ingwer-Punsch

Fazit


Ein tolles Kochbuch für die kreative und dennoch schnelle vegane Gemüseküche, das allerdings nur eine begrenzte Zahl an herbst- und wintertauglichen Rezepten liefert.

„Power Food vegan“ hat 192 Seiten und ist zum Preis von 19,99 Euro erhältlich.

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Was haltet ihr von "Power Food vegan"? Ich freue mich auf eure Kommentare! 

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Dienstag, 18. November 2014

Vegane Honigkuchen


Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, schon vor Totensonntag mit der Weihnachtsbäckerei zu beginnen. Bei diesen Honigkuchen ist das allerdings nötig, denn sie brauchen eine Weile, um durchzuziehen. Das Rezept meiner Oma, das ich letztes Jahr veganisiert habe, ist gleichzeitig mein Beitrag zur Weihnachtsbäckereiblogparade (was die deutsche Sprache doch für Möglichkeiten bietet...) auf RundumVegan, bei der ihr noch bis zum 30. November mitmachen könnt.

Zutaten (für zwei Bleche):
125 g Zucker
500 g Agavendicksaft
65 g Zitronat
1/2 Bio-Zitrone, davon die abgeriebene Schale
1 EL Zimt
1/2 EL gemahlener Ingwer
1/2 EL gemahlener Kardamom
Ersatz für 2 Eier, angerührt mit No-Egg-Eiersatzpulver
1 kg Mehl, Type 405
6 gestrichene TL Backpulver
125 g gemahlene Mandeln
8 g Pottasche
150-200 ml Wasser

für den Guss:
300 g Puderzucker
etwas lauwarmes Wasser

Zwei Bleche mit Backpapier belegen und Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen.
Zucker und Agavendicksaft in einer großen Schüssel verrühren, Zitronat, Zitronenschale und Gewürze unterrühren, Eiersatz und Mandeln unterrühren. Mehl sieben und mit Pottasche mischen, nach und nach unter den Teig rühren. Immer, wenn der Teig zu fest wird, um ihn auf dem Backblech auszurollen, etwas Wasser ergänzen und so die Konsistenz einstellen. Ca. 30 Minuten backen.
Aus gesiebtem Puderzucker und lauwarmem Wasser einen zähflüssigen Zuckerguss erstellen und auf den noch warmen Honigkuchen verteilen. Wenn der Guss fest geworden ist, in Quadrate oder Dreiecke schneiden und einige Wochen ziehen lassen, z. B. in einem gusseisernen Topf mit Deckel.

Dienstag, 11. November 2014

{Rezension} "Peace Food - Vegano Italiano" von Ruediger Dahlke


Und noch eine vegane Buchrezension. Peace Food - Vegano Italiano: Das Kochbuch* von Ruediger Dahlke hatte mich in der Bahnhofsbuchhandlung angelacht, und der GU-Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Es geht los mit einem laaangen Vorwort, das recht philosophisch die Idylle Italiens, die Wichtigkeit und die gesundheitlichen Vorteile einer veganen Ernährung, die Bezug des Autors zu Italien sowie die Vorzüge der italienischen Küche ausführlich beschreibt. Ich wäre ehrlich gesagt froh gewesen, hätte ich das nicht lesen müssen. Klischee reiht sich an Klischee: Alle Italiener sind total locker und lebensfroh, die italienische Küche ist per se wundervoll und gesund, ganz im Gegensatz zu grauenvollen Ernährungsweise in den USA, und außerdem erhöht der Veganismus den IQ, weil das Blut viel besser fließen kann. Aha. Direkt danach schiebt Dahlke aber nach, dass nicht geklärt sei, ob jetzt eine vegane Ernährung intelligenter mache oder ob die Intelligenteren sich eher vegan ernähren. Intelligenz hin oder her: Überheblich und unsympathisch ist das in jedem Fall, ebenso wie die vielen Hinweise auf die anderen Werke des Autors. Aber man muss das alles ja nicht lesen.

Zum Glück beginnt nach ca. 30 langen Seiten endlich der Rezeptteil, der folgende Kapitel beinhaltet:

  • Antipasti – Vorspeisen
  • Primi piatti – Der erste Gang
  • Seconi piattio & Contorni – Der zweite Gang & Beilagen
  • Dolci – Desserts & Gebäck

Ein Glossar mit Infos zu einigen veganen Zutaten schließt das Buch ab. Obwohl, nicht ganz: ganz am Ende gibt es noch ein Rezeptregister mit den deutschen und italienischen Rezeptnamen. Ein Zutatenindex fehlt leider. Alle Rezepte sind bebildert. Das Buch hat dasselbe Format und ein ähnliches Layout wie Peace Food - Das vegane Kochbuch*. Es ist fest eingebunden und lässt sich gut durchblättern. Die 90 Rezepte auf 192 Seiten kosten 19,90 Euro. Jedes Rezept ist mit einer Portionsangabe versehen sowie mit der Koch- und Zubereitungszeit. Zu vielen Rezepten gibt es darüber hinaus Tipps zur Zutatenbeschaffung, Abwandlung usw. Die Zutaten sind überwiegend im gut sortierten Supermarkt erhältlich. Wie italienisch die Rezepte wirklich sind, kann ich abgesehen von Pasta, Pizza und Risotto nicht beurteilen – ich bin nicht sonderlich reiselustig und zu Hause in der Regel am zufriedensten.

Gefallen tun sie mir dennoch, das sieht man an meiner Nachkochliste:

Bruschetta mit zweierlei Tomaten
Dinkel-Leinsamen-Cracker
Focaccia mit Tomaten
Kichererbsen-Pfannkuchen mit Kürbis
Cremesuppe von Cannellini-Bohnen mit Catalogna
Mediterrane Bohnensuppe
Quinoa-Zuckerschoten-Paprikasalat mit Currysauce
Linseneintopf mit Kastanien
Kürbis-Lauch-Mangold-Pastete
Hirse-Kichererbsen-Bällchen in Sesamkruste
Spaghetti mit Seitan-Ragout und jungem Spinat
Spaghetti-Bolognese mit veganem Parmesan
Schokocreme im knusprigen Teigbecher
Kokos-Mousse
Maronencreme
Birnen-Schokoladen-Muffins
Karotten-Haselnuss-Muffins
Mandelplätzchen schwarz und weiß

Ausprobiert habe ich das hier:


Das Lauchrisotto mit Walnüssen ist mein persönlicher Favorit. Superlecker! Das Rezept habe ich am vergangenen Samstag direkt in einem Kochkurs verwendet, und es hat viel Lob geerntet.


Das Risotto mit Pilzen sah bei mir leider längst nicht so gut aus wie im Buch (aber das ist bei mir ja Standard). Lecker war’s trotzdem.


Von der Idee von Wirsing-Muffins mit Mohn war ich eigentlich sehr begeistert, essen konnte ich sie jedoch am Ende nicht, weil ich von der Konsistenz würgen musste. Schade, denn der Geschmack war gut.


Die Pancakes mit (bei uns ohne) Haselnusscreme waren leider keine Offenbarung. Hier hätte dem Teig etwas Zucker sicher gut getan.

Fazit

Das Buch enthält viele abwechslungsreiche Rezepte. Einige sind schnell zusammengerührt, bei anderen muss man sich mehr Zeit nehmen. Ich mag die Vielfalt der Zutaten, sodass man auch im Herbst und Winter Rezepte zum Nachkochen findet, und die Ideen, die das Buch liefert. Allerdings würde ich wärmstens empfehlen, das Vorwort zu überlesen.

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Was haltet ihr von "Vegano italiano"? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Samstag, 8. November 2014

Ideen für einen veganen Adventskalender


Egal, ob ihr beim veganen Adventskalenderwichteln mitmacht (die Anmeldung ist noch bis zum 15. November möglich!) oder im realen Leben für jemanden einen Kalender bastelt, die Frage ist immer: Was tu ich rein? ich war am Wochenende im Veganz in Berlin und habe tonnenweise Zeug gesehen, das ich gern in einen Kalender gesteckt hätte. Also schaut euch doch einfach mal im örtlichen Bioladen, bei dm oder im veganen Supermarkt um, ob ihr etwas Schönes findet!

Ein paar Ideen habe ich euch außerdem hier zusammengestellt. Sie stammen zum großen Teil vom veganen Osterwichteln und sind ein wenig ungeordnet, aber das assoziiere ich persönlich mit dem Weihnachtswichtelchaos. In der Zwergenwerkstatt sieht es vermutlich ebenso aus. Vielleicht findet ihr ja noch ein paar Ideen für euch. Wenn euch sonst noch etwas einfällt, könnt ihr gern auch unter dem Beitrag kommentieren, ggf. anonym, damit ihr nichts verratet.

Kulinarisches

Algen-Spaghetti
Tee
Konfitüre
regionale Spezialitäten
Schokoreiswaffeln
Aufstrich
Trockenfruchtkugeln
Lovechoc-Riegel
Veggie-Würstchen
Sojadrink
Instant-Hafermahlzeit von Alnatura
selbstgebackene Plätzchen
Gummibärchen
Lutscher
Schokolutschernikolaus
Sesamkrokant
Pralinen
Schokoriegel
Probe für veganes Rührei
Sonnentor-Gewürzmischung
Kaffee
Matcha
selbstgebackene Cräcker
Minimuffins
kandierter Ingwer
selbstgemachte Backmischung
selbstgemachte Pralinen/Rocher/Raffaello
Mandel- und Cashewmus zum Probieren
Schokosojabohnen
Macadamiariegel
selbstgemachte Gewürzmischung
selbstgemachter Sirup
selbstgemachter Likör
Kuchendeko
Schokonikolaus
Nüsse
Tee-Adventskalender
Trockenfrüchte

Nichts zu essen

Handcreme
Selbstgebasteltes, Selbstgenähtes, Selbstgestricktes
Deko
Samen
Badezusatz
Gesichtsmaske
Handcreme
Duschgel
WeihnachtskarteAusstechform
selbstgebastelter Schmuck
Schnittlauchtöpfchen
Zitronenöl
Matchabesen
Notizbuch
Shampoo
ätherisches Öl
Kerzen
Rubbellos
Futter und Spielzeuch für das Haustier
Taschentücher
Kochbuch
Adventskalenderkarte
Weihnachtsbuch
Hörbuch
Rezeptkärtchen aus dem Bioladen
selbstgeschriebene Rezepte
Muffinförmchen

Donnerstag, 6. November 2014

Fast übersehen: Der Mengenausgleich im fairen Handel


Wenn ich nicht auf dem monatlichen Treffen unseres örtlichen Weltladens darauf hingewiesen worden wäre, hätte ich ein neues Phänomen im fairen Handel schlichtweg nicht bemerkt: den Mengenausgleich. Zu erkennen ist er nur an einem kleinen Hinweis auf der Zutatenliste von einigen Produkten, die das Fairtrade-Siegel tragen.

Dabei bedeutet dieser kleine Hinweis etwas sehr Wichtiges: die Abkehr vom Prinzip der "physischen Rückverfolgbarkeit". Bisher war ich davon ausgegangen, dass das ausnahmslos nicht nur für biologisch erzeugte, sondern auch für fair gehandelte Produkte gilt: Der Kakao im Päckchen mit dem Fairtrade-Siegel wurde aus Kakaobohnen hergestellt, die auch tatsächlich von einem fair bezahlten Kakaobauern gepflückt wurden. Im Wesentlichen ist das auch noch so - es sei denn, auf der Zutatenliste steht etwas von "mit Mengenausgleich".


Was bedeutet "Mengenausgleich"?


Dann nämlich wurde ein ähnliches Prinzip angewandt wie beim Ökotrom: An irgendeiner Stelle wurde fair gehandelter Kakao hergestellt und auch fair bezahlt. Er wurde dann aber irgendwann in der Produktionskette mit konventionell gehandeltem Kakao vermischt, und am Ende wurde lediglich darauf geachtet, dass nicht mehr Kakao mit Fairtrade-Siegel im Regal steht, als ursprünglich fair bezahlt wurde. Da kann es dann aber durchaus sein, dass der konkrete Kakao im Päckchen nicht von einem fair bezahlten Bauern stammt.

Die "Verrechnung" der Mengen kann dabei auf zwei Arten und Weisen erfolgen. Der Mengenausgleich für mehrere Standorte ("Group Mass Balance") erlaubt es internationalen Unternehmen, die Gesamtmenge an eingekauften und verkauften Fairtrade-Produkten über das gesamte Unternehmen hinweg zu ermitteln und auszugleichen. Diese Regelung ist zumindest für Schokoladenhersteller bis Ende 2017 befristet.

Außerdem gibt es den Mengenausgleich für Einzelstandorte ("Single Site Mass Balance"). Hier muss die Gesamtmenge an eingekauften und verkauften Fairtrade-Produkten für den Einzelstandort, z. B. eine Fabrik, ausgeglichen sein.

Generell ist der Mengenausgleich nur für Kakao, Zucker, Fruchtsäfte und Tee möglich. Bei allen anderen Produkten ist die physische Rückverfolgbarkeit nach wie vor gegeben. Eine Kennzeichnung wie oben gezeigt ist zwingend vorgeschrieben.

Vor- und Nachteile


Wie so ziemlich alles andere auch bringt der Mengenausgleich Vor- und Nachteile mit sich. Als Hauptargument für den Mengenausgleich wird angeführt, dass er kleinen Produzenten die Teilnahme am fairen Handel überhaupt erst ermögliche. Ich zitiere ein Beispiel von der Webseite von TransFair Deutschland:
Saft-Orangen müssen möglichst schnell verarbeitet werden. Das heißt, der Produzent muss seine Orangen zügig an die nächst gelegene Fabrik verkaufen, die die Orangen zu Konzentrat verarbeitet. Die Fabrik verarbeitet am Tag 700 t Orangen, der Produzent erntet am Tag nur 2,7 t Orangen (1000 t Orangen im Jahr). Das bedeutet, die Orangen müssen zwangsläufig mit Nicht-Fairtrade-Orangen, die ebenfalls an die Fabrik geliefert werden verarbeitet werden. Ohne den Mengenausgleich könnten die Orangenproduzenten also nicht am Fairen Handel teilnehmen.
Auf derselben Seite findet sich auch der Hinweis, dass durch den Mengenausgleich unter Umständen eine geringere Umweltbelastung entstehe, weil Produkte so direkt vor Ort verarbeitet werden könnten, statt auf langen Wegen in eine Fabrik transportiert zu werden, die eine getrennte Verarbeitung sicherstellen kann.

Das "Forum fairer Handel", dem u.a. die großen Fairhandelsimporteure (gepa, DWP, El Puente, Banafair, Globo) und die Weltläden angehören, befürchtet jedoch einen Glaubwürdigkeitsverlust. Zudem sei die Kennzeichnung durch ihre Position (nicht am Siegel, sondern bei den Zutaten) und ihre für Laien unverständliche Formulierung nicht transparent. Der Mengenausgleich könne im Ausnahmefall hilfreich sein, beeinträchtige aber langfristig die Entwicklung von Produzentenorganisationen und verschaffe besonders den großen Schokoladenherstellern einen Preisvorteil auf Kosten der Transparenz, weil keine getrennte Verarbeitung mehr erforderlich sei. Transparenz und physische Rückverfolgbarkeit seien nun einmal mit Kosten verbunden.

Was denkt ihr?


Wie so oft habe ich keine richtige Meinung zum Thema, weil ich sowohl die Pro- als auch die Contra-Argumente verstehen kann.  Eine transparentere Kennzeichnung würde ich mir aber auf jeden Fall wünschen. Was haltet ihr vom Mengenausgleich im fairen Handel?

Zum Weiterlesen:

Informationsseite von TransFair
Positionspapier des Forums fairer Handel
Positionspapier der gepa

Montag, 3. November 2014

{Rezension} "Jeden Tag vegan genießen" von Mäggi Kokta


Bücher rezensiere ich ja immer gern, und diesmal habe ich wieder eins vom Löwenzahn-Verlag erhalten: Jeden Tag vegan genießen* von Mäggi Kokta, 154 Seiten, erhältlich zum Preis von 17,95 Euro.

Mein erster Eindruck vom Buch war sehr gut: Es handelt sich um ein Hardcover, das sich gut durchblättern lässt. Alle Rezepte sind appetitlich bebildert. Pluspunkt! Und der Inhalt?

Nach einem Sammelsurium von allgemeinen Hinweise zu den Rezepten sowie zur Küchenausstattung und zu Gewohnheiten der Autorin folgt ein gut gemachtes Kapitel zu Ersatzprodukten. Dann gibt es Vorschläge für eine bio-vegane Vorratskammer, die mich allerdings etwas erschlagen hat. Welcher „kleine Haushalt“ verbraucht denn bitte 8 Liter Pflanzenmilch und 500 g Nussmus in 1 bis 2 Wochen? Neuveganer sollten sich hier besser selbst rantasten, würde ich sagen.

Danach gibt es noch eine Seite mit Antworten auf Fragen, die Veganern so gestellt werden. Die hätte sich die Autorin besser gespart. Denn: Eine Vitamin-B12-Supplementation wird dort als überflüssig dargestellt, Frischkost und ungewaschenes Gemüse reichten aus. Da könnte ich explodieren. Ein Vitamin-B12-Mangel ist gefährlich, und der Stand der Wissenschaft ist, dass Veganer auf jeden Fall supplementieren sollten – egal, was Kochbuchautoren „ihres Erachtens nach“ davon halten.

Die Rezepte 


Zum Glück geht es danach endlich mit dem Rezeptteil los, und der hält, was der Untertitel des Buches verspricht: „Biologisch. Saisonal. Kreativ.“

Getreu diesem Motto erfolgt dann auch die Einteilung der Rezepte in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der Frühling ist dabei etwas schwach bestückt: Außer frischen Kräutern findet sich z. B. auch eine Schokomousse mit eingelegten Kirschen. Aber das Gemüse muss ja auch erst mal wachsen. Ansonsten habe ich bis auf Gurken im Herbst und Paprika im Winter tatsächlich nur saisonale Zutaten entdeckt. Wirklich schön, denn das regt dazu an, sich tatsächlich einmal mit den Gemüsen der Saison zu beschäftigen (auch wenn aus unerfindlichen Gründen der Spargel fehlt…). Die Rezepte sind dabei tatsächlich so kreativ wie versprochen. Und dass die Autorin viel Wert auf Bioprodukte legt, betont sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Soja wird wenig verwendet, auch Fertigprodukte wie veganer Blätterteig kommen eher selten zum Einsatz, und mit Ausnahme von Hafercuisine und Reissirup sind die meisten Zutaten im gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Nach mehrmaligem Durchblättern des Buches steht jetzt unter anderem noch Folgendes auf meiner Nachkochliste:

Haferflockenbratlinge mit Schnittlauchcreme
Pilzgulasch mit Erdäpfelknödeln
Mangoldsuppe mit gebratenen Erdäpfelwürfeln
Hirselaibchen auf Blattsalat
Sonnenblumen-Orangen-Cantuccini

Ausprobiert habe ich natürlich auch schon einiges. Die Hokkaido-Erdäpfel-Suppe mit Ingwer, die deutlich besser war als alle Kürbissuppen, die ich bisher selbst gekocht habe, hat es leider nicht auf ein Foto geschafft.


Vollwertig und wenig süß kommen die Dinkel-Koriander-Muffins daher. Nach Kuchen schmecken sie trotzdem – das fehlt mir bei einigen vollwertigen Rezepten. Und die Koriandernote ist auch sehr lecker. Daumen hoch!


Den Orangensalat mit Crunchies musste ich etwas abwandeln. Da ich keine Sonnenblumenkerne mehr hatte, habe ich einfach Mohn für die Crunchies verwendet, was auch gut gepasst hat. Brauche ich jetzt nicht jeden Tag zum Frühstück, ist zur Abwechslung aber nett.

Ach, übrigens: Alle Rezepte sind am Ende alphabetisch sortiert. Einen Zutatenindex gibt es leider nicht.

Fazit


Wer auf der Suche nach interessanten, abwechslungsreichen und saisonalen Rezepten ist, wird in diesem Buch auf jeden Fall fündig. Aber bitte, bitte lest euch Ernährungsinfos anderswo an.

Eine weitere Rezension findet ihr bei Mausflaus.

Infos zur Autorin


Mäggi Kokta ist Eigentümerin eines bioveganen Internetversands. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.


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Donnerstag, 30. Oktober 2014

{Verlosung} Gutscheine von vekoop


Seid ihr schon fleißig am Einkaufen für das vegane Adventskalenderwichteln? Dann habe ich hier vielleicht etwas für euch: Gutscheine für die Bestellung beim veganen Internetversand vekoop*. Im Weihnachtsspecial* gibt es nicht nur eine Vielzahl von Backzutaten, sondern auch vegane Weihnachtsmänner und sonstige Leckereien. Aber natürlich findet ihr auch sonst alles, was das vegane Herz begehrt. Besonders schön am Shop finde ich übrigens, dass Dinge, die nahe am MHD sind, zu niedrigeren Preisen verkauft werden. Ich mag einfach Angebote!

Für euch gibt es heute drei 10-Euro-Gutscheine zu gewinnen (gültig ab einem Mindestbestellwert von 30 Euro). Hinterlasst mir zur Teilnahme einfach einen Kommentar mit eurem Lieblingsprodukt aus dem Weihnachtsspecial und eurer Mailadresse, in der ihr zur Abwehr von Spam am besten das @ durch ein $ ersetzt. Mit dem Hinterlassen eines Kommentars erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:

  • Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 2. November 2014. Die Auslosung erfolgt am 3. November.
  • Du bist 18 Jahre alt oder hast, falls du jünger bist, die Einverständnis deiner/s Erziehungsberechtigten zur Teilnahme.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wurde mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt und kann nicht bar ausgezahlt oder in andere Produkte eingetauscht werden.
  • Die Gewinner werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und dann per Mail kontaktiert.
  • Wenn ich auf meine Benachrichtigung nicht innerhalb einer Woche eine Antwort bekomme, wird der Gewinn weiterverlost.

Gewonnen haben:


Herzlichen Glückwunsch!

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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Vegan Wednesday #114 - mit Einladung zum veganen Adventskalenderwichteln!


Nach ziemlich langer Zeit bin ich auch mal wieder beim Vegan Wednesday dabei - und dementsprechend hat sich einiges angesammelt, das ich euch heute zeigen möchte. So viele Suppen gibt es bei mir übrigens deshalb, weil sie sich so gut vorkochen und aufwärmen lassen. Gesammelt wird diese Woche bei Petzi. Danke für die Mühe!


Bohnensuppe.



Pasta mit gebratenen Champignons in Hafersahne.



Orangensalat mit Crunchies.



Pilzrisotto.



Spaghetti mit gebratenen Tomaten mit den letzten Cocktailtomaten vom Balkon.



Ofengeröstete Tomatensuppe.



Weißkrautsuppe.

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http://www.twoodledrum.de/2014/10/veganes-adventskalenderwichteln-2014.html


Aber natürlich geht es nicht immer nur um's Essen. So langsam fängt wieder die Weihnachtsstimmung an, und damit rufe ich erneut zum veganen Adventskalenderwichteln auf. Schnell mitmachen, die Anmeldung läuft noch bis zum 15. November!

Dienstag, 28. Oktober 2014

{Rezension} "Vegan & basisch" von Johann und Gabi Ebner


Vor mittlerweile doch einiger Zeit bekam ich mal wieder eine Rezensionsanfrage, und zwar für Vegan & basisch: Die gesündeste Art des Kochens - 100 Rezepte* von Johann und Gabi Ebner. Ich habe eine Weile gebraucht, aber jetzt kann ich euch das Buch endlich umfassend vorstellen.

Das Buch beginnt mit gleich drei Vorworten – vom „Zugpferd“ Heather Mills und dann von jedem der beiden Autoren. Allerdings fassen sich alle drei recht kurz, sodass die Vorworte eine nette Gelegenheit sind, die Autoren kennenzulernen. Danach geht es weiter mit einer Einführung in das Konzept der basischen Ernährung, das ich hier nicht auswalzen will. Aufgefallen ist mir allerdings, dass Gemüse als säurebildend eingestuft wird. Das ist mir neu, aber ich kenne mich auch in der Säure-Basen-Ernährung nicht so gut aus. Basisch sind laut den Ebners nur Gewürze, Bitterstoffe aus Kräutern, Meersalz, Öle, fermentierte Lebensmittel und Buchweizen. Bei allen anderen, also den sauren, Lebensmitteln komme es darauf an, sie basisch zuzubereiten. Zu den empfohlenen Basenbildnern gibt es denn auch umfangreiche Beschreibungen.

Positiv finde ich, dass auf die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren eingegangen wird, auch wenn ich nicht verstehen kann, dass auf der übernächsten Seite Sonnenblumenöl als „Allrounder, der in keiner Küche fehlen sollte“, bezeichnet wird. Aber gut. Den Eiweißlieferanten in der veganen Küche ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Zu Vitamin B12 fällt leider kein Wort. Man tut also gut daran, sich in Sachen Ernährungswissen noch an anderen Stellen zu belesen. Das wird auch an der Buchempfehlung „Die Weizenwampe“ von William Davis deutlich. Angeblich führt moderner Weizen durch besondere Proteine zu entzündlichen Reaktionen im Körper. Ich will das weder bejahen noch bestreiten – ich weiß es schlichtweg nicht, und ich glaube durchaus, dass es Personen gibt, die keinen Weizen vertragen. Davis‘ Buch habe ich aber zufällig gelesen, und es ist alles andere als eine wissenschaftliche Grundlage, auf die man irgendwelche allgemeingültigen Aussagen zu Weizen stützen sollte.

Nach all den einleitenden Worten und Informationen geht es dann weiter mit dem Rezeptteil, der in folgende Kapitel gegliedert ist:
  • Grundrezepte
  • Vorspeisen, Dips und Salate
  • Suppen
  • Warme Hauptgerichte
  • Süßes

Leider ist der größte Teil der Rezepte nicht mit einem Foto versehen, das meiste muss man sich denken. Die Bilder, die es gibt, sind dafür aber sehr appetitlich und machen Lust auf’s Nachkochen. Insgesamt ist das Hardcover-Buch hochwertig und lässt sich schön durchblättern. Die Rezepte sind übersichtlich: Zutatenliste links, Zubereitungsschritte rechts. Kalorienangaben oder Infos zu den Zubereitungszeiten gibt es nicht.

Die Rezepte


Zu den Rezepten muss ich ehrlicherweise sagen, dass es mir am Anfang schwer fiel, irgendetwas zu finden, das ich nachkochen wollte, und zwar aus drei Gründen: Ich musste erst einmal Ume Su, einen Sud aus fermentierten Aprikosen, auftreiben, der in sehr vielen Gerichten verwendet wird. Letztendlich stellte sich das aber als einfacher heraus als gedacht, ein Besuch im Bioladen reichte.

Dann war ich genervt davon, dass in sehr vielen Rezepten auf andere Rezepte aus dem Grundrezepte-Teil verwiesen wurde, die dann auch erst wieder nachgekocht werden müssen. Hier habe ich mir letztendlich Alternativen gesucht, also z. B. einfach Gemüsebrühe statt des Basenfonds verwendet. Das ist zwar aus Sicht der basischen Ernährung sicherlich nicht empfehlenswert, aber ich wollte ja einfach „nur“ etwas Leckeres kochen.

Der dritte Grund ist gleichzeitig mein größter Kritikpunkt, was die Rezepte angeht: Man merkt deutlich, dass die beiden Autoren ein Restaurant führen und dass die Rezepte darauf ausgelegt sind. Die Gemüsemengen sind nicht haushaltsüblich angegeben („1 mittelgroße Zwiebel“), sondern immer in Gramm, und zwar bezogen auf das geputzte Gemüse. Darunter kann ich mir nur selten etwas vorstellen. Zusätzlich braucht man oft nur sehr kleine Mengen, dafür aber von einem ganzen Haufen unterschiedlicher Gemüsesorten, für den Basenfond z. B. 300 g gemischtes Wurzelgemüse, 100 g Weißkraut, 50 g Lauch, 50 g Kohlrabi mit Schale und 50 g Fenchel. Das gibt dann 5 Liter Fond, den man auf Vorrat zubereiten soll, weil er sich mindestens drei Tage im Kühlschrank hält. Ähm?! Was mache ich denn dann a) mit den Gemüseresten, und wie soll ich b) 5 Liter Gemüsefond in wenigen Tagen verbrauchen? Hier lässt die Alltagstauglichkeit dann doch etwas zu wünschen übrig, zumindest für mich. Zumal leider ein Zutatenindex fehlt, mit dem man schnell und unkompliziert nach Verwertungsmöglichkeiten suchen könnte.

Aber nun genug gemeckert! Denn nachdem ich mich erst mal auf das Buch eingelassen hatte, habe ich eine Menge Gerichte entdeckt, die ich nach und nach ausprobieren möchte. Auf meiner Liste stehen zum Beispiel:

Rote-Linsen-Karotten-Cremesuppe mit Kokosmilch
Rote-Rüben-Cremesuppe mit Kren (Meerrettich)
Buchweizenspätzle mit Kastanien, Wirsing und Räuchertofu
Grünkernlaibchen
Dinkellasagne mit Linsen-Gemüse-Fülle
Kichererbsen-Gemüse-Gulasch mit gerösteten Tofuwürfeln
Kamutspiralen mit Kichererbsen-Bolognese
Kartoffel-Sellerie-Auflauf mit Seitan
Apfel-Mohn-Strudel
Dinkel-Kastanien-Palatschinken mit Madelmusfülle

Ihr seht also, das „saure“ Gemüse kommt in den Rezepten keinesfalls zu kurz. Sehr positiv aufgefallen ist mir, dass bei vielen Rezepten Austauschmöglichkeiten für Gemüse angegeben sind – für Hobbygärtner wie mich oft sehr praktisch. Nicht alle Rezepte sind übrigens etwas für den schnellen Koch. Sicher spielt das Schnippeltempo hier eine Rolle, aber ein wenig Zeit sollte man sich zum Kochen schon nehmen. Dafür sind die Gerichte einfach mal was anderes als die Standard-Tofubolognese.

Ein paar Rezepte habe ich natürlich auch ausprobiert.

Das Gerstenrisotto mit Süßkartoffeln, Fenchel und Blattspinat hat es leider nicht auf’s Foto geschafft, hat aber sehr lecker geschmeckt und war auch prima in der Mikrowelle aufzuwärmen – ein tolles Essen für die Arbeit.


Beim Gelbe-Linsen-Eintopf, bei mir laut „Austauschanleitung“ mit roten Linsen und außerdem mit Paprika, war ich ob der Vielzahl der verwendeten Gewürze (Ingwer, Majoran, Basilikum, Kräuter der Provence, Petersilie) etwas skeptisch. Die Suppe schmeckte dann tatsächlich unerwartet gut, allerdings würde ich sie nicht mehrere Tage hintereinander essen wollen, denn der Geschmack war doch etwas speziell.


Leider wird das Foto meinem absoluten Favoriten überhaupt nicht gerecht: den Tsampa-Kugeln. Ich habe, wie in den Anregungen angegeben, etwas Kakao untergemischt, und sie schmecken mit den weihnachtlichen Gewürzen so wie der Teig für meine Lieblingsplätzchen. Sooo gut!


Fazit

Das ernährungs“wissenschaftliche“ Konzept hinter „Vegan & basisch“ finde ich an vielen Stellen fragwürdig und würde es niemandem empfehlen, der gerade erst beginnt, sich mit veganer Ernährung zu beschäftigen. Ich stehe doch eher auf harte Fakten und sehe Ideologie eher als Ergänzung.

Was die Rezepte angeht, sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass man an der ein oder anderen Stelle doch etwas mehr Arbeit investieren muss. Dafür winken aber durchaus ausgefallene und vor allem leckere vegane Gerichte.

„Vegan & basisch“ hat 144 Seiten, ist durchgehend farbig und kostet 17,99 Euro. Es ist im kneipp-Verlag erschienen.

Eine weitere Rezension des Buches findet ihr bei Fraujupiter.

Infos zu den Autoren


Johann und Gabi Ebner leiten das „biochi“ in Schladming, laut Klappentext „eine Kombination aus Biofachgeschäft, Bistro und der ersten biozertifizierten vegetarisch-veganen Kochschule Österreichs“.


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